Epigenetik – Deine Gesundheit hast Du selbst in der Hand

Gesundheit Verantwortung

Ich hatte im August das Vergnügen, mit Dr. Akuma Saningong zusammenzuarbeiten. Akuma ist – wie ich – studierter Molekularer Biotechnologe, hat in Epigenetik promoviert und verbindet jetzt als Keynote Speaker, Autor und Event Moderator die Felder Epigenetik, Spiritualität, Quantenphysik und Motivation miteinander.

Epigenetik ist eine sehr interessante Ausrichtung der Wissenschaft, über die ich mehr erfahren wollte. Ein paar Kerngedanken aus meiner Arbeit mit Akuma möchte ich Dir heute in einem kleinen Beitrag mitteilen.

Was ist Epigenetik?

Unsere Erbinformation, das, was uns menschlich und einzigartig macht, ist in der DNA gespeichert. Das ist Genetik – die Genetik schaut sich an, ob ein Gen da ist oder nicht, und ob es funktionell oder mutiert ist.

Die Epigenetik geht noch einen Schritt weiter und schaut sich an, ob ein Gen an- oder abgeschaltet ist. Es reicht nicht nur, dass ein Gen da ist, es muss auch aktiviert sein. In der Zelle sieht das so aus:

Die DNA ist eine lange Schnur – jede Zelle enthält DNA mit einer Gesamtlänge von 2 Metern – in einer Zelle mit wenigen tausendstel Millimetern Durchmesser. Damit das organisiert und kein wüst-verwirrtes Knäuel ist, gibt es Histone. Histone sind Proteine, um die sich die DNA wickelt, sich so organisiert und Platz spart. Wenn ein DNA-Abschnitt – ein Gen – sehr eng um ein Histon gewickelt ist, dann ist es inaktiv.

Dann kommen die Enzyme, die die DNA „lesen“, nicht an das Gen heran. Wenn ein Gen sehr locker um das Histon gewickelt ist und diese Enzyme da gut rankommen, dann ist es aktiv. So haben besonders die Histone bzw. Proteine, die kontrollieren, wie eng ein Gen aufgewickelt ist, in der Hand, wie aktiv ein Gen sind.

Es gibt noch Stoffe, die nicht aus Proteinen bestehen, aber die Aktivität von Genen beeinflussen können. Dazu zählen z.B. Vitamin A, Vitamin D, und Hormone. (Vitamin D kontrolliert Schätzungen zufolge die Aktivität von 3000 Genen, also eine ganze Menge!).

Eine der Quintessenzen der Epigenetik ist, dass über Deine Lebensführung, Ernährung, Sport, innere Denkweisen, Stress, … hast Du selber in der Hand, wie aktiv Deine Gene sind, und welche Gene aktiv sind.

Wenn ich z.B. in Artikeln schreibe, dass Grüner Tee die Chance, an Diabetes zu erkranken, um 31% senkt, dann ändert Grüner Tee auch Deine Epigenetik – zum Positiven. Es erhöht z.B. die Bildung von fettverbrennenden Enzymen, von Insulinrezeptoren, von Mitochondrien … und senkt so das Diabetesrisiko. Das ist auch Epigenetik. Im Grunde wusstest Du schon, was es ist, aber Du kanntest vielleicht den fancy Begriff noch nicht 😊

Die Brücke zwischen Wissenschaft und Spiritualität

Das ist das Themenfeld von Dr. Akuma Saningong – er schlägt die Brücke zwischen Epigenetik und, wie er es sagt, positiver Lebensenergie: Spiritualität, Dankbarkeit, Achtsamkeit, Liebe. Alles Gefühle, die Dich über Epigenetik sehr stark positiv beeinflussen.

Epigenetik zeigt mir persönlich auch, dass viele Dinge, die lange als Esoterik abgestempelt wurden – Meditation, Liebe, Dankbarkeit, … – dass diese Dinge nun wissenschaftlich greifbar werden.

Wer z.B. noch nie meditiert hat, hat gewisse Vorurteile. Wer dann mal für eine Woche täglich 10 Minuten meditiert hat (was nicht viel Aufwand ist, s. meditieren lernen) und dann merkt, was es im Körper bewirken kann … der ist dann auch überzeugt. Aber erst, wenn er oder sie es ausprobiert hat.

Vorher nicht – da überwiegen meist Vorurteile. Dank Epigenetik und modernster Forschung weiß man jedoch, was Meditation alles kann, und immer weniger Menschen haben Vorurteile und Skepsis – man kann ihnen einfach die wissenschaftlichen Studien hinknallen und mit etwas Handfestem argumentieren.

Über Spiritualität

Heute wird es richtig esoterisch, das kann ich Dir versprechen 😊 aber das hast Du wahrscheinlich schon selbst gemerkt. Ich kann nicht nur über Ingwer, Apfelessig und kalt Duschen schreiben, es muss auch mal Platz für Geist und Seele bleiben.

Moment mal … Geist und Seele? Was ist damit gemeint?

  • Der Geist ist alles, was Du denkst. Deine Gedanken. Deine Gedanken beeinflussen Deinen Körper, und andersherum. Wenn Du an etwas zu essen denkst, dann wird der Speichelfluss angeregt, die Bildung von Verdauungsenzymen und Magensäure, … dann hat der Geist den Körper beeinflusst. Kontrolliere Deine Gedanken, und Du kontrollierst Deinen Körper. Ein uraltes Sprichwort, das viel Wahres beinhaltet.
  • Die Seele ist im Grunde Unterbewusstsein. Die 95% Deiner Gehirnleistung, von der Du gar nichts mitbekommst. Dein körpereigenes Magnetfeld, Ausstrahlung, Instinkte, und mehr.

Spiritualität ist der Glaube an etwas Größeres an man selbst. An die Unendlichkeit und das Ewige, Große.

Jeder Mensch, der religiös ist und an etwas Größeres als er selbst glaubt (einen Gott), ist spirituell. Jeder Mensch, der an „The Secret“ oder „Das Universum“ glaubt, ist spirituell.

Bist Du auch spirituell? Jetzt, wo Du weißt, was es wirklich bedeutet, ist es gar nicht mehr so abwegig, oder? Hattest Du mit spirituell vorher auch eine Wahrsagerin mit Kristallen, Klangvasen und einer seltsamen Stimme vor Augen? Ich auch 😊

Warum schreibe ich das? Es ist menschlich, spirituell zu sein, wir sind durch und durch spirituelle Wesen. Der Glaube an die Unendlichkeit (Gott) verändert im Gehirn zentrale Denk- und Schaltprozesse, die sich maßgeblich auf Dein Glücksempfinden und Dein Urvertrauen (in uns und die Welt) auswirken.

Ich schreibe das, um mit Vorurteilen aufzuräumen. Es ist nicht nur in Ordnung, spirituell zu sein (auch als Wissenschaftler), es ist sogar gut.

Über Dankbarkeit

Neulich habe ich in einem Newsletter über Dankbarkeit geschrieben und viele positive Rückmeldungen erhalten. Dankbarkeit ist eine Emotion, die fundamental für ein glückliches Leben ist.

Warum?

  • Wer dankbar ist, konzentriert sich mehr auf die Dinge, die gut laufen und die Du hast/besitzt.
  • Du konzentrierst Dich weniger auf Mangelzustände; also auf Dinge, die Du nicht hast, die Dich unglücklich machen und die nicht rund laufen.

Wenn ein Mensch dankbar ist, hat er eine komplett andere Ausstrahlung und sein Gehirn weist völlig andere Verschaltungen, Denkprozesse und Informationsströme auf – Es konnte schon vielfach gezeigt werden, dass Dankbarkeit starke und langanhaltende Glücksgefühle auslöst. Und zwar in dem Ausmaß, wie Du einen Muskel trainierst:

Je öfter Du Dankbarkeit (bewusst oder unbewusst) zeigst, desto glücklicher wirst Du auch werden. Und desto positiver Deine Lebenseinstellung, Dein Urvertrauen.

Hat das noch was mit Esoterik oder Woo-Woo zu tun?

Eine ganz einfache Übung, wie Du dankbarer wirst:

  • Schreibe Dir jeden Morgen direkt nach dem Aufstehen auf ein Blatt Papier 10 Dinge, für die Du dankbar bist. Das können kleine Dinge sein wie „Der Kaffee schmeckt lecker“ oder „Ich habe gut geschlafen“, aber auch große Dinge wie „Ich bin gesund“, „Ich habe eine tolle Arbeit“, oder „Ich habe ein Dach über dem Kopf“.
  • Jeden Abend schreibe Dir 5 Dinge auf, die an diesem Tag passiert sind und für die Du dankbar sein kannst.

Probiere das mal für ein paar Wochen aus, es sind nur 5 Minuten jeden Tag. Ähnlich wie Meditation (10-20 Minuten täglich) wird das einen großen Unterschied ausmachen. Der Fokus geht weg von unschönen Dingen, und hin zu schönen und selbstverständlichen Dingen. Glücksgefühle. Ausstrahlung. Liebe. Das alles kommt ganz beiläufig.

In naher Zukunft möchte ich noch einmal ausführlicher über Dankbarkeit schreiben – das soll als erster Einblick genügen 😊

Über Willenskraft und Meditation

Darüber habe ich bereits geschrieben, die Beiträge findest Du hier:

Willenskraft ist auch eine Fähigkeit, die nicht greifbar ist, aber eine große Auswirkung auf Deinen Erfolg im Leben hat. Wie einen Muskel kannst Du auch Willenskraft trainieren.

Meditation … da beschränke ich mich auf diesen Satz und möchte Dir einfach nur empfehlen, die hinterlegten Beiträge zu lesen. Sie sprechen für sich.

Du bist für Dein Glück verantwortlich!

Mit Epigenetik lässt sich Vieles leichter verstehen. Ich habe damit „esoterische“ Dinge wie Meditation, Dankbarkeit und Spiritualität endlich besser verstanden.

Was sie aber auch zeigt: Du hast alles selbst in der Hand! Es geht nicht mehr darum, dass man eine „schlechte Genetik“ hat und für alles die Gene verantwortlich macht. Nein, Du hast im Grunde selbst in der Hand, welche Gene aktiv sind, und wie aktiv sie sind.

An dieser Stelle kommen Körper (Ernährung, Sport, Schlaf, Stressreduktion, …), Geist (Dankbarkeit, Willenskraft, Intelligenz, …) und Seele (Spiritualität, Meditation, …) in’s Spiel. Diese drei Einzelbereiche erlauben Dir, mittels Epigenetik selbst über Deine Gesundheit und Dein Glück zu bestimmen.

Das ist ein Ziel dieser Seite: Dir zu zeigen, wie Du das schaffst.

Was meinst Du dazu? Kriegen wir das hin? 😊

 

PS: Wie hat Dir dieser Ausflug in die Esoterik gefallen? Möchtest Du gerne mehr darüber erfahren? Dann freue ich mich über Deinen Kommentar!

 

6 Idee über “Epigenetik – Deine Gesundheit hast Du selbst in der Hand

  1. Mei Lo sagt:

    Hallo Martin
    ,
    das ist wieder ein wirklich gelungener sehr nützlicher Artikel den Du hier verfasst hast.
    Dafür, dass Du alles so wunderbar zusammenbringst und es auch noch veröffentlichst, bin ich Dir sehr dankbar.
    LG
    Mei

  2. Heidi Zachert-Bohr sagt:

    Lieber Martin, vielen Dank für Deine Veröffentlichung. Ich bin seit einigen Jahren in Gesundheit & Prävention unterwegs…Heilung über Körper-Geist-Seele…heute weiß ich „es ist Epigenetik“ . Dankbar für die Forschungsergebnisse angefangen von Dr. Bruce Lipton, Dr. Joe Dispencer und natürlich Dr. Akuma Saningong, die uns zeigen, wie wirksam es ist und Deiner Veröffentlichung. Für mich die Bestätigung, dass mein TUN richtig und wirksam ist. Vielen lieben DANK!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.