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Bärlauch-Tagliatelle mit Steinpilzen, Kokos und Granatapfel

von Kati Auerswald

Zuletzt aktualisiert am 21. Oktober 2020 um 16:25

Du möchtest, dass Dich das berühmte »Glücksgefühl« durchströmt, nachdem Du einen Teller Pasta gegessen hast – und das am liebsten ohne die Blutzucker-Achterbahn danach? Dann bleib dran, denn in diesem Beitrag erfährst Du, wie!

Nachdem Du alles Wissenswerte rund um Konjaknudeln bereits hier erfahren hast, möchte ich Dir heute eine Bärlauch-Variante der japanischen Konjaknudeln an die Hand gegeben.

Hast Du noch das große Glück gehabt, eine letzte Handvoll frischen Bärlauch geerntet zu haben, bevor die Saison für dieses Jahr sich dem jähen Ende genährt hat? Herzlichen Glückwunsch, dann hast Du Dir die wichtigste Zutat für dieses leckere, kohlenhydratarme Rezept schon mal gesichert!

Falls nicht, kein Grund zur Sorge: Inzwischen bieten viele Supermärkte tiefgefrorenen Bärlauch an, beispielsweise die Marke „FRoSTA“.

Bärlauch-Pasta ist ein Klassiker – wie Bärlauch-Risotto oder Bärlauch-Pesto und ein gutes Rezept einer solchen Pasta gehört in jede Rezeptsammlung. Leider sieht die originale Version meistens alles andere als gesund aus: Nudelprodukte wie Tagliatelle, Spaghetti oder Penne gehören zur Warengruppe der Teigwaren, genauer der Eierteigwaren.

 

So sieht ein klassischer Nudelteig aus

Ein paar Eier mit Mehl verquirlt und einer Prise Salz verfeinert – und fertig ist der Grundteig für die klassischen, italienischen Eiernudeln, die im Anschluss nur noch geformt, manchmal gefüllt, und für spätere Anlässe getrocknet (konserviert) oder gleich zubereitet werden.

Klar, die Eier darin sind Nährstoffbomben. Aber die Menge an Weizenmehl, mit denen sie gebunden werden müssen, macht das leider nicht wett, sodass die Nährstoffe untergehen. Sprich: So viel Pasta kann man gar nicht essen, als das sie am Ende als „gesund“ – aufgrund der Eier – dastehen könnten.

 

Und was ist mit der Soße?

Nicht nur in der Pasta – gerade in der Soße steckt oft der Übeltäter namens Fettfalle:

Wenn die cremige Soße nicht von Anfang an schon aus Maggipulver besteht, dann oft aus Sahne oder doppelrahmstufigem Frischkäse: Beides keine besonders »leichten« Zutaten – und vor allem lassen sie die Nudeln im klassischen Pastarezept nicht gerade gut dastehen. Ich könnte mich nach einer Portion Pasta im Restaurant hinterher immer gleich zum Schlafen legen. Bei der Nährstoffzusammensetzung kein Wunder.

Tonschale gefüllt mit Konjaknudeln in einer Kokosmilch-Bärlauch-Soße mit Granatapfelkernen auf einem Holztisch, im Hintergrund zwei Küken, Salzstreuer und ein Geschirrtuch

Bei mir löst dieses Rezept Glücksgefühle aus 😉

 

Aber wie soll denn bitte eine Sahnesoße ohne Sahne funktionieren?

Das werde ich oft gefragt. Und meine Antwort ist immer dieselbe: Gewusst wie, kombiniert mit den richtigen Zutaten und Gewürzen. Meistens reicht es auch schon, ein paar Kleinigkeiten auszutauschen oder zu strecken. Versteh mich nicht falsch: Du kannst weiterhin Deine Sahnesoße mit Sahne zubereiten, aber müssen es gleich drei Becher davon sein? Hier meine zwei besten Tipps:

Tipp #No.1: Clever austauschen: Eine Möglichkeit ist es, einfach nur weniger Sahne zu verwenden. Versuche doch mal, die halbe Menge durch Hafermilch, Schafsmilch oder Kokosmilch auszutauschen! Falls Dir die Soße dann zu dünn wird, rühre einfach 1-2 EL (je nach Menge) Kartoffelstärke mit etwas Flüssigkeit an, gebe es zur Soße und lass alles einmal aufkochen.

Tipp #No.2: Strecken: Nachdem Deine Soße einmal aufgekocht hat, die Herdtemperatur auf minimale Hitzezufuhr senken, und je nach Menge 200-350g Naturjoghurt oder selbstgemachten Joghurt unterrühren und langsam erhitzen (sodass der Joghurt nicht gerinnt), bis die Soße eine angenehme essfertige Temperatur hat.

Aber jetzt lass uns gemeinsam mit dem Rezept loslegen!

 

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Bärlauch-Tagliatelle mit Steinpilzen, Kokos und Granatapfel

Kati Auerswald Zuletzt aktualisiert am 21. Oktober 2020 um 16:25Du möchtest, dass Dich das berühmte »Glücksgefühl«… Rezepte Bärlauch-Tagliatelle mit Steinpilzen, Kokos und Granatapfel Low Carb Drucken
Portionen: 2-3 Zubereitungszeit: Kochzeit:
Nährstoffe 400 Kalorien 45 Gramm Fett
Bewertung 3.0/5
( 2 bewertet )

ZUTATEN

Zutaten für 2 Portionen:
400g Konjak-Tagliatelle
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
Eine Handvoll getrocknete Steinpilze
3 EL Kokosraspel
150g Joghurt-Frischkäse, alternativ: veganer Mandelfrischkäse (z.B. von „Simply V“)
100g frischer oder tiefgekühlter Bärlauch
300ml Kokosmilch
Salz
Pfeffer
1 TL Zitronen- oder Limettensaft
100g Granatapfelkerne

ZUBEREITUNG

  1. Die Konjak-Tagliatelle in ein Sieb geben und mit kaltem Wasser abwaschen, das entfernt den fischigen Geruch. Abtropfen lassen.
  2. Zwiebel und Knoblauchzehen schälen. Die Zwiebel in feine Würfel schneiden, den Knoblauch durch eine Knoblauchpresse drücken oder sehr fein hacken (mit einem großen, scharfen Messer geht es am besten).
  3. In einer mittelhohen Pfanne 1 EL neutrales Bratöl erhitzen und Zwiebel und Knoblauch auf mittelhoher Temperatur glasig dünsten. Die getrockneten Pilze hinzufügen und kurz weiter dünsten.
  4. Den Bärlauch putzen und in grobe Stücke schneiden (wenn er nicht schon wie bei der TK-Version vorgeschnitten ist). Zusammen mit 2 EL Kokosraspeln und den Konjaknudeln hinzufügen. Dann den Frischkäse und die Kokosmilch hinzufügen und gut umrühren.
  5. Mit Salz, Pfeffer, Zitronen- oder Limettensaft abschmecken und auf Tellern verteilen. Zum Schluss noch den letzten Esslöffel Kokosraspel und die Granatapfelkerne über die Portionen geben und heiß genießen. Guten Appetit!

 

Weitere Tipps zur Umsetzung dieses Rezepts:

  • Anstelle der Kokosmilch kannst Du auch andere Sorten verwenden, wie Schafsmilch, Cashewmilch oder Hafermilch. Allerdings musst Du dann wahrscheinlich mehr Frischkäse verwenden, falls Du die Pastasoße schön cremig haben möchtest – oder Du befolgst meinen Tipp #No.2 und streckst die Soße einfach mit veganem oder selbstgemachtem Joghurt.
  • Falls Du ganz auf Frischkäse (egal ob vegan, fettarm oder nicht) verzichten, aber trotzdem nicht zum Soßenpulver greifen magst, kannst Du zum Andicken der Soße Kartoffelstärke oder Reismehl verwenden (siehe Tipp #No.1).
  • Anstelle der getrockneten Pilze kannst Du natürlich auch frische Pilze aus dem Wald (wenn Saison) oder dem Supermarkt zurückgreifen. Ich wollte hier aufzeigen, wofür getrocknete Pilze verwendet werden können, da sie doch praktisch sein können, wenn gerade keine Pilz-Saison ist.
  • Anstelle der Zwiebeln kannst Du auch Lauch – oder beides – verwenden! Besonders lecker wird das Rezept, wenn Du die Pasta mit frischem Rucola servierst.
  • Ein weiterer Austauschtipp bezieht sich auf die Kokosraspel in der Soße: Die kannst Du durch dieselbe Menge gemahlene Mandeln austauschen, was ich ebenfalls gerne mag. Das unterstreicht und schafft nochmal ein harmonisches, vollmundiges Aroma.
  • Ohne Käse ist es kein Pastarezept? Klar, kommt dieses Rezept auch ohne Käse gut aus. Aber für den ein oder anderen muss es das nicht zwangsläufig. Ob Du Dich für eiweißhaltigen Feta, lang gereiften Parmesan oder klassischen Emmentaler entscheidest, liegt bei Dir. Doch gerade die ersten zwei genannten Sorten sind häufig für Menschen mit Laktoseintoleranz gut bekömmlich und aus gesundheitlicher Sicht noch am ehesten.

Lass mir gerne einen Kommentar da, wie Dir die Bärlauch-Tagliatelle gelungen sind oder wenn Du eine Frage hast!

 

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