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Wie Corona unser Essverhalten verändert hat

von Martin Auerswald, M.Sc.
Corona-Essverhalten

Zuletzt aktualisiert am 7. September 2020 um 10:28

Die Corona-Pandemie hält die Welt bald ein halbes Jahr in Atem. Nach dieser Zeit können wir einige Schlüsse ziehen und Beobachtungen zusammenfassen, was sich durch Corona verändert hat. Besonders interessant finde ich die Änderungen auf unser Essverhalten: statistisch gesehen hat sich dort einiges getan – zum Guten wie zum Schlechten.

 

Die Diskrepanz zwischen Politik, Medizin, Medien – und Wissenschaft

Was mich seit Anfang des Jahres besonders stört ist, dass Politik und Medien die Bevölkerung mehr beeinflussen als jemals zuvor. Es wird überwiegend mit Angst regiert, um Neuerungen durchzusetzen und die Akzeptanz in der Bevölkerung zu steigern. Entspricht etwas „Alternatives“ nicht dem aktuellen Konsens, wird es als unwissenschaftlich oder „Verschwörungstheorie“ abgetan – auch wenn die wissenschaftliche Datenlage dazu sehr gut ist, wie z.B. Vitamin D-Status.

Was mich auch stört ist, dass Politik, Medien und der öffentliche Medizinsektor sich bei der Prävention und Behandlung von Covid-19 lediglich auf Pharmaka und sogenannte physikalische Präventionsmaßnahmen (zum Beispiel Atemschutzmaske, Abstandsregelung, Hygiene) konzentrieren.

Was in der Wissenschaft sehr gut erforscht ist, aber überhaupt nicht zur Sprache kommt, sind die Auswirkungen von Immunabwehr, Ernährung, Lifestyle und Nährstoffversorgung. Diese Faktoren haben eine mindestens so große Auswirkung auf Prävention und Behandlung, wie Pharmaka.

Und dann wären da natürlich noch die Vorerkrankungen: die Risikogruppen sind neben Senioren besonders Menschen mit Lifestyle-bedingten Vorerkrankungen, wie Bluthochdruck, Typ 2 Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Fettleibigkeit.

Diesen Menschen möchte man nicht vorschreiben, etwas zu ändern – und an der Einnahme ihrer Medikamente aus wirtschaftlicher Sicht auch nicht.

In der Wissenschaft ist man ein paar Schritte weiter – hier spielen Politik und wirtschaftliche Interessen keine so große Rolle und man möchte möglichst viel Wissen anhäufen.

Daran orientieren sich unsere Beiträge, die die wichtigsten Punkte über Prävention, Behandlung und Stärkung der Immunabwehr zusammenfassen:

Das sind auch die Punkte, die wissenschaftlich bestätigt sind, jedoch noch zu wenig in die Praxis umgesetzt werden.

Kümmern wir uns nun um das eigentliche Thema: Wie Corona unser Essverhalten verändert hat.

 

Eine Infografik, die das Wichtigste zusammenfasst

Einige Inhalte aus dem heutigen Beitrag und viel mehr sind auf einer Infografik zusammengefasst, die ich Dir gerne abschließend noch vorstellen möchte.

Hier hat sich jemand viel Mühe gemacht und viel Zeit investiert, um die wichtigsten Änderungen und Trends durch die Coronakrise zusammenzufassen:

Infografik über unser Essverhalten während der Corona-Krise
Für die ganze Infografik auf das Vorschaubild klicken (Quelle)

 

Es geht auseinander …

Die Coronakrise polarisiert in verschiedener Hinsicht. Auch, was die Essenszubereitung angeht: da zumindest vorübergehend Gastronomie und Lieferservices eingeschränkt waren, mussten die Menschen wieder selbst ihre Nahrung zubereiten und hier geht es auch auseinander:

  • Die Zahl derer, die selber frische Nahrung kochen und zubereiten (auch gesund), ist gestiegen.
  • Ebenso ist jedoch auch die Zahl derer, die auf Fertig-Lebensmittel zurückgreifen, gestiegen.

 

Food-Trends seit Anfang des Jahres

Auf jeden Fall wurde das Bewusstsein für gesunde Ernährung, Nährstoffe Immunsystem bei vielen Millionen Deutschen geschärft. Durch den Lockdown, die Pandemie und viele anderen Faktoren haben sich in den letzten Wochen fünf Trends abgezeichnet, die ich sehr gutheiße und die gerne noch verstärkt werden könnten:

Gemüsekisten

Gemüsekisten, die wöchentlich eine Ladung frisches Bio-Gemüse direkt vom Bauern an die Haustür bringen, haben Statistiken zufolge einen Zuwachs von bis zu 60 % bekommen.

Regionale Ernährung

Das Bewusstsein für regionale Ernährung ist gestiegen, und sowohl in Supermärkten als auch auf Wochenmärkten und Hofläden achten viele nunmehr auf regionale Herkunft ihrer Lebensmittel.

Um natürlich lokale Bauern zu unterstützen, aber auch, um den Import von Lebensmitteln aus Übersee, Fernost und bestimmten Regionen von Spanien und Nordafrika zu reduzieren. Das hat auch Vorteile für das Klima.

Selber machen

Statt Fertig-Lebensmittel kaufen, wird wieder mehr selbst gemacht. Soßen und Dips für Salate, Eintöpfe, Knochenbrühe, probiotische Lebensmittel und Fermente; zur Haltbarmachung von Lebensmitteln wird wieder mehr eingekocht und eingemacht und vieles mehr.

Auch unsere Rezepte orientieren sich übrigens nach gesunden, modernen und auch traditionellen Zubereitungsmethoden.

Selber anbauen

Die eigene Wohnung, Keller, Garage, Terrasse oder auch der Garten wird wieder mehr zum Eigenanbau von Lebensmitteln genutzt – in Städten auch „urban gardening“ genannt.

Je nachdem, wie viel Platz man hat, ist es durchaus möglich selbst Obst, Gemüse, Beeren, frische Kräuter und auch Pilze anzubauen.

Das macht nicht nur Spaß, sondern ist auch die bestmögliche Art einer gesunden und frischen Ernährung. Und auf Dauer kann man damit auch Geld sparen.

Regionale Superfoods

Auf SchnellEinfachGesund sind wir große Fans von regionalen und traditionellen Superfoods, die nicht um den halben Erdball geschafft werden müssen. Zur Immunstärkung, Unterstützung der Gesundheit und Unterstützung regionaler Landwirtschaft ist auch das Bewusstsein für regionale Superfoods gestiegen.

Leinsamen, Hagebutten, Brokkoli, Spinat, Heilpilze, Knoblauch, Kombucha und vieles mehr müssen nicht importiert werden und sind auf vielerlei Weisen wahre Gesundheitsbomben!

 

Bewusstsein fürs Immunsystem

Zumindest bei den Menschen, die mündig sind und sich selbst informieren (und nicht blind alles glauben, was in den Medien berichtet wird), wird das Bewusstsein für das Immunsystem immer stärker.

Vielleicht hat auch unser Immunabwehr-Kongress mit über 20.000 Teilnehmern dazu beigetragen, wer weiß?

Es ist klar, dass wir unser Immunsystem größtenteils selbst steuern können. Wie aktiv oder inaktiv es ist, wie sehr es zu Allergien, Autoimmunerkrankungen und chronischen Infekten neigt – und wie sehr es zu akuten Infekten wie SARS-nCov2 neigt.

Und selbst, wenn Du einmal krank bist, kannst Du durch eine gesunde Ernährung und Lebensführung zu einem Großteil selbst kontrollieren, wie Dein Körper darauf reagiert, wie schwer der Infekt ist und wie schnell Du wieder fit bist.

Besonders diese Bereiche einer gesunden Ernährung und Lebensführung haben enormen Aufschwung bekommen:

  • Zwiebelgewächse wie Ingwer, Knoblauch, Rucola, Frühlingszwiebeln und Zwiebeln für Schwefelstoffe wie Allicin
  • Nährstoffe für eine gesunde Immunabwehr und gesunde Schleimhäute, wie Vitamin A, Vitamin C, Vitamin D, Zink, Selen und Omega 3 Fettsäuren
  • Grünzeug – jeden Tag ein bisschen auf dem Teller, wie Spinat, Brokkoli und andere Kohlgewächse, Feldsalat und Chlorella
  • Hülsenfrüchte (gekeimt und gut abgekocht) zur Unterstützung der Darmflora und für einen gesunden Blutzuckerspiegel

 

Unsere Gastronomie stärken

Unsere Gastronomie wurde durch die Coronakrise sehr geschwächt und die staatlichen Förderungen waren leider nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Daher möchten wir dazu aufrufen, die lokale Gastronomie zu unterstützen, und regelmäßig bei lokalen Gastwirten essen zu gehen oder zumindest etwas abzuholen.

Das Geld ist bei unseren Mitmenschen besser aufgehoben als bei großen internationalen Fastfood-Ketten, die nicht an unserer Gesundheit interessiert sind und in vielen Fällen sogar nicht einmal Steuern sparen müssen.

 

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