Eis selber machen – auch ohne Eismaschine ein Kinderspiel

von Martin Krowicki, M.A.
Eis selber machen

Eis ist nicht nur bei Kindern beliebt, sondern auch bei Erwachsenen. Gerade zur Sommerzeit schlemmen wir alle gern Eis und verzehren mit Hingabe die eine oder andere Kugel.

Doch auf Dauer ist der Besuch in der Eisdiele nicht nur ziemlich kostspielig. Denn auch aus gesundheitlicher Sicht kann es besser sein, die Zutaten zu kontrollieren und sein eigenes Eis zu zaubern.

Dabei gibt es durchaus Möglichkeiten, verschiedene Eissorten ganz einfach Zuhause selbst zu machen. Eine Eismaschine ist dafür gar nicht nötig.

Welche Zutaten sind für selbstgemachtes Eis wichtig?

Wer Eis selber machen möchte, benötigt keine schwierigen Rezepte. Mit einigen wenigen Zutaten lassen sich bereits herrlich cremige Eisspeisen zubereiten.

Notiz zum Thema Zucker

Aus gesundheitlicher Sicht bietet sich natürlich viel Raum für Diskussion, vor allem beim Thema Zucker. Köche oder Konditoren wie unser Felix setzen immer wieder auf die biochemischen Eigenschaften in der Zubereitung von Speisen – im letzten Abschnitt findest Du eine Erklärung, warum Zucker in Bezug auf die Konsistenz von Eis sinnvoll sein kann.

Grundsätzlich ist zu empfehlen: Wenn Du auf zuckerhaltige Produkte zurückgreifst, dann sorge dafür, dass Du Dich vorher ausreichend bewegt hast, damit Deine Muskelzellen den Zucker gut verstoffwechseln können.

Ansonsten kannst Du auch auf unsere Nice-Cream Rezept zurückgreifen. Dieses ist ohne Zucker ☺

Natürlich kannst Du auch alternative Süßungsmittel nutzen, was jedoch zulasten der Konsistenz geht.

Nice Cream SEG

Viele Eis-Rezepte kommen auch ohne Zucker aus – Banane hat zum Beispiel ähnlich gute Eigenschaften.

 

Nun zu den Hauptzutaten

Für eine Portion Eis sind lediglich

  • 500 Gramm Früchte oder Beeren
  • 150 Gramm Bio-Zucker
  • 200 Milliliter Sahne (aus Weidemilch)
  • 150 Gramm Naturjoghurt (aus Weidemilch)
  • Saft einer halben Zitrone und etwas Abrieb (Bio)
  • Etwas Vanillezucker

nötig. Wer nun Obst und Beeren aus dem eigenen Garten verarbeiten möchte, muss nicht mal frische Früchte kaufen. Zudem weiß jeder, was genau in dem Eis drinsteckt.

Dieses Grundrezept für Eis ist nicht nur frei von Konservierungsstoffen, sondern auch von Farbstoffen und Geschmacksverstärkern. Also trotz der Zugabe von Zucker ist das Rezept vielen konventionellen Eissorten überlegen.

Und so lässt sich das fabelhafte Eis ganz einfach herstellen:

  • Putze die Früchte und befreie sie von Kernen oder Stielen. Schneide nun jedes Stück in ungefähr zwei bis drei Zentimeter große Stücke. Anschließend ist das zugeschnittene Obst im Tiefkühlfach einzufrieren. Hinweis: Dieser Schritt entfällt, wenn Tiefkühlobst zum Einsatz kommt.
  • Entnimm das gefrorene Obst dem Kühler und füge Zucker, Naturjoghurt und Zitronensaft nebst Zitronenabrieb hinzu.
  • Püriere im nächsten Schritt die Mischung. Wer über keinen Standmixer verfügt kann ebenso einen Stabmixer verwenden.
  • Schlage nun die Sahne steif und hebe den Vanillezucker vorsichtig unter. Gib jetzt löffelweise die gefrorene Fruchtmischung unter die Sahne. Fülle die Masse in einen ausreichend großen Behälter und kühle das Eis für mehrere Stunden im Kühler herunter.
  • Jetzt ist das Eis bereit für den Verzehr. Gibt das Eis in eine passende Eisschüssel oder wahlweise in eine leckere Eiswaffel. Garniere die Komposition mit frischen Früchten, ein paar Kakaonibs oder einer Sauce aus dunkler Schokolade (85 % Kakao). Dieses Eis ist unschlagbar und wird pure Begeisterung auslösen.

Wer Eispulver zum Eis selber machen herstellen möchte, verwendet hingegen

  • 150 Gramm Zucker
  • 100 Gramm Traubenzucker
  • 30 Gramm Magermilchpulver (oder Proteinpulver)
  • 6 Gramm Inulin
  • 2 Gramm Vanillepulver
  • 2 Gramm Salz
  • 1 Gramm Johannisbrotkernmehl
  • 1 Gramm Guarkernmehl
  • 1 Gramm Apfelpektin

Wiege alle Zutaten genau ab und mische sie im Anschluss gut durch. In einem verschließbaren Aufbewahrungsbehälter gegeben, lassen sich somit ungefähr zwei Portionen Eis produzieren. Für die Zubereitung der Eiscreme ist ungefähr 55 Gramm Pulver mit 60 Milliliter Bio-Sahne sowie 130 Milliliter Weidemilch kräftig zu verrühren, ehe die Masse ins Gefrierfach wandert.

Natürlich lässt sich das Eis variieren. Es ist nicht nur möglich, Früchte zu verarbeiten. Gib auch Kakaonibs, Nüsse oder Trockenobst hinzu. Den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Sei kreativ und probiere mit vielen weiteren Zutaten ganz eigene Eiskreationen aus.

 

Kann ich auch Eis ohne Zucker herstellen?

Tatsächlich hat Zucker in Eis gleich mehrere Aufgaben zu erfüllen. Er süßt die Eisspeise nicht nur, er wirkt sich auch positiv auf die Konsistenz aus. Geben wir Früchte einfach ins Gefrierfach, sind sie nach mehreren Stunden steinhart. Zucker beeinflusst den Gefrierpunkt, der weit unter Null Grad liegen kann.

Durch das Beimengen von Zucker in Eis lassen sich Mikrokristalle und zusätzliche Mikroverbindungen verhindern. Das Eis wird cremiger und ist selbst bei Temperatur von -16° Celsius oft noch angenehm streichzart. Fehlt Zucker gänzlich, ist das Eis sehr hart und muss vor dem Verzehr für eine Weile bei Zimmertemperatur ruhen, ehe es verzehrt werden kann.

Wenn das für diese Eigenschaften für Dich vertretbar sind, dann kannst Du Zucker auch reduzieren oder ersetzen. Unser Nice-Cream Rezept mit Bananen kommt dem “richtigen Eis” schon sehr, sehr nahe – Yummi!

 

 

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