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Erfahrungsbericht: Wie Sabine mit ketogener Ernährung ihrem Diabetes den Kampf ansagte

von Martin Auerswald, M.Sc.

Zuletzt aktualisiert am 7. September 2020 um 10:26

Auf SchnellEinfachGesund möchten wir vermitteln, wie jeder seine Gesundheit wieder selbst in die Hand nehmen kann. Denn Gesundheit ist nicht Aufgabe des Arztes oder Staates – es liegt in unserer eigenen Verantwortung.

Umso mehr freut es mich, wenn mir Leser von ihren positiven Erfolgen berichten und davon, wie sie genau das geschafft haben.

Vor kurzem hat unsere treue Leserin Sabine Heider über ihre persönliche Erfahrung mit ketogener Ernährung geschrieben und wir sind sehr stolz und froh, diese mit Dir teilen zu dürfen.

Sie ist wirklich sehr inspirierend und zeigt, dass auch etwas wie Typ 2 Diabetes keine Sackgasse und besonders nicht für immer ist – sondern ein Zustand, der angegangen und im besten Fall behoben werden kann.

 

Erfahrungsbericht von Sabine H.

Lieber Martin Auerswald,

Gerne möchte Dir und Deinen Lesern über meine positiven Erfahrungen mit der ketogenen Ernährung berichten, mit der ich eine schwere Erkrankung heilen konnte!

 

Wie es begann

Ich litt am metabolischen Syndrom, was bei mir durch schweres Übergewicht, Diabetes Typ 2 sowie Bluthochdruck und schlechte Blutwerte gekennzeichnet war:

Vor 9 Jahren wurde bei mir Typ 2 Diabetes festgestellt. Nach übermäßigem Durst über Wochen wurde ich mit einem HbA1c-Wert von über 13 sofort auf die Intensivstation eingewiesen, weil ein diabetisches Koma nicht ausgeschlossen werden konnte. Ab sofort musste ich mit Injektionen von Mahlzeiten- und Langzeitinsulin beginnen, dazu erhielt ich Metformin.

Über die Jahre wurden immer mal wieder Langzeitblutzuckerwerte von 8 oder sogar 10 festgestellt, wenn ich mich nicht genug an die empfohlene Ernährung hielt, Pizza und Pasta aus Weißmehl sowie Laugenbrötchen gehörten leider immer zu meinen Lieblingsspeisen.

Letztes Jahr wurde die Therapie um zwei weitere Blutzuckersenker erweitert und ich bekam einen guten Wert von 6.2. Dennoch würde ich den Krankheitsverlauf in seiner Gesamtheit als mindestens mittelschwer bezeichnen.

Zum Zeitpunkt der Diagnose wog ich bei einer Größe von 1.89 m 160 Kilogramm.

 

Wie ich meine Gesundheit Stück für Stück selbst in die Hand nahm

Über die letzten Jahre konnte ich mein Gewicht um gut 35k g reduzieren.

Vor 16 Wochen begann ich mit ketogener Ernährung. Zu Beginn aß ich viel Eier mit Speck, Macadamianüsse und wenig Gemüse, weil ich es nicht besser wusste. Das änderte sich aber sehr schnell, weil ich durch Corona viel Zeit hatte, mich gründlicher zu informieren.

Vom ersten Tag an habe ich auf Insulin verzichtet, nach einigen Wochen dann auch Metformin abgesetzt.
10 Wochen nach der Ernährungsumstellung lag mein HbA1c bereits bei 5,3 %, was selbst für einen Gesunden sehr gut ist, und meine Ärztin hat auch die verbleibenden Blutzuckersenker abgesetzt.
Damit ist mein Diabetes nicht mehr nachweisbar, was mich überglücklich macht.

Das ist aber noch nicht alles!

Nachdem ich mich bereits nach wenigen Wochen Keto so fit fühlte, dass ich nicht mehr wusste, wohin mit meiner Energie, habe ich begonnen, 1-1,5 Stunden täglich stramm spazieren zu gehen.

Das hat sicher dazu beigetragen, dass ich meinen Blutdrucksenker Exforge HTC absetzen konnte! Die Blutanalyse ergab des Weiteren, dass das “schlechte” LDL-Cholesterin von 111 auf 92 gesunken war und so wurde ich zugleich auch die Statine los…

Triglyceride und Leukozyten blieben unverändert, doch da ich weiß, dass Keto Darm-heilend und entzündungshemmend wirken kann, gebe ich dem Ganzen noch mehr Zeit…

Aber ich habe in dieser kurzen Zeit noch weitere Erfolge erzielt:

In 16 Wochen konnte ich fast 16 Kilogramm Gewicht verlieren – bei einem Defizit von nur 400 kcal täglich (Grundlage war ein normaler Kalorienrechner), der Energieverbrauch ist bei ketogener Ernährung viel höher, da man eine Fettverbrennung von annähernd 24h erreicht und der Körper bei der Herstellung von Ketonkörpern auch mehr Energie aufwendet.

Mein Startgewicht…

… und jetzt nach 16 Wochen ketogener Diät!

 

Damals und heute – Ein Vergleich

Die schwere Krankheit und der Blutdrucksenker hatten neben Müdigkeit einen permanenten “Erschöpfungsschleier” um die Augen zur Folge, den ich einfach nicht loswurde.
Jetzt sind die Augen klar und strahlend und tränen nicht mehr, die Haut ist rein – ich sehe jünger aus!

Ich bin fitter und kann mehr leisten, Heißhunger ist mangels Insulinspitzen völlig entfallen.

Auch ein Antipsychotikum konnte ich absetzen, weil meine Stimmung insgesamt so sehr gestiegen ist!

Mein Umfeld berichtet mir ständig, dass ich gut aussehe und viel mehr Energie habe.

Mein Gefühl ist, dass das ganze System mit ketogener Ernährung reiner und feiner geworden ist. So gibt es immer wieder “Hänger” von ein paar Stunden oder sogar Tagen, in denen der Körper sich um vielleicht jahrzehntelang liegengebliebene Baustellen wie Entgiftung und Regeneration kümmern kann. Ich persönlich bin übrigens trotz meiner vorherigen Schwäche für Weißmehlprodukte und Schokolade um die sogenannte “Ketogrippe” gut herumgekommen!

 

Meine aktuelle Ernährung

Ich esse jetzt sehr gesund, zweimal in der Woche kommt etwas Weiderindfleisch auf den Teller, davon einmal Leber (lieber Martin, darin bin ich Deiner Empfehlung gefolgt!).
Regelmäßig Bioeier, in den Kaffee kommt etwas Biomilch und wenn ich kann, leiste ich mir Rohmilchbutter und -Käse. Viel Gemüse und auch hier hochwertig, wenn ich es mir leisten kann.

Gebratenes Rindshohrückensteak (Rib Eye Steak) auf braunem Holzteller mit Rosmarin, Salz und Pfeffer

Hochwertiges Fleisch vom Weiderind als Baustein ketogener Ernährung

Drei Tage in der Woche versuche ich, zwischen Abendessen und Frühstück 15 Stunden zu fasten (s. Intervallfasten).
Nach etwa 10-12 Stunden (bei Ketariern vielleicht eher, da die Mahlzeiten weniger komplex sind) setzt bekanntlich der Zustand der Autophagie ein, der zum Beispiel dadurch gekennzeichnet ist, dass der Körper mit toten Zellen aufräumt, indem er sie einfach aufisst und viele Wachstumshormone freisetzt, die Euch noch mal zusätzlich verjüngen.

Immer schaffe ich das nicht, dann esse ich vor dem Schlafengehen noch etwas Keto-Schoki oder -Nussecken.

Nobody is perfect! 😀

 

Es lief nicht perfekt, aber es lief!

ÈINMAL bin ich vom Konzept abgewichen, als ich nach drei Monaten meinen Erfolg “feiern” wollte. Ich aß eine große Portion Tortiglioni (diese leckeren kurzen dicken Nudeln aus Hartweizengrieß mit Loch) mit ebenso viel geriebenem Gouda und Butterflöckchen drauf (150 Gramm Kohlenhydrate, 2000 kcal), mit der Folge, dass ich mich in den Folgetagen nicht gut fühlte, ja sogar leicht depressiv war.

Ich hatte die Ketose verlassen. Sollte ich dieses Experiment wiederholen wollen, würde ich das nächste Mal exogene Ketone zuzuführen versuchen, um den Nebenwirkungen etwas entgegenzusetzen.

 

Mein Schlaf

Keto kann ja auch den Schlaf verbessern, wie man so hört. Die Länge meines Schlafes hat sich leider nicht verändert, nur dass ich auch fitter bin, wenn ich wieder mal nur fünfeinhalb Stunden geschlafen habe… die Aussetzer und die vielen Spitzen an Sauerstoffmangel bei der Schlafapnoe gibt es aber jetzt nicht mehr, und auch die Schlafqualität wird von Fitbit jetzt besser benotet.

Mein Schlafqualität zu Beginn meiner Ernährungsumstellung…

… und jetzt kürzlich im August!

 

Jetzt fehlen noch 1,3 kg, und ich habe auch den leichtesten Grad der Adipositas und damit auch das Metabolische Syndrom endgültig besiegt!

 

“Anti-Aging” hautnah

An diesem Punkt meines Berichts möchte ich mit einem kuriosen Aspekt zum Thema “Verjüngung” schließen, der Euch sicher überraschen und amüsieren wird: Ich bin etwas über 50 Jahre alt und konnte vor etwa 2 Jahren die ersten grauen Haare bemerken.

Bei der letzten Kontrolle vor etwa 6 Monaten zählte ich in dem Bereich rund um Stirn, Ohren und Schläfen etwa 40-50  davon.
Vor ein paar Tagen wollte ich mal wieder nachsehen, und ich konnte kein einziges graues Haar mehr finden! ❤

 

Fazit und Dankeschön

Danke für Dein und Euer Interesse!
Vielleicht konnte ich ja den einen oder anderen dazu verleiten, es mal auszuprobieren und gesünder zu leben. Ich finde, die Ketose ist die “bessere” Stoffwechselform für viele Zielsetzungen!

Für alle Fragen rund um Challenges zum Einstieg, Bezugsquellen für gutes Fleisch vom Weiderind oder das weltbeste Knäcke und was Ihr sonst noch von mir wissen wollt, stehe ich gerne in den Kommentaren zur Verfügung.

Alles Liebe,
Sabine Heider

 

PS: Sabines Beispiel zeigt sehr eindrücklich, wie viel möglich ist, wenn die richtige Motivation auf Geduld, Disziplin und die richtigen Methoden treffen 🙂

Hast auch Du einen Erfolgsbericht, den Du gerne hier öffentlich zeigen möchtest? Schreibe mir gerne eine Mail an martin@schnelleinfachgesund.de

 

1 Kommentar

Susanne 9. September 2020 - 21:51

Ein toller Bericht, der bestimmt viele motiviert, mal andere Wege zu gehen.
Gratulation zu den tollen Ergebissen!!!

Und Sabine… der Tip mit dem Knäckebrot war übrigens mega… ist heute angekommen und I love it 😍🥰
Dick Butter drauf und Waldbeer-Marmelade ist auch von Simply Keto. Traumhaft 🥰😅

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