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Die Gefahren von UV-Strahlung und wie ihr begegnet werden kann

von Martin Auerswald, M.Sc.
Veröffentlicht: Zuletzt bearbeitet:
Gefahren von UV Strahlung - junge Frau sitzt mit Handy im Liegestuhl in der Sonne am Meer

Wenn die Tage länger werden und es wärmer wird, lockt die Natur mit ihren Blüten und Düften. Die Sonnenstrahlen kitzeln auf der Nase und das gleißende Licht des Zentralgestirns sorgt für Glücksgefühle. Leider hat zu viel Sonne auf der Haut unangenehme Nebenwirkungen, die es zu vermeiden lässt. In diesem Beitrag nenne ich Dir einige Gefahren von UV-Strahlung und wie Du Dich auf natürliche Weise schützen kannst.

 

Die Sonne besitzt viele positive Eigenschaften

Die Sonne ist ein Lebenselixier. Ihr zur Verfügung gestelltes Tageslicht weckt die Lebensgeister von uns Menschen und von der Natur. Am stärksten empfinden wir diese Wohltat im Frühling, wenn es nach wolkenverhangenen Wintertagen das Licht zurückkehrt. Es treibt uns hinaus in die Natur, welche in den schönsten Farben erstrahlt. Die Sonne belebt und weckt Unternehmungs- und Abenteuerlust.

Sonnenstrahlen werden häufig mit der Gefahr durch die UV-Strahlung in Verbindung gebracht. Sie besteht und ihr muss entsprechend vorgebeugt werden. Bei all den Gefahren sollten wir jedoch nicht die Vorzüge von Sonnenstrahlen vergessen.

Richtig ist nämlich auch, dass unser Zentralgestirn viele positive Aspekte aufweist. Sogar für den Selbstschutz der Haut ist die Strahlung in Maßen gut. Der Kreislauf kommt in Schwung und unser Körper produziert lebenswichtiges Vitamin D. Dies erfolgt ganz ohne Tabletten.

Zu und zu wenig ist nicht gut – wie bei vielem im Leben, gilt das auch für UV-Strahlen:

 

Die Gefahr durch UV-Strahlung

Problematisch ist die UV-Strahlung in zu hohen Mengen. Während ein wenig Sonne für die Haut durchaus vorteilhaft ist, kann sie bei einer zu hohen Dosis unangenehme Schäden verursachen. Ein Sonnenbrand ist zwar zunächst nur eine kurze Episode, aber er ist weniger harmlos, als viele denken.

In den tieferen Hautschichten entstehen langfristige Defekte, die lebenslange Risiken beinhalten. Hautkrebs ist dabei nur eine Gefahr. Wer schon mal in der Wüste zu Gast war, weiß, dass die Einheimischen trotz brütender Hitze lange Gewänder tragen. Dies tun sie, um ihre Haut vor der direkten Sonneneinstrahlung zu schützen. Obwohl sie an die Gegebenheiten gewöhnt sind, müssen sie sich schützen. Noch mehr gilt dies für die hellen Hauttypen, wie sie unter den Europäern vorkommen.

UV-Strahlung führt in den oberen und mittleren Hautschichten zur Bildung freier Sauerstoffradikale – reaktiven Teilchen, die in großen Mengen die Zellen schädigen können. Nehmen viele Hautzellen Schaden und sterben ab, ist ein Sonnenbrand die Folge. Mit jedem Sonnenbrand steigt das Hautkrebs-Risiko, weil die Sauerstoff-Radikale genauso wie die geschädigten Zellen zu DNA-Mutationen führen können.

 

Sonnenallergie – was passiert dabei?

Zu den aus dem ungeschützten Sonnengenuss resultierenden Erkrankungen gehört die Sonnenallergie, die eine der häufigsten verzögerten Hautreaktionen auftritt. Die Ursache liegt in UV-Strahlen mit einer hohen Wellenlänge, die tief in die Haut eindringen. Hier können sie die Zellen schädigen. Das gleiche Ergebnis rufen freie Radikale hervor, wenn sie durch die Sonnenstrahlen freigesetzt werden.

Untersuchungen haben gezeigt, dass die Abwehrmechanismen Betroffener nicht in der Lage sind, die freien Radikale abzuwehren. Die Haut reagiert dann mit einer heftigen Antwort des Immunsystems, darunter mit einer roten und entzündeten Haut. Bei der Sonnenallergie können sich

  • Ausschlag
  • Bläschen
  • Pusteln
  • Schwellungen
  • manchmal blutende Verletzungen

bilden. Hinzu kommt ein unangenehmer Juckreiz.

 

Sonnenallergie: Nicht auf die leichte Schulter nehmen

Wie sich erkennen lässt, sind die sichtbaren Hautirritationen Folge einer früheren Schädigung. Eine andere Hauterkrankung, für welche dies zutrifft, ist die Mallorca-Akne. Sie tritt vorzugsweise bei Frauen am Dekolleté auf. Die Haut rötet sich trotz Sonnenschutz und juckt fürchterlich. Der Grund liegt häufig in der Wahl der falschen Sonnencreme. Der richtige Schutz ist eine der Maßnahmen, mit denen sich Sonnenallergie und Mallorca-Akne vorbeugen lässt. Ein hoher Lichtfaktor ist dabei nur ein wichtiger Aspekt.

Er gibt nur Auskunft über den Schutz vor UV-B-Strahlung und vernachlässigt die UV-A-Strahlung. Mit ihr können Fettanteile und Emulgatoren der Sonnencreme gefährlich reagieren und die Haut nachhaltig schädigen. Auch hinter Fensterglas ist niemand sicher. Deshalb ist es auch im Auto sinnvoll, sich mit einer guten Sonnencreme einzureiben. Sie sollte einen hohen Lichtschutzfaktor besitzen und einen niedrigen Liquid-Gehalt besitzen.

 

UV-Strahlung: So lassen sich Hautreizungen vorbeugen

Es gibt einige Möglichkeiten, sich vor einer zu hohen UV-Strahlung zu schützen. Die natürlichste Variante ist das langsame Gewöhnen an die Sonne. Sinnvoll ist es, sich am Anfang nur sehr kurze Zeit den Strahlen auszusetzen.

Dabei sollte auf die pralle Mittagssonne verzichtet werden. Ideal für das erste Sonnenbad ist die Zeit vor 11 Uhr und nach 15 Uhr, weil dann die Strahlung nicht so intensiv ist. Die Dosis kann dann langsam erhöht werden. Es bildet sich Melanin, die zumindest etwas UV-Strahlung absorbieren.

Das Vorbräunen in Solarien sorgt dagegen nach neusten wissenschaftlichen Untersuchungen nicht für einen nennenswert steigenden Eigenschutz der Haut. Vielmehr entsteht dadurch zusätzliche UV-Strahlung, welche die Haut stresst. Besser ist es hier, die Dosis im Urlaub langsam zu steigern. Erstmal im Schatten liegen und die Haut bedeckende Kleidung tragen, um dann langsam die Sonnendosis zu erhöhen. Ohne zu übertreiben, versteht sich.

Gefahren von UV Strahlung

Die Sonne ist ein zweiseitiges Schwert.

 

Der Mensch benötigt Sonne!

In Deutschland erkranken jährlich rund 18.000 Menschen an Hautkrebs. Wer den ganzen Tag im schattigen Büro verbringt, hat dabei kein geringeres Risiko, im Gegenteil: Da diese Gruppe kaum Sonne bekommt, produziert ihr Körper kein Melanin. Ein Eigenschutz der Haut ist nicht oder kaum vorhanden. Dadurch kommt es schneller zu einem Sonnenbrand und einer tieferen Schädigung.

Es gibt einen wichtigen Grund, weshalb wir die Sonne nicht vollständig meiden sollten. Sie ist die natürliche Quelle von Vitamin D, das für unseren Körper lebenswichtig ist. Schätzungen zufolge leiden etwa 90 Prozent der Menschen in Deutschland an einem Vitamin-D-Mangel. Nur täglich 30 Minuten in der Sonne helfen, dieses Problem zu beheben. Vitamin-D-Mangel hat unschöne Auswirkungen:

  • Haarausfall
  • Muskel- und Gliederschmerzen
  • Muskelkrämpfe
  • Migräne
  • hohe Anfälligkeit für Infektionen
  • Knochenschmerzen und -verformungen
  • Depression
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Krebs

Es lohnt sich also, den Vitamin-D-Haushalt in Ordnung zu bringen. Alternativen für die Zeit, in der die Sonne selten scheint, bieten einige Lebensmittel. Viel ist dabei gar nicht nötig, vor allem Fisch, Eier oder Algenöl enthält reichlich Vitamin D.

Die Sonne ist darüberhinaus Taktgeber für unseren Tag-Nacht-Rhythmus, der wiederum unsere Stimmung, Verdauung, Entgiftung, Stoffwechsel, Stressachse und unser Immunsystem kontrolliert. Daher ist es wichtig, möglichst jeden Tag die Augen mit Sonnenlicht zu konfrontieren (am besten morgens), damit der Körper sich auf einen neuen Tag einstellen kann.

 

UV-Schutz durch die Nahrung

Nahrungsergänzungsmittel können den Vitamin-D-Haushalt auch regulieren. Vor der Einnahme sollte jedoch ein Arzt konsultiert werden, um den Blutwert zu bestimmen und daher eine Vitamin D-Überdosierung zu vermeiden. Der UV-Schutz der Haut lässt sich durch Lebensmittel verbessern.

Manche müssen verzehrt, andere auf die Haut aufgetragen werden. So erreichen Kokosöl und Olivenöl einen erstaunlichen Lichtschutzfaktor sechs bis acht und zählen als natürlicher Lichtschutzfaktor.

Zum Verzehr eignet sich der Chaga-Pilz, der viel Melanin enthält. Wer Chaga-Tee trinkt, schützt auf diese Weise seine Haut von innen. Ein weiterer Stoff, der Melanin bildet, ist ß-Carotin, das in Karotten und Süßkartoffeln vorkommt, sowie Lycopen aus Tomaten.

 

Fazit

Die Sonne hat viele gesunde Effekte auf unseren Körper, kann jedoch schwere Hautschäden hervorrufen. Ein wirksamer Schutz gegen zu viel UV-Strahlung ist deshalb wichtig – von innen und außen.

Natürlichen (Lebens-)Mitteln sollte dabei immer der Vorrang gegeben werden, denn diese enthalten Stoffe, die unser Körper braucht und nutzt (vor allem Antioxidantien), und minimieren die Aufnahme chemischer Zusatzstoffe.

 

 

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