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Leinsamen sind gesund – 33 einzigartige Wirkungen

von Martin Auerswald, M.Sc.
Veröffentlicht: Zuletzt bearbeitet:
Leinsamen in Holzschale auf Holztisch

Leinsamen werden seit über 6.000 Jahren konsumiert und gehören damit zu den weltweit ersten angebauten Superfoods. Was macht Leinsamen so besonders?

Sie enthalten große Mengen entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren (nicht die gleichen wie im Fisch, aber auch wirkungsvoll), gepaart mit Ballaststoffen und wirkungsvollen Antioxidantien, die wichtig für die hormonelle Balance im Körper sind.

Weitere Vorteile von Leinsamen bestehen in einer verbesserten Verdauung und Haut, einem sinkenden Cholesterinspiegel, einer verbesserten Herz-Kreislauf-Gesundheit und einer wissenschaftlich erwiesenen krebshemmenden Wirkung – und das ist erst der Anfang! Erfahre hier, warum Leinsamen besser sind als Chiasamen, warum sie so gesund sind und was Du mit ihnen anfangen kannst.

Leinsamen – Was ist das?

Leinsamen sind die Samen des gemeinen Leins, einer bis zu 1 Meter hohen grasähnlichen Pflanze mit blauen Blüten und den charakteristischen Samen. Der gemeine Lein ist in Europa heimisch und gedeiht hier prächtig. Die geernteten Samen gibt es im Handel in drei Formen: im Ganzen, geschrotet und als Mehl.

 

Was bedeutet “Leinsamen geschrotet”?

Geschrotete Leinsamen kannst Du Dir in etwa wie Haferflocken vorstellen: Man nehme die ganzen Samen und schlage ein paar Mal mit dem Hammer drauf. Die äußere Hülle wird dabei aufgebrochen, das Innere ist dann leichter zugänglich: das sind die geschroteten Samen, ein kohlenhydratarmes Pendant zu Haferflocken. Der Vorteil von geschroteten Leinsamen gegenüber ganzen ist die Aufnahme im Körper: Ganze Samen sind sehr fest und komplett unverdaulich.

Sie flutschen einfach so durch den Körper und hinten wieder raus. Geschrotete Leinsamen sind hingegen verdaulich, sodass der Körper an die wertvollen Inhaltsstoffe herankommen kann. Anhand der Inhaltsstoffe und Wirkungen wirst Du gleich sehen, wie wichtig die Verdaulichkeit von Leinsamen ist.

 

Was bewirken Leinsamen?

Geschrotete Leinsamen (und auch Leinmehl) haben ein paar unwiderstehliche Eigenschaften, die ihre Verwendung in der Küche einzigartig machen: Geschrotete Samen quellen auf, wenn man sie ins Wasser gibt, umrührt und anschließend fünf Minuten wartet. Genau das passiert auch in Deinem Magen-Darm-Trakt: Die Samen quellen auf und ziehen Flüssigkeit. Der Körper bildet durch dieses Aufquellen sehr viel mehr Sättigungs- und Stoffwechselhormone, deshalb heizen die Samen nicht nur den Stoffwechsel an, sondern sie machen auch sehr, sehr satt. Sie machen sehr satt, enthalten aber „kaum“ Kalorien:

Leinsamen Wirkung und Vorteile für die Gesundheit als Infografik

Leinsamen Wirkung

Welche Wirkung zeigen die kleinen Samen im Körper, was macht sie so gesund?

 

1. Ballaststoffe

Leinsamen bestehen zu einem Drittel aus Ballaststoffen, zu einem weiteren Drittel aus Proteinen (s. Proteinquellen) und zu einem letzten Drittel aus Omega-3-Fettsäuren (s. Omega-3-Fettsäuren Lebensmittel). Alle drei sind gesunde Makronährstoffe, von denen Dein Körper nicht genug bekommen kann: Schon zwei Esslöffel der kleinen Körner enthalten ca. 15 g Ballaststoffe, was die Hälfte der empfohlenen Ballaststoffmenge ausmacht. Deine Darmbakterien tanzen beim Anblick dieser ganzen Ballaststoffe Tango! Ein wahres Detox Lebensmittel!

 

2. Schleimstoffe

Wenn geschrotete Leinsamen aufquellen, bilden die Ballaststoffe eine Schleimschicht. Diese Schleimschicht wirkt wie eine Art Frühjahrsputz im Magen-Darm-Trakt; sie rutscht durch den Darm hindurch und reißt Schlacken, Ablagerungen und Krankheitserreger mit.

 

3. Proteine

Die Proteine sorgen ebenfalls für einen Sättigungseffekt und bieten Deinem Körper die Bausteine (essentielle Aminosäuren), die er für den Aufbau körpereigener Proteine benötigt. Sie sind also auch wichtig!

 

4. Fettsäuren

Leinsamen enthalten sehr viele pflanzliche Omega-3-Fettsäuren. Diese sind zwar nicht so wertvoll für das Gehirn wie tierische Omega-3-Fettsäuren, wirken jedoch auch Entzündungen im Körper entgegen. Das ist wichtig für das Immunsystem, für den Stoffwechsel, für eine gute Durchblutung und einen gesunden Darm. Mehr dazu hier: Omega-3-Fettsäuren Wirkung. Zusammengefasst sind Leinsamen unter anderem gut für den Magen-Darm-Trakt, die Darmflora, ein starkes Immunsystem, die Muskeln und das Blut. Eigentlich schon genug Gründe, sie jeden Tag zu essen, oder? Eine schöne Zusammenfassung in einem kurzen Video findest Du hier:

 

Abnehmen mit Leinsamen

Wer schnell abnehmen möchte, der kann Leinsamen als wertvolle Unterstützung verwenden. Denn durch den hohen Sättigungseffekt, den Frühjahrsputz im Darm, die Proteine und Omega-3-Fettsäuren sowie den relativ niedrigen Kalorienwert sind Leinsamen dafür ideal geeignet. Natürlich sollte nicht die komplette Ernährung auf die Samen umgestellt werden, sie wirken eher ergänzend bzw. unterstützend. Du kannst sie (gern auch mehrmals) täglich, auf folgende Weise zu Dir nehmen:

 

Leinsamen – Wie essen?

Am Ende dieses Beitrags gebe ich Dir 3 gute Rezepte mit, mit denen Du Leinsamen jeden Tag in Deinen Ernährungsplan integrieren kannst. Geschrotete Samen lassen sich vielfältig anwenden, denn sie schmecken neutral, unterstützen die Verdauung sowie den Abnehmprozess und das mehrmals täglich, wenn Du willst.

  • Du kannst sie natürlich einfach so essen: Weiche 1 EL Leinsamen in einem Glas Wasser ein, rühre um, lass sie 10 Minuten aufquellen und trinke dann das Glas auf ex. Das kannst du bis zu dreimal täglich machen.
  • Du kannst Leinsamen auch Shakes und Smoothies hinzufügen, um die Konsistenz zu verdicken und den Sättigungseffekt zu erhöhen.
  • Du kannst außerdem zu allem, was Du bäckst, ein paar EL Samen hinzugeben (und dafür etwas weniger Mehl verwenden).

Wenn Dir das nicht reicht, helfen Dir die Rezepte am Ende dieses Beitrags weiter.

Leinsamen in einer kleinen Holzschale auf Holztisch

Knusper knusper knäuschen …

 

Leinsamen Nährwerte

Wie sind nun die genauen Nährwerte? Enthalten Leinsamen außer Ballaststoffen, Proteinen und Omega-3-Fettsäuren noch weitere Nährstoffe, die erwähnt werden sollten? 100 g Leinsamen enthalten:

  • 30 g Fett (Omega-3-Fettsäuren)
  • 25 g Eiweiß
  • 35 g Ballaststoffe
  • 350 mg Magnesium
  • 8,5 mg Eisen
  • 1,5 mg Zink
  • 150 mg Schwefel
  • 500 mg Kalium

Das sind eine ganze Menge Nährstoffe für ein paar harmlose Samen! Im Vergleich zu anderen Samen-Nahrungsmitteln wie Weizen enthalten Leinsamen außerdem nur sehr wenige potentielle Reizstoffe (Gluten & Co.).

 

Leinsamen und Blausäure

Es heißt immer wieder, dass die Samen Blausäure enthalten und deswegen giftig sind. Daher wird oftmals vom Verzehr von Lein abgeraten. Hier greift dasselbe Argument wie im Fall von Äpfeln: Du müsstest sehr viele Leinsamen essen – jeden Tag, für den Rest Deines Lebens – um auf eine Menge Blausäure zu kommen, die problematisch werden könnte.

Genauso müsstest du jeden Tag mindestens 20 Äpfel essen, damit die Blausäure in den Kernen relevant für den Körper wird. Gleich verhält es sich bei Lein-Samen: Wenn Du Dich an die hier genannten Tipps und Ratschläge hältst und es nicht übertreibst, dann hast Du auch nichts zu befürchten!

 

Leinsamen und Brustkrebs

Ein bedeutender Vorteil ist die scheinbar vorbeugende Wirkung vor Brustkrebs. Studien haben ergeben, dass der regelmäßige Verzehr von Leinsamen vorbeugend gegen Brustkrebs wirken kann. Wie kommt das zustande? Grund dafür sind die Ballaststoffe, sogenannte Lignane: Sie wirken ausgleichend auf den Östrogenhaushalt bei Frauen (nur bei Frauen, nicht bei Männern).

Das bedeutet, überschüssiges Östrogen (weibliches Sexualhormon) wird mittels dieser Ballaststoffe aus dem Körper ausgeschieden. Zu hohe Östrogenspiegel sind ein großer Risikofaktor für Brustkrebs, weil Östrogen ein Wachstumsfaktor in den Brüsten ist. Auf diese Weise gleichen Leinsamen zu hohe Östrogenspiegel aus, was die vorbeugende Wirkung gegen Brustkrebs erklärt. Und wieder ein Grund mehr, sie täglich zu essen!

 

Leinsamen als Abführmittel

Durch die genannten Wirkungen, das Aufquellen und die Schleimbildung, sind die Samen ein sehr gutes Abführmittel bei Verstopfung. Wie gesagt, nur bei Verstopfung, nicht im gesunden Darm! Du hast nach dem täglichen Verzehr von Leinsamen mit einem gesunden Darm also keinen Durchfall zu erwarten. Bei Verstopfung jedoch, was nach dem Verzehr von zu viel ungesundem Essen oder auf Reisen in tropischen Ländern der Fall sein kann, macht der Darm gerne mal dicht.

Lein-Schleim öffnet ihn quasi wieder und schwemmt das, was sich dort angesammelt hat, aus. Deshalb sind Leinsamen nicht nur ein super Hausmittel gegen Verstopfung, sondern auch willkommene Gefährten auf Reisen. Nach dem Lesen des heutigen Beitrags betrachtest Du Leinsamen hoffentlich nicht mehr nur als Hausmittel bei Verstopfung, sondern als gesundes Nahrungsmittel. Die Rezepte am Ende des Beitrags helfen Dir dabei.

 

Leinsamen, Flohsamen oder Chiasamen – Was ist besser?

Im selben Atemzug mit Leinsamen werden eigentlich auch immer Flohsamen und Chiasamen genannt. Flohsamen sind die kleinen Brüder und Schwestern von Lein- und Chiasamen und kommen ursprünglich aus Indien. Die abführende Wirkung ist bei Flohsamen noch einmal stärker als bei Leinsamen, daher werden Flohsamen direkt als Abführmittel verkauft. Für den täglichen Gebrauch eignen sich Flohsamen jedoch nicht so gut wie Leinsamen, weil der abführende Effekt irgendwann überwiegt.

Bei akuter Verstopfung sind sie zwar genauso gut wie Lein, aber dafür deutlich teurer (fünffacher Preis). Chiasamen gehören zu den momentan gefeierten Superfoods, ich persönlich finde aber Leinsamen besser. Warum?

  1. Chiasamen müssen erst aus Südamerika importiert werden, während Lein-Samen hier in Europa heimisch sind. Ökologischer Vorteil!
  2. Die Inhaltsstoffe von beiden sind in etwa gleich, also gibt es keinen Grund, warum Chiasamen besser sein sollten als Lein.
  3. Das Marketing hinter Chiasamen ist sehr stark und mir ein Dorn im Auge. Chiasamen mögen das Kraftessen der Maya-Krieger gewesen sein – aber diese Info trägt nur zur besseren Vermarktung bei, das ist Dir bewusst, oder?
  4. Leinsamen sind ein genauso gutes Kraftessen und müssen nicht um die halbe Welt verschifft werden.
  5. Sie kosten bedeutend weniger als Chiasamen.

Zusammengefasst finde ich Leinsamen besser als Chiasamen und Flohsamen, weil sie nicht nur deutlich günstiger sind, sondern darüber hinaus nicht importiert werden müssen. Sie wachsen hier, werden hier verkauft und gegessen.

Das Wort Omega 3 aus Leinsamen auf weißem Hintergrund drapiert

Leinsamen Rezepte

Die folgenden Rezepte haben sich im Laufe der Jahre bei mir bewährt und machen die Samen zu einem steten Begleiter im Alltag. Natürlich kannst Du sie im Wasser aufquellen lassen und zwischendurch (s. gesunde Snacks) trinken. Du kannst aber auch die folgenden Rezepte ausprobieren:

 

Low Carb Brot mit Leinsamen

  • 250 ml handwarmes Wasser
  • 165 g Leinmehl
  • 50 g Sonnenblumenkerne
  • 30 g Flohsamenschalen (geht zur Not auch ohne, dann 30g Leinmehl dazu)
  • 3 Eier
  • 2 TL Backpulver
  • Brotgewürz
  • ½ TL Salz

Zubereitung:

  1. Eier in eine Schüssel geben und aufschlagen.
  2. Wasser hinzufügen und mit einem Schneebesen verquirlen.
  3. Die restlichen Zutaten hinzufügen und gut vermengen.
  4. Den Teig 5 Minuten ruhen lassen und anschließend auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.
  5. Im Backofen bei 180 °C Ober-Unter-Hitze für 60 Minuten backen.
  6. Vor dem Verzehr gut auskühlen lassen.

 

Low-Carb Müsli mit Leinsamen

Frühstücks-Bowl mit Leinsamen neben Teetasse, Orangenstücken und Geschirrtuch auf Holztisch drapiert

 Lecker Müsli mit Leinsamen – (c) wiressengesund.de

  • Selbst gemachter Naturjoghurt (s. Joghurt herstellen) oder stichfester Natur aus dem Supermarkt
  • Handvoll Beeren und Obst
  • 1 EL Honig
  • 2 EL Leinsamen
  • Handvoll Nüsse
  • Optional zwei Esslöffel Proteinpulver
  • Dazu eine Tasse Kaffee oder Tee 

 

Frühstücksbrei mit Leinsamen

  • 250 ml Mandelmilch ungesüßt
  • 2 EL Leinsamen
  • 1 EL Sonnenblumenkerne oder Nüsse
  • Prise Salz
  • Prise Zimt
  • 2 EL Weidebutter
  • 1 EL Honig

Zubereitung: Alle Zutaten in einem Topf erhitzen und zum Kochen bringen. Dann die Hitze reduzieren und bis zur gewünschten Konsistenz (dickflüssiger Brei) einkochen. Mit einem Klecks Butter und Honig servieren und nach Geschmack mit z.B. Nüssen garnieren. Dazu der morgendliche Kaffee.

 

Mit diesen drei tollen Rezepten bist Du eigentlich schon gut ausgestattet! Probiere sie durch und überzeuge Dich von den  Wirkungen und vom großartigen Geschmack der Gerichte.

Mehr tolle Ideen für Dein Frühstück erhältst Du hier: Gesunde Frühstücksideen, Low-Carb Frühstück.

Obstteller mit Beeren und Südfrüchten neben auf einem Holzbrett angerichtetem Müsli, im Hintergrund Tulpen und Honig

Leinsamen sind ein gern gesehener Gast beim Frühstück und machen jedes Müsli noch knuspriger.

Wenn Du gesund leben oder abnehmen möchtest, bist Du gut damit beraten, nach und nach Getreideprodukte in Deinem Alltag durch gesündere Alternativen wie Leinsamen, Eier und Obst zu ersetzen. In diesem Sinne hast Du heute das Wichtigste erfahren, was es über Lein-Samen zu wissen gibt, und hoffentlich ein wenig Motivation, öfters auf diese kleinen und leckeren Kraftpakete zurückzugreifen. Dein Körper wird es Dir danken.  

 

Leinsamen Wiki – Deine häufigsten Fragen

Wie Leinsamen richtig einnehmen?

Zur Anregung der Verdauung empfiehlt es sich, einen Esslöffel Leinsamen in ein großes Glas Wasser zu geben und kräftig zu rühren. Trinke das Wasser dann auf Ex. Du kannst Lein-Samen aber auch in Smoothie, Müsli oder Salaten verwenden.

Sind Geschroteter Leinsamen gesund?

Leinsamen sind aufgrund ihrer Nährstoffe sehr gesund, ja. Falls Du die Samen in Smoothies verwendest, eignen sich ganze Lein-Samen noch mehr. Für die Verwendung in Salaten, Müsli oder pur in Wasser sind geschrotete Lein-Samen besser, weil diese besser verdaut werden.

Welche Nährstoffe hat Leinsamen?

Die Samen überzeugen durch ihren hohen Gehalt an Ballaststoffen, pflanzlichen Omega-3-Fettsäuren, Kalium und Magnesium. Sie sättigen sehr und geben dem Körper wertvolle Nährstoffe.

Wieviel Omega 3 in Leinsamen?

100g Lein-Samen enthalten etwa 30g pflanzliche Omega-3-Fettsäuren und sind damit nahezu Spitzenreiter auf dem Planeten Erde.

Ist Leinsamen und Leinöl das gleiche?

Leinsamen sind die ganzen Samen, Leinöl entsteht aus der Kaltpressung der Samen.

Kann man mit Leinsamen abnehmen?

Als Teil einer gesunden Ernährung und körperlicher Bewegung kannst Du mit Leinsamen sehr gut abnehmen. Sie sättigen, fördern die Verdauung und die Entgiftung und enthalten vergleichsweise wenig Kalorien. Dazu der hohe Gehalt an Ballaststoffen, Protein und gesunden Fetten – optimal!

 

Fazit – Leinsamen sind besser als ihr Ruf

Lein-Samen stehen Chiasamen in nichts nach und lassen sich ebenfalls vielfältig verwenden. Sie sind deutlich günstiger, ökologisch sinnvoller als Chiasamen und lassen sich ebenso gut zum Abnehmen verwenden.

  • Die Samen glänzen mit ihrem hohen Gehalt an Proteinen, Omega-3-Fettsäuren und Ballaststoffen.
  • Sie quellen in Flüssigkeit auf und bilden Schleim, der wie eine Art Frühjahrsputz im Darm wirkt.
  • Die Darmbakterien feiern jedes Mal den Anblick von Lein-Schleim, weil er extrem viele Ballaststoffe enthält.
  • Lein-Samen sättigen, bringen dem Körper wertvolle Bausteine und eignen sich somit sehr gut zum Abnehmen.
  • Mit Low-Carb Brot, Low-Carb Müsli und einem Low-Carb Frühstücksbrei hast Du drei gute Rezepte, mit denen Du Dich in der Küche ein wenig mit den kleinen Samen austoben kannst.

 

 

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21 Kommentare

Tobias Fendt 12. Juli 2018 - 16:28

Hey Martin,

klasse Blogpost! Ich mache schon lange immer 2-3 Teelöffel geschrotete Leinsamen in mein Müsli 🙂 Das Low-Carb Brot mit Leinsamen sieht gut aus, das werde ich mal ausprobieren, da ich ab und zu immer wieder mal Lust auf was Brotartiges habe aber mich kohlenhydratarm ernähre 🙂
LG, Tobias

Susanne 1. Oktober 2018 - 19:10

Hallo Martin,
bei meinen Nachbarn in Frankreich kann ich kein Leinöl kaufen – wegen der Blausäuregeschichte ist es dort immer noch nicht im Handel – oder gibt es noch andere Gründe? Jedenfalls finde ich es schade, dass wir Deutschen Maisanbau zum Befeuern der Biogasanlagen betreiben und Leinsaat z.B. aus Russland beziehen müssen. Selbst in Bioläden ist es kaum möglich, deutsche Leinsaat zu kaufen. Danke für den kompetenten Artikel! Übrigens hatte ich als Gründünger Leinsamen ausgesät – wunderschöne blaue Blüten und die reifen Samen rascheln in ihren Kapseln im Wind – eine tolle Erfahrung, die auch im Balkonkasten ein Erlebnis ist!

Jessica 7. Oktober 2018 - 13:04

Moin,

toller Beitrag! Leider kommt ein Großteil dennoch nie auf diesen Artikel und lässt sich lieber von Foodbloggern via Instagram erzählen, dass Chiasamen unersetzlich sind.. dass eine riesige Lobby da mal wieder nur noch mehr Kohle scheffelt durch erfolgreiche Verblödung wie schon so oft, kann man kaum jemandem erklären. Ich wollte lediglich den Unterschied zu Flohsamen noch einmal herauslesen, habe aber den ganzen Artikel sehr gerne gelesen und für gut befunden.
Toller Blog!

Martin Auerswald 7. Oktober 2018 - 15:08

Hey Jessica,
vielen Dank für das Feedback 🙂 Glücklicherweise lesen diesen Beitrag mittlerweile sehr viele Menschen, aber wie Du schon sagst – die Chia-Lobby ist groß und Chia-Pudding ist schon lecker 😀
Aber ich möchte gerne den Fokus auf regionale Superfoods lenken – schließlich sind Chiasamen und Leinsamen nährstofftechnisch 1 zu 1 gleich.
Flohsamen wirken schon deutlich abführender als Leinsamen und sind deutlich teurer, daher habe ich mich entschieden, hier nur Leinsamen zu promoten 🙂 Flohsamen empfehle ich dann eher zur medizinischen Anwendung bei Verstopfung und anderen Darmproblemen.
Danke Dir und noch einen schönen Sonntag 🙂

Viele Grüße,
Martin

Sieglinde Talke 21. Januar 2019 - 17:17

Hallo Martin, danke für den ausführlichen Bericht, er hat mir einige noch fehlende Antworten gegeben. Ich bemühe mich seit einigen Monaten das Intervall Essen, 8 – 16, einzuhalten und gebe seit November je einen Tl. Kurkuma und Ingwer unter mein tägl. Müsli. Es war eine Mischung aus Lein-, Floh- + Chiasamen. Werde nun geschroteten Leinsamen bevorzugen. Kurkuma hat die Entzündungsbereitschaft (Ohrstecker) bei mir stark gesenkt, vielleicht hast Du ja einige Tipps über diese hervorragenden Rhizome. LG Sieglinde

Ramona 8. Februar 2019 - 20:45

Hey Martin,

Super Artikel!
Leinsamen sind für mich schon länger ein Geheimtipp. Vor allem weil sie so schön sättigend sind machen die Diät Phasen deutlich mehr Spaß!

Meto 9. März 2019 - 10:58

Wirklich hilfreicher Beitrag. Vielen Dank Martin 🙂

Merlin 24. März 2019 - 18:50

Super Beitrag Martin!
Ich konnte so einiges mitnehmen! 🙂

Gerlinde 5. April 2019 - 7:40

Hallo zuzsammen. Ich gehe schon seit Jahre zu/in eine “Schönheitsfarm” nach Rottach-Egern. Dort bekomme ich einen Leinsamenwickel als Maske aufs Gesicht, zu Hause ist das zu aufwendig, deshalb koche ich gschroteten Leinsamen in Wasser und gebe mir das Geleeartige Ergebnis als Maske aufs Gesicht. Die Haut ist hinterher sehr schön und glatt.

Britta 14. April 2019 - 17:36

Hallo Martin,
ganz toller, interessanter Beitrag! Ich würde alles genau so sehen. Einziger Einwand: Ich würde Leinsamen niemals verbacken oder stark erhitzen, da aus den hochempfindlichen Omega-3-Fettsäuren schädliche Transfettsäuren werden.

Hans Zurflüh 14. Mai 2019 - 7:24

Lieber Martin
Als Leinsamenfan würde mich der Unterschied interessieren zwischen
schwarzem und hellem Leinsamen. Danke. Hans.

Martin Auerswald, M.Sc. 16. Mai 2019 - 8:10

Hallo Hans,
Danke für Deine Frage! Die zwei Unterschiede zwischen hellen und dunklen Leinsamen sind zum einen, dass in dunklen Samen die Lignane (holzige Ballaststoffe) noch ein paar zusätzliche Polyphenol-artige Seitenketten enthalten und zum anderen, dass in der Saat an sich mehr freie Polyphenole vorliegen. Ich denke nicht, dass der Unterschied sehr groß ist, aber das würde den Farbunterschied erklären.
Viele Grüße,
Martin

Christian 12. Januar 2020 - 22:08

Leinsamen hat auch in meinem täglichen Frühstück seinen festen Platz. Geschrotet. Und dazu 2 Glas Wasser!

Heidi 11. Februar 2020 - 11:55

Na da werde ich jetzt gleich die Chiasamen abservieren – herzlichen Dank für den tollen und informativen Beitrag.

Nils 9. März 2020 - 12:23

“Chiasamen müssen erst aus Südamerika importiert werden, während Lein-Samen hier in Europa heimisch sind. Ökologischer Vorteil!” und “Leinsamen sind ein genauso gutes Kraftessen und müssen nicht um die halbe Welt verschifft werden.” ist doch das gleiche Argument, nur eben unterschiedlich formuliert. Aber trotzdem ein sehr schöner Beitrag. Ich mag Leinsamen auch lieber. Einfach schön klein mahlen und morgens ins Müsli, fertig.

Martin Auerswald, M.Sc. 10. März 2020 - 19:11

Stimmt, danke für den Hinweis 🙂

Viele Grüße,
Martin

Reymond D. 1. April 2020 - 10:15

Hallo Martin, als genesender Darmkrebspatient habe ich viele Wochen mit meiner Verdauung zu tun gehabt. Hatte daraufhin gegoogelt und bin über Flohsamen und Leinsamen gestolpert. Die Flohsamen waren Anfangs hilfreich und brachten das gewünschte Ergebnis. Da teuer und nun zu krass, habe ich deinen Beitrag gelesen und bin auf Leinsamen umgestiegen. Die Wirkung ist sehr sehr gut. Durch den Wochenlangen Klinik Aufenthalt waren meine Muskeln abgebaut und ich war 10 Kilo leichter. Dank der verschrotten Leinsamen nahm ich in wenigen Wochen wieder 6 Kilo zu und meine Muskeln sind wieder fast wie vor der OP. Ich rühre die Leinsamen in Joghurt ein und esse dabei auch einen Apfel. Das täglich. Und ich bin wieder arbeitsfähig. Dabei bin ich schon 72 Jahre jung. Dein Beitrag war sehr gut geschrieben und hilfreich für mich. Meine Frau konnte sich auch davon überzeugen lassen. War sonst Chiasameninfiziert. L. G. REYMOND

Martin Auerswald, M.Sc. 6. April 2020 - 19:04

Hallo und danke für die nette Nachricht 🙂
Das freut uns! Alles Gute weiterhin und viele Grüße,
Martin

Albert 24. August 2020 - 11:09

Hallo Martin
Vielen Dank für die vielen nützlichen, kostenlosen Informationen. Besonders gefällt mir, dass du eine höhere Ausbildung in der Biochemie hast. Es gibt sehr viele Informationen im Netz über Gesundheitsthemen, jedoch ist die Qualität der Infos der entscheidende Punkt. Bitte mache weiter.
Beste Grüsse, Albert

Ralf Eisfeld 13. Oktober 2020 - 17:13

Hi Martin,
finde Deine Rezepte so interessant,dass ich sie allesamt ausprobieren werde. Bin vollumfänglich dabei, meine Ernährung umzustellen. Ich habe nur ein Problem mit dem Leinsamen; er riecht wie Fensterkitt und schmeckt auch furchtbar. Da ich aber überzeugt von dessen wertvollen Inhaltsstoffen bin, werde ich auf Risiko das Brot mal backen, na, da bin ich gespannt, LOL.
Bin wohl der Einzige, der den Leinsamen, obwohl er ihn schätzt, “nicht riechen kann” 🙂
Was Dich an belangt: WEITERMACHEN BITTE!!! Liebe Grüße aus Köln von Ralf

Martin Auerswald, M.Sc. 14. Oktober 2020 - 11:35

Danke Ralf, das freut mich! 🙂
Viel Spaß weiterhin und viele Grüße,
Martin

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