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Low Carb Pizza – Das Knusperrezept

von Kati Auerswald
Veröffentlicht: Zuletzt bearbeitet:

Vielleicht hast Du schon einmal von Lizza gehört: Der Low Carb-Pizza, basierend auf Leinsamen, die Du teilfertig in gut sortierten Supermärkten kaufen kannst (bekannt aus der TV-Show “Höhle des Löwen”).

 

Lizza – Die Low-Carb-Pizza selber machen

Wusstest Du, dass Du kohlenhydratarme Pizza ganz leicht zuhause selbst zubereiten kannst? Und, dass das sogar noch schneller und einfacher als mit herkömmlicher Pizza geht? Ganz genau! Das liegt daran, dass unser Teig nicht wie ein mit Hefe enthaltener Teig erst aufgehen muss. Aber funktioniert das dann genauso?

Ja, tut es – dank Leinsamen, die den Pizzateig zusammenhalten. Dazu werden in den meisten Lizza-Rezepten geschrotete Leinsamen verwendet. Wir haben das original Lizza-Rezept jeweils mit ganzen, sowie geschroteten Leinsamen ausprobiert und beide Varianten konnten uns überzeugen: Mit ganzen Leinsamen wird der Teig grobkörniger, knuspriger (und nussiger, wie wir fanden) in Geschmack und Konsistenz als mit geschroteten Leinsamen.

Das Ausrollen des Teiges hat hierbei mehr Fingerspitzengefühl gefordert,- das tut es besonders, wenn Du den Pizzateig sehr dünn gebacken bevorzugst. Probiere doch einfach einmal beide Leinsamen-Varianten aus, um herauszufinden, ob Du deine Lieblings-Lizza lieber mit ganzen oder geschroteten Leinsamen bevorzugst. ?

Bei der Wahl des Belages haben wir uns für mediterrane Zutaten entschieden: Tomaten, schwarzgeräucherter Schinken, Oliven, frischer Basilikum und Rucola, der unserer Low Carb Pizza nochmal das Sahnehäubchen aufsetzt. Wenn Du allerdings Pizza Hawaii, Meeresfrüchte-Pizza oder eine vegetarische Pizza bevorzugst, kannst Du den Belag natürlich austauschen – der Lizza-Teig (die Basis) bleibt immer dieselbe und geschmacklich gibt es nichts, was nicht passen würde. Also: Einfach ausprobieren.

Pizza ist keine richtige Pizza ohne Käse? Wenn Du Käse problemlos verträgst oder selten isst, dann kannst Du hier problemlos zu einer kleinen Portion zum Überbacken greifen. Im Anhang unter dem Rezept findest Du nochmal eine Empfehlung bei der Käse-Wahl.

Doch, bevor Du sofort zum Käse greifst: Hast du jemals Pizza ohne Käse probiert oder ist diese Vorstellung undenkbar für Dich? Tatsächlich schmeckt es besser, als Du es Dir vorstellen kannst. Mit diesem Rezept möchten wir eine gute, nährstoffreiche (und Paleo-gerechte) Variante zu herkömmlicher Pizza anbieten, die Du öfters unter oder in der Woche essen kannst, ohne krank davon zu werden – mithilfe der Leinsamen und richtigen Zutaten.

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Low Carb Pizza - Das Knusperrezept

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Portionen: 2 Zubereitungszeit: Kochzeit:
Nährstoffe 500 Kalorien 35 Fett
Bewertung 4.6/5
( 5 bewertet )

ZUTATEN

Für den Lizza-Teig (Basis):

150g ganze oder geschrotete Leinsamen
14g Chiasamen
½ TL Salz
150 ml heißes Wasser

Für den Belag:

100ml passierte Tomaten
50g Tomatenmark
½ TL Salz
Pfeffer
1 TL Oregano, getrocknet und grob gehackt
2 Tomaten
200g Schwarzwälder Schinken oder gekochter Schinken
100g Oliven (schwarz oder grün),
Optional: Einige Blätter frischen Basilikum, 150g Käse zum Überbacken (z.B. jungen Gouda, Feta oder Parmesan), 250g frischer Rucola zum Servieren

ZUBEREITUNG

  1. Chiasamen, Leinsamen und Salz mit heißem Wasser verrühren und 15 Minuten quellen lassen.
  2. Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Pizzateig auf zwei Portionen verteilen, dünn ausrollen (falls er sehr stark klebt, schaffst Du Dir Abhilfe, indem Du ihn zwischen zwei Lagen Backpapier ausrollst - es geht aber auch ohne) und auf ein mit Backpapier unterlegtes Backblech setzen. Den Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen und 6 Minuten im Ofen vorbacken, damit er kross wird.
  3. Tomatensauce vorbereiten: Passierte Tomaten, Tomatenmark, Salz, Pfeffer und Oregano vermengen, abschmecken, bereitstellen.
  4. Belag vorbereiten: Tomaten waschen, Strunk entfernen und in feine Scheiben schneiden. Den Schinken bereitlegen. Die Oliven können ganz gelassen oder halbiert werden (je nach Größe und Belieben).
  5. Low Carb Pizza aus dem Ofen holen. Dünn mit Tomatensauce bestreichen, mit Schinken, Tomatenscheiben, Oliven und gegebenenfalls Käse belegen, für 10 Minuten bei 240°C überbacken, fertig.

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Low Carb Pizza Lizza

(c) mrsflury.com

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Mediterrane Low Carb Pizza – Tipps und die Wahl der richtigen Zutaten

  • Käse: Du kannst die Low Carb Pizza auch ohne Käse überbacken – so werden die Zutaten, die ganz oben liegen, schön knusprig (wie hier die Tomaten). Wenn Du jedoch nicht auf den Käse verzichten möchtest, empfehlen wir Dir guten Parmesan oder Feta (griechischer Schafskäse) zum Überbacken. Beide Sorten enthalten viel Salz, sodass Du ihn sparsam verwenden kannst, ohne auf Geschmack verzichten zu müssen. Käse ist zudem eine exzellente Proteinquelle.
  • Avocado: Kannst Du geschnitten als Zutat hinzufügen oder cremig gerührt/püriert als Tomatensoßen-Ersatz verwenden. Hierfür eine Kräftige Prise Salz oder einen guten Schuss dunklen Balsamico hinzufügen und gleichmäßig direkt auf den vorgebackenen Boden verteilen. Ein Avocado-Pesto oder eine Guacamole ist ebenfalls eine köstliche Pizzasauce!
  • Neben Pizza Hawaii gibt es unzählig weitere Varianten, die Du als Lizza zubereiten kannst. Ein paar Anregungen, bzw. Beispiele:
    • Pilz-Lizza (Champignons, Zwiebeln/ Lauchzwiebeln oder Lauch, Shiitake, Austernpilze)
    • Vegetarische/ Vegane Lizza (Paprika, Zucchini, Zwiebel, Brokkoli)
    • Thunfisch-, Scampi-, Sardinen-, Lachs- oder Meeresfrüchte-Lizza, Schinken-Käse-Pizza
    • Rote Bete & Feta-Lizza (eingelegte oder vorgekochte Rote Bete vorher abtropfen lassen)
    • Süßkartoffel-Spinat-Lizza, Salami-Chilli-Lizza, Schinken-Peperoni-Lizza, Spargel-Schinken-Lizza
  • Und wenn es mal nicht schnell genug gehen kann… kannst Du immer noch zu einer Original-Lizza aus dem Supermarkt greifen, denn es werden dieselben Zutaten verwendet, wie in Deiner selbst gemachten Lizza. Und immer noch 10x besser und gesünder als die TK-Pizza von Dr. Oetker & Co.

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Weitere Zutaten, mit denen Du Deine Low Carb Pizza (Basisrezept) verfeinern kannst

 

Kommentar: Durch die hohe Hitze geht ein Teil der Omega-3-Fettsäuren aus den Leinsamen kaputt. Aus diesem Grund ist dieses Rezept – gelegentlich zubereitet – eine tolle Ergänzung in Deiner Küche. Aber mehrmals wöchentlich solltest Du sie aus Gründen der Abwechslung nicht machen. Das kann Dein neues Wochenend-Ritual werden, aber nicht Dein Jeden-Tag-Feierabend-Ritual, wenn Du verstehst 🙂 Dennoch ist dieses Rezept gesund und lecker, und schnell zubereitet.

 

Guten Appetit!

 

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3 Kommentare

Claudia 5. Mai 2020 - 16:42

Vielen Dank für das Rezept! Mich wundert allerdings die verwendete Menge an Leinsamen. Ich bin an anderer Stelle auf eine Verzehrempfehlung von höchstens 1 – 2 Esslöffeln pro Tag gestoßen, was mit der in den Leinsamen enthaltenen Blausäure begründet wird.

Antworten
Martin Auerswald, M.Sc. 6. Mai 2020 - 11:10

Hallo Claudia,
Blausäure ist nur in Spuren in Leinsamen enthalten, ähnlich wie bei Apfelkernen. Da musst Du Dir keine Sorgen machen 🙂

Antworten
Claudia 10. Mai 2020 - 20:24

Hallo Martin, besten Dank für die Rückmeldung! ?

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