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Mediterrane Ernährung: Darum ist sie so gesund

von Martin Auerswald, M.Sc.
Teller mit mediterranem Essen und mediterraner Ernährung Gemüse Fisch Olivenöl

Zuletzt aktualisiert am 12. Mai 2020 um 10:08

Mitte des 20. Jahrhunderts wurden Ernährungsexperten erstmals auf ein ungewöhnliches Phänomen aufmerksam: Die Bevölkerung der griechischen Insel Kreta wies eine deutlich niedrigere Rate an Gefäßerkrankungen auf und hatte eine höhere Lebenserwartung als die Einwohner vieler anderer europäischer Länder oder der USA. Auffällig war, dass die Kreter zum Zeitpunkt dieser Beobachtung noch nach den traditionellen Ernährungsgewohnheiten des mediterranen Raums lebten. Mittlerweile haben Studien haben gezeigt, dass das kein Zufall ist, denn die Mittelmeerküche ist nicht nur ein ganz besonderes Geschmackserlebnis, sondern auch sehr gesund.

 

Vitamine, Ballaststoffe und Co.: Balsam für unseren Körper

Im Mittelmeerraum kommt Obst und Gemüse ein besonders großer Stellenwert zu. Durch den täglichen Verzehr von Äpfeln, Feigen, Tomaten, Auberginen und anderem Obst und Gemüse wird die Zufuhr von antioxidativ wirkenden Vitaminen und wichtigen Mineralstoffen sichergestellt. Obst, Gemüse und Vollkornprodukte liefern zudem Ballaststoffe, die für den Blutstoffwechsel, vor allem aber für die Verdauung sehr wichtig sind.

Milchprodukte wie Käse und Joghurt werden im Mittelmeerraum ebenfalls fast täglich konsumiert. Sie liefern wertvolles Kalzium, das für den Knochenbau und die Gesundheit von Haaren und Zähnen von großer Bedeutung ist. Daneben spielt Kalzium eine wichtige Rolle für die Gesundheit der Muskeln und Nerven sowie für eine funktionierende Blutgerinnung.

 

Fett kann auch gesund sein!

Eine wichtige Rolle in der mediterranen Küche spielen die sogenannten guten Fette: Die Verwendung von Olivenöl als Koch- und Speisefett und der regelmäßige Verzehr von Fisch und Nüssen gewährleisten, dass der Körper mit ausreichend Omega-3-Fettsäuren, einer Untergruppe der ungesättigten Fettsäuren, versorgt wird. Diese sind für den menschlichen Organismus von großer Wichtigkeit, da der Körper mit ihrer Hilfe Substanzen bilden kann, die entzündungshemmend wirken oder die Blutgerinnung unterstützen. Zudem kann unser Organismus die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K nur mithilfe von ungesättigten Fettsäuren aufnehmen und verwerten.

Während Geflügel und Eier im Mittelmeerraum ebenfalls regelmäßig auf dem Teller landen, steht rotes Fleisch verhältnismäßig selten auf dem Speiseplan. Dies hat den positiven Nebeneffekt, dass das Risiko für Gefäßerkrankungen, die schlimmstenfalls in einem Herzinfarkt oder Schlaganfall münden, erheblich gesenkt wird. Der Grund: Rotes Fleisch enthält deutlich mehr Cholesterin als beispielsweise Geflügel oder Fisch. Im Rahmen umfangreicher Studien stellten Forscher fest, dass Patienten mit metabolischem Syndrom bereits drei Monate nach einer Umstellung auf eine mediterrane Ernährung einen niedrigeren Blutdruck und bessere Blutfettwerte aufwiesen.

 

Frische Kräuter statt Salz

Anhänger der mediterranen Küche verzichten in der Regel auf eine übermäßige Menge Salz. Stattdessen verfeinern sie die zubereiteten Gerichte mit frischen Kräutern wie Basilikum, Petersilie oder Rosmarin. Häufig werden auch Zwiebeln und Knoblauch zu diesem Zweck verwendet. Diese Vorgehensweise tut dem Geschmack kaum Abbruch und ist zudem wesentlich gesünder. Denn obgleich Salz zu den wichtigsten Mineralstoffen zählt, ist es im Übermaß alles andere als zuträglich für unsere Gesundheit. Das Risiko für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann durch eine zu hohe Salzzufuhr steigen. Mehr Informationen zu den Auswirkungen von Salz findest Du hier.

Doch nicht nur die typischen Zutaten der mediterranen Ernährungsweise sind es, die der Gesundheit zugutekommen. Auch die Einstellung zum Essen und Kochen spielt eine wesentliche Rolle. So werden die Mahlzeiten in aller Regel frisch zubereitet. Fertigprodukte, die reich an Salz und künstlichen Inhaltsstoffen sind, stehen hingegen nur selten auf dem Speiseplan.

Du möchtest die mediterrane Küche selbst ausprobieren? Wie wäre es mit italienischem Ofengemüse mit Feta?

Lachs mit Ofengemüse und Tomaten

Gesunde Unterstützung gefällig? 🙂

 

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