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Himmlisch leichter Protein-Stollen

von Kati Auerswald
Protein Stollen

Zuletzt aktualisiert am 14. September 2020 um 13:16

Umhüllt von einer pudrig weißen Decke – mal mit einer Füllung aus Marzipan, Nugat oder Mohn – mal “ganz ohne”: Für Viele gehört der Stollen wie der Tannenbaum zur Weihnachtszeit. Erfahre heute, dass der Klassiker auch in gesund geht – ohne Gluten und Zucker, nämlich auf Quark-Basis als Protein Stollen.

Dieses Rezept ist ausnahmsweise mal nicht Paleo – passt aber gut zu Clean Eating.

 

Protein Stollen – Die überraschende Neuinterpretation

Gerade, da sich so viele Traditionen um den brotförmigen Kuchen aus schwerem Hefeteig drehen.  So heißt es beispielsweise, Mönche haben den pudrig weißen Christstollen erfunden – er solle an das gewickelte Jesuskind erinnern.

Dabei schlägt so ein gelegentliches Stück Stollen, zwischendurch in der Weihnachtszeit genossen, ganz schön auf das Kalorienkonto: Eine dicke Scheibe hat mehr Kalorien als ein Stück Buttercremetorte!

Das liegt vor allem an den reichhaltigen Zutaten, zu denen unter anderem viel Zucker, Trockenobst wie Rosinen, Nüsse wie Mandeln – und eine gute Portion Fett in Form von Butter, gehören. Klar, denn ein „richtiger“ Stollen kommt ohne nicht aus – nicht gerade eine leichte Angelegenheit. Doch Hilfe naht: Wir beweisen, dass Stollen auch anders geht!

Unser Protein Stollen punktet nicht mit viel Fett, Zucker oder Weizenmehl – dafür aber mit viel Protein in Form von Quark, einer natürlichen Süße von Honig und Stevia, sowie Trockenfrüchten und einer “guten” Fettquelle, die von Kokosöl herrührt. Die Zutaten können dabei nach Belieben ausgetauscht oder weggelassen werden – wenn Du beispielsweise kein Freund von Rosinen bist, dann lass sie einfach weg oder ersetze sie (Tipps s. unten).

Dieses Protein Stollen Rezept soll Niemandem die Illusion eines „echten“ Dresdner Stollens rauben. Original ist nun mal Original – und das ist manchmal auch gut so. Es soll Dir vielmehr zeigen, dass es nährstoffhaltige, gesündere Alternativen zu etwas Herkömmlichem gibt und nicht immer der hochkalorische Dickmacher sein muss.

Gerade, wenn Du Dich sehr bewusst ernährst, viel Sport treibst und dennoch auf die ein oder andere Leckerei in der Adventszeit nicht verzichten möchtest – oder einfach mal ohne schlechtes Gewissen naschen möchtest – dann ist dieser himmlische Stollen für Dich!

 

Protein Stollen

Himmlisch leichter Protein-Stollen

Zuletzt aktualisiert am 14. September 2020 um 13:16Umhüllt von einer pudrig weißen Decke –… Rezepte Himmlisch leichter Protein-Stollen Paleo, Clean Eating Drucken
Portionen: 1 Stollen Zubereitungszeit: Kochzeit:
Nährstoffe 200 Kalorien 20 grams Fett
Bewertung 5.0/5
( 4 bewertet )

ZUTATEN

100g glutenfreies Mehl (z.B. Reismehl)
50g Kokosmehl
40g gemahlene Mandeln
1 Päckchen Trockenhefe
3 EL Honig
1 EL Stevia-Granulat (oder nach Geschmack/ Belieben)
1 EL Kokosöl
1 Prise Salz
250g Quark (20% Fett i.Tr.), Zimmertemperatur
80-110 ml warme Mandelmilch (ersatzweise Kokosmilch)
100g Rosinen oder Korinthen
50g Cranberrys (ungezuckert)
70g Trockenpflaumen (ganz oder halbiert)
2 EL Mandelstifte
1-2 TL Lebkuchengewürz
Optional: 70-100g zuckerfreies Orangenat + 70-100g zuckerfreies Zitronat
150g zuckerfreies Marzipan (z.B. von Sukrin)

ZUBEREITUNG

 

  1. Mehl, Kokosmehl, gemahlene Mandeln, Salz, Honig, Trockenhefe, Kokosöl, Quark und Gewürze abwiegen und zusammen mit der Mandelmilch zu einem geschmeidigen Teig vermengen. Der Teig sollte weder zu bröseln, noch kleben – ggf. noch 1 EL glutenfreies Mehl oder warme Milch hinzugeben. Den Teig mit einem Geschirrtuch abdecken und mind. 2-3 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen (z.B. über der Heizung), bis sich Volumen zumindest zu einem Viertel gewachsen ist.
  2. Nach der 2-3-stündigen „Gehzeit“ die Rosinen oder Korinthen, Cranberrys, Trockenpflaumen und Mandelstifte, Orangenat und Zitronat abwiegen und in einer Schüssel vermengt bereitstellen. Die Zutaten in den Stollenteig „einkneten“. Eine Kastenbackform mit Backpapier auslegen und 2/3 des Teiges gleichmäßig einfüllen. Nochmals mindestens 30 Minuten „gehen lassen“.
  3. Den Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen (Den zuckerfreien Marzipan zu einer langen Rolle formen, die so lang wie die Kastenform ist, mittig auf den Stollen legen und den restlichen Teig um das Marzipan herum formen. Dabei den Übergang der beiden Teige gut andrücken und die charakteristische, runde Wölbung des Stollens berücksichtigen). Den Stollen 40 Minuten goldbraun backen.
  4. Nach dem Backvorgang den noch heißen Stollen (bei Belieben) mit Xylit (Birkenzucker) seitlich einreiben. Luftdicht verschlossen hält sich der Stollen ca. 8-10 Tage – er lässt sich aber auch wunderbar einfrieren. Tipp: Falls der Stollen zu lange gebacken wurde und leicht trocken ist, einfach ein paar Scheiben frischen Ingwer mit in die Aufbewahrungsdose legen – so bleibt er schön saftig!

 

 

 

Weitere Tipps für den perfekten Protein Stollen

  • Mandelmilch: Rein theoretisch kann Hefeteig auch mit Wasser statt Milch hergestellt werden – man braucht dann wahrscheinlich sogar weniger Flüssigkeit. Allerdings wird der Stollenteig mit Mandelmilch (oder Kokosmilch) geschmeidiger und mundiger im Geschmack.
  • Zuckerfreies Marzipan: Kannst Du ganz weglassen, wenn Du Marzipan nicht magst. Wenn Du nicht darauf verzichten möchtest, aber auch kein Vermögen für zuckerfreies Marzipan (der im Biomarkt oder Onlineshops erhältlich ist) ausgeben möchtest, kannst Du auch ganz einfach selbst welchen herstellen – Anleitungen dazu findest Du genügend im Internet. 😉
  • Zutaten: Was sind Deine Lieblings-Nüsse? Walnüsse vielleicht? Dann grob hacken und ab in den Stollen damit! Magst Du lieber Trocken-Aprikosen als Trockenpflaumen? Dann tausche sie einfach aus – Du kannst auf diese Art und Weise das Stollenrezept abwandeln. Wichtig ist nur, das der Grundteig stimmt.
  • Quark und veganer Quark: Inzwischen gibt es im Bioladen Quark aus Schafmilch oder veganen Quark auf der Basis von Cashewkernen oder Mandeln zu kaufen. Solltest Du herkömmlichen Quark nicht gut vertragen, kannst Du ihn durch diese Alternativen ersetzen.
  • Süße: Manche mögen den Stollen (wie Plätzchen oder andere weihnachtliche Leckereien) zuckersüß, andere eher weniger: Das kannst Du nach Belieben machen. Gute Alternativen zu Stevia (deren Süße ja auch nicht jedermanns Sache ist) sind neben Imkerhonig noch Xylit (Birkenzucker) oder Ahornsirup. Inzwischen gibt es sogar zuckerfreie Sirups im regulären Handel (oder Onlineshops), die ebenfalls eine gute Alternative sein können.
  • Stollen + Muffins= Stollenmuffins! Die hübschen, kleinen Leckereien sind besonders bei den jüngeren Hobbybäckern sehr beliebt und kommen bei Kindern immer toll an! Auch praktisch, dass sie bereits portioniert sind und sich niemand um das Herunterschneiden von Scheiben kümmern muss (das manchmal für die ein oder andere, kleine Sauerei an der Kaffeetafel sorgen kann). Anstelle den Stollenteig in einer großen Kastenform auszubacken, werden sie für die Muffins in kleine oder große Muffinformen gebacken – die Backzeit beschränkt sich hierbei dann auf (je nach Größe der Muffinform) 8-15 Minuten. Goldbraun backen, mit einem langen Holzstäbchen die „Garprobe“ machen (es sollte kein Teig mehr am Stäbchen kleben) – und fertig!
  • Dekoration: Eine Prise Zimt, gemahlene Vanilleschote oder zuckerfreie Schokostreusel / geriebene zuckerfreie Schokolade (weiß oder dunkel) sieht auf dem Plätzchenteller immer schön aus und beeindruckt die Kaffeegäste nur umso mehr.
  • Zuckerfreies Orangenat/ Zitronat und zuckerfreier Marzipan: Kann z.B. mithilfe des Zuckeraustauschstoffes Erythrit selbst hergestellt werden (Anleitungen dazu gibts im Internet), online bestellt oder im Bioladen gekauft werden – ebenso wie zuckerfreies Marzipan. Wem das zu viel Investition in Zeit/ Geld ist, der kann diese Zutaten jedoch auch getrost weglassen – der Stollen schmeckt auch ohne sehr gut und Viele empfinden diese Zutaten zudem als “störend” im Stollen.

 

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2 Kommentare

Christal Mertens 7. April 2020 - 9:24

Hab es mal ausprobiert, hat richtig lecker geschmeckt. Meine Familie hat es quasi verschlungen.

Antworten
Kati Auerswald 9. April 2020 - 9:49

Hallo Christal,
lieben Dank für deinen Kommentar, das freut mich zu hören!
Meine Familie und Freunde sind auch immer ganz wild darauf und fragen schon immer, wann denn endlich wieder Weihnachten (und Stollenzeit) sei…
Viele Grüße, Kati

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