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Sommergrippe? Stärke auch an heißen Tagen Deine Immunabwehr!

von Martin Auerswald, M.Sc.
Grüne Tasse mit Tee steht auf Holztisch, im Hintergrund ein ungemachtes Bett mit weißer Bettwäsche

Zuletzt aktualisiert am 4. Mai 2020 um 9:46

Eine Grippe nervt, egal zu welcher Jahreszeit. Jedoch kann die sogenannte Sommergrippe wegen der äußeren Umstände noch belastender sein, als das Kranksein im Winter. Zusätzlich wird man nämlich mit den hohen Temperaturen belastet, was unter anderem einen gesunden Schlaf, den Du zur Erholung brauchst, deutlich schwieriger macht. Selbst eine leichte Erkältung kann einem dann schon den letzten Nerv rauben. Die beste Grippe ist allerdings die, die nicht entsteht.

Deshalb ist es wichtig, dass Du auch in den warmen Monate Deine Abwehrkräfte stärkst, damit Krankheitserreger, wie Bakterien und Viren in der heißen Jahreszeit keine Chance haben. Wir haben einige Tipps für Dich und Dein Immunsystem zusammengestellt, die Dich gesund durch den Sommer bringen.

Sommergrippe – Auch schon im Frühling?!

Aktuell erleben wir einen sehr warmen Frühling. Dank der kontinentalen Ostwinde, die warme und trockene Luft zu uns bringen, hatten wir bereits im März und April vor-sommerliche Temperaturen. Normalerweise sind es die feucht-kühlen Westwinde, die vom Atlantik her viel Niederschlag zu uns bringen. Das ist wichtig, damit die Pflanzen im Frühling genug Wasser zum Wachstum haben. Doch die Niederschläge bleiben aus und es ist ungewöhnlich warm.

Dadurch hat sich alles verschoben – die Pollensaison ging bereits sehr viel früher los, Temperaturen von 25 °C und mehr lassen Flora und Fauna durcheinander zurück, und ebenso uns Menschen.

Klassische Fälle von Sommergrippe wurden in den Arztpraxen gemeldet, die normalerweise erst ab Juli kommen. Sogar vom eher im Sommer aktiven Noro-Virus wurde berichtet. Das überlagert sich mit der aktuellen Corona-Pandemie.

Auch das Immunsystem kann dadurch durcheinander geraten. Es ist noch nicht die Zeit für die Sommergrippe – doch genau die scheint jetzt zu kommen. Daher möchte ich Dir ein paar effektive Tipps gegen die Sommergrippe kommen. Für den warmen Frühling und den wohl noch wärmeren Sommer 2020:

 

Gründe für geschwächte Abwehrkräfte im Sommer

  • Alkohol: Diverse Grillpartys und Feste sorgen dafür, dass man gerne auch mal einen Wein oder ein Bier mehr trinkt. Das kann dem Immunsystem allerdings schaden. Forscher des Medical Center der Loyola University haben herausgefunden, dass die Abwehrkräfte fünf bis sechs Stunden nach dem Höhepunkt des Rauschs am ineffektivsten sind.
  • Ungesundes Sommeressen: Sommer ist auch die Zeit der Pommes mit Mayo, Eis und fraglichen Grillgüter aus Massentierhaltung. Was im Winter die Plätzchen und Schokolade, sind im Sommer diese Lebensmittel. Dank Zucker und Transfette kann der Körper dadurch mehr als nötig zu Entzündungen neigen.
  • Hitze und Sonne: Wenn Du Dich zu lange in der Sonne aufhältst, dann fügst Du Deiner Haut Schaden in Form von Sonnenbrand zu. Wenn Dein Körper im Anschluss damit beschäftigt ist, Deine Haut wieder zu regenerieren, bist Du deutlich anfälliger für Viren und Bakterien, denn die Kräfte werden gerade woanders eingespannt.
  • Kälte durch Klimaanlagen: Zu stark eingestellte Klimaanlagen können Deinen Körper schnell auskühlen lassen. Dein Körper muss dann Energie aufwenden, um Dich wieder aufzuwärmen. Energie, die dem Immunsystem dann fehlt. Das erleichtert es Viren, sich im Körper auszubreiten.

 

Was kannst Du präventiv gegen eine Sommergrippe machen?

Du wirst im Sommer in der Regel zwar seltener krank, dennoch ist das Immunsystem im Sommer einigen Faktoren ausgesetzt, die Deinen Körper anfälliger für Krankheitserreger machen und die Grippe langwieriger machen können. Dem kannst Du aber vorbeugen, indem Du Dein Immunsystem ganzjährig unterstützt und damit der Sommergrippe vorbeugst.  Wie das genau aussehen kann, möchten wir Dir im Folgenden vorstellen.

Meist läuft es, wie so oft, auf gesunde Gewohnheiten hinaus, die Dein Immunsystem im Alltag stärken:

 

#1 Vitaminreiche Ernährung

Im Sommer stehen ohnehin leichtere Gerichte und viel mehr Salate auf dem Ernährungsplan. Gemüse, Beeren und frisches Obst sollten ganz oben auf Deiner Speisekarte stehen, wenn Du Deine Immunabwehr stärken willst. So schaffst Du es, Dir die notwendigen Mineralstoffe, Vitamine und anderen gesunden Inhaltsstoffe zuzuführen.

Allen voran das Anti-Grippe-Mittel, Vitamin C, welches auch in hoher Dosierung in der Hagebutte vorkommt. Das kann Dir nicht nur dabei helfen, dass die Grippe schneller wieder verschwindet, sondern dass Du sie gar nicht erst bekommst. Besonders viel Vitamin C findest Du übrigens auch in Kombucha, Brokkoli und Paprikaschoten.

 

#2 Hilfreiche Nahrungsergänzung

Achtest Du generell auf eine ausgewogene Ernährung, solltest Du keine Probleme damit bekommen, Deinen Bedarf an Inhaltsstoffen, die Deine Abwehrkräfte stärken, zu decken. Zusätzlich kannst Du mit verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln arbeiten.

Neben Vitamin C sind auch Vitamin D und Zink wichtig für die Immunzellen, um zu wachsen und heranzureifen. Unter einem Vitamin D-Mangel leidet auch im Sommer der Großteil der Bevölkerung, da die Sonne strikt gemieden oder zu viel mit Sonnencreme gearbeitet wird, welches die Bildung von Vitamin D auf der Haut verhindert.

Auch sehr unterschätzt, aber wichtig für die Immunabwehr, sind Omega-3-Fettsäuren aus Fisch, Meeresfrüchten, Algen, Leinsamen und Hanfsamen. Sie beugen chronischen Entzündungen vor und helfen den Immunzellen dabei, die richtigen Entscheidungen zu treffen (Stichwort Immunkompetenz).

Mit pflanzlichen Vitalstoffen wie Curcumin oder  CBD-Öl kannst Du Deinem Immunsystem einen zusätzlichen Boost geben. Die Hanfpflanze hat sich seit Jahrhunderten bereits als Allrounder in Sachen Gesundheit etabliert und neben CBD-Öl auch tolle Lebensmittel wie Hanföl und Hanfsamen zu bieten.

 

#3 Händewaschen

Es ist der Grippetipp schlechthin: Mehrmals täglich solltest Du Deine Hände richtig waschen, um Erreger abzuwaschen. Dadurch schützt Du nicht nur Dich, sondern auch andere Menschen vor Krankheitserregern.

Wenn Du unterwegs bist und Deine Hände gerade nicht waschen kannst, dann fass Dir auf keinen Fall ins Gesicht, vor allem nicht an Augen, Nase oder Mund. Ansonsten könnten Viren schneller in Deinen Körper eindringen, als Dir lieb ist.

Auch Geld und Smartphones sind wahre Keimschleudern – auch nach deren Gebrauch solltest Du Dir die Hände waschen, bevor Du Essen oder Dein Gesicht anfasst. Das wird gerne unterschätzt, da besonders Smartphones wie ein eigenes Körperteil ist – doch Untersuchungen haben ergeben, dass auf Smartphones mehr Keime pro Quadratzentimeter vorhanden sind, wie auf Kloschüsseln. Gruselig, oder?

Zwei Hände in Nahaufnahme unter fließendem Wasser vor schwarzem Hintergrund

Ein oft unterschätzter Punkt – Handhygiene!

 

#4 Ausreichend Flüssigkeit

Dein Körper braucht ausreichend Flüssigkeit, damit er seine körpereigene Abwehr aufrechterhalten kann. Wenn Du also etwas für Dein Immunsystem tun willst, dann solltest Du ausreichend trinken. Mindestens zwei Liter am Tag sollten es schon sein. Im Sommer sogar noch mehr. Am besten versuchst Du pro Stunde ein bis zwei kleine Gläser Wasser zu Dir zu nehmen.

Deinen Flüssigkeitshaushalt kannst Du mit Kräutertees ausgleichen. Allerdings solltest Du darauf achten, dass sie ungesüßt sind. Auch Fruchtschorlen können Deinen Körper mit der nötigen Flüssigkeit versorgen. Dazu pürierst Du das Obst und mischst einen Esslöffel mit 300 Milliliter Wasser. Dabei solltest Du die Schorle ebenfalls nicht nachsüßen.

 

#5 Gesunder Schlaf

Im Sommer einen gesunden Schlaf zu bekommen, ist häufig etwas schwierig. Meistens sind die Temperaturen viel zu hoch, um sich wirklich entspannen zu können. Allerdings kannst Du mit ein paar Lebensmitteln für gesunden Schlaf versuchen, dennoch an Deine wohlverdiente Nachtruhe zu kommen. Auch ein kleiner Schlaftrunk kann beim Ein- und Durchschlafen helfen.

Dusche Dich vor dem Zubettgehen lauwarm oder kalt ab. Das kühlt Deinen Körper ein wenig. Wenn Du im Pyjama schläfst, dann lege ihn etwa eine Stunde zu Deiner Schlafenszeit ins Gefrierfach und ziehe ihn dann eiskalt an. Noch besser ist es, wenn Du komplett nackt schläfst und nur mit dünner Bettdecke.

 

#6 Bewegung an der frischen Luft

Bei Temperaturen jenseits der 25 oder 30 °C solltest Du mit Bedacht aktiv sein. Wenn Du Sonne tankst, solltest Du die direkte heiße Mittagshitze vermeiden. Nutze zum Sporteln die lauen Morgen- und Abendstunden, ohne es zu übertreiben. Eine mäßige körperliche Belastung durch Sport tut Deinem Immunsystem gut, zu viel ist wiederum schädlich.

Joggen geht  in den kühlen Stunden immer, zu Hause werden auch Home-Workouts und der Aufbau eines Homegyms in der kühlen Garage oder im Keller immer beliebter.

Beim Rausgehen solltest Du das Eincremen Deiner Haut nach Ablauf Deiner Eigenschutzzeit nicht vergessen. Achte auf eine toxinarme Sonnencreme, die Dich zwar schützt, aber Deinen Körper nicht mit Gift- und Zusatzstoffen belastet.

Dennoch ist die Sonne wichtig für Deine Abwehrkräfte. Durch sie produziert Dein Körper nämlich das wertvolle Vitamin D, das durch die Nahrung eher selten aufgenommen wird.

Antivirale Lebensmittel Zitronen Beeren Ingwer Knoblauch Brokkoli

Auch einige Lebensmittel wirken antiviral und können bei einer Sommergrippe zur Genesung beitragen.

 

#7 Antivirale Superfoods

Die Immunabwehr kann auch durch geeignete Lebensmittel von innen heraus gestärkt werden. Genau so, wie Nährstoffe die Immunzellen bei der Arbeit unterstützen, können das auch einige antivirale Lebensmittel. Diese wirken direkt antiviral auf die Viren und führen zu einem Trainings- und Aktivierungs-Effekt an den Immunzellen.

Zu nennen sind besonders die bekannten Gewürze Ingwer, Kurkuma und Zimt. Sie sind gut erforscht und eine deutliche antivirale Wirkung konnte nachgewiesen werden. Mit etwas Honig gesüßt, wird das Ganze nicht nur leckerer, sondern noch gesünder.

Auch die Heilpilze Reishi und Cordyceps können mithalten und unterstützen den Körper, mit chronischen Infektionen umzugehen. Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Oregano und Salbei wirken ebenfalls antiviral und kühlend auf die Schweiproduktion – bei einer Sommergrippe mit einer Tasse Tee im Bett einkuscheln – da gibt es sicher schlimmeres!

 

Fazit

Auch im Sommer kannst Du Deinem Immunsystem etwas Gutes tun, indem Du obenstehende Tipps beherzigst. Zum einen gelten die gleichen Grundsätze wie im Winter und zum anderen gilt es clever mit Zusatzbelastungen – wie heißen Temperaturen und dadurch verursachte Schlaflosigkeit – umzugehen.

Was sind Deine Lieblingstipps bei einer Sommergrippe? Würdest Du gerne etwas ergänzen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

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