Startseite » Topinambur-Gewürzsuppe mit Apfel

Topinambur-Gewürzsuppe mit Apfel

von Kati Auerswald
Topinambursuppe

Bist Du auch kürzlich in einer Zeitschrift, im Bio-Supermarkt oder im Internet über Topinambur gestolpert und wolltest wissen, was man aus ihm alles machen kann? Wir erklären es Dir und geben Dir außerdem ein schnelles, einfaches und gesundes Rezept für eine Topinambursuppe mit Gewürzen und Apfel mit. 

Was sich zuerst wie eine asiatische Kleinstadt anhört, bezieht sich auf ein sehr vielseitiges Knollengemüse. Ein Knollengemüse, aus dem beispielsweise eine wunderbar würzige, nussig-süßliche Suppe gekocht werden kann, die Dich an trüben, regnerischen Sommertagen wieder munter und zufrieden stimmen wird.

Das weiter unten beschriebene Rezept für diese Suppe macht eine ganz besondere Hauptzutat aus: Sie heißt Topinambur (wer hätte das gedacht?). Damit Du weißt, was Du da eigentlich isst, folgt eine kurze Einführung – das Rezept zur Suppe einschließlich weiterer Informationen zur Aufwertung, findest Du weiter unten.

Was ist Topinambur und woher kommt er?

Äußerlich erinnert das mal große, mal kleine, längliche bis runde Knollengemüse an eine seltsame Kartoffel, an frischen Ingwer oder Kurkuma. Die vielen noch heute unbekannte Knolle kam im 17. Jahrhundert von Nord- und Mittelamerika nach Europa, wo sie lange Zeit als Grundnahrungsmittel diente.

Topinambur: Besser als Kartoffeln?

Auch als Diabetikerknolle bezeichnet, werden Topinambur häufig mit Kartoffeln verglichen, manchmal sogar bevorzugt. Doch was soll nun wirklich besser sein?

Fest steht: Topinambur ist kalorienarm, kohlenhydratarm, ballaststoff- und sehr nährstoffreich – Fakten, die auf die Kartoffel weniger zutreffen.

Kartoffeln bestehen fast ausschließlich aus Wasser, Kohlenhydrate in Form von Stärke und Vitaminen wie B2, B1 und C. Topinambur ist in dieser Hinsicht etwas breiter aufgestellt:  Neben Eisen, Kalium, Kupfer, Vitamin B1 und B3 enthält er reichlich Inulin.

Mal ganz abgesehen von seiner hohen Nährstoffdichte kann Topinambur auch roh gegessen werden. Er ähnelt geschmacklich dann eher einer Artischocke. In gekochtem Zustand entfaltet er seinen charakterlich nussig-süßlichen Geschmack, sorgen so auf jeden Fall für Abwechslung auf dem Speiseplan und sind eben mal etwas andres als die üblichen Speisekartoffeln. Sind sie somit “besser” als ihre Kartoffel-Verwandschaft? Nein, nur eben „anderes“.

 

Was ist Inulin und warum macht es den Topinambur so besonders?

Inulin ist ein Ballaststoff mit präbiotischer Wirkung. Genauer: Es ist pures Futter für die Darmbakterien und leistet somit einen hohen Beitrag für die Darmgesundheit. Es fördert die Verdauung und wird aus diesen Gründen gerne Diabetikern und Menschen mit Gewichts- oder Stoffwechselproblemen empfohlen. So kam der Topinambur zu seinem Titel als „Diabetikerknolle“.

100 g frische Topinambur-Knolle enthalten 12-22 g Ballaststoffe und damit ein Vielfaches mehr als übliches Obst oder Gemüse. Bereits 200 g Topinambur deckt damit die empfohlene Mindestmenge für Ballaststoffe!

Tipp: Da der hohe Inulingehalt für den unerfahrenen Darm zu Beginn zu leichten Darmwinden führen kann (Du verstehst…), empfehle ich Dir, bei Deiner ersten Topinambur-Mahlzeit nicht zu viel zu essen. 100 g reichen – mit jedem Mal kannst Du Dich dann steigern, und Deine Darmflora passt sich mit an.

 

Topinambursuppe

Topinambur-Gewürzsuppe mit Apfel

Bist Du auch kürzlich in einer Zeitschrift, im Bio-Supermarkt oder im Internet über Topinambur… Rezepte Topinambur-Gewürzsuppe mit Apfel Paleo, Clean Eating Drucken
Portionen: 2-3 Zubereitungszeit: Kochzeit:
Nährstoffe 150 Kalorien 20 grams Fett
Bewertung 5.0/5
( 2 bewertet )

ZUTATEN

Zutaten für 2-3 Portionen
300 g Topinambur
1 daumengroßes Stück Ingwer
1 kleiner Apfel
450 ml Gemüsebrühe
1-2 EL Apfelessig
Salz
Pfeffer
½ TL Kümmel, gemahlen
¼ TL Zimt
Garnitur: Pro Portion 1-2 TL Granatapfelkerne, gehackte Kräuter (z.B. Petersilie oder Dill)

ZUBEREITUNG

  • Die Topinambur schälen und in grobe Stücke schneiden (z.B. indem du sie je nach Größe viertelst) und in einen hohen Gemüsetopf geben. Den Ingwer waschen, schälen, fein würfeln und hinzufügen. Mit 250ml Gemüsebrühe aufgießen und beides für 15 Minuten leicht köcheln lassen.
  • Den Apfel schälen, in feine Würfel schneiden und hinzufügen. Restliche Gemüsebrühe hinzufügen und für weitere fünf Minuten weich garen.
  • Den Topf kurz vom Herd ziehen, alles mit einem leistungsfähigen Pürierstab zerkleinern, Apfelessig hinzufügen, würzen und abschmecken, nach Belieben garnieren – und fertig! Guten Appetit! 😊

 

Kreative Rezeptabwandlungen:

  • Anstatt Kartoffelpüree: Weniger Flüssigkeit verwenden und schon hast Du anstelle einer Suppe einen leckeren, alternativen Kartoffelbrei. Bei Belieben kannst Du auf die Süße des Apfels natürlich verzichten.
  • Curry statt Kümmel: Eine leckere Alternative für Dich ist Curry, besonders dann, wenn Du kein Fan von Kümmel bist. Mit Currypulver und/oder gelber oder roter Currypaste gut abschmecken und die Suppe schmeckt gleich exotischer.
  • Birne statt Apfel: Ich liebe einfach die Kombination in dieser Suppe: Der nussige Geschmack des Topinamburs, der perfekt mit der säuerlich-süßen Note des Apfels harmoniert. Eine Birne statt einem Apfel schmeckt jedoch mindestens genauso gut.
  • Topinamburstückchen: Wenn Du in Deiner Suppe gerne etwas zum Beißen magst, dann füge ein bis zwei Knollen zusätzlich hinzu, würfel sie sehr fein und köchele sie für 5-8 Minuten in der fertig pürierten Suppe, bis Du sie servierst.
  • Geröstete Nüsse und Kerne: Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Sesam, Mandelblättchen oder gehobelte Haselnüsse, die in einer beschichteten Pfanne ohne Fett wenige Minuten goldbraun angeröstet werden, eigenen sich besonders gut als Topping und unterstreichen den nussigen Geschmack der Suppe.
  • Putenstreifen oder Gulasch: Gewürzt und angebraten, in Stücken oder Streifen geschnitten und einfach über die Suppe gestreut.
  • Ein paar Rosinen oder Cranberries: in der Suppe unterstreichen den süß-säuerlichen Geschmack der Suppe. Klingt seltsam? Einfach mal ausprobieren und dann entscheiden!

 

Und was als Beilage?

Wie wäre es mit….

…. Sauerteigbrot oder glutenfreies Nuss-Saatenbrot?

…. Süßkartoffel-Toast: Eine große Süßkartoffel an der Längsseite in mittel-dünne bis feine Scheiben schneiden und entweder in zwei bis drei Durchgängen im Toaster oder beidseitig für wenige Minuten in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun rösten.

…. einer Suppeneinlage wie Reis oder gedünstetes Gemüse?

Mehr Rezept-Inspirationen:

Ähnliche Beiträge

Hinterlasse einen Kommentar ¹

¹ Durch Benutzung dieser Kommentarfunktion stimmst Du unseren Kommentar-Bedingungen zu.
² Durch Benutzung dieser Kommentarfunktion stimmst Du der Speicherung einiger Deiner Daten zu. Wir behandeln sie selbstverständlich vertraulich.

Diese Website benutzt Cookies, damit wir uns ständig verbessern können. Wir hoffen, das ist für Dich in Ordnung. Wenn nicht, kannst Du Dich von den Cookies austragen. Geht in Ordnung.

SchnellEinfachGesund Abnehmen, Ernährung, Superfoods, Gesundheitstipps hat 4,96 von 5 Sternen 231 Bewertungen auf ProvenExpert.com