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Vier Beispiele die zeigen, wie vielseitig pflanzliche Öle sein können

von Martin Auerswald, M.Sc.
Hanföl in Einmachglas neben frischen Hanfblättern

Zuletzt aktualisiert am 12. Mai 2020 um 10:11

In Pflanzen steckt eine ganze Menge wertvoller Inhaltsstoffe Zu Ölen verarbeitet, kann der Mensch in vielerlei Hinsicht von pflanzlichen Stoffen profitieren. Ob beim Zubereiten gesunder Mahlzeiten, als Nahrungsergänzungsmittel oder in Form von ätherischen Ölen zur Aromatherapie.

Anhand der Beispiele Oliven-, CBD-, Lavendel- und Hanf-Öl gehen wir nachfolgend auf die vorteilhaften Wirkweisen von pflanzlichen Ölen ein. Dieser Beitrag soll Dir zeigen, dass es mehr gibt als nur Rapsöl und Sonnenblumenöl – Öl ist ein Trägermittel für wertvolle Stoffe und kann mehr, als wir ihm meist zuschreiben.

Olivenöl – Ein Alleskönner in der Küche

Olivenöl ist ein praktischer Allrounder. Es kann zum Kochen verwendet werden, zum Braten, beim Backen und kalt im Salatdressing. Auch als Naturkosmetik macht es sich gut.

Warum ist Olivenöl so gesund? Als Teil der mediterranen Ernährung hat es ohnehin einen guten Stand – modernste Forschungen führen immer mehr Vorteile von Olivenöl ans Tageslicht und lässt es uns gleich doppelt gut schmecken:

  • Der hohe Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren senkt den Cholesterinspiegel.
  • Die Polyphenole (besonders Oleocanthal und Oleuropein) senken Entzündungen im Körper, regulieren den Blutdruck und wirken schmerzlindernd.
  • Der hohe Vitamin E-Anteil unterstützt den Zellschutz. Denn Vitamin E ist das wichtigste Antioxidans in der Zellmembran und beugt somit Zellalterung vor.

Olivenöl kann noch viel mehr – in unserem Übersichtsbeitrag über Olivenöl sind wir ausführlich darauf eingegangen.

Im Gegensatz zu vielen anderen pflanzlichen Ölen kann Olivenöl in guter Qualität hoch erhitzt werden. Der Gehalt an Antioxidantien ist so hoch, dass die ungesättigten Fettsäuren lange stabil bleiben und bei hohen Temperaturen nicht oxidieren. Streng genommen könnte man damit auch frittieren – doch dazu wäre das tolle Öl viel zu schade.

Achte beim Kauf von Olivenöl auf gute Qualität und investiere lieber ein paar Euro mehr – Deine Gesundheit wird es Dir danken. Laut Stiftung Warentest schneidet auch Öl im Mittelklasse-Segment gut ab; jedoch lasse lieber die Finger von günstigen Hausmarken und achte auf die Prädikate „Bio“, „Extra nativ“ und am besten noch „Herkunft aus Griechenland/Kreta“.

Tipp
Willst Du Dich gesünder ernähren, lohnt sich ein Abstecher zur Internetpräsenz inform-rezepte.de von Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Dort findest Du geprüfte “In-Form-Rezepte” von Frühlings-Lasagne bis Chili con Carne mit Gerste. Die Idee, ungesunde Klassiker wie Lasagne gesund nach zu kochen, finden wir ohnehin super.

 

CBD Öl – Ein natürlicher Helfer zur Unterstützung des Nervensystems

Cannabidiol (CBD) ist eine Substanz der weiblichen Hanfpflanze. Anders als THC ist CBD nicht psychoaktiv. Der Wirkstoff löst weder einen Rausch aus noch macht er abhängig.

Stattdessen dockt CBD an Rezeptoren des sogenannten Endocannabinoid-Systems an, einem wichtigen Teil des körpereigenen Nervensystems. Durch diese Interaktion kann CBD unter anderem Einfluss auf das Immunsystem und das Gehirn nehmen und dem Organismus so bei der Regulierung zentraler Körperfunktionen helfen.

Medizinisch anerkannt, ist eine angstlösende, entzündungshemmende und entkrampfende Wirkung. CBD kann den Körper zum Beispiel bei Stress, Schlafstörungen und allgemeinem Unwohlsein unterstützen.

Da es sich bei CBD-Öl nicht um reines Cannabidiol handelt, sondern um ein Gemisch aus mehreren Substanzen, muss beim Kauf auf die Qualität geachtet werden.

In Deutschland dürfen nur wenige Landwirte den sogenannten Nutzhanf anbauen, der für die Herstellung von CBD-Produkten genutzt wird. Die Züchtung ist meldepflichtig und wird sehr engmaschig kontrolliert“, erklärt die Redaktion unter cbd-oel-test.com, einer informativen Internetpräsenz über CBD Öl, die umfassend über Hersteller, Händler und dessen Angebote berichtet.

Um nicht an unseriöse Anbieter zu gelangen, wird empfohlen die Informationen zur Herkunft kritisch zu prüfen. CBD-Öle aus biologischer Landwirtschaft innerhalb der EU von zertifizierten Unternehmen seien stets zu bevorzugen.

Ratsam sind darüber hinaus VollspektrumProdukte mit Entourage-Effekt. Letzterer sorgt für positive Wechselwirkungen diverser Inhaltsstoffe im Öl zur Optimierung der Bioverfügbarkeit. CBD-Öl kann dauerhaft oral eingenommen werden, um sich die gesundheitsfördernden Eigenschaften zunutze zu machen.

CBD-Öl in kleiner Flasche neben Hanfplanze und Hanfsamen in Tonschale auf Holztisch

CBD-Öl erfährt aktuell einen großen Aufschwung.

 

Lavendelöl – Mehr als aromatisch!

Das ätherische Öl von Lavendelpflanzen wurde von der Wissenschaft intensiv erforscht und kann im Alltag hervorragende Dienste leisten. Ob Bronchitis, Schlafstörungen, chronischer Stress oder Magenbeschwerden – die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und kaum ein Öl ist besser erforscht.

Lavendelöl hat eine schmerzlindernde, durchblutungsfördernde, wundheilende und antiseptische Wirkung. Ein kleiner Einblick in ein großes Anwendungsspektrum des pflanzlichen Öls:

  • Schwangerschaft: Schmerzen im Nabelbereich und Juckreiz lässt sich durch Einreiben des Bauchs mit Lavendelöl vorbeugen.
  • Stiche: Bei Stichen durch Insekten hilft Lavendelöl gegen juckende Haut.
  • Schlaf: Eine Mixtur mit verdünntem Lavendelöl zum Besprühen des Kopfkissens kann Schlafstörungen lindern und fördert gesunden Schlaf.
  • Erkältungen: Bei Husten hilft ein warmes Tuch, das mit Lavendelöl beträufelt und auf der Brust platziert wird. Hierfür wenige Tropfen Lavendelöl mit einem neutralen Basis-Öl wie Leinöl verrühren.

Interessant bei Lavendelöl ist, dass es sowohl beruhigend als auch anregend wirken kann, je nach Bedarf. Wie bei CBD-Öl sind die Qualitätsunterschiede erheblich.

Ein wesentlicher Inhaltsstoff ist der Terpenalkohol Linalool mit antimikrobieller Wirkung. Doch der wichtigste Inhaltsstoff ist wahrscheinlich Linalylazetat. Von dessen Konzentration hängt die Heilkraft des Öls maßgeblich ab.

Reines ätherisches Lavendelöl, das durch Wasserdampfdestillation schonend hergestellt wurde und eine hohe Bioverfügbarkeit mit sich bringt, ist in Apotheken und Bioläden erhältlich.

Seriöse Anbieter von hochwertigen Bio-Lavendelölen sind die Anbieter Do-Terra und Primavera. Die Produkte sind unter anderem im Onlineshop für nachhaltige Alternativen t erhältlich, der alle guten Öko-Labels führt. Die Anwendung von Lavendelöl sollte ausschließlich verdünnt erfolgen, da es sich um ein hoch-konzentriertes Produkt handelt und die Haut sonst reizen kann.

Lavendelfeld mit blühendem Lavendel

Lavendel kann mehr als nur schön aussehen – sein Öl ist ein Geschenk der Natur.

 

Hanföl – Die nussige Seite des Hanfs

Über Hanf haben die meisten Menschen Vorurteile, wird doch das psychoaktive THC (Tetrahydrocannabinol) in den weiblichen Cannabis-Pflanzen gebildet. Doch Hanf kann noch mehr: Wissenschaftler ertüfteln gerade Bio-Plastik auf Hanf-Basis. Seit Jahrtausenden bekannt ist Kleidung und Stoff auf Hanfbasis.

Ein essbarer Teil der Hanfpflanze sind die Hanfsamen. Geröstet oder ungeröstet sind sie eine leckere, nussige und nährstoffreiche Ergänzung des Speiseplans. Gibt man sie in eine Ölmühle, kann man das leckere und gesunde Hanföl gewinnen.

Hanföl weist ein überaus gutes Verhältnis aus Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren auf und enthält reichlich Vitamin E und Terpene. Letztere wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd und machen Hanföl nicht nur in der kalten Küche, sondern besonders in der Naturkosmetik interessant.

Auf juckende und reizende Haut aufgetragen (auch bei entzündlichen Hauterkrankungen), lindert es Symptome und gibt der Haut neuen Glanz.

Wichtig dabei: Das Öl gut einziehen lassen und nicht abwischen oder abrubbeln, sonst wird die Haut nur weiter gereizt.

Hanföl in Karaffe neben Hanfpulver in Holzschale und verstreuten Hanfsamen

Hanföl ist kein Wundermittel, aber ein leckeres und gesundes Öl für Küche und Naturkosmetik.

 

Fazit – Pflanzliche Öle sind vielseitig und gesund!

Klar, nicht jedes pflanzliche Öl ist gesund. Von Sojaöl und Sonnenblumenöl halten wir zum Beispiel nicht viel. Dafür umso mehr von den heute genannten Ölen. Je nach Pflanze und Wirkstoffen, gibt es viele verschiedene Anwendungs-Möglichkeiten pflanzlicher Öle. Es beginnt in der Küche und endet auf dem Kopfkissen.

Dieser Beitrag sollte aus den vier Sparten Ernährung, Aroma-Therapie, Nahrungsergänzung und Naturkosmetik vier Öle vorstellen und wie man sie einsetzen kann.

Doch jetzt bist Du gefragt: Was ist Dein Lieblings-Öl und wie setzt Du es ein? Welche Alternativen für die Naturkosmetik (z. B. Schwarzkümmelöl) kennst Du noch und was kann man damit machen?

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