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Beilagen – Gesunde und leckere Ergänzungen
Beilagen sind mehr als nur eine Ergänzung – sie können den Nährwert Deiner Mahlzeit deutlich erhöhen. Wusstest Du, dass Gemüsebeilagen nicht nur Vitamine liefern, sondern auch dabei helfen, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten?
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Tomatensugo – Tomatensoße wie bei Nonna und alles über den Liebesapfel
- 3 h 5 min
- mittel
Heute schauen wir zusammen an, wie Du schnell, einfach und gesund frische Tomaten zu Soße verarbeitest und das auch gerne auf Vorrat. Tomatensoße klingt auf den ersten Blick nicht wirklich spektakulär aber hast Du dabei schon mal auf Dosentomaten verzichtet? Und weißt Du, dass die Tomate ursprünglich gar nicht aus Italien kommt?
Die Tomate – altvertraut und dennoch jünger als Du vielleicht denkst
Tomaten, Italien, la dolce far niente und Tradition… Die Tomate kam eigentlich erst im 16. Jahrhundert aus der Neuen Welt nach Italien. Dort wurde sie von den Azteken «tomatl» genannt. Die frühesten Erwähnungen eines italienischen Botanikers lassen auf eine gelbfruchtige Sorte schließen und so wurde sie «pomo d`oro» -also Goldapfel- genannt.
Anfangs war ihr Ruf in Europa, genauso wie derjenige der Kartoffel, schlecht. Das liegt am in unreifen Früchten enthaltenen giftigen Alkaloid Solanin. Trotzdem wurde sie ab dem 16. Jahrhundert vor allem in den Mittelmeerländern angebaut. Förderlich dafür war sicherlich auch, dass man die Frucht für ein Aphrodisiakum hielt, was ihr die Beinamen «Pomme d`amour», «Love apple» oder in Österreich bis heute gängig «Paradeiser» einbrachte.
Reife Tomaten – ein echter Genuss!
Heute unterscheidet man bei den Tomatenpflanzen zwischen solchen, die gestützt werden müssen und bis zu zwei Meter hoch werden, und den Buschtomaten, die durch einen natürlichen Gendefekt im Wachstum begrenzt sind. Tomaten werden mittlerweile weltweit unter Folie angebaut, aber es gibt auch neuere Züchtungen, die auch in weniger günstigem Klima gedeihen.
Bei den unüberschaubar vielen Sorten wird in drei Gruppen eingeteilt: Die «normalen» runden Tomaten mit meist vergleichsweise hohem Fruchtsäureanteil und relativ vielen Samen in zwei bis drei Fruchtkammern, dann die länglichen Pflaumen-, Eier- und Flaschentomaten, die im Direktvergleich einen höheren Zucker- und Fleischanteil besitzen und sich leichter schälen lassen, und den Fleischtomaten. Sie haben eine dickere Fruchtfleischschicht und mehr als vier Fruchtkammern.
Immer beliebter werden auch die kleinen Kirschtomaten, die jedoch eine eigene Varietät bilden (Lycopersicon esculentum var. cerasiforme). Sie zeichnen sich durch eine dickere Haut und damit besserer Haltbarkeit aus, teils sind sie noch süßer als viele Ihrer Verwandten.
Was kannst Du beim Einkauf und der Lagerung von frischen Tomaten beachten?
Viele unserer Lebensmittel wachsen heute auf Substrat unter Folie und haben gar keinen Kontakt zur Erde. Indizien deuten darauf hin, dass dies auch Auswirkungen auf molekularer Ebene hat, also, dass man anhand der Zellstruktur unter dem Mikroskop Rückschlüsse auf die Anbauform ziehen kann. Hättest Du das gedacht?
Ich empfehle Dir deshalb, frische und vollreife Tomaten am besten zwischen April und Oktober direkt beim Erzeuger einzukaufen, entweder direkt ab Hof oder auf einem Wochenmarkt. Dabei kannst Du ja direkt mal nachfragen, wie der Bauer die Tomaten angebaut hat, so leistest Du einen wertvollen Beitrag, zeigst Interesse und unterstützt wichtige Anbautraditionen. Für unser Sugo kannst Du auch auf nicht ganz so schöne, vollreife Tomaten zurückgreifen.
Da diese schwerer zu verkaufen sind, erhältst Du sie wahrscheinlich zu einem sehr guten Preis. Es ist wichtig, dass auch solche Ware zukünftig noch häufiger in unseren Mägen landet und nicht ungenutzt entsorgt wird. Nach dem Einkaufen lagerst Du die Tomaten am besten draußen: Tomaten sollten nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden, da sie sonst Aroma verlieren.
Tomaten auf dem Marktstand
Gebratenes Weißkraut – Kohldampf?
- 25 min
- einfach
Eine Krautbeilage erinnert viele gleich an Essen bei Oma. Trotzdem landet Weißkraut häufig nicht in unserem Einkaufswagen – schade, denn dieses Gemüse ist günstig, lecker und lässt sich einfach verarbeiten. Dabei muss es nicht immer ein Salat sein, in diesem Rezept wird es gebraten.
Das Weißkraut – liefert viel
Weißkraut liefert pro 100 g essbarem Anteil nur 24 kcal. Davon 1,2 g Eiweiß, 0,2 g Fett und 4,2 g Kohlenhydrate. Außerdem enthält es 47 mg Vitamin C, Zink und Radikalfänger wie Bioflavonoide, Chlorophyll, Indole und Phenole. Abgesehen davon ist es günstig, hält sich gut und lässt sich einfach verarbeiten.
Spargel nach polnischer Art – es muss nicht immer Hollandaise sein
- 45 min
- einfach
Spargelsaison! Ich mag vor allem weißen Spargel und bereite ihn im Frühling gerne zu. Heute gibt es eine leckere Variante der Spargelzubereitung, die auch vegetarisch sehr gut schmeckt und mit deutlich weniger Fett auskommt als eine Spargelspeise mit Hollandaise. Mit diesem Rezept entsteht gleichzeitig ein Spargelsud, denn Du einfach in eine leckere Suppe verwandeln kannst.
Kleine Warenkunde Spargel
Spargel (Aparagus officinalis) zählt zu den beliebtesten Frühlingsgemüsen und das schon seit über 3000 Jahren v. Chr. Bereits die alten Ägypten schätzten ihn und er soll im alten Rom das Lieblingsgericht von Kaiser Augustus gewesen sein. Spargel gehört zu den Liliengewächsen (Liliaceae) und wird schon seit dem Altertum als Aphrodisiakum benutzt.
Der Spargel ist eine mehrjährige Pflanze, die sich über Rhizome vermehrt und sowohl wild als auch in Kulturform vorkommt. Er gedeiht am besten auf leichten, lockeren und sandigen Böden. Generell teilt man den Spargel in drei Gruppen ein, und zwar der Farbe nach: Es gibt weißen Spargel, grünen Spargel und violetten Spargel.
Die verschiedenen Spargelfarben
Was kannst Du beim Einkauf von Spargel beachten?
Spargel kaufst Du am besten frisch vom Feld bei den «Spargelbuden». Am besten ist die Qualität, wenn die Schnittstellen noch nicht vollständig abgetrocknet sind und die Stangen beim aneinander reiben quietschen. Sie sollten makellos und gleichmäßig groß sein. Spargel wird der Größe nach sortiert verkauft und die dicksten und geraden Stangen sind die mit dem höchsten Preis.
Ich persönlich mag am liebsten die Qualität A2, die sind dann nur ca. fingerdick und mit leicht violett verfärbten Spitzen. Für den Handel in Deutschland ist das zur Hochsaison oft ein «Makel», für die Franzosen und mich eine leicht herbere Delikatesse, die etwas günstiger als die makellosen weißen Stangen angeboten werden.
Pro Person rechnest Du mit mindestens 500 g ungeschälten Spargel.
Wie bereitest Du den weißen Spargel vor?
Der weiße Spargel muss perfekt geschält werden, da er sonst schnell ungenießbar wird. Am besten die Stangen in stehendem kalten Wasser waschen und 1,5 Mal schälen, also mit jedem Zug vom Schäler auch noch etwas von dem bereits geschälten Spargel mitentfernen.
Am einfachsten geht das, indem Du z. B. einen sauberen Topf verkehrt herum auf den Tisch stellst, eine Spargelstange darauflegst, die Du am Kopf mit den Fingerspitzen hältst, und nun Zug um Zug mit einem Sparschäler die Schale entfernst. Nachdem Schälen schneidest Du noch ca. 1,5 cm der Enden der Spargelstangen ab. Die Schalen und Abschnitte hebst Du getrennt voneinander auf, denn die brauchen wir noch.
Falls es noch etwas bis zur Zubereitung dauert: Wickle den Spargel in ein feuchtes Tuch und lagere ihn bis dahin im Kühlschrank.
Im Ofen gebackene Auberginen – einfach und dennoch raffiniert
- 40 min
- einfach
Heute gibt es ein Rezept für alle, die den Aufwand gering halten wollen und trotzdem selber frisch kochen möchten. Eben schnell, einfach und gesund. Gleichzeitig gibt es diesmal für alle, die es interessiert, einen “Blick über den Tellerrand”: Denn Du leistest einen wirklich entscheidenden und wichtigen Beitrag für unseren Planeten beim Einkauf und dabei geht es, wie Du sehen wirst, nicht nur um die Frage ob Bio oder nicht.
Kleine Warenkunde Aubergine
Die Aubergine, auch Eierfrucht genannt (Bot. Solanum melongena), ist ein Nachtschattengewächs. Diese wärmeliebende Pflanze stammt vermutlich ursprünglich aus Indien und gelangte zu Beginn des 13. Jahrhunderts mit den Arabern nach Europa. Anfangs war sie hier wenig geschätzt und als krankmachender Apfel, «mela insana», verrufen. Erst nachdem man erkannt hatte, dass die Auberginen nur gegart genießbar sind, änderte sich das. Dass sie roh ungenießbar sind liegt daran, dass die unreifen Früchte giftiges Solanin enthalten und an den enthaltenen Bitterstoffen im Fruchtfleisch.
Es gibt, oder mittlerweile muss man bald schon wieder sagen es gab, sehr viele verschiedene Varianten, aber das war nicht immer so. Ursprünglich brachten die ca. 1 m hohen Sträucher vor allem weiße und gelbe eiförmige Früchte hervor, was ihr auch den Namen Eierfrucht einbrachte. In Europa werden vor alle die größeren, länglichen, violett bis schwarze Sorten geschätzt, in Asien sind die kleinen Sorten bis heute beliebt. Du kennst sie wahrscheinlich vom Thairestaurant.
In Asien sind sie weit verbreitet, bei uns eher weniger bekannt.
Auberginen werden weltweit von den Tropen, Subtropen bis in die gemäßigten Klimazonen angebaut. Sie kann aber auch erfolgreich in einem Mikroklima angebaut werden, z. B. mit einer südlich gelegenen Felswand im Rücken, die tagsüber von der Sonne aufheizt wird und nachts die Kälte etwas puffert oder im Gewächshaus.
Durch Züchtung wurden nach und nach die Bitterstoffe und die Kerne reduziert. Früher mussten sie durch salzen, ausdrücken und abtupfen entfernt werden. Neuere Züchtungen verzeihen es, wenn hier weniger sorgfältig gearbeitet wird.
Auberginen sind mit 17 kcal pro 100 g essbarem Anteil sehr kalorienarm. Sie enthalten auf die genannte Menge 1,2 g Protein, 2,5 g Kohlenhydrate und 0,2 g Fett. Außerdem enthält die Mineralstoffe Kalium und Eisen sowie Vitamine der B-Gruppe (vor allem in der Schale), Vitamine C (5 mg/100 g) und E.
Polenta oder Bramata – Geheimtipps für diese leckere Beilage
- 15 min
- einfach
Heute gibt es eine schnelle, einfache und glutenfreie Beilage, die durchaus noch variabel ist. Polenta oder Bramata klingt doch viel besser als Maisbrei, oder? Ich persönlich mag Polenta sehr gerne und koche sie häufig, wenn es nicht Nudeln oder Kartoffeln als Beilage geben soll.
Heute schauen wir zusammen an, worauf es dabei ankommt und so duftet es auch in Deiner Küche bald nach leckerem Mais!
Ein paar Worte zu den Zutaten
Wie bei allen simplen Rezepten sind die Zutaten umso wichtiger. Gerade bei Polenta gibt es viele verschiedene Wege, ein schmackhaftes Resultat zu erhalten. Anhand dieser kleinen Übersicht kannst Du Deine persönliche Vorliebe zusammenstellen.
Der Mais
Für die Polenta oder Bramata wird getrockneter Mais zu Grieß vermahlen, dieser wird je nach Körnung unterschieden. Grober Maisgrieß steht für Bramata und feiner Maisgrieß für Polenta. Mais zählt nicht wie z. B. Weizen zu den Gräsern (Gramineae), sondern zu den «Pseudo-Cerealien» und enthält kein Gluten. Er eignet sich daher auch gut für Allergiker. Die Maiskörner werden meistens als ganz verarbeitet, so bleiben die wichtigen Nährstoffe aus den Randschichten erhalten.
Tipps für den Einkauf von Mais
Genauso wie Hartweizengrieß nimmt auch Maisgrieß besonders viel Mineralölrückstände von Verpackungen aus recycelten Kartons auf. Dies passiert deshalb, weil die Druckerschwärze von Zeitungen auf Mineralölbasis hergestellt wird und so in den Kreislauf gelangt. Kaufe den Maisgrieß deshalb besser in Verpackungen, in welchen mindestens eine dünne Folie den Mais von der Kartonverpackung trennt.
Mittlerweile bekommt man Maisgrieß auch schon in vielen Hofläden und regionalen Mühlen in Bio- oder Demeter-Qualität. Schau doch einfach mal dort vorbei und mach Dir selbst ein Bild, so isst Du garantiert weniger Pflanzenschutzmittel und Fungizide. Eine Alternative wären verpackungsfreie Läden, in welchen man mit den eigenen Behältern einkaufen kann.
Es gibt auch Projekte, wie z. B. «Pro Spezie Rara», welche älteren Maissorten oder allgemein älteren Pflanzensorten wiederbeleben und vor dem Vergessen bewahren. Diese Varietäten können geschmacklich ebenfalls sehr reizvoll sein und sie liefern Dir und Deinen Gästen eine Geschichte für den Small Talk, ein gutes Gewissen und ein neues Geschmackserlebnis.
Die Flüssigkeit
Hier scheiden sich die Geister und die Ländersitten. An manchen Orten kommen nur Wasser, Salz, Mais und etwas Käse in die Polenta, an anderen Orten auch noch Milch oder Brühe und ein paar Gewürze. Ursprünglich ist diese Speise ein Arme-Leute-Essen, bei welchem die Zutaten vorhanden oder eben nicht vorhanden waren. Meiner Meinung nach ist erlaubt, was gefällt, schmeckt und Dich Deinen Zielen näherbringt.
Du willst weniger Fett und mehr Eiweiß? Dann nimm anstelle von Wasser fettarme Milch in Kombination mit Brühwürfeln oder Knochenbrühe oder fettarme Mager-Kondens-Milch mit Brühe. So kannst Du Deine Nährstoffaufnahme einfach auf Deine Ziele abstimmen. Im Bedarfsfall kannst Du die Maße noch mit Nahrungsergänzungsmitteln anreichern. Dann muss einfach beachtet werden, dass sich nicht jedes Eiweißpulver zum warm Anreichern oder Aufkochen geeignet ist.
Der Käse
Hier brauchst Du einen guten Extra-Hartkäse oder Hartkäse. Parmesan, Padano, Sbrinz, sehr reifer Pecorino, Manchego, Gruyère, Oude Rotterdamer oder Comte wären sicher eine gute Wahl. Der Käse liefert diesem Gericht zusätzlich zu der Brühe oder dem Brühwürfel «Umami» – also Fleischigkeit. Extra Hartkäse ist eines der glutamatreichsten «natürlichen» Lebensmittel und liefert zusätzlich Kalzium, Proteine und Fett.
Wie kannst Du das Grundrezept variieren?
Du kannst die Polenta am Schluss noch mit Pestos, Kräuterölen und anderen Sachen verfeinern oder die Masse nach dem Kochen noch anreichern. Du kannst den Maisbrei auch ca. fingerdick auf ein geöltes Blech ausstreichen und ohne Folie im Kühlschrankabkühlen lassen. Kalt kannst Du es dann ausstechen und im Ofen mit Käse überbacken, aber dazu vielleicht bald an anderer Stelle mehr. Die Polenta eignet sich als Beilage für Fisch, Fleisch oder Gemüse und ist eine willkommene Abwechslung zu Pasta oder Kartoffeln.
Viel Spaß beim Nachkochen und vielen Dank für Dein Interesse. Schreib mir, doch wie es Dir gelungen ist.
Liebe Grüße
Dein Felix
Rührei – Das kann jeder – oder doch nicht?
- 5 min
- einfach
Die Wichtigkeit von Protein wird auf SchnellEinfachGesund immer wieder hervorgehoben. Doch wie kommst Du an genügend Eiweiß? Eine gute Proteinquelle stellt das Ei an für sich dar, deshalb schauen wir uns heute einmal eine Zubereitungsart von Eiern an: Das klassische Rührei.
Das kann natürlich jeder irgendwie, aber trotzdem unterscheiden sich die dabei entstehenden Produkte maßgeblich. Mit diesen Tipps wird es cremig und richtig saftig, so wie im 5-Sterne-Hotel auch. ????
Kleine Warenkunde Ei
Als «Ei» werden umgangssprachlich und auch rechtlich nur Eier vom Haushuhn bezeichnet. Bei allen Eiern von anderen Tieren muss zusätzlich die Gattung angeführt werden, also z. B. Wachtelei. Am besten sind richtig frische Eier, die Du nicht länger als ca. eine Woche nach dem Legedatum gekauft hast und verarbeiten wirst.
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Das Ei besteht aus der Eischale Kalkschale (10 %), der Luftkammer, die Eimembran, dem Eiweiß (ca. 57 %), der Hagelschnur, der Dottermembran, dem Dotter (Eigelb ca. 33 %) und der Keimscheibe.
Wie kannst Du ein frisches Ei erkennen?
Wie frisch ein Ei ist, erkennst Du entweder am Stempel ????, am Aufschlagtest, der Stufenbildung des Eiweißes beim Zubereiten eines Spiegeleis oder einfach beim Aufschlagen auf einen flachen Teller oder am Schwimmtest. Bei diesem Test legt man das Ei mit Schale in eine 10 % Kochsalzlösung (10 g Salz auf 100 ml Wasser). Sinkt es zu Boden – ist es frisch; bleibt es in der Mitte und richtet sich mit der stumpfen Seite nach oben auf – ist es etwa 7 Tage alt, schwimmt das Ei vollständig auf – ist die Luftkammer noch größer und es kann schon mehrere Monate alt sein.
Was bedeutet die Haltungsform?
Eier werden nach Haltungsform, also z. B. Bodenhaltung, Bio, Demeter, und nach Größe, also S – XL, sortiert angeboten. Lass Dich nicht von dem Begriff «Bodenhaltung» täuschen und schau doch mal nach, was das für die Tiere bedeutet. Schlechter geht es nur noch bei «Käfighaltung» oder sogenannten «Industrie-Eiern», die so gar nicht mehr im Supermarkt erhältlich sind, weil sie die Standardnormen nicht erfüllen können. Dies kaufst Du dann in verarbeiteten Produkten oder im Tetrapack für die Gastronomie.
Wie lange lassen sich Eier halten?
Eier halten sich bei konstanter Raumtemperatur zwischen 16 – 20 °C bis zu 21 Tage. Im Kühlschrank verlängert sich die Haltbarkeit auf bis zu 6 – 8 Wochen, wobei auch hier die Qualität abnimmt, aber langsamer. Dass sich Eier auch ungekühlt aufbewahren lassen, liegt zum einen an der Schale und dem Eimembran, zum andern an Immunglobulinen im Ei.
Tipps zum Einkauf
Wie schon oft erwähnt auch hier der Tipp, geh zum Bauern Deines Vertrauens in Deiner Umgebung und kauf die Eier möglichst frisch direkt ab Hof. Mach Dir dabei doch auch gleich noch selbst mal ein Bild, wie es den Tieren dort geht und wie sie gehalten werden. Alle, die diese Möglichkeit nicht haben sollten mindestens Bio-Qualität kaufen oder Eier von Lable-Rouge, einem Verband französischer Bauern, die Ihre Tiere nach unterstützenswerten Kriterien aufziehen und halten. Dort wird unter anderem vorgeschrieben, dass die Futtermittel nur vom eigenen Hof kommen dürfen und die Tiere Platz und Auslauf haben müssen.
Dass es den Tieren gut geht, kommt schlussendlich auch Dir zugute, da das Eigelb mehr Omega-3-Fettsäuren enthält. Auch das Futter ist für die Qualität der Eier dabei entscheidend. Wonach sollen Eier schmecken, die von Hühnern stammen, die mit Tier- oder Fischmehl gefüttert wurden? Hühner fressen halt keine Fische, Schweine oder Rinder, sondern Würmer, Körner und Käfer.
Wusstest Du, dass der Bauer über das Futter die Farbe des Eigelbs steuern kann? Dazu bekommt er vom Futtermittelhersteller eine Farbpalette wie im Baumarkt und muss dann nur noch darauf zeigen, wie er es haben will. Das Eidotter kann also nach den Vorlieben der Käufer gestaltet werden und sagt wenig über die Qualität aus.
Kleine Ernährungslehre
100 g essbarer Anteil vom Ei enthalten 154 kcal, 12,9 g Protein und 0,5 g Kohlenhydrate.
Das Ei hat die höchste biologische Wertigkeit mit einem Wert von ca. 98 %. Es enthält alle fettlöslichen Vitamine, also A, D, E und K (die kann man sich besonders leicht merken als E, D, K, A) und außerdem noch Folsäure und Eisen.
Der häufigste Fehler bei der Zubereitung
Der häufigste Fehler ist, dass die falsche Garmethode angewendet wird – nämlich Braten anstatt Pochieren.
Pochieren ist ein Garverfahren unter 100° C, das auf verschiedene Weisen durchgeführt werden kann. Klassisch oder wie in älteren Kochbüchern noch beschrieben wurde Rührei über einem Wasserbad in einer Schüssel zubereitet. Bei kleinen Mengen geht das gut und schnell. Mit etwas Gefühl funktioniert es aber auch direkt auf der Herdplatte.
Achtung, bei Induktionsherden solltest Du es lieber auf dem Wasserbad zubereiten, da es sonst oft unnötig länger dauert, gerne anbrennt oder anlegt, wenn man dann zu ungeduldig wird.
Pilzragout – der Klassiker aus Wald und Wiesen oder aus der Pilzzucht
- 40 min
- einfach
Hast Du schon mal Geld für frische Pilze ausgegeben und konntest Dich nachher nicht wirklich über das Ergebnis freuen? Das muss nicht sein. Heute stelle ich Dir ein paar einfache Tipps zum Einkauf und ein Rezept vor, mit dem es sicher klappt. Zum Abschluss erhältst Du noch einen kleinen Einblick zur Warenkunde über Pilze und Kombinationsmöglichkeiten für Dein Pilzragout.
Was solltest Du beim Einkauf beachten?
Damit auch Du zum echten Glückspilz wirst, lass uns mit Deinem Fundament, dem Einkauf starten. Ich würde immer frische Pilze bevorzugen und wenn es das nicht gibt, auf getrocknete ausweichen:
Achte beim Einkaufen von frischen Zuchtpilzen darauf, dass sie fast makellos sind, auf keinen Fall matschig. Sie sollten sich richtig prall aber trocken anfühlen. Oft gibt es auf dem Wochenmarkt gute Qualitäten. Kaufe nur so viele, wie Du in maximal zwei bis drei Tagen essen möchtest, da geerntete frische Pilze schnell verderben können.
Achte bei Wildpilzen darauf, dass sich der Pilz trocken anfühlt und dass größere Exemplare immer vor dem Kauf halbiert werden, um sicher zu sein, dass der Pilz keine Würmer hat. Er sollte auf keinen Fall matschig oder von Schimmel befallen sein. Das gilt auch für Trüffel, da sollte sich auch unter der Lupe nichts bewegen, sonst ist es nicht der Pilz.
Tiefkühlware würde ich Dir nicht empfehlen. Das kannst Du Dir ähnlich vorstellen, wie bei gefrorenen Beeren: Es schmeckt schon irgendwie ähnlich, ist aber halt nicht dasselbe. Du kannst die Pilze weder auftauen lassen noch einfach direkt gefroren in die Pfanne schmeißen, ohne dass die Qualität stark leidet. Der Pilz verliert auf diese Weise extrem viel Wasser und die Zellstruktur ist durch das Gefrieren zerstört, was ein völlig anderes Mundgefühl zur Folge hat. Wenn Du keine Pilze magst, hat das vielleicht auch damit zu tun, das Du noch nie gute Pilze serviert bekommen hast. Manche Pilze werden durch die falsche Zubereitung auch bitter, zum Beispiel Pfifferlinge. Je nach Qualität werden die Pilze zum Teil inklusive mit Dreck und Würmer eingefroren oder vorher noch geschnitten und dann eingefroren.
Achte auch auf die Herkunft der Pilze. Oft kommen diese aus Osteuropa, weil die dort wild wachsen und die Arbeitszeit bedeutend günstiger ist. Viele Gebiete in Osteuropa leiden aber bis heute noch unter den Spätfolgen von Tschernobyl oder sonstigen Belastungen der Böden, auch wenn das gerne bagatellisiert und verschwiegen wird.
Auch getrocknete Pilze z. B. Steinpilze oder Morcheln sind oft mit Pestiziden, Schwermetallen und Giftstoffen belastet, oft weit über dem Grenzwert. Wirf dazu einfach mal einen Blick in Testberichte von Kundenschutzorganisationen. Oft schneiden Hausmarken hier sogar besser ab und sind günstiger, weil der Händler die Ware selbst in seinen Labors testet und nicht einfach blind vertraut. (https://www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/getrocknete-morcheln-im-test-manche-pilze-machen-bauchweh)
Pilze selbst einkochen oder haltbar machen: Pilze selbst einkochen kann schnell gefährlich werden aufgrund eines speziellen Keims in der Erde, der hoch hitzeresistent ist und ohne Sauerstoff arbeiten kann – dem sogenannten Botulinum. Er bildet eines der stärksten in der Natur vorkommenden Gifte, wovon weniger als ein Zehnmillionstel Gramm genügt, um beim Menschen eine tödliche Lähmung herbeizuführen. Eingemachte Pilze können aber sehr lecker sein, wenn sie von einem Sachkundigen zubereitet werden.
Wie reinigst Du Pilze am besten? - Die richtige Vorbereitung
Oft wird gesagt, dass man frische Pilze nicht zu waschen braucht oder sie nur kurz anpinseln soll. Ich empfehle Dir aber, Deine frischen Pilze kurz in stehendem kaltem Wasser zu waschen, bis sie sauber und frei von Erde oder Sand sind. Reinige dazu zuerst Dein Waschbecken (Fun Fact: Die meisten Waschbecken in Haushalten sind höher mit Keimen belastet als die Toiletten im gleichen Haus, das haben Studien gezeigt. Wann hast Du zum letzten Mal Dein Waschbecken gereinigt?) oder nimm eine saubere Schüssel und lasse so viel Wasser ein, dass die Pilze in einer Lage im Becken schwimmen können. Hast Du mehr Pilz, dann verteile es auf mehrere kleinere Chargen und wasche sie nacheinander. Gib die Pilze ins Wasser, wasche sie kurz und nimm Sie sofort wieder auf ein Sieb heraus. Wechsle das Wasser und wiederhole diesen Vorgang bis die Pilze und das Wasser nach dem Herausnehmen der Pilze sauber ist.
Breite die Pilze nun flach auf einen Teller mit einem sauberen Tuch oder Küchenpapier aus und lagere sie ohne Abdeckung oder nur mit einem trockenem Tuch im Kühlschrank. Pilze dürfen auf keinen Fall in Wasser liegen z. B. am Tellerboden, dadurch gehen sie in kürzester Zeit kaputt. Du kannst die Pilze nach dem Waschen auch direkt in die gewünschte Form zuschneiden und ebenfalls wieder auf ein trockenes Tuch flach ausbreiten und im Kühlschrank lagern, wenn Du sie nicht sofort verwendest.
Kleine Warenkunde Pilze
Wusstest Du, dass das größte Lebewesen auf der Welt ein Pilz ist? Das Myzel, die «Pilz-Wurzeln» liegt unter den Wäldern des Amazonas versteckt. Pilze sind eine eigene Form des Lebens und weder Pflanze noch Tier. Sie leben symbiotisch mit Bäumen und tauschen mit ihnen Zucker gegen Stickstoff und Phosphor. Das, was wir als Pilz kennen, ist nur die sogenannte «Spitze des Eisbergs». Der Fruchtkörper, der sich an der Oberfläche bildet, ist vor allem für die Ausbreitung des Pilzes durch das Verteilen von Sporen zuständig. Ganz nebenbei schmecken einige sehr gut und andere sind hochgiftig.
Bitte geh nicht einfach ohne sachkundige Anleitung «in die Pilze» (so sagen die Pilzsammler zum Pilze sammeln) und zeig Deinen Fund wirklich immer bei der Pilzkontrollstelle Deines Ortes. In wenigen Fällen kann ein kleiner Irrtum weitreichende Folgen für Dich und Deine Mitesser haben. Es gibt einige Pilze, die sich ähnlich sind, deshalb ist es immer wichtig, die Varietät exakt bestimmen zu können, um sich nicht in Gefahr zu bringen. Dazu müssen immer mehrere Merkmale bestimmt werden. Nur weil der Schirm fast gleich anmutet, muss es deswegen noch kein Pfifferling sein.
Bisher lassen sich nur eine begrenzte Anzahl Speisepilze züchten. Der wahre Champion der Speisepilze ist der Zuchtchampignon in weiß und braun, gefolgt vom Shiitake, dem Pleos (Schirmpilz) und dem Kräuterseitling, der in seiner Form dem Steinpilz ähnlich ist. Abgesehen davon gibt es noch einige Sorten aus dem asiatischen Raum, die auch langsam den Weg in europäische Zuchtanlagen und so auf unsere Märkte schaffen. Diese Sorten werden meist auf kleinen Substratballen gezüchtet und kommen mit diesen, meist als Pilzmischung, in den Handel. So erntest Du die Pilze praktisch vor der Zubereitung selbst.
Der teuerste Pilz, der gehandelt wird, ist Trüffel, genauer der weiße Alba-Trüffel aus Italien. Es gibt ca. 50 verschiedene Trüffelsorten, inklusive günstigere Sorten, die teuer an wenige Sachkundige verkauft werden. Das Aroma des weißen Trüffels ist unvergleichlich, intensiv und extrem. Ich durfte während meiner Zeit im einst höchstgelegenem Gourmetrestaurant Europas mithelfen, in 5 – 6 Monaten etwa 110 kg Trüffel zu verkaufen. Dort in St. Moritz hobelte der Küchenchef Reto Mathis direkt am Tisch den Trüffel für die Stars dieser Welt. Dadurch wurde der ganze Raum mit Trüffelduft erfüllt und ich konnte es noch in einiger Entfernung deutlich riechen, wenn wieder gehobelt wurde.
Ich in St. Moritz, dem Trüffelparadies
Trüffel – die edelsten Pilze der Welt
Gefolgt wird der Trüffel preislich absteigend von Morcheln (Saisonzeit April bis Juni), Steinpilzen (Mai bis Juni) und dann Pfifferlingen (Juni bis Oktober). Allesamt top Speisepilze, die Ihren Preis haben und für die Du schon gute Bezugsquellen brauchst, um wertige Ware zum fairen Preis zu bekommen.
Viele Pilze sind theoretisch roh zu genießen, dennoch sollte dabei einiges beachtet werden, da auch Krankheiten und Würmer übertragen werden können. Wenn Du Dich an die Tipps zur Vorbereitung hältst, steht Deinem Pilzgenuss nichts im Weg.
Was kannst Du zu diesem Ragout kombinieren?
Das Pilzragout kann in einem vegetarischen Gericht für sich stehen, es passt aber auch als Soße zu kurz gebratenem Fleisch, Tofu, Pasta, Risotto und anderem.
Pilzragout mit Risotto
Wer es eiweißreicher aber immer noch vegetarisch möchte, kann auch auf Quorn, einen Fleischersatz aus Pilzen, zurückgreifen. Diesen einfach vor den Pilzen anbraten und danach mit den Pilzen wieder beigeben. Das Gleiche geht auch mit geschnetzeltem Kurzbratfleisch vom Schwein, Huhn, Rind, Kalb, Lamm und Kaninchen. Dazu mache ich Dir aber wahrscheinlich auch noch mal ein eigenes Rezept.
Pilzragout hier mit Hühnchen und Gemüsereis
Du kannst anstatt einer Mischung aus verschiedenen Pilzsorten natürlich auch nur eine Sorte Pilz verwenden.
Liebe Leserin, lieber Leser, wieder einmal vielen Dank für Dein Interesse und Deine Aufmerksamkeit. Schreib mir doch, wie es Dir gefallen hat oder was Du Dir einmal als Rezept wünschen würdest, ob direkt unter das Rezept oder über das SEG-Hauptquartier. Ich freue mich auf Dein Feedback.
Liebe Grüße
Felix
Marinierter und gebratener Tofu – Eiweißreich und rein pflanzlich
- 17 min
- einfach
Hast Du heute mal keine Lust auf Fleisch, brauchst aber trotzdem jede Menge Eiweiß? Oder ernährst Du Dich vielleicht vegetarisch oder gar vegan? Hier geht es heute um das Marinieren und Braten von Tofu.
Klingt einfach, oder? Mit den folgenden Tipps und dem Rezept wird es das für Dich auch.
Falls Du direkt zum Rezept springen möchtest, dann klicke einfach auf Punkt 3 im Inhaltsverzeichnis:
Kleine Warenkunde: Was ist Tofu eigentlich?
Tofu wir aus Soja gewonnen. Dazu werden getrocknete Sojabohnen eingeweicht und zusammen mit Wasser zu einem Brei gewalzt oder gemixt. Diese Soja-Wasser-Masse wird dann gekocht, ausgepresst und dabei gefiltert. Von dieser Sojamilch wird dann das Protein «ausgefällt» (geronnen) und gesalzen, ganz ähnlich wie bei Milch von Tieren, nur eben rein pflanzlich. Dazu wird die Maße auf ca. 75° C erwärmt und Nigari (Bittersalz) oder Calciumsulfat (Gips) oder Essig / Zitronensaft beigeben, dadurch gerinnt das Eiweiß und es entsteht in der Folge der sogenannte Bruch. Der Tofu-Bruch wird jetzt in Formen, die mit Tüchern ausgelegt, sind abgeschöpft. So fließt das nicht mehr ans Protein gebundene Wasser ab und zurückbleibt das Sojaprotein – also der Tofu.
In den Ursprungsländern ist Tofu nicht einfach ein Fleisch- oder Fischersatz, er steht für sich und wird dort auch oft problemlos mit Fleisch kombiniert oder mit Gewürzzutaten tierischen Ursprungs mariniert. Eines der wildesten Rezepte, die ich gesehen habe, war eine Zubereitung, bei welcher der Tofu in Mehl gewendet, dann durch gewürztes Schweineblut gezogen und im Fett gebraten wurde. Mit diesem Beispiel möchte ich aufzeigen, dass dieses Produkt nur im Westen als «Öko-Veganer-Futter» verschrien ist. Die Möglichkeiten in der Zubereitung und Kombination sind unendlich.
Es gibt Tofu in unterschiedlichen Varietäten. In den Ursprungsländern am Marktstand gibt es sicher bis zu 50 verschiedene Herstellungs- oder Reifungsarten. Darunter auch solche mit Schimmel und gesäuerte oder geräucherte Varianten.Meine Tipps zum Einkauf
Ich habe mich selbst mal eine Zeit lang vegan ernährt und kann sagen, «den einen Tofu» gibt es nicht. Damit will ich sagen, dass es sehr viele unterschiedliche Qualitäten am Markt gibt, von geschmacklich sehr schlecht bis sehr gut, von weich bis hart, von salzig bis fade. Du solltest einfach mal schauen, was Du für Bezugsquellen in Deiner Nähe hast und was Deinem persönlichen Geschmack entspricht. Gute Anlaufstellen sind oft Asia- oder Thai-Food-Läden, Reformhäuser oder gut sortierte Supermärkte.
Achte beim Lesen des Labels darauf, dass nur wenige Zutaten enthalten sind – also eben Wasser, Salz und eine der genannten Gerinnungshilfen und vielleicht noch ein paar Gewürze. Ich persönlich würze den Tofu lieber selbst und kaufe ihn deswegen immer Natur. So kann der Hersteller nichts kaschieren und das Produkt an für sich sollte Dir bereits gut schmecken.
Wichtig ist mir auch noch das Ursprungsland der Sojabohnen. Ich achte hier auf kurze Lieferwege und habe das Glück, an meinem Wohnort einen preislich erschwinglichen Tofu aus Schweizer Soja und Schweizer Produktion gefunden zu haben. In der Schweiz habe ich zwei Anbieter gefunden, die mich überzeugen. Beide stellen in Bio-Qualität her und haben ein super Preis-Leistungs-Verhältnis von ca. CHF 12 für 1 kg Tofu aus heimischem Anbau.
Etwas vom wichtigsten beim Tofu ist die Textur. Ich mag meinen Tofu am liebsten saftig, mittel fest und mild gesalzen. Wie gesagt gibt es hier große Unterschiede und dieser Faktor ist auch von Deinen persönlichen Vorlieben abhängig. Hier ist etwas Ausprobieren angesagt, bist Du ein Produkt gefunden hast, das Dich überzeugt.
Es gibt Tofu im Kühlregal und als Vollkonserve, die sich ungekühlt hält. Ich empfehle Dir den gekühlten, so müssen weniger Zusätze verwendet werden, und auch dieser hält sich bis zu einem Monat oder etwas länger. Für diese Haltbarkeit wird er einfach pasteurisiert oder durch höhere Hitzeeinwirkung im Vakuumbeutel erhitzt und abgekühlt.
Die Sojasauce meiner Wahl
Ein paar Worte zur Marinade
Wer es vegan möchte, der verwendet Sojasauce, Miso oder andere vegane Würzpasten und Gewürze für die Marinade, aber auch hier gibt es sehr große Unterschiede. Ich verwende z. B. die Sojasauce von Tomasu aus Rotterdam. Tomasu ist die einzige Micro-Soja-Saucen-Brauerei Europas, die ich auf einer Reise durch die Niederlande entdecken durfte. Das ist über 24 Monate gelagerte Medizin, deren Herstellung total bis zu 3 Jahre dauert. Die schmeckt unvergleichlich zu dem, was es im Supermarkt gibt und fließt wie echter Balsamico-Essig. Der Kostenpunkt ist entsprechend auch etwas höher aber durch die bewusste Verwendung ist es auch ein kleiner Luxus, den ich mir im Alltag gönne. Tom Hanks meinte ja mal: «Das Leben ist zu kurz für das zweitbeste Steak!»
Alle anderen können auch noch Fischsauce, Ostersauce oder Thai-Curry-Paste mit Garnelen darin zu der Marinade dazugeben, da sind Deiner Fantasie nur durch Deine Geschmacksknospen und Dein Schärfeempfinden Grenzen gesetzt. Wir halten es heute ganz simpel, den einfach ist meistens komplizierter als schwierig.
Kleine Ernährungslehre Tofu
Tofu enthält auf 100 g ca. 144 kcal, 15,7 g Eiweiß, 8,7 g Fett und 0,6 g Kohlenhydrate. Tofu enthält überwiegend ungesättigte Fettsäuren und ist frei von Cholesterin. Er enthält außerdem Calcium, Phosphor, Folsäure, Magnesium, Eisen (5,4 mg pro 100 g) und außerdem noch Vitamine des B- und E-Komplexes.
Warum Maisstärke?
Stärken verschiedenen Ursprungs haben unterschiedliche küchentechnische Eigenschaften. Bei dieser Zubereitungsarbeit wird Maisstärke am knusprigsten. Reisstärke wird eher mehlig und Kartoffelstärke eher klebrig.
Wie oft kannst Du Tofu essen?
Tofu enthält auch Stoffe, welche die Aufnahme verschiedener Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe hemmen können. Deshalb ist es ein Lebensmittel, das man, wenn möglich nicht jeden Tag essen sollte. Ca. 2 bis 4 Mal pro Monat Tofu ist in Ordnung und natürlich sollte man generell darauf achten, dass man sich gesund und abwechslungsreich ernährt.
Du kannst Tofu auch prima zum Mitnehmen auf Arbeit vorbereiten (s. Meal prep)
Tofu mit Gemüse – ein leckerer Klassiker!
Wie kannst Du dieses Gericht variieren?
Du kannst die Marinade des Tofus verändern; die Nüsse oder Samen, in denen Du ihn wendest oder das Fett, in welchem Du den Tofu ausbrätst. Alles wird das Endprodukt entscheidend verändern. So einfach ist es oder wie der Dängländer sagt: «Simple as that».
Tipp: Besonders wichtig für eine gesunde Ernährung ist auch die Küchenhygiene. In dieser Podcast Episode auf YouTube erfährst Du alles dazu. Abonniere gern direkt unseren Kanal.
Ich wünsche Dir viel Spaß beim Nachkochen. Schreib mir doch, wie es Dir gelungen ist und ob Du Wünsche in der Küche hast, bei denen ich Dir helfen kann.
Liebe Grüße und vielen Dank für Dein Interesse
Felix
Orientalische Reis-Linsen-Gemüse-Pfanne
- 55 min
- einfach
Gab es in Deiner Kindheit öfters Linsen? Und falls ja verbindest Du eher gute oder schlechte “Geschmacks-Erinnerungen” damit? Lass uns heute anschauen, wie Du mit einer köstlichen Reis-Linsen-Gemüse-Pfanne nicht nur orientalischen Flair in Deine Küche bringst, sondern auch Deiner Gesundheit etwas Gutes tust.
Dieses leckere Gericht habe ich als Empfehlung auf der Linsenverpackung einer Schweizer Supermarktkette gefunden. Erst dachte ich mir: «Heute wird Schmalhans Küchenmeister», da ich nicht extra eingekauft hatte. Das Gericht schmeckte mir dann aber so gut, dass ich es seit diesem Tag immer wieder gerne und oft koche.
Gekochter Rote Beete-Salat – klassisch
- 1 h 30 min
- einfach
Rote Beete – hasst oder liebst Du sie? Vor kurzem habe ich Euch einen Rote Beete-Salat mit Apfel vorgestellt. Heute schauen wir uns an, wie man einen ganz klassischen Rote Beete-Salat zubereitet. Auch lecker und dauert nicht lange. Da Rote Beete ein super günstiges und regionales Superfood ist, kann es ja auch nicht genügend Rezepte damit geben, oder?
In den meisten Supermärkten kann man abgepackte und schon gekochte Rote Beete kaufen – ich bevorzuge es aber immer, mein Gemüse roh zu kaufen und selber zu kochen. So habe ich keine künstlichen Konservierungsstoffe und beim Kochen entsteht ein Sud, den ich noch verwenden kann. Während das Gemüse im Topf kocht, kannst Du etwas anderes erledigen. Probiere es aus!
Bratkartoffeln – ein Klassiker wie bei Mama
- 55 min
Bratkartoffeln kennt und mag eigentlich fast jeder. Sie sind eine leckere Beilage zu Fleisch oder mit Eiern und Gemüse ergänzt ein tolles Gericht, das so manches Herz erfreut. Schmecken Deine Bratkartoffeln genauso gut wie bei Mama oder Oma? Mit diesen Tipps klappt es sicher!
Am besten schälst Du die Kartoffeln für dieses Rezept heiß, lässt sie ausdampfen und über Nacht im Kühlschrank komplett abkühlen. Dabei bildet sich resistente Stärke, die sorgt für einen gesunden Darm und hilft mit, die Kartoffeln besonders knusprig hinzukriegen.
Wissenswertes zu Bratbutter:
Bratbutter, auch Butterreinfett, Butterschmalz oder Ghee genannt ist ein reines Fett ohne Molke- oder Flüssigkeitsanteile. Es ist deshalb zum Erhitzen bis 180° C geeignet. Wenn Du hier auf Biostandard oder Produkte aus Weidehaltung zurückgreifst, enthalten diese Fette mehr Omega-3 Fettsäuren und Du leistest außerdem einen Beitrag für mehr Tierwohl.
Ein anderer Tipp für den Einkauf: Klingt es exotisch wie «Ghee», wird es oft sehr viel teurer. ????
Du kannst Butter auch selbst klären. Dazu musst Du sie in einem kalten Topf auf den Herd stellen, die Butter kontrolliert erhitzen, bis der Flüssigkeitsanteil der Butter verdunstet ist, und die Butter dann durch ein Tuch, einen Filter oder ein Sieb mit Küchenpapier filtern. Hierfür sind Kaffeefilter oder recyceltes Haushaltspapier nicht optimal, denn sie werden im Recyclingprozess mit Zeitungspapier vermischt, dessen Druckerfarbe Mineralöl-Rückstände aufweist.
Gnocchi – fast wie bei Nonna
- 50 min
- mittel
Das Beste am Urlaub in Italien? Gelati, starker Espresso und leckeres Essen. Wer möchte da nicht eine kochtalentierte Nonna haben? Pasta ist da natürlich nicht das einzige Gericht, mit welchem ich mich gerne bekochen lassen würde…
Wie einfach Du Gnocchi selber machen kannst, zeige ich Dir mit diesem Rezept.
Dieses Gericht ist einfach herzustellen und dennoch, wie so vieles aus den Küchen unserer Großmütter, sagenumwoben. Natürlich gibt es viele Besserwisser, die auch jede noch so erfahrene italienische Köchin übertrumpfen wollen. Lass Dir davon nicht den Spaß verderben, gemeinsam kriegen wir eine gute Basis hin!
Worauf solltest Du achten?
Achte darauf, dass Du mehligkochende Kartoffeln vom Bauern Deines Vertrauens aus der Region verwendest. Die sind dann vielleicht noch voller Erde und müssen erst noch gründlich gewaschen werden bevor sie in den Topf kommen. Der Dreck schützt die Kartoffeln bei richtiger Lagerung vor dem Austrocknen, so halten sie sich meist besser. Oft sind diese Kartoffeln auch günstiger im Einkauf aber dennoch qualitativ sehr gute Ware zum besten Preis.
Hinweis:
Wichtig bei der Lagerung von Kartoffeln ist, dass die Temperatur höher als +4°C und niedriger als 10°C ist. Der Lagerort muss außerdem lichtgeschützt sein, weil die Kartoffeln sonst das Gift Solanin bilden. Generell solltest Du bei Kartoffeln grüne Stellen großzügig wegschneiden und nicht mitessen, den diese enthalten schwach giftiges Solanin.
Am Einfachsten lässt sich der Teig mit Mehl verarbeiten, einen schönen Biss bringt feiner Hartweizengrieß und glutenfrei geht es auch mit Stärke. Was Du in welchem Verhältnis verwendest, ist Dir überlassen. Mach einfach, bevor Du alle Gnocchi formst, mindestens eine Probe und koche diese im heißen Salzwasser bis sie gar ist und probiere das Ergebnis ????.
Nach dieser Probe kannst Du, falls nötig gut reagieren und nachbessern: Sind sie zu weich – einfach etwas mehr Mehl oder Stärke einarbeiten, sind sie zu fade – einfach noch etwas mehr würzen. Nochmals eine Probe machen und wenn die Konsistenz stimmt, den restlichen Teig verarbeiten.
Glacierte Karotten – einfach und modern
- 25 min
- einfach
Unser Leben ist kunterbunt und so sollte auch unser Essen sein. Nur passiert es trotzdem häufig, dass man immer wieder die gleichen Beilagen zubereitet und sich insgeheim doch etwas mehr Abwechslung wünscht.
Dieses Rezept zeigt Dir, wie Du ein typisches Gemüse wie Karotten glasierst und so eine weitere Zubereitungsart zu Deinen Kochkünsten zählen kannst!
Was versteht man unter “Glacieren”?
Dieses Gericht ist ein Klassiker, den viele angehende Köche für ihren Ausbildungsabschluss im Repertoire haben müssen. Technisch gesehen ist Glacieren eine Ableitung vom Schmoren. Die Kunst ist, dass sich am Ende die restliche Garflüssigkeit und das Fett zu der sogenannten Glacage verbinden und diese an den warmen Karotten anhaftet wie ein Dressing.
Wird das Ganze zu wenig reduziert, sinkt die Glacage wässrig zu Boden ab. Wird das Ganze zu lange erhitzt, bleibt nur noch das Fett übrig, welches sich ebenfalls am Tellerboden absetzt. Aber keine Angst, es klingt komplizierter als es ist! Diese Garmethode ist dank der kurzen Garzeit sehr Nährstoff schonend und leicht umzusetzen. Sie eignet sich auch für viele andere Gemüsesorten, wir gerne einen Blick in mein Rezept für grünen, glacierten Spargel.
Die Schnittart der Karotten hat einen entscheidenden Einfluss auf die Garzeit. Heute werde ich aufgrund meiner wunderschönen Auswahl an verschiedenen Rüben diese einfach nur schälen und längs halbieren. Das wirkt schön natürlich und lässt das Produkt weiterhin im Mittelpunkt stehen.
Meine bunte Karottenmischung längs halbiert.
Gegrillte Auberginen – Die Eierpflanze als Bereicherung für Deine Mahlzeit
- einfach
Die Aubergine – auch Eierpflanze genannt- ist bei uns ein Klassiker im Gemüseregal. Wir kennen vor allem die keulenförmige dicke Variante des Gemüse. Und seien wir ehrlich, gut zubereitete Aubergine schmeckt auch echt lecker, oder? Heute präsentiere ich Dir mal ein sehr einfaches Rezept, für das Du nur 3 – 4 Zutaten brauchst. Alles was Du sonst noch ergänzt, kann eine Bereicherung werden, muss aber nicht unbedingt sein.
Auf was solltest Du beim Grillen der Auberginen achten?
Wichtig bei diesem Rezept ist, dass Du das Öl erst nach dem Grillen zum Aromatisieren nimmst, sonst schmeckt es leider nur nach verbranntem Fett. Außerdem bleiben auf diese Weise alle Inhaltsstoffe im Öl erhalten und zersetzen sich nicht durch die Hitzeeinwirkung.
Rote Beete-Apfel-Salat
- 25 min
- einfach
Hier bei schnelleinfachgesund wird die Rote Beete immer wieder als das Superfood schlechthin angepriesen. Gesund ist sie, preisgünstig im Einkauf, wird meist lokal angebaut und hält sich super lange, wenn sie im Kühlschrank gelagert wird. Heute zeige ich Dir ein einfaches und gesundes Rezept mit Roter Beete – als Rote-Beete-Apfel-Salat!
Rote-Beete-Apfel-Salat – schnell, einfach, lecker, gesund!
Nur was stellt man eigentlich mit diesem Gemüse an? Man kann sie gut im Ofen zubereiten, entsaften oder als Salat mitnehmen. Für den Salat kombiniere ich sie gerne mit einem frischen Apfel. Super einfach und schnell vorbereitet, habe ich mit diesem Rezept immer eine Rote Beete-Beilage im Kühlschrank!
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Diesen Salat gab es heute bei mir mit einer gebratenen Hähnchenbrust. Das Rezept funktioniert aber auch sehr gut mit gebratenem Lachs-, Forellen- oder Saiblingsfilets oder als Salat zum Mitnehmen für den nächsten Tag.
Bärlauchknospen – Der Kapernersatz vor Deiner Haustür
- 40 min
Nach unserem Bärlauch-Pesto beschäftigen wir uns heute mit den etwas weniger bekannten Bärlauchknospen. Alle relevanten Hinweise zum Sammeln und Verarbeiten von Bärlauch findest Du in meinem Rezept zum Pesto, welches ich Dir hier verlinkt habe. Deshalb lass uns nun direkt weitergehen zum Rezept für die Knospen. Auf geht’s.
Bärlauchknospen – Der gesunde Kapernersatz
Wichtig ist zu sagen, dass nur frische Bärlauchknospen gesammelt werden sollten. Wenn Du Dir nicht ganz sicher bist, ob sie frisch sind und ob es sich um Bärlauch handelt – lieber sein lassen. Das erfährst Du ausführlich im Beitrag über Bärlauch-Pesto.
Nicht jeder mag Kapern – aber wenn Du schon einmal am Bärlauch sammeln bist und es sich anbietet, probiere es ruhig mal aus. Die Knospen schmecken nicht ganz so säuerlich und lassen sich noch ein wenig vielseitiger in der Küche verwenden.
Die Zeit zum Sammeln ist genau jetzt – wenn Du eine gute Stelle kennst, in der es feucht genug und der Boden schön kalkhaltig ist, greif zu! 🙂
Ab gehts zum Rezept: