Leben ohne Reue – 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen

von Maxi Auerswald
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Kennst Du sie? Diese Tage, an denen Du am Ende mit einem dumpfen Gefühl ins Bett gehst und Dir denkst: Was habe ich heute eigentlich gemacht? An goldenen Oktobertagen wie heute scheint der graue Herbst weit weg – aber er wird kommen 😉

An diesen Tagen empfindest Du sie ganz deutlich – Reue. Diese Art von Reue wirst Du aber (hoffentlich) schnell wieder vergessen. Anders verhält es sich bei einschneidenden Erlebnissen wie einem schweren Unfall oder einer lebensbedrohlichen Krankheit.

Da kommt das gleiche Gefühl auf, allerdings in einer ganz anderen Dimension: Die Reue vor dem Tod.

 

Was sind die 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen?

Mit genau dieser Art von Reue hat sich die Australierin Bronnie Ware sehr intensiv auseinandergesetzt. In ihrem Bestseller „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ greift sie auf ihre langjährige Erfahrung als Sterbepflegerin zurück. Durch diese(n) Beruf(ung) ist sie alten und auch jungen Menschen kurz vor ihrem Tod begegnet. Die Gespräche mit ihren Schützlingen haben sie selbst sehr inspiriert und ihr in aller Konsequenz deutlich gemacht, worauf es im Leben wirklich ankommt.

Dies sind ihrer Erfahrung nach die 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen:

  1. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mir selbst treu zu bleiben, statt so zu leben, wie andere es von mir erwarten.
  2. Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.
  3. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.
  4. Ich wünschte, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden gehalten.
  5. Ich wünschte, ich hätte mir mehr Freude gegönnt.

 

Wie führst Du ein Leben ohne Reue?

Es gibt Grundsätze, nach denen Du leben und Dir ein glückliches und erfülltes Leben aufbauen kannst. Gleichzeitig wirst Du damit weniger wahrscheinlich in die Situation kommen, wie es die „Sterbenden“ in besagtem Buch tun:

  1. Bleib Dir selbst treu, statt so zu leben, wie andere es von Dir erwarten.
  2. Arbeite nicht so viel.
  3. Sei mutig und verleihe Deinen Gefühlen Ausdruck.
  4. Halte den Kontakt zu Deinen Freunden.
  5. Gönne Dir selbst mehr Freude.

Wenn Du mehr zu den einzelnen Punkten wissen möchtest, lege ich Dir Bronnie Ware‘s Buch „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ an‘s Herz.

An dieser Stelle nur einige wenige Gedanken von meiner Seite:

  • Finde heraus, was und wer Dir wirklich Freude bringt.
  • Was oder wer lässt Dein Herz höherschlagen?

Konzentriere Dich auf genau diese Dinge und Menschen. Schenke ihnen Deine Zeit und Deine Aufmerksamkeit.

Du kannst Dinge oder Menschen, die Du nicht magst, nicht immer ändern. Aber Du kannst jederzeit entscheiden, den negativen Dingen und Menschen weniger Aufmerksamkeit zu schenken. Ich sage bewusst „weniger“ und nicht „keine“ – „keine Aufmerksamkeit“ ist nämlich oft viel zu anstrengend.

 

Wie macht Dich ein Leben ohne Reue gesund?

Du, der Glanz Deiner Augen und offenkundig auch Deine Haut strahlen aus, wie Du Dich fühlst.

Wenn Du mit Dir im Reinen bist und einen Lebensentwurf lebst, der Dir und Deinem Wesen entsprichst, lockst Du das Glück an wie der Honig die Bienen.

Verlass Dich drauf: Dein Körper ist das Zuhause Deiner Seele und genau deshalb spiegelt er auch Deinen Gemütszustand wider.

Zahlreiche Studien belegen genau das, auch wenn es zu Recht heißt: Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts (von Arthur Schopenhauer).

Soll heißen, wenn Du einen tollen Freundeskreis und ein spannendes Berufsleben hast, Deine Ernährung und Dein Lebenswandel aber eine Überforderung für Dich darstellen, macht Dich auch ein Leben ohne Reue nicht glücklich und gesund.

Im Umkehrschluss gilt auch: Der extrem disziplinierte Sportler mit ehrgeizigem Trainingsplan und perfekt abgestimmtem Ernährungsplan, der vor lauter Optimierung kein Sozialleben mehr hat, ist genauso auf dem Holzweg.

Es gilt mal wieder: Die eigene Balance zu finden.

Grüne Wiese mit Bäumen und Sonnenstrahlen im Hintergrund

 

Alltägliche Tipps für ein Leben ohne Reue

Hier ein paar Ideen von uns für ein Leben ohne Reue. Wir von SchnellEinfachGesund freuen uns aber auch immer über Deine Meinung – schreib uns doch bitte Deine pesönlichen Lieblingstipps in die Kommentare.

  1. Die berühmte „Runde um den Block“ – also ein kleiner Spaziergang
  2. Täglich eine halbe Stunde nur für Dich, also auch ohne Dein Smartphone und der damit verbundenen Nachrichtenflut
  3. Ein 5-minütiger Anruf bei Deinen Lieben. Ja, „nur 5 Minuten“ funktioniert, wenn Du nicht zu korrekt für kleine Ausflüchte bist wie „Mein Essen ist fertig“ oder „Es klingelt gerade – wir hören uns“
  4. Eine Umarmung – egal ob Freund, Freundin, Eltern, Geschwister oder einfach ein Baum, womit wir beim nächsten Tipp sind:
  5. Waldbaden – kostet nichts und ist genauso gut für die Seele wie ein Tag am Meer

 

Dein ganz persönliches Leben ohne Reue

Was macht Dir wirklich Freude? Wenn Du das im Moment nicht so wirklich weißt, ist das gar nicht schlimm. Erinnere Dich, was Dir als Kind Freude gemacht hat – oft ist das schon ein ganz heißer Hinweis.

Nimm und lass Dir einfach Zeit – kleine Schritte, aber stetig. Hol Dir Hilfe – frag Leute, denen Du wichtig bist, was Dich besonders macht. Für was wirst Du geschätzt, in welchen Fällen wirst Du um Rat gefragt?

Geh einfach offen und aufmerksam durch Dein Leben. Warte nicht auf das ganz große Glück – das besteht nämlich in Wahrheit nur aus vielen kleinen Glücksmomenten.

Und noch ein ganz heißer Tipp zum Schluss: Lass den Perfektionismus – das bringt nur bei Herzchirurgen, Sushiköchen und Konditoren was, bei den meisten Menschen bringt es nur Ärger und Frust.

 

Fazit und Zusammenfassung – Ein Leben ohne Reue

  • Wenn Du eine kleine Leseratte bist, hole Dir „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“.
  • Wenn Du heute auch nur 5 Minuten hast, atme mal durch und stell Dein Handy auf Flugzeugmodus – für eine Tasse Tee oder Kaffee ist immer Zeit.
  • Konzentriere Dich auf Dinge und Menschen, die Dir guttun.
  • Finde heraus, was Dich ausmacht.
  • Passe Dein Leben in kleinen Schritten an Deine ganz persönlichen Bedürfnisse an.
  • Hab Spaß und nimm alle(s) nicht zu ernst.

 


Ware, Bronnie (6. Auflage 2015): 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen.

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