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Sinn im Leben: Was sind Deine „Big 5 For Life“? Mit Astrid Waitz

von Martin Krowicki, M.A.
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Heißlluftballons in Morgendämmerung vor Bergpanorama

Dies ist ein Transkript des Podcast-Interviews mit mit “Big Five for Life”-Trainerin Astrid Waitz – vielen Dank an Astrid an der Stelle.

Hinweis: Hier kannst Du das vollständige Podcast-Interview hören (oder direkt zu Spotify gelangen):

Herzlich willkommen zu dieser neuen Interviewfolge. Mein Name ist Martin Krowicki, und ich freue mich, dass du eingeschaltet hast. Gerade in diesen Zeiten, wo das Soziale in den Hintergrund gerät und wo manches Mal eine negative Grundstimmung herrscht, wollen wir darüber sprechen, wie wir die Lust am Leben zurückgewinnen können. Heute wird es tiefgründig, denn wir wollen motivieren und herausfinden, was im Leben wirklich zählt. Dazu habe ich einen interessanten Gast eingeladen, den ich über meine Tätigkeit bei der AOK kennengelernt habe. Sie ist Trainerin und Coach und berät Unternehmen als zertifizierte Beraterin in der positiven Psychologie. Außerdem ist sie Big Five for Life-Trainerin. Bevor ich mit den Titeln weiter um mich werfe: Hallo, liebe Astrid Waitz. #00:01:36-2#

Astrid: Hallo Martin. Schön, dass ich dabei sein darf. #00:01:41-6#

Martin: Ich freue mich schon die ganze Woche auf dieses Interview und auf das spannende Thema. Bei unserem Vorgespräch sind wir bereits voll in die heutige Thematik eingestiegen. Einer deiner Leitsätze lautet, „ich bringe Augen zum Funkeln und Herzen zum Hüpfen“. Das ist so schön! Erzähl uns doch, auf welcher Mission du dich befindest. #00:02:12-5#

Astrid: Du hast den Big Five herausgefischt, der mir am meisten am Herzen liegt, nämlich Augen zum Funkeln und Herzen zum Hüpfen zu bringen. Gerne nutze ich die Gelegenheit, um zu erzählen, auf welcher Mission ich mich befinde. Der Zweck meiner Existenz ist, Lebensfreude zu wecken. In dieser Aussage steckt natürlich ganz viel drin, aber wenn ich es auf den Punkt bringen soll, dann ist es genau dort der Fokus, nämlich dem Leben mehr Farbe und Leuchtkraft zu geben, um es bestmöglich genießen zu können. Darum geht es mir, wenn ich auf Menschen treffe, und das ist meine Mission. Ich möchte herausfinden, was das Herz dieser Menschen zum Hüpfen bringt und bei welchen Themen die Augen funkeln. Wenn wir uns selbst ein Stück weit näherkommen, wenn wir wissen, wer wir sind und für was wir stehen, dann fällt es uns leichter, Verbindungen mit anderen Menschen herzustellen. Ich möchte einen positiven Unterschied in ihrem Leben machen, und ich möchte sie mit anderen vernetzen. Dadurch möchte ich die Welt ein Stück weit besser machen. #00:03:46-7#

Martin: Das ist eine wundervolle Mission. Respekt! Du machst das mit einer großen Leidenschaft. Aus den Unternehmen, mit denen du zusammenarbeitest, bekomme ich immer ein sehr positives Feedback. Die Kunden berichten mir, dass du Veränderungen bei ihnen angestoßen hast. Allgemein lässt sich eine Tendenz erkennen, dass Menschen bewusster leben und in tiefere Ebenen eintauchen möchten. #00:04:20-2#

Du bist Big Five for Life-Trainerin, und diese Thematik werden wir heute in den Mittelpunkt stellen. „Big Five for Life“ und „Das Café am Rande der Welt“, das sind zwei sehr bekannte Bücher aus dem Bereich der Persönlichkeitsentwicklung, geschrieben von John Strelecky. Ich habe gelesen, dass diese beiden Bücher weltweit alle 27 Sekunden gekauft werden. #00:04:53-5#

Astrid: Ja, das ist richtig. Alle 27 Sekunden wird weltweit ein Buch von John Strelecky verkauft, und das bereits seit über zehn Jahren. Das kleine Büchlein „Das Café am Rande der Welt“ ist mit Abstand das am meisten verkaufte Werk des Autors. Noch heute steht es ganz oben in den Bestsellerlisten. Auch die Folgeausgabe, „Das Wiedersehen im Café am Rande der Welt“ führt die Verkaufslisten an. Und nicht zu vergessen, „The Big Five for Life – Was wirklich zählt im Leben“, das ist ein weiterer wichtiger Titel von John Strelecky. #00:05:24-8#

Diese Bücher sind magische Dauerbrenner. „Das Café am Rande der Welt“ ist ein kleines, dünnes Büchlein, das drei essentielle Fragen stellt: Warum bist du hier? Hast du Angst vor dem Tod? Führst du ein erfülltes Leben? Wenn man diese Fragen an sich heranlässt, dann merkt man, dass sie ganz schön in die Tiefe gehen. Gelingt es uns, diese Fragen zu beantworten? Der Autor John Strelecky hatte ursprünglich nie geplant, Autor zu sein. Sein großer Traum war es, Pilot zu werden. Nachdem er die Ausbildung zum Piloten angefangen hatte, stellte man jedoch einen Herzfehler bei ihm fest, der seine Pilotenkarriere beendete, bevor sie angefangen hat. #00:06:17-3#

Er übernahm schließlich einen Management-Job, bei dem er nicht glücklich wurde, schmiss ihn wieder hin und ging mit seiner Frau auf Weltreise. Als die beiden nach mehreren Monaten zurückkamen, sagte er, dass sich sein Buch von selbst geschrieben hätte. Er entschied nicht einfach, ein Buch zu schreiben, sondern er hatte während seiner Reise so viele Gedanken gesammelt, dass er den Wunsch verspürte, sie zu Papier zu bringen. Das Buch hat er innerhalb von 21 Tagen geschrieben und zunächst im Selbstverlag aufgelegt. Nach und nach hat es sich verbreitet und ist schließlich ein Bestseller geworden. #00:06:48-4#

Im Gespräch mit anderen Menschen stellte er fest, dass diese drei Fragen sehr in die Tiefe gehen und die Menschen bewegen. Das sieht man an den hohen Verkaufszahlen. Das Buch wird auch sehr gerne verschenkt. Aus der großen Frage nach dem Zweck der Existenz hat sich die Ableitung der Big Five for Life entwickelt, mit deren Hilfe man in die Tiefe geht, um herauszufinden, was das Herz bewegt. #00:07:22-3#

Martin: Ich fasse kurz zusammen. Wir haben die beiden Bücher „Das Café am Rande der Welt“ und „The Big Five for Life – Was wirklich zählt im Leben“ von John Strelecky in den Fokus gerückt. Das Café am Rande der Welt behandelt den Zweck der Existenz, und die Big Five for Life vertiefen dieses Thema. Kannst du uns die Big Five for Life näher erklären? #00:07:44-9#

Astrid: Das Café am Rande der Welt erzählt eine Geschichte. Der Protagonist verfährt sich in einer für ihn fremden Gegend und landet in einem Café irgendwo im Nirgendwo. Auf der Speisekarte des Lokals liest er die drei genannten Fragen. Die Kellnerin und der Koch begleiten ihn auf dem Weg, seine persönlichen Antworten zu finden. Das Buch ist sehr schön und fluffig zu lesen. Wenn man es ganz genau nimmt, ist The Big Five – Was wirklich zählt im Leben eigentlich eine Unternehmenskultur, die dort beschrieben wird. Aber gehen wir einen Schritt zurück. Was bedeuten die Big Five for Life? „Die großen Fünf“ beschreiben, was im Leben zählt. Heruntergebrochen kann man sagen, es sind die fünf Dinge, die du im Leben gerne machen, sehen, erfahren und erleben möchtest, um am Ende deines Lebens rückblickend sagen zu können, dass du ein erfülltes Leben gelebt hast. Diese Werte müssen nur für dich selbst stimmig sein, für niemanden sonst. Es geht um die fünf großen Dinge, die dein Leben zum Erfolg führen. #00:08:49-8#

Die Big Five for Life sind ein Synonym für unsere „Herzenswünsche“. Ihr merkt es: Wieder kommt das hüpfende Herz ins Spiel. Ich bin davon überzeugt, dass jeder seine Big Five bereits kennt, weil sie tief in unserem Herzen schlummern. Unsere Gesellschaft ist sehr kopflastig. Probleme lösen wir durch Denken und Überlegen, und wir erlauben uns nicht, auf unser Herz zu hören. Der Zweck der Existenz, die Idee der Big Five hilft uns, die Verbindung zum Herzen wieder herzustellen. Was ist es, was mich voll und ganz glücklich macht? Wobei vergesse ich Zeit und Raum und alles um mich herum? Die Antworten auf diese Fragen geben mir wertvolle Hinweise auf meine Herzenswünsche. Wenn ich diese Bestreben definiert habe und sie in mein Leben bringe, dann werde ich ein erfülltes Leben leben. #00:09:56-3#

Martin: Ich bekomme Gänsehaut! Es ist so schön, über die Herzenswünsche zu sprechen. Corona hat uns einen großen Vorteil gebracht, nämlich, dass wir weniger Ablenkungen ausgesetzt sind und die gewonnene Zeit nutzen können, um in uns zu gehen und auf das eigene Herz zu hören. Im Alltag haben wir so viele Dinge im Kopf, und wir verfangen uns in dem, was uns beschäftigt hält. Irgendwann gelangen wir an einen Punkt, wo es knallt oder wo etwas passiert, so wie bei John Strelecky, und plötzlich, wie aus dem Nichts, stellt man sich diese Fragen. Deswegen sollte man nicht zu lange warten, um Antworten zu finden. #00:10:49-8#

Astrid: Genau, im besten Fall stellt man sich die Fragen, bevor etwas passiert, was unser Leben in eine andere Richtung lenkt. Viele Menschen, die in unsere Seminare kommen, um ihre eigenen Big Five for Life zu finden, sind tatsächlich an einem solchen Punkt angelangt. Meist gab es einen Auslöser. Irgendetwas ist passiert, und die Menschen beginnen, über ihr Leben nachzudenken. Sie merken, dass es nicht einfach so weitergehen kann wie bisher. Manchmal beginnt auch einfach nur ein neuer Lebensabschnitt. Viele Teilnehmer sind um die 50 Jahre alt. Die Kinder gehen ihre eigenen Wege und brauchen uns nicht mehr. Dann tauchen die Fragen auf, was das Leben jetzt noch zu bieten hat und ob das womöglich schon alles gewesen ist. Wo soll man also hin mit seiner Energie, und wohin geht die Reise jetzt? #00:11:33-9#

Gleichzeitig erlebe ich auch viele junge Menschen, die sich vornehmen, von Anfang an in die richtige Richtung zu laufen. Sie haben erlebt, wie die Eltern sich von einer Arbeit einnehmen ließen, die ihnen keine Freude gemacht hat. Diesen Fehler wollen die jungen Leute nicht wiederholen, sondern sie wollen möglichst früh den richtigen Weg einschlagen. Wir haben sogar Teilnehmer, die gerade erst ihr Abitur gemacht haben. Wenn man sie fragt, wie sie zum Buch The Big Five for Life gekommen sind, dann sagen sie, dass sie von ihren Eltern inspiriert wurden. Es ist großartig, wenn das Wissen der Generationen ineinanderfließt. #00:12:14-3#

Zurück zur Unternehmenskultur, die ich gerade angesprochen habe. Die Methode der Big Five lässt sich hervorragend für die Zielsetzung eines Unternehmens anwenden, indem man Wünsche formuliert und die daraus folgenden Maßgaben im Arbeitsalltag umsetzt. Darum geht es auch im Buch. John Strelecky beschreibt die Geschichte eines charismatischen Unternehmers, der herausfindet, wie er sein Unternehmen führen möchte. Er erkennt, dass er Menschen finden muss, die ihre eigenen Big Five for Life in seinem Unternehmen ausleben können und damit zum Unternehmenserfolg beitragen. Das finde ich sehr inspirierend, und auch ich bekomme dabei eine Gänsehaut. #00:12:53-8#

Martin: Wenn die Big Five schon bei einer einzelnen Person einen so großen Unterschied ausmachen, wie groß muss dann erst der Effekt sein, wenn viele Menschen gemeinsam an einem Unternehmensziel arbeiten oder gar, wenn eine ganze Gesellschaft danach lebt? Dann kann etwas Großes entstehen. Auch die Gesundheit ist ein Bestandteil der Suche nach dem Zweck des Lebens. #00:13:11-9#

Astrid: Wenn du dir darüber bewusst bist, dass das, was du täglich auf der Arbeit machst, dein Herz erfüllt, dann kannst du vieles bewirken. Klar, es gibt bei jeder Arbeit Dinge, die man nicht gerne macht. Das gehört einfach dazu. Aber es geht um das große Ganze. Wenn ich meinem Herzenswunsch nachgehe, dann mache ich die Welt ein Stück weit besser. Was immer es ist, was mich bewegt, wenn es mich glücklich macht, dann ist klar, dass es mich gesund erhält. Die Gefahr, dass mir meine Psyche signalisiert, kürzer zu treten, ist sehr gering. Eine Krankheit tritt oft auf, wenn wir einer Arbeit nachgehen, die nicht zu uns passt. Es gibt demnach eine direkte Verbindung zum Thema Gesundheit, insbesondere zur psychischen Gesundheit. #00:14:13-8#

Martin: Dieses Thema ist sehr komplex. Studien haben gezeigt, dass die Psyche Einfluss auf das Immunsystem und Erkrankungen wie etwa Rückenleiden nimmt. Deswegen ist dieser Zusammenhang besonders wichtig. Könntest du uns noch einige Beispiele für die Big Five und für den Zweck der Existenz nennen? #00:14:42-6#

Astrid: Gerne. Die Big Five müssen für jeden einzelnen von uns individuell stimmig sein. Was für den anderen perfekt ist, kann für uns selbst völlig unpassend sein. Es gibt kein Richtig und kein Falsch. Ich habe bereits erwähnt, dass der Zweck meiner eigenen Existenz ist, Lebensfreude zu wecken. Darum geht es mir persönlich bei allen meinen Aktivitäten. #00:15:24-8#

Früher habe ich in einem Fitnessstudio gearbeitet und dort die Leute motiviert. Auch da ging es um Lebensfreude. Damals war mir das noch nicht bewusst, aber rückblickend betrachtet ist es offensichtlich. Eine meiner Kolleginnen bei Big Five for Life hat die Verbindungen zu anderen Menschen als Zweck der Existenz für sich erkannt. Sie sagt, „ich lebe und gestalte vertrauensvolle Beziehungen“. Sie ist intensiv auf ein gutes und vertrauensvolles Miteinander der Menschen eingestellt. Einer meiner Seminarteilnehmer hat seinen Zweck der Existenz sehr bewegend beschrieben. Er sagte, „ich bin Urvertrauen“. #00:16:25-6#

Martin: Das muss man erst mal wirken lassen! #00:16:25-8#

Astrid: Wenn du deinen Zweck der Existenz aussprichst, dann hast du deine innere Wahrheit gefunden. Dieser Moment ist Gänsehaut pur, und das ist unglaublich. Er ist wahnsinnig groß, und gleichzeitig kommt es einem wie selbstverständlich vor. Als René „ich bin Urvertrauen“ formuliert hat, hat das tatsächlich eine Gänsehaut bei mir ausgelöst. So, wie ich ihn kennengelernt habe, wusste ich, dass dieser Satz genau zu ihm passt. Es dauerte eine Weile, bis er selbst in der Lage war, diese Aussage anzunehmen. Letzte Woche ließ er mich wissen, dass er eine Webseite zum Thema Urvertrauen veröffentlicht hat. Er fängt an, sich mit seinem Zweck der Existenz nach außen zu zeigen, und das ist grandios. #00:17:29-9#

Eine weitere Teilnehmerin ist sehr mit Afrika verhaftet. Das passt sehr gut zum Thema, weil der Ausdruck der Großen Fünf an die afrikanischen Big Five angelehnt ist, die fünf großen Tiere, die dort beheimatet sind. Im Film „König der Löwen“ gibt es die Figur des Rafiki, ein Affe und weiser Mentor, der anderen hilft und sie berät. Und diese Teilnehmerin mit ihrer Afrikaverbundenheit sagte, „ich bin dein Rafiki“. Das hat uns unweigerlich ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert. Sie möchte Mentor, Begleiter und Freund für andere sein. Mit ihrer Verbindung zu Afrika passte diese Aussage wie die Faust aufs Auge. Der Zweck der Existenz ist sehr persönlich. #00:18:33-6#

Martin: Die Beispiele, die du genannt hast, sind alle darauf bezogen, anderen zu helfen und zu dienen. Im Endeffekt geht es nicht um einen selbst, sondern es geht ums große Ganze. Das ist faszinierend. #00:18:51-6#

Astrid: Wir alle wollen die Welt ein Stück besser machen und eine kleine Delle im Universum hinterlassen. Dieses Gefühl ist in uns angelegt. Wir sind keine eingekapselten Individuen, sondern alles ist ein Miteinander mit anderen Menschen. Es ist keine Einbahnstraße. Wenn ich sage, dass ich Lebensfreude wecken möchte, dann muss ich sie zunächst in mir selbst finden. Sie muss vorhanden sein, um sie nach außen tragen zu können und bei anderen zu wecken. Genauso ist es mit dem Urvertrauen. Ich muss selbst ein großes Urvertrauen haben, um andere mitnehmen zu können und andere zu begeistern. Anderen Menschen etwas Gutes zu tun, das ist das, was uns glücklich macht. Da hast du vollkommen recht. #00:19:52-8#

Martin: Du hast so schön gesagt, „Dellen ins Universum schlagen“. Wie groß darf der Zweck der Existenz sein? Mein eigener Zweck der Existenz ist, Menschen zu helfen, ihre Visionen zu erfüllen, indem ich ihnen helfe, so gesund wie möglich zu bleiben. Ich möchte ihnen Kraft geben. Ich habe dich so verstanden, dass das Ziel keines ist, an das man irgendwann ein Häkchen macht, sondern dass es eine immerwährende Mission ist. #00:20:29-4#

Astrid: Genau. Das ist ein wertvoller Punkt. Es ist nichts, was irgendwann erledigt ist, sondern dein Zweck schwingt bei allem, was du tust, mit. Mir gefällt die Abfolge vom Sein zum Tun zum Haben. Das heißt, der Zweck der Existenz sagt dir zunächst, wer du bist. Das ist das Sein. Und wenn du dann Dinge tust, die darauf einzahlen, dann kommt das Haben hinterher, sprich, der Erfolg. Dabei geht es nicht um materielle oder finanzielle Dinge, sondern es geht um den Erfolg bei dem, was du erreichen möchtest. In deinem Fall wäre das, anderen Menschen zu helfen, ihre Gesundheit zu gestalten. Also vom Sein zum Tun zum Haben. #00:21:14-8#

Machen wir einen Switch. Schaut euch um. Wie viele Menschen kennt ihr, die komplett umgedreht leben? Die materiellen Dingen hinterherjagen und nicht das tun, was sie erfüllt, nur um jemand zu sein, der sie nicht sind? Wenn ich mir diese Menschen betrachte, dann stelle ich fest, dass sie keinen glücklichen Eindruck machen. Sie scheinen gehetzt und ständig auf der Suche nach Ablenkung zu sein. Der Fernseher ständig, irgendetwas muss dudeln oder spielen, Hauptsache, sie müssen sich nicht mit sich selbst beschäftigen. Deshalb gefällt mir deine Aussage so gut, dass uns Corona die Möglichkeit gibt, nachzudenken, und dass wir diese verrückte Situation nutzen können, um innezuhalten und zu reflektieren. Wir können uns die Frage stellen, was es ist, das uns zufrieden macht. #00:22:16-7#

Oftmals haben wir Angst vor dieser Reflexion. Aber ich freue mich über jeden, der bereit dazu ist. Gleichzeitig muss der richtige Zeitpunkt gekommen sein. Manchmal braucht es einen Auslöser, ein Buch oder einen neuen Menschen, der in unser Leben tritt und der uns spannende Fragen stellt. Es gibt keine Zufälle. Wenn dir jemand das Café am Rande der Welt schenkt, dann ist das kein Zufall. Und wenn es bei dir dann noch zwei Jahre im Schrank liegt, weil es noch nicht dran ist, dann ist das in Ordnung. Irgendwann liest du es und machst dich auf den Weg. #00:23:02-1#

Martin: Es kann auch sein, dass jemand das Buch bekommt und es dennoch nicht zu nutzen weiß. Wir beide fühlen hier und jetzt diese Energie, aber die Zuhörerinnen und Zuhörer vielleicht noch nicht. Sie nehmen heute die Idee mit, legen sie auf den Speicher und kommen zu einem anderen Zeitpunkt wieder darauf zurück. #00:23:21-7#

Astrid: Ganz ehrlich, wenn du deine Big Five und den Zweck der Existenz für dich gefunden hast, dann kannst du nicht mehr weggucken. Natürlich muss man dann die Energie finden, um alles auf die Bahn zu bringen, aber du kommst nicht mehr daran vorbei, deinen Herzenswunsch umzusetzen. In welchem Tempo das erfolgt, das ist individuell verschieden. Ich erinnere mich an eines meiner ersten Seminare. Eine kurze Zeit später erzählte uns ein Teilnehmer, dass er seinen Job gekündigt hatte. Ich war sehr erschrocken, aber für ihn war das genau der richtige Weg. Er sagte, er hätte diesen Schritt schon lange vor sich hergeschoben, und nun sei es endlich an der Zeit, Taten folgen zu lassen. Nachdem er seinen Brotjob gekündigt hatte, begann er, sich mit ganzer Energie auf seine neue Aufgabe zu konzentrieren. Das war für ihn der richtige Weg. #00:24:30-7#

Es gibt natürlich auch Teilnehmer, die sagen, das Konzept funktioniere für sie nicht. Sie haben Kinder, es fehlt an Zeit, und es sei ihnen nicht möglich, den ungeliebten Brotjob an den Nagel zu hängen. Mein Tipp ist, jeden Tag ein bisschen mehr Zeit für das aufzuwenden, was das Herz zum Hüpfen bringt. Jeden Tag nur eine halbe Stunde, das reicht vollkommen. Wichtig ist, dass es regelmäßig geschieht. Das schenkt Lebensqualität. Und wenn du merkst, dass es funktioniert und dass es dich glücklich macht, dann willst du automatisch mehr und mehr davon machen. Irgendwann bist du an dem Punkt, an dem du den Hauptjob herunterfahren kannst. Im besten Fall verschiebt sich der Regler immer weiter, und du gehst dorthin, wo deine Erfüllung liegt. Und dann wirst du auch davon leben können. Etwas Geileres gibt es nicht, oder? #00:25:27-3#

Martin: Diese Strategie hat den großen Vorteil, dass sie den Druck aus dem Kessel nimmt. Man muss nicht gleich das komplette Leben umkrempeln, sondern man kann sich Stück für Stück herantasten, um in einen Flow hineinzukommen. Von einem positiven Event zum nächsten springen, und damit die Zukunft gestalten, so funktioniert es. Die Big Five bieten eine Möglichkeit, diesen Weg ein Stück weit herunterzubrechen, indem man vom großen Zweck der Existenz in die Big Five hineingeht. Kannst du uns dafür noch einige Beispiele nennen? #00:26:03-1#

Astrid: Manche denken, sie seien auf die Big Five festgelegt und dürften ihr Leben lang nichts Anderes mehr machen. Nein, das ist nicht der Fall. Auch wenn die Big Five for Life direkt aus deinem Herzen kommen, dürfen sie sich trotzdem verändern. Die Situationen ändern sich, und man durchläuft verschiedenen Lebensabschnitte. Deshalb ist es sehr wahrscheinlich, dass sich auch die Big Five verändern. #00:26:36-5#

Es gibt auch konkrete Dinge, die zu Handlungen werden, die man erledigt und abhakt. Zum Beispiel, wenn ich mir vorgenommen habe, zu meinem 40. Geburtstag einen Fallschirmsprung zu machen oder den Kilimandscharo zu besteigen. Ich möchte endlich ein Buch schreiben oder den neuesten Porsche fahren. Ich möchte einen Podcast starten, weil ich den Menschen helfen will, ihre Gesundheit zu verbessern. Das sind Dinge, die man erst erledigt und dann abhakt. Danach entsteht Platz für ein neues Big Five. #00:27:36-1#

Ralf, ebenfalls einer meiner Seminarteilnehmer, hat den besagten Fallschirmsprung gemacht. Er fand ihn so großartig, dass er anschließend eine Ausbildung zum Fallschirmspringer gemacht hat. Ich verfolge ihn bei Facebook und sehe, wo er mit seinem Fallschirm unterwegs ist. Bei ihm ist ein einmalig geplantes Event zu einem festen Big Five geworden. Auch das kann und darf passieren. #00:28:08-6#

Zur anderen Kategorie gehören Big Five, die zu einer Lebensphilosophie werden. Dazu gehört mein Wunsch, Augen zum Funkeln und Herzen zum Hüpfen zu bringen. Das ist nichts, das man abhaken kann, sondern es wird mich weiterhin begleiten, und zwar in Form von Seminaren und Coachings, die ich durchführe. Dort erreiche ich die Menschen. #00:28:41-0#

Ein weiteres meiner Big Five lautet, so viel Zeit wie möglich in den Bergen zu verbringen. Ich liebe die Berge, egal ob im Winter oder im Sommer. Ich vermisse das Skifahren, aber ich gehe regelmäßig wandern. Ich mag die grünen Berge und die frische Luft. Das gibt mir Kraft und Lebensfreude. Auch die Gesundheit ist bei mir fest verankert. Ich tue jeden Tag etwas Gutes für meine Gesundheit. Ich gehe entweder laufen, oder ich mache Yoga. Auch solch banalen Dinge können ein Teil der Big Five sein. Wenn ich mich auf nur fünf Sachen konzentriere, dann ist die Wahrscheinlichkeit nicht so groß, dass mir etwas vom Schirm rutscht. #00:29:40-1#

Diese Episode wird dir präsentiert von Hifas da Terra, einem aufstrebenden Unternehmen aus Spanien, das sich ganz den Vitalpilzen verschrieben hat. Vitalpilze gehören zu den wertvollsten und effektivsten Naturstoffen und können den Körper in vielfältiger Weise unterstützen. Besonders profitieren das Immunsystem, der Stoffwechsel, die Darmflora und die Entgiftung. Doch es ist wichtig, die richtigen Produkte zu wählen. Laut einer Studie aus dem Nature Magazin sind drei von vier Vitalpilzprodukten auf dem Markt gefaked und enthalten nicht das, was draufsteht. Daher empfehlen wir auch nicht, Pilzextrakte auf Amazon zu kaufen. #00:30:12-5#

Mit den hochwertigen Extrakten von Hifas da Terra machst du alles richtig. Die Pilze werden rein biologisch angebaut und nicht aus China importiert. Die Extrakte sind alle dual extrahiert, hochrein, hochkonzentriert und gehören zum Besten, was der Markt zu bieten hat. Zur Stärkung deiner Immunabwehr und Entgiftung können wir das Produkt Mico Five empfehlen mit den Extrakten aus Reishi, Chaga, Shiitake, Maitake und Mandelpilz. Du findest die Extrakte auf www.hifasdaterra.de. Mit dem Rabattcode SEG10 sparst du 10 Prozent auf deine erste Bestellung. Informiere dich auf www.hifasdaterra.de und nutze noch heute die Kraft der Vitalpilze für deine Gesundheit. #00:31:01-8#

Astrid: Es gibt nichts, was da nicht draufstehen kann. Ich möchte der beste Vater sein, der ich sein kann. Auch solche Ziele kann man sich vornehmen. Das hat natürlich einen Einfluss auf die anderen Lebensbereiche, zum Beispiel auf die Arbeitszeiten. Wenn ich für meine Kinder der beste Vater sein möchte, der ich sein kann, dann impliziert das, dass ich nicht täglich bis 19:00 Uhr im Büro sitze, sondern ich gönne mir Qualitätszeit mit den Kids. Diese Art der Zielsetzung macht etwas mit unserem Leben. #00:31:41-4#

Wenn die Kinder 18 sind und ich mir rückblickend wünsche, mir damals mehr Zeit für sie genommen zu haben, dann ist es zu spät. Es gibt ein schönes Lied von Udo Jürgens, das heißt, „ich will mit dir einen Drachen bauen“. Das geht genau in diese Richtung. Ein Vater denkt, er baue die Firma für seinen Sohn auf, aber alles, was sich der Sohn wünscht, ist, einen Drachen mit seinem Vater zu bauen. Es gilt zu prüfen, was Qualität in mein Leben bringt, und dabei kann es in jedwede Richtung gehen. #00:32:28-2#

Martin: Dahinter stecken Werte und Leitbilder, die uns antreiben. Es ist sicher sinnvoll, diese Werte aufzuschreiben und sie in Worten darzustellen. Ich selbst habe ein Vision Board, auf dem ich bildlich visualisiere. Das sind sehr emotional geladene Bilder, die hinter dem jeweiligen Big Five stehen. Einer meiner Big Five ist, Ukulele zu lernen, um gemeinsam mit meinem Freunden am Lagerfeuer zu musizieren. Dieser Wunsch ist aber leider sehr weit weg, weil ich komplett unmusikalisch bin. #00:33:08-7#

Astrid: Das hast du sehr schön formuliert, „mit Freunden am Lagerfeuer zu musizieren“. Da entsteht sofort ein Bild im Kopf. Es ist ein schönes Beispiel dafür, dass die Big Five eben nicht sofort umgesetzt werden müssen. Der Wunsch kann durchaus etwas sein, von dem ich spüre, dass es noch reifen muss. Eines der Big Five von John Strelecky ist, einen Song zu schreiben, der in den Top Ten landet. Dieser Wunsch ist schon seit Jahren ganz weit weg, aber irgendwann ist er dran! #00:33:52-3#

Es darf auch sein, dass man einen Zweck der Existenz hat, der sehr groß ist und unerreichbar erscheint. Wenn du merkst, es kommt aus dir heraus, dann trau dich, es anzunehmen. Wenn es dran ist, ist es dran. Gleichzeitig sollte man sich auf den Weg machen und prüfen, welche Schritte man einleiten muss, um in die richtige Richtung zu starten. #00:34:22-5#

Martin: Da stellt sich mir eine spannende Frage. Was ist, wenn man im Leben einen Umweg nehmen muss, wenn irgendetwas passiert, was uns von den Big Five wegbringt? Passiert das, und was kann man dann machen? #00:34:33-4#

Astrid: Klar, das ist das Leben, das etwas Ungeplantes passiert, was mich pausieren lässt. Ich habe letztes Jahr etwas sehr Einschneidendes erlebt, was bei mir nicht auf dem Plan stand und was mich resetted hat. Ich habe aber zum Glück meine gute Energie schnell wiedergewonnen, weil ich wusste, worum es mir im Leben geht. Ich wusste, dass das nicht das Einzige ist, was mein Leben lebenswert macht, sondern dass es noch viele andere Dinge gibt. Das Leben genießen können, trotz heftiger Ereignisse, das muss man lernen. #00:35:31-6#

Wenn ich weiß, wo ich hinwill, dann hilft mir das, ins Leben zu kommen. Es kann sein, dass man sich dann die Zeit nimmt, um die Reihe der Big Five for Life noch einmal durchzugehen. Sind sie noch stimmig, und passen sie noch in mein Leben? Das ist ein Impuls, der uns hilft, zu reflektieren und zu hinterfragen, ob ich noch auf meinem Weg bin. Natürlich darf sich auch etwas ändern. Du hast es angesprochen: Das Visualisieren und das Aufschreiben hilft uns, ins Tun zu kommen. Selbst, wenn das jeweilige Bild nur in unserem Unterbewusst verankert ist, nehmen wir es sehr wohl wahr. #00:36:21-5#

Ganz wichtig ist auch, sich gegebenenfalls Unterstützung zu suchen, zum Beispiel in Form eines Coaches. Vielleicht hat man einen guten Freund, der einen unterstützen kann. Wir versuchen sehr oft, alle Probleme alleine zu meistern. Wenn unser Auto kaputt ist, dann bringen wir es in die Werkstatt zu jemandem, der Ahnung davon hat. Aber wenn bei uns etwas kaputt ist, dann versuchen wir, es selbst zu reparieren anstatt zu einem Fachmann zu gehen. #00:36:57-0#

Martin: Aus deinen Worten habe ich herausgehört, dass die Big Five wie ein Fangnetz sein können. In meinem Leben passiert etwas Unerwartetes, aber ich kann es auffangen, weil ich weiß, wer ich bin und wo ich hin will. Wir Menschen haben oft Verlustangst und fürchten uns, Personen oder materielle Dinge zu verlieren, aber sie zu behalten, das erhält uns die Lebensenergie. Das habe ich hineininterpretiert in das, was du gesagt hast. Wichtig ist auch, dass man jemanden hat, mit dem man sich austauschen kann. Das kann ein Trainer sein, eine Gemeinschaft oder eine nahestehende Person. #00:37:55-2#

Astrid: Es gibt Menschen, die lesen die Bücher und können anschließend sofort ihre Big Five formulieren. Als ich das Buch gelesen habe, wusste ich nicht, was meine Big Five sind. Es ist mir schwergefallen, sie zu formulieren. Dabei helfen auf jeden Fall die Seminare, denn dort gibt es einen Austausch mit Menschen, die ähnlich ticken wie man selbst und die sich die gleichen Fragen stellen. Dabei kommen immer wieder diejenigen Menschen zusammen, die zusammenkommen sollen. Das ist wie eine Magie. Es entstehen Freundschaften oder zumindest intensive Verbindungen, die bestehen bleiben. Man findet jemanden, bei dem man immer wieder andocken kann. In den Seminaren sind tatsächlich schon enge Freundschaften entstanden, und es bilden sich immer wieder WhatsApp-Gruppen. Oder man verabredet sich via Zoom, um sich nochmal auszutauschen. Das ist ganz wichtig, denn jeder hat jemanden im Umfeld, der sich die gleichen Fragen stellt, und es ist sehr wertvoll, seine Zeit mit dieser Person zu verbringen. Das kann durchaus auch am Lagerfeuer mit der Ukulele geschehen. #00:39:07-1#

Über solche Dinge liebevoll zu sinnieren, das ist ein wertvoller Tipp, auch wenn es für dich gerade darum geht, wie man ins Tun kommt. Schau dir an, mit welchen Menschen du dich umgibst. Das macht ganz viel mit unserem Energie-Level. Es gibt die so genannten Energie-Vampire um uns herum. Nach einer Begegnung mit ihnen fühle ich mich ausgelaugt. Sie sehen nur die negativen Sachen im Leben und nehmen eine Opferrolle ein. Das ist für mich sehr anstrengend, weil ich die Person einerseits am liebsten schütteln und auf den rechten Weg bringen will, aber mich die Zusammenkunft andererseits sehr viel Kraft kostet. #00:40:05-4#

Wenn ich jedoch Menschen um mich herum habe, die sich die gleichen Fragen stelle wie ich selbst und die mich zum Reflektieren anregen, dann bringt mich das meilenweit voran. Man sagt, dass wir der Durchschnitt der fünf Menschen sind, mit denen wir uns die meiste Zeit umgeben, und deshalb wähle dein Umfeld weise. Einige denken sicher, das sei egoistisch, und man könne sich nicht immer alle Personen aussuchen, die in der Nähe sind. Klar, es macht keinen Sinn, deshalb mit der Familie zu brechen, aber es lohnt sich zu überprüfen, wie viel Zeit man diesen Menschen gibt. Gleichzeitig können wir nach Menschen suchen, mit denen wir etwas gemeinsam haben. Es lohnt sich, an kleinen Schrauben zu drehen. Sich mit Menschen zu umgeben, die auf dem gleichen Weg sind wie man selbst, das ist sicherlich der größte Booster. #00:41:19-3#

Martin: Eine schöne Metapher für diese Menschen sind die Reisebegleiter. Sie sind für eine gewisse Zeit mit uns an Bord, und sie können ein- und aussteigen. Mir gefällt der Ansatz, sich mit positiven Menschen zu umgeben, weg vom Smalltalk, hinein in den Deeptalk, um über tiefgründige Themen zu sprechen. Jeder hat die Chance, diese Menschen zu finden. Das wäre ein ganz großer Tipp, um die Big Five und den Zweck der Existenz zu erkunden. Als Erstes sollte man natürlich die Bücher zum Thema lesen. #00:42:02-4#

Astrid: Ja, denn das gibt uns die nötige Inspiration. Wenn du John fragst, wie man die Big Five for Life findet, dann sagt er, man soll es so machen wie er, nämlich auf Weltreise gehen, und zwar möglichst alleine. Das bringt zum Vorschein, was uns glücklich macht. Nicht jeder hat die Möglichkeit dazu, und deshalb ist es wichtig, sich gemeinsam mit anderen auf die Reise zu begeben. In den Seminaren geschieht in erster Linie eine Selbstreflexion und ein Austausch mit anderen Menschen. Einige können das alleine gut schaffen, aber für andere ist es eine große Herausforderung. Wir können uns nicht neben uns stellen und einen Blick von außen auf uns werfen. Wenn man sich im Kreis dreht und nicht von der Stelle kommt, dann ist es wichtig, einen Impuls von außen zuzulassen. Das Feedback der anderen ist sehr hilfreich. #00:43:12-4#

Wenn du dich mit jemandem unterhältst, dann achte darauf, wie seine Augen strahlen, wenn er von etwas erzählt, das sein Herz zum Hüpfen bringt. Du siehst es demjenigen an. Bei dir selbst nimmst du dieses Phänomen nicht wahr, aber derjenige, der dir zuhört, der erkennt es und kann dir ein Feedback geben. Dann öffnen sich Schranken, und plötzlich erlaubt man sich, näher hinzuschauen. Wenn mich jemand darauf aufmerksam macht, dass ich voller Begeisterung von etwas erzähle, dann kann ich es viel leichter annehmen. #00:43:44-4#

Martin: Die Leuchtkraft ist offensichtlich. Ich finde es schön, dass du sagst, dass die Big Five schon in uns drin sind, und dass wir sie lediglich hervorholen müssen. Das schaffen wir entweder selbst, oder wir können uns von anderen dabei helfen lassen. Auch Meditation kann eine gute Möglichkeit sein, um aus seinem eigenen Körper und aus den Zeitumständen herauszukommen und sich selbst zu finden. Oder die Perspektive zu wechseln, das kann auch sehr hilfreich sein, sei es eine Weltreise oder die Nähe von anderen Menschen. #00:44:18-0#

Astrid: Probier doch einfach mal verschiedene Dinge aus. Es muss nicht gleich der Fallschirmsprung sein, aber vielleicht wolltest du schon immer mal Klavierunterricht nehmen oder in einem Chor singen? Versuche es! Im schlimmsten Fall findest du heraus, dass es doch nicht dein Ding ist, aber das war es dann wert und ist kein Problem. #00:44:47-1#

Beobachte dich selbst und erkenne, wann du im Flow bist. Wann vergisst du alles um dich herum? „Schatz, das Essen ist fertig“, und du denkst, „ach nein, nicht jetzt!“ Ertappe dich beim Glücklichsein und bei den Flow-Momenten. Das sind eindeutige Hinweise auf die Dinge, die dein Herz zum Hüpfen bringen. Da blitzt definitiv ein Big Five auf. #00:45:19-9#

Martin: Das hast du wunderbar gesagt. Ich glaube, liebe Hörerinnen und Hörer, diesen Podcast müsst ihr zweimal anhören, denn da steckt so viel drin. Ich könnte noch stundenlang über dieses spannende Thema reden, und ich genieße es, dir zuzuhören. Bevor wir zum Ende kommen, würde uns ein weiterer Einblick in deine Erfahrungen freuen. Was passiert mit den Menschen, die bei deinen Seminaren ihren Zweck der Existenz finden? Was erwartet sie? #00:45:49-1#

Astrid: Man durchläuft mehrere Seminare und kommt Step by Step zum Ergebnis. Die Basis bilden unsere Werte, die es gilt, herauszufinden. Die nächste Stufe ist die Formulierung der Big Five, und danach den Zweck der Existenz. Das erfolgt am besten mit einem kleinen zeitlichen Abstand, damit die Erkenntnis ins Leben hineinkommen kann. Das Schöne ist, wenn du das auf dem Schirm hast, dann bekommst du eine ganz neue Energie. Du hast dann eine Art Kompass in der Hand. Wenn du deine Big Five und deinen Zweck der Existenz gefunden hast, dann zeigt dir dieser Kompass die Richtung, und das vor allem, wenn Entscheidungen anstehen. #00:46:46-2#

Im Leben geht es immer um Entscheidungen, nicht wahr? Mach ich’s, oder mach ich’s nicht? Gehe ich hier lang oder da lang? Und wenn du deine Big Five for Life gefunden hast, dann reicht ein Blick darauf. Hat das, worum es gerade geht, etwas mit meinen Big Five zu tun? Ja? Dann mach es! Wenn nicht, dann lass es bleiben. Das klingt nicht nur einfach, sondern es ist auch einfach. Oft denken wir, wir hätten keine Zeit, aber wenn du weißt, was dir wichtig ist, dann fallen rechts und links ganz viele Dinge weg und verschaffen dir die nötige Zeit, um dich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das hilft dir, den Fokus zu halten und Entscheidungen zu treffen. Du fragst dich dann nicht ständig, ob es richtig ist, was du gerade machst. Du weißt, dass dein Weg der richtige ist, weil du durch den Prozess gegangen bist, die Big Five und den Zweck deiner Existenz zu formulieren. #00:47:42-7#

Es liegt auf der Hand, dass der Zweck der Existenz Authentizität bedeutet. Er ist Identität. Ja, das bin ich! Das gilt es, herauszufinden, um dann mit anderen in Verbindung zu kommen. Es ist die klare Erkenntnis, ja, dazu bin ich da. Und dann fragst du dich nicht jeden Tag neu, ob du auf dem richtigen Weg bist, sondern du spürst, was du machen musst. Und du erkennst, in welchem Bereich du dich noch verbessern musst und wo sich noch etwas ändern darf, auch wenn es noch ein bisschen Zeit benötigt. Das ist der große Nutzen bei der ganzen Geschichte, denn dadurch du wirst die beste Version deiner selbst. Schon das Orakel von Delphi sagte, erkenne, wer du bist. Du lebst dein Leben, das, was dich ausmacht und was dich glücklich macht. Stimmen von außen können dich nicht mehr beeinflussen. Mach doch dies, mach doch jenes, das kennen wir alle selbst. Jeder schaut durch seine eigene Brille auf die Welt. Es ist großartig, herauszufinden, welche Entscheidung die richtige für dich selbst ist. Das macht das Leben aus. #00:49:06-2#

Martin: Wundervoll. Wer diesen Zweck findet, der hat seinen eigenen Kompass in der Hand und weiß, wo er steht. Jetzt bin ich fast sprachlos, liebe Astrid. #00:49:22-9#

Astrid: (Lacht) Dass ich das noch erleben darf! #00:49:27-2#

Martin: Vielleicht sind einige Zuhörerinnen und Zuhörer sehr nachdenklich geworden und wollen sich diese tiefen Fragen stellen. Wie kann man erfolgreich starten, und am besten noch heute? #00:49:45-4#

Astrid: Das geht relativ schnell. Schreib einige Tage lang auf, was du so alles machst, sei es auf der Arbeit, sei es privat. Danach prüfst du, welche dieser Tätigkeiten dich glücklich machen und welche nicht. Anschließend machst du eine Rein-Raus-Liste. Wenn dich etwas glücklich macht, dann mach in Zukunft mehr davon. Versuche, die anderen Dinge abzugeben, im besten Fall an jemanden, der Freude daran hat. Das wäre eine kleine Maßnahme, die eine große Wirkung entfalten kann. #00:50:46-7#

Schaffe dir gute Museumstage. Und noch einmal möchte ich wiederholen: Ganz wichtig ist, sich mit den Menschen zu umgeben, die sich die gleichen Fragen stellen wie man selbst. Trau dich, Gespräche auf dieses Thema zu lenken. Erzähl von den Büchern, die du gelesen hast oder von dem Podcast, den du gehört hast. Frag deinen Gesprächspartner, was er davon hält. Damit kommst du weg von Themen über Wetter, Fußball und Corona, hin zum Big Talk, der in die Tiefe geht. Damit machst du eine neue Gesprächsebene auf. Das kann jeder von uns tagtäglich umsetzen. #00:51:20-4#

Martin: Was ist ein Museumstag? #00:51:42-2#

Astrid: Das ist eine grandiose Metapher aus dem Buch The Big Five for Life. Der Protagonist steht am zugigen Bahnsteig und trifft einen Mann, der ihn fragt, ob heute ein guter Museumstag sei. Er ist völlig verdutzt und weiß nicht, was der Frager meint. Die Auflösung ist, stell dir vor, dass alles, was dein Leben ausmacht, am Ende in einem Museum ausgestellt wird, sozusagen im Museum deines Lebens. Angenommen, du bist der Führer in dieser Ausstellung, was erzählst du den Besuchern? Welche Bilder hängen dort? Das Museum zeigt dein Leben so, wie du es tatsächlich gelebt hast, und nicht, wie du es gerne gelebt hättest. #00:52:34-8#

Wenn du viel Zeit mit Dingen verbracht hast, die dich nicht erfüllt haben, dann ist der Anteil im Museum sehr groß. Dieses Bild sollte man sich immer wieder vor Augen führen und sich täglich fragen, ob heute ein guter Museumstag war. Lohnt es sich, diesen Tag in einer Ausstellung zu zeigen? Jeder einzelne von uns gestaltet sein Museum. Wir alleine haben es in der Hand. #00:53:19-9#

Martin: Das ist wieder sehr tiefgründig und passt zu dem Tipp, den du gegeben hast, dass man einfach mal in den Tag zurückschauen soll, um das Gute auf sein Leben zu projizieren. Der Museumstag ist eine schöne Metapher, die in dem Buch drinsteckt. #00:53:44-2#

Astrid: Wenn du reflektierst, wie dein Museum aktuell aussieht, und wenn du nicht besonders glücklich damit bist, dann erschaffe dir einen Anbau am Gebäude, in dem die Tage ausgestellt werden, die noch vor dir liegen. Stell dir vor, was du darin alles sehen möchtest. Das gibt dir ebenfalls einen guten Hinweis darauf, um was es in deinem Leben gehen darf. #00:54:02-0#

Martin: Sehr schön. Meine Augen funkeln, mein Herz hüpft. #00:54:13-6#

Astrid: Schön! (Lacht) #00:54:14-0#

Martin: Mein Tipp nochmal, hört euch dieses Interview gerne zweimal an und teilt den Podcast. Astrid, gib unseren Hörerinnen und Hörern bitte mit auf den Weg, wie sie dich am besten kontaktieren können. #00:54:33-0#

Astrid: Die Internetseite lautet www.bigfiveforlife-seminar.com. Dort findet man weiterführende Informationen zum Thema. Außerdem führen wir regelmäßige Inspirationsabende durch, bei denen wir Näheres zu den Seminaren und zu Big Five for Life erzählen. Diese Veranstaltungen finden ein- bis zweimal im Monat statt. Die Termine findest du nicht auf der Internetseite, sondern nur bei Facebook oder XING. Wenn du magst, kannst du mir auch gerne eine E-Mail schreiben an astrid@bigfiveforlife-seminare.com. Außerdem lohnt sich immer ein Blick auf die genannte Webseite. Wichtig ist natürlich als Erstes, das Buch zu lesen. #00:55:52-3#

Martin: Das werden wir alles in die Show Notes verlinken. Vielen Dank für die Empfehlungen. Wer es finden will, der findet es. #00:56:10-6#

Astrid: Und wen es finden soll, den findet es. #00:56:15-3#

Martin: Wenn man mit dir spricht, sieht man die ganze Zeit dein wunderschönes Lächeln, das einen ebenfalls zum Lächeln anregt. Ich habe schon fast einen Muskelkater. #00:56:29-8#

Astrid: (Lacht) Was für ein schöner Muskelkater! #00:56:30-5#

Martin: In diesem Sinne ganz herzlichen Dank, dass du bei uns im Podcast warst und unsere Hörerinnen und Hörer mit auf die Reise genommen hast. Liebe Hörerinnen und Hörer, wenn euch der Podcast gefallen hat, dann bitte unbedingt teilen. Das hilft uns und auch Astrid, mehr Menschen zu erreichen. Gerade diese Folge enthält seine super positive Botschaft in einer schwierigen Zeit. Wir können gemeinsam Gutes tun. Einfach den Podcast teilen und auch Astrid folgen. Alle Informationen gibt es in den Show Notes. Liebe Astrid, ganz herzlichen Dank. #00:57:08-1#

Astrid: Danke dir, dass ich dabei sein durfte. Es hat mir sehr viel Freude gemacht. Gerne wieder! #00:57:15-5#

Martin: Ja, vielleicht klappt es wieder einmal. Das wäre toll. #00:57:19-4#

Astrid: Machs gut. Tschüss. #00:57:20-4#

Martin: Bis bald. Tschüss. #00:57:30-6#

 

 

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