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Ei Unverträglichkeit – Symptome und Tipps

von Martin Krowicki, M.A.
Rohes aufgeschlagenes Ei auf Holztisch

Zuletzt aktualisiert am 7. August 2020 um 19:50

Hast Du das Gefühl, eine Ei Unverträglichkeit zu haben? Hier findest Du alles Wichtige, was Du dazu wissen solltest.

Der Verzehr von Eiern war lange umstritten. Sie galten als ungesund und gefährlich – schuld sollte das Cholesterin sein. Zum Glück konnten sie ihren guten Ruf zurückgewinnen und wir wissen heute, dass sie wahre Schatzkisten voller wertvoller Nährstoffe für uns sind und sogar das gute HDL-Cholesterin erhöhen können (s. Cholesterin senken).

 

Eier sind gesund und lecker, aber …

Kaum ein Lebensmittel lässt sich so vielfältig verwenden. So zaubern beispielsweise saftig gebratene Spiegeleier am Sonntagmorgen den meisten von uns ein Lächeln ins Gesicht.

Dennoch haben wir Menschen nach wie vor ganz unterschiedliche Reaktionen gegenüber Lebensmitteln unserem Organismus. Einige von uns stellen also leider fest, dass der Verzehr von Eiern eher zu Problemen wie Blähungen oder Durchfall führt. Ist dies der Fall, könnte eine Lebensmittelunverträglichkeit vorliegen. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass mehr Menschen unter einer Ei Unverträglichkeit leiden, als ihnen bewusst ist.

Was es mit dem Thema Ei Unverträglichkeit sich hat und wie Du damit umgehen kannst, erfährst Du in diesem Artikel.

 

Der Unterschied: Ei-Unverträglichkeit vs. Ei-Allergie

Ob es sich um eine Eier Unverträglichkeit oder eine Allergie handelt, hat unterschiedliche körperliche Ursachen, welche für Dich durch verschiedene Anzeichen sichtbar werden.

Im Allgemeinen sind Lebensmittelunverträglichkeiten nicht selten, denn man geht davon aus, dass mindesten 50 % der europäischen Bevölkerung von Unverträglichkeiten gegenüber Lebensmitteln und deren Bestandteile betroffen sind.

 

Eierallergie

Eine Allergie gegenüber Eiern ist gekennzeichnet durch eine Überreaktion unseres Immunsystems auf spezielle Proteine im Ei. Die häufigsten Proteine sind dabei Ovoalbumin und Ovotransferrin, die vorwiegend im Eiklar vorkommen. Eier gehören zu den häufigsten 13 allergenen Lebensmitteln.

Die Auswirkungen davon werden in der Regel recht schnell nach dem Verzehr von Eiern spürbar und zeigen sich als folgende Symptome:

  • Juckende Hautausschläge, Rötung
  • Schwellungen besonders in Gesicht- und Rachenbereich
  • Bauchkrämpfe
  • Durchfall

Eine allergische Reaktion kann allerdings, neben der genannten Symptomatik, auch sehr viel schwerwiegender ausfallen. Es besteht das Risiko eines lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schocks, welcher zu Bewusstlosigkeit und Atemstillstand führen kann. Dies ist bei Nüssen häufiger zu beobachten, bei Eiern seltener.

 

Ei Unverträglichkeit

Eine Unverträglichkeit gegenüber Eiern ist nicht lebensbedrohlich und begrenzt sich symptomatisch hauptsächlich auf unseren Verdauungstrakt und das Immunsystem. Handelt es sich bei Dir also um eine Unverträglichkeit, zeigt es sich wahrscheinlich in einer oder mehrerer der folgenden Symptome:

  • Bauchschmerzen oder Blähungen
  • Bauchkrämpfe
  • Durchfall
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Konzentrationsstörungen, besonders nach dem Ei-Verzehr
  • Unreine Haut

Im Gegensatz zu einer Allergie, welche fast unmittelbar nach dem Verzehr zum Anschein kommt, kann sich eine Unverträglichkeit auch erst einige Stunden oder sogar Tage später bemerkbar machen. Das liegt daran, dass die komplette Verdauung von Eiern 2-3 Tage in Anspruch nehmen kann. Doch das macht die Selbstdiagnose schwer bis unmöglich, da wir meist mehrere Lebensmittel konsumieren.

 

Ei Unverträglichkeit testen

1. Nutze unseren Selbsttest

Wir haben Dir in Kooperation mit Lykon einen Schnelltest auf Lebensmittelunverträglichkeiten erstellt. Nutze unseren Fragebogen und erfahre anhand von 17 Fragen wie wahrscheinlich eine Unverträglichkeit bei Dir ist:

2. Führe ein Ernährungstagebuch

Zur Diagnostik einer Ei Unverträglichkeit gibt es verschiedene Möglichkeiten. Einerseits kann das Führen eines Ernährungstagebuch helfen. Hierbei dokumentierst Du Nahrungsmittel, die Du zu Dir nimmst und beobachtest im Laufe des Tages, wie sich Dein Körper fühlt.

Hierbei sind Aufmerksamkeit und Beständigkeit bedeutsam, da sich die Symptome einer Nahrungsmittelunverträglichkeit nicht immer unmittelbar nach dem Verzehr bemerkbar machen. Leider sind die Reaktionen auf einzelne Lebensmittel auch schwer voneinander abzugrenzen.

3. Mache einen Bluttest auf Lebensmittelunverträglichkeit

 

Ein bessere Möglichkeit ist ein Bluttest. Hierbei wird vor allem nach speziellen IgG4-Antikörpern, welche wenn sie in erhöhter Konzentration vorkommen, mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten in Verbindung gebracht werden. Reagiert Dein Körper also empfindlich auf Eier lässt sich das durch erhöhte IgG4-Antikörper gegen Eier nachweisen.

Lykon bietet in diesem Zusammenhang den myNutrition100* Test an, der auf Ei Unverträglichkeit und insgesamt 100 andere verschiedene Lebensmittel testet, darunter Weizen, Haselnuss, Knoblauch, Tomate, Paprika, Soja, Milch, Fleisch, Fisch und mehr.

Dazu erhältst Du einen individuellen Ernährungsplan, der solche Unverträglichkeiten berücksichtigt.

Kleine kreisförmige Spiegeleier auf Bratplatte

Eier sind lecker und gesund, werden aber nicht von jedem vertragen …

 

 

Tipps zur Ei Unverträglichkeit

Stellst Du also fest, dass es sich bei Dir um eine Eierunverträglichkeit handelt, fragst Du Dich sicher, was Du jetzt dagegen tun kannst.

1. Verzichte zunächst auf Eier

Die beste Möglichkeit ist es, auf den Verzehr von Eiern zu verzichten. Anfangs wird Dir das vielleicht schwerfallen, doch wenn Du nach einiger Zeit feststellst, dass es Dir und Deiner Verdauung deutlich besser geht, wird es sich sicher als lohnenswert zeigen. Wie lange verzichten? Versuche es für 30 Tage.

2. Suche Alternativen für die wertvollen Nährstoffe

Eier sind sehr nährstoffreich und enthalten viele wichtige Stoffe wie Cholin, Omega-3-Fettsäuren, Proteine und Vitamin A. Bei einem Verzicht auf Eier ist es also durchaus ratsam, vermehrt alternative Lebensmittel in Deine Ernährung einzubauen, die diese Stoffe enthalten oder teilweise zu supplementieren.

Cholin ist zum Beispiel auch in Fisch, Fleisch wie Innereien und Gemüse wie Artischocken enthalten. Omega-3-Fettsäuren findest Du in Fisch und anderen Meeresfrüchten sowie in Weidefleisch.

Wer die Bindeeigenschaften von Eiern zum Beispiel für das Backen zu schätzen weiß, der kann auch auf Alternativen wie Leinsamen oder Kichererbsen zurückgreifen.

3. Einige Zeit vergangen? Integriere BIO-Eier langsam wieder in die Ernährung

Ansonsten kann sich die Ei Unverträglichkeit auch nach einiger Zeit zurückbilden je nachdem, was der Auslöser dafür ist. Wenn sich Dein Verdauungssystem erholen konnte und Du keine exorbitanten Mengen konsumierst, kannst Du möglicherweise wieder auf das gute, alte Frühstücksei (s. Frühstücksideen) zurückgreifen.

Wir empfehlen Dir, nur noch Bio-Eier zu verzehren. Bio-Eier enthalten nicht nur mehr Omega-3-Fettsäuren und unterstützen nachhaltige Landwirtschaft und gute Tierethik; sie enthalten auch deutlich weniger Umweltgifte, die die Ei Unverträglichkeit auslösen oder zumindest verschlimmern können.

 

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Quelle
  •  Caubet, J. & Wang, J. (2011) Current understanding of egg allergy. Pediatr Clin North Am. 2011 Apr 1; 58(2): 427–443. 10.1016/j.pcl.2011.02.014

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