Heuschnupfen betrifft jedes Jahr viele Millionen Menschen in Deutschland. Häufig werden die Beschwerden mit Antiallergika oder Antihistaminika behandelt. Diese können die Symptome zwar lindern, setzen jedoch meist nicht an den möglichen Ursachen an.

Genau hier verfolgt die Naturheilkunde einen anderen Ansatz. Sie möchte den Körper langfristig unterstützen und das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht bringen. Was hilft also bei Heuschnupfen? In diesem Beitrag stelle ich Dir 10 Tipps vor, die sich in der Praxis bewährt haben.

Übrigens: In unserem Podcast findest Du zu unserem heutigen Thema eine spannende Episode – viel Spaß beim Reinhören! 

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Was ist Heuschnupfen?

Heuschnupfen bezeichnet eine allergische und überschießende Reaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Allergene wie Pollen, Gräser, Tierhaare oder andere Umweltreize.

Üblicherweise handelt es sich beim Heuschnupfen um eine IgE-vermittelte Immunreaktion, die mit einer laufenden Nase, tränenden Augen, geröteter Haut, geschwollenen Schleimhäuten und Unwohlsein einhergeht. Diese Reaktion wird auch als Soforttyp-Allergie bezeichnet.

Daneben gibt es verzögerte, IgG-vermittelte Immunreaktionen. Hier ist nicht immer klar, welche Auslöser für die oft diffusen Symptome verantwortlich sind. Dazu können unter anderem Verdauungsbeschwerden oder Kopfschmerzen gehören.

IgG und IgE sind zwei wichtige Antikörpertypen unseres Immunsystems. Mithilfe von Allergietests (Pricktest oder Bluttest) kann gezielt nach Antikörpern gegen bestimmte Allergene gesucht werden. Das wird bei Hausärzten und HNO-Ärzten häufig gemacht – wobei die Therapie oft genau dort endet.

Denn Pollen und Gräser lassen sich im Alltag kaum vermeiden. Gut, dann weiß ich eben, dass ich auf Birkenpollen allergisch reagiere. Aber was fange ich nun mit diesem Wissen an? Birken aus dem Weg gehen?

Nein, das eigentliche Ziel sollte sein, die Immunkompetenz zu stärken. Das bedeutet, dem Immunsystem die Fähigkeit zu geben, angemessen auf Allergene zu reagieren. Nur so können die Beschwerden langfristig verbessert oder im besten Fall sogar ganz beseitigt werden.

 

Meine Erfahrungen mit Heuschnupfen

Seit ich denken kann, hatte ich Heuschnupfen. Mal mehr, mal weniger. Über die Jahre war ich bei verschiedenen HNO-Ärzten und habe unzählige Allergietests, Antihistaminika, Cortisonsprays und auch Operationen an Nase und Schleimhäuten über mich ergehen lassen. Sogar Desensibilisierungen und Bioresonanz.

Wirklich nachhaltig gebracht hat mir davon nichts.

Nachhaltige Linderung und eine aktuelle vollständige Symptomfreiheit konnte ich nur mit Wissen und Anwendungen aus der Naturheilkunde erreichen. Durch jahrelange Recherchen, Ausprobieren, Wälzen von wissenschaftlicher Literatur und Büchern.

Die wichtigsten Tipps möchte ich Dir in diesem Beitrag mitgeben.

Was hilft bei Heuschnupfen

Allergene gelangen üblicherweise über die Atemwege in den Körper und reizen die Schleimhäute

 

Was hilft bei Heuschnupfen? 10 wertvolle und bewährte Tipps

Im Anschluss möchte ich Dir zeigen, was mir selbst und auch vielen Klienten sehr geholfen hat. Diese Tipps sind wissenschaftlich gut untersucht, haben sich in der Praxis bewährt und sind in der Regel gut verträglich.

Ihr Ziel ist es, eine gesunde Immunkompetenz zu fördern. Dein Immunsystem soll wieder lernen, angemessen zu reagieren – sowohl auf echte Krankheitserreger als auch auf harmlose Allergene.

 

Milch und Weizen meiden

Es gibt verschiedene Gründe, warum unser Immunsystem übersensibel auf bestimmte Allergene reagiert und es zu Heuschnupfen kommt. Ein möglicher Grund ist, dass bestimmte Lebensmittel das Immunsystem zusätzlich belasten und dadurch allergische Beschwerden verstärken können. Irgendwann läuft das Fass über – und es kommt zu Heuschnupfensymptomen.

Zu den Lebensmitteln, die häufig im Verdacht stehen, Entzündungsprozesse oder Beschwerden zu fördern, gehören Milchprodukte und Weizen. Ich empfehle daher vielen Allergikern und Heuschnupfenpatienten, beide Lebensmittel für 30 Tage konsequent wegzulassen und zu beobachten, ob sich die Symptome bessern.

Viele Betroffene berichten bereits dadurch von einer deutlichen Verbesserung ihrer Beschwerden. Das habe ich auch bei mir selbst beobachtet – immer, wenn ich Milch trank, wurden meine Symptome stärker.

Auch bei Neurodermitis und Asthma berichten manche Betroffene von einer Besserung, wenn sie Milch oder Weizen meiden.

 

Stress lindern

Sind wir gestresst, ist es auch unser Immunsystem. Dadurch kann es leichter zu überschießenden Reaktionen auf Allergene kommen. Eine nachhaltige Stressreduktion gehört daher zu den wichtigsten Maßnahmen – nicht nur bei Heuschnupfen, sondern auch für Deine allgemeine Gesundheit.

Eine wichtige Grundregel bei Stress: Vieles hat mit unserer Bewertung zu tun. Die Reize, die täglich auf uns einprasseln, sind zunächst weder positiv noch negativ. Erst unsere Bewertung macht sie zu Stress. Ein Bewusstsein dafür sowie regelmäßige Meditation können dabei helfen, gelassener mit Stress umzugehen.

Auch Adaptogene wie Ashwagandha, Reishi und Rhodiola rosea sowie eine ausreichende Magnesiumversorgung können dabei unterstützen.

 

Omega-3-Fettsäuren

Den Omega-3-Fettsäuren schreibe ich persönlich einen großen Anteil daran zu, dass ich heute keinen Heuschnupfen mehr habe. Ich habe schon immer viel Fisch gegessen und auch gelegentlich Fischöl oder Algenöl eingenommen.

Vor ein paar Jahren habe ich einen Omega-3-Test gemacht und festgestellt, dass meine Versorgung nicht optimal war. Innerhalb weniger Monate habe ich meinen Omega-3-Status verbessert – und gleichzeitig wurden auch meine Symptome besser.

Für die meisten Menschen sind zwei bis drei Gramm Omega-3-Fettsäuren täglich eine sinnvolle Menge. Ein hochwertiges Algenöl ist dabei eine gute Empfehlung.

Wenn Du gerne einen Omega-3-Test machen und Deine Werte gemeinsam mit mir optimieren möchtest, schreibe mir gerne eine Nachricht an martin@schnelleinfachgesund.de.


Mikronährstoffe

Zink ist ein wichtiges Spurenelement und für eine normale Funktion des Immunsystems unverzichtbar. Liegt ein Mangel vor, kann dies die Immunfunktion beeinträchtigen. Ein Bluttest ist eine einfache Möglichkeit, den Versorgungsstatus zu überprüfen. Miss am besten auch Selen mit, da beide Mikronährstoffe häufig gemeinsam zu niedrig sind.

Ein gutes Multivitaminpräparat kann helfen, bestehende Versorgungslücken zu schließen.

Rotes Fleisch, Innereien und Meeresfrüchte wie Austern enthalten besonders viel Zink. Auch Hanfsamen und Haferflocken sind gute Zinkquellen.

Weitere wichtige Mikronährstoffe, die das Immunsystem unterstützen, sind Vitamin A, Vitamin C und Vitamin D.

 

CBD-Öl

Dem CBD-Öl schreibe ich ebenfalls einen großen Anteil daran zu, dass ich heute keinen Heuschnupfen mehr habe. Das erscheint auch plausibel, wenn wir uns die möglichen Wirkungen von CBD ansehen: Es kann entzündungshemmend wirken, Schmerzen lindern und möglicherweise das Immunsystem sowie das allgemeine Wohlbefinden unterstützen.

Dadurch könnte CBD dazu beitragen, überschießende Immunreaktionen abzuschwächen. Besonders sinnvoll erscheint die Kombination mit Omega-3-Fettsäuren und Reishi (siehe unten).

Eine überschießende Reaktion des Immunsystems kann durch CBD möglicherweise positiv beeinflusst werden. Eine häufig verwendete Dosierung liegt bei etwa 50 mg täglich.


Heilpilze

Heilpilze sind Pilze mit medizinisch untersuchten Inhaltsstoffen. Einige Heilpilze und ihre Extrakte wurden insbesondere im Hinblick auf ihre Wirkung auf das Immunsystem untersucht und könnten antiallergische Eigenschaften besitzen.

Auch hier gilt: Ziel ist es, das Immunsystem zu unterstützen und überschießende Immunreaktionen abzuschwächen. Einige Studien deuten zudem darauf hin, dass bestimmte Heilpilze entzündliche Prozesse beeinflussen können.

Besonders interessant bei Heuschnupfen sind Reishi, Chaga und Mandelpilz. Sie sind als Extrakt, Tee oder Tinktur erhältlich. Mandelpilz kann außerdem getrocknet oder als Pulver in den Ernährungsalltag integriert werden.

Reishi und Chaga sind als Extrakt oder Granulat erhältlich, aus dem sich ein kräftiger Tee (siehe Chaga-Tee) zubereiten lässt.


Fasten

Regelmäßiges Fasten kann den Körper entlasten und verschiedene Stoffwechselprozesse anregen, darunter auch die Autophagie. Dabei baut der Körper beschädigte oder nicht mehr benötigte Zellbestandteile ab und recycelt sie.

Intervallfasten wird immer beliebter. Dabei wird täglich etwa 12 bis 16 Stunden gefastet.

Der große Durchbruch kam bei mir und vielen Klienten erst durch einen vollständigen Fastentag pro Woche. Das bedeutet, einen Tag lang nichts zu essen und nur Wasser oder kalorienfreie Getränke zu sich zu nehmen. Manche Menschen ergänzen dies individuell durch Heilerde, Flohsamen oder andere naturheilkundliche Maßnahmen.

Bei mir war das immer der Montag.

Junge Frau schnäuzt sich die Nase

Probiere neue Wege aus – natürliche Wege

 

Kalt duschen

Die tägliche kalte Dusche darf bei meiner Morgenroutine nicht fehlen. Sie macht wach und erfrischt, regt den Stoffwechsel an und stärkt das Immunsystem. Auch eine natürliche Immunkompetenz wird ermöglicht.

Probiere es aus – für mindestens 7 Tage, jeden Morgen. In den ersten Tagen kostet es Überwindung, aber danach wird es einfacher. Außerdem wirst Du stolz auf Dich sein, die Herausforderung zu meistern

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Wildkräuter

Essbare Wildkräuter enthalten zahlreiche Bitterstoffe und wertvolle Nährstoffe, die Deinen Körper auf vielfältige Weise unterstützen können. Besonders hervorzuheben sind ihr Gehalt an Antioxidantien, Vitamin C und Chlorophyll sowie – je nach Pflanze – verschiedene Mineralstoffe.

Versuche doch einmal, von jedem Spaziergang in der Natur eine Handvoll essbarer Wildkräuter mitzubringen und in Deine Ernährung einzubauen – zum Beispiel im Salat, als Smoothie oder einfach so. Mein Favorit ist übrigens Löwenzahn, der in ersten Studien interessante Eigenschaften im Zusammenhang mit Entzündungs- und Allergieprozessen gezeigt hat.


Ballaststoffe

Ein großer Teil unseres Immunsystems ist mit dem Darm verbunden. Deshalb lohnt es sich, auch auf die Gesundheit Deines Darms und Deines Mikrobioms zu achten.

Besonders eine ausreichende Menge und die richtigen Ballaststoffe sind wichtig für einen gesunden Darm. Viele Menschen berichten, dass sich dadurch auch ihr allgemeines Wohlbefinden verbessert.

Etwa 50 g Ballaststoffe täglich sind ein guter Richtwert.

Gute Quellen für Ballaststoffe sind:

  • Pilze
  • Pseudogetreide und Haferflocken
  • Nüsse und Samen
  • Leinsamen
  • Flohsamen
  • frisches Gemüse
  • frisches Obst und Beeren
  • Ballaststoffpulver, z. B. resistentes Dextrin
  • Blattgemüse, Salat und Wildkräuter

Faustregel: Zu jeder Mahlzeit gehört auch eine gute Ballaststoffquelle. Kein Müsli ohne Leinsamen.

 

Bonus: Gewürze

Auch einige Gewürze besitzen entzündungshemmende und immunmodulierende Eigenschaften. Du kannst sie gezielt in Deine Ernährung einbauen – zum Beispiel als Gewürz, Tee oder Nahrungsergänzungsmittel.

Besonders wertvoll sind Kurkuma und Ingwer. Beide Gewürze dürfen auch in unserer Küche nicht mehr fehlen, und fast jeden Abend trinke ich eine Tasse Ingwertee.

Tipps bei Heuschnupfen Infographik

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Fazit: Was hilft bei Heuschnupfen?

In diesem Beitrag wollte ich Dir 10 wertvolle Tipps mitgeben, die Dir bei Heuschnupfen langfristig Linderung verschaffen können. Ich empfehle, bereits vor der Heuschnupfensaison damit zu beginnen, Dein Immunsystem zu unterstützen.

Nicht erst, wenn Du schon mittendrin bist. Prävention ist die beste Grundlage!

Was sind Deine liebsten Tipps gegen Heuschnupfen? Würdest Du gerne etwas ergänzen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!