Erdung bedeutet, den Körper mit der Erdoberfläche in Kontakt zu bringen und einen Ladungsausgleich zu vollziehen. Sie bringt ein gänzlich neues Lebensgefühl mit sich, wenn Du sie regelmäßig machst.
Erfahre in diesem Beitrag alles Wichtige über die Erdung Deines Körpers.
Was ist Erdung?
Wenn ein Haus gebaut oder eine Stromleitung verlegt wird, kommt das Thema Erdung auf. Um einen Ladungsausgleich mit der Erdoberfläche zu erreichen und Überspannung zu vermeiden, wird geerdet.
Was für unser Haus gilt, gilt auch für unseren Körper.
Wir Menschen sind durch und durch elektrische und elektromagnetische Wesen. Jede einzelne Zelle, unsere Mitochondrien, unser Nervensystem – alles läuft über Elektrizität. Unser Körper produziert Strom, kann ihn aufnehmen, kann Strahlung/EMF aufnehmen, verarbeiten und aussenden.
Hast Du schon einmal eine Türklinke angefasst und einen kleinen Schlag bekommen? Hier findet auf unangenehme Weise ein Ladungsausgleich statt.
Der Mensch war immer geerdet
Der Mensch war im Laufe seiner Entwicklung über Jahrmillionen hinweg geerdet. Wir standen immer in Kontakt mit der Erdoberfläche sowie mit leitfähigen Materialien wie Wasser, Gras, Erde und Sand.
Bis wir anfingen, Häuser mit Holz- oder Betonböden zu bauen. Bis wir anfingen, isolierte Schuhe mit Gummisohlen zu tragen.
Seitdem ist Erdung nicht mehr unser Normalzustand. Wir sind isoliert von der Erdoberfläche, können unsere Ladung nicht mehr ausgleichen – was zu chronischen Erkrankungen beiträgt, besonders über die Förderung von chronischen Entzündungen im Körper.
Die Erdoberfläche – das perfekte Antioxidans
Die Erdoberfläche ist negativ geladen. Der Grund dafür ist in der Ionosphäre zu finden: In diesem Bereich der Erdatmosphäre werden aufgrund von Weltraum- und Sonnenstrahlen Teilchen gespalten und/oder elektrisch aufgeladen.
Die positiv geladenen Teilchen werden zu den Polen abgeleitet, was unter anderem für Polarlichter sorgt. Die negativ geladenen Teilchen strömen zur Erdoberfläche hinab und verleihen ihr eine negative Nettoladung. Die negative Ladung geben sie in Form von Elektronen ab.
Was passiert eigentlich, wenn Du Dich erdest? Du nimmst diese freien Elektronen von der Erdoberfläche auf. Diese neutralisieren in Deinem Körper Teilchen namens „freie Radikale“. Diese freien Radikale fallen in Deinem Körper auf natürliche Weise an. Bei Stress, chronischen Entzündungen oder Erkrankungen können jedoch zu viele freie Radikale entstehen. Das nennen wir „oxidativen Stress“.
Gewissermaßen ist die Erde also das beste Antioxidans – und zudem kostenlos.
Die Vorteile von Erdung
Durch Erdung profitierst Du auf vielerlei Weisen:
- Aufnahme von Elektronen/Antioxidantien
- Linderung von oxidativem Stress und chronischen Entzündungen
- Einstellung unseres Tag-Nacht-Rhythmus
- Ladungsausgleich
- Entspannung von Nervensystem und Körper
- Stresslinderung
- Linderung chronischer Schmerzen
- Besserung der Gelenkgesundheit
- Angenehmes Gefühl an den Füßen/Händen
Dazu gibt es mittlerweile auch wissenschaftliche Studien.
Zwei interessante Studien zur Erdung unseres Körpers
Zwei Studien möchte ich Dir gerne vorstellen – darin wurden Menschen geerdet und bestimmte Gesundheitsparameter untersucht. Ich finde sie höchst interessant.
Studie 1: Geerdet schlafen, besser erholen
Die besten Hersteller von Naturbetten beachten dies schon: Sie ermöglichen, dass man geerdet schläft. Grund dafür ist eine Studie, bei der Teilnehmer während des Schlafens geerdet wurden. Dabei wurden der Erholungsgrad und der Cortisolspiegel gemessen. Bei den geerdeten Studienteilnehmern wurde während der Nacht ein niedrigerer Cortisolspiegel festgestellt als bei nicht geerdeten Teilnehmern.
Das ist insofern wichtig, weil Cortisol der natürliche Gegenspieler von Melatonin, unserem Schlaf- und Erholungshormon, ist. Weniger Cortisol nachts bedeutet bessere Erholung.

Aus Chevalier et al., 2012: Wer geerdet schläft, schläft besser (sinkender Cortisolspiegel, höherer Melatonin-Spiegel)
Studie 2: Erden führt zu weniger Gelenkschmerzen
In einer zweiten Studie wurden Teilnehmer mit Arthritis (entzündliche Gelenkerkrankung) geerdet. Mit einer Wärmebildkamera und Fragebögen wurde festgestellt, wie sie sich fühlten, wie stark die Schmerzen waren und wie heiß (entzündet) die Gelenke.

Aus Osman, 2015: Nach der Erdung berichten Teilnehmer über weniger Schmerzen. Die Wärmebilder zeigen eine deutliche Entzündungslinderung.
Weitere interessante Ergebnisse aus der Studie von Osman, 2015:
Stark beschleunigte Wundheilung bei einem Tour-de-France-Radfahrer durch Erdung (s. die Erdungselektroden ganz oben).

Beschleunigte Wundheilung bei einer 84-jährigen Diabetikerin durch regelmäßiges Erden:

Da es sich hierbei um Einzelfälle handelt, wären Studien in größerem Maßstab erforderlich.
Meine Erfahrung mit Erdung
Wenn ich mich erde, fühle ich mich einfach besser. Naturverbundener. Entspannter.
Daher versuche ich, mich so oft es geht zu erden. Das ganze Jahr über. Möglichst jeden Tag einmal – genau wie ich täglich meine Nahrungsergänzungen einnehme, kalt dusche und mich gesund ernähre.
Es gehört zu meinem Alltag.
Es ist wie ein Vitamin.
… es fühlt sich unheimlich gut und natürlich an.
Deshalb kann ich es Dir nur empfehlen.
Wie und wo kann ich mich erden?
Du erdest Dich, indem Deine Haut in Kontakt mit der Erdoberfläche oder einem leitfähigen Material kommt.
Diese Materialien sind leitfähig:
Wasser (besonders Salzwasser)
Schnee und Eis
Gras
Bäume
Schlamm
Erde
Sand (schwach)
Beton (schwach)
Stein
Metalle
Nasse/feuchte Materialien
Nicht leitfähig sind:
Sehr trockene Erde
Totes Holz
Asphalt
Glas
Höhlen (also unterirdisch)
Gehe barfuß auf einer leitfähigen Oberfläche an der frischen Luft und Du bist geerdet.
Wie kannst Du Dich im Alltag erden?
Ein paar Beispiele, wie Du Dich konkret im Alltag erden kannst:
- Barfuß auf einer Wiese laufen
- In einem natürlichen Gewässer schwimmen
- Waldbaden (einen Baum berühren)
- Metall, das im Boden steckt, berühren (z. B. eine Metallbank, ein Geländer oder ein Straßenschild)
- Im Schnee spielen
- Gartenarbeit
- Spaziergang im Wald und dabei die Natur „spüren“
- Auf dem Spielplatz oder im Sandkasten mit Deinen Kindern spielen
- Nach einer Sporteinheit noch barfuß auf dem Rasen auslaufen (Fußballer machen das zum Ausklang nach einem Spiel oder Training)
Wenn Du möchtest, kannst Du mit einem Voltmeter die elektrische Spannungsdifferenz zwischen Deinem Körper und der Erde überprüfen. Damit siehst Du auch, wie sie sich durch den Erdkontakt verändert.
In den eigenen vier Wänden erden?
Man kann sich auch in den eigenen vier Wänden erden. Hierfür gibt es z. B. Erdungs-Mousepads oder Erdungslaken.
Suchst Du nach konkreten Produktempfehlungen? Finde hier einen Überblick mit Marken, denen wir vertrauen, weil wir ihre Produkte sorgfältig getestet haben. Und das Beste? In vielen Fällen erhältst Du einen Rabattcode, mit dem Du bares Geld sparst:
Erdung zu jeder Jahreszeit
Im Sommer erden wir uns automatisch häufiger, da wir uns mehr in der Natur aufhalten, im Meer/See schwimmen oder barfuß auf Wiesen laufen.
Du kannst Dich jedoch auch im Herbst oder Winter erden. Berühre die Erde. Laufe kurz barfuß. Fasse ins kalte Wasser oder in den Schnee. Bade in einem natürlichen Gewässer (Eisbaden).
Zusammenfassung
Unser Körper (und eigentlich fast jedes Lebewesen auf der Erde) war schon immer geerdet – bis vor Kurzem. Er benötigt die Erdung jedoch für einen Ladungsausgleich und für die Aufnahme freier Elektronen.
Das Schöne an der Erdung ist, dass wir uns fast überall, jederzeit und kostenlos erden können.
Solltest Du Dich beim Schlafen oder während der Arbeit erden wollen, gibt es spezielle Produkte wie geerdete Mousepads oder Bettwäsche.
- https://www.panikattacken-wastun.at/5-gruende-warum-du-dich-erden-solltest/
- Chevalier G, Sinatra ST, Oschman JL, Sokal K, Sokal P. Earthing: health implications of reconnecting the human body to the Earth’s surface electrons. J Environ Public Health. 2012;2012:291541. doi: 10.1155/2012/291541. Epub 2012 Jan 12. PMID: 22291721; PMCID: PMC3265077.
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- Chamberlin, Kent et al. “Analysis of the charge exchange between the human body and ground: evaluation of “earthing” from an electrical perspective.” Journal of chiropractic medicine vol. 13,4 (2014): 239-46. doi:10.1016/j.jcm.2014.10.001
