Die Schilddrüse ist ein wahres kleines Meisterwerk: Tag für Tag produziert sie Hormone, die maßgeblich bestimmen, wie Du Dich fühlst und wie viel Energie Dir zur Verfügung steht. Damit sie ihre Aufgabe optimal erfüllen kann, braucht sie jedoch bestimmte Nährstoffe. Die wichtigsten Nährstoffe stelle ich dir in diesem Beitrag vor.


Welche Nährstoffe benötigt eine gesunde Schilddrüse?

Die Schilddrüse benötigt Ausgangssubstanzen, mit denen sie die Schilddrüsenhormone bildet.

Sind diese nicht in ausreichender Menge vorhanden, gerät die Hormonproduktion ins Stocken. Stehen sie der Schilddrüse hingegen genügend zur Verfügung, schaffst Du die besten Voraussetzungen für eine gesunde Funktion Deiner Schilddrüse. Gerade bei einer Schilddrüsenunterfunktion liegt häufig ein Mangel an diesen wichtigen Nährstoffen vor. 

Weitere Ursachen für eine Schilddrüsenunterfunktion sind eine ungesunde Ernährung, Stress, zu wenig Schlaf, Belastung mit Schwermetallen und ein Leaky Gut Syndrom.

Nährstoffe, die Deine Schilddrüse für ihre Arbeit benötigt

Es sind grob gesagt 10 Nährstoffe, die Deine Schilddrüse maßgeblich benötigt. Diese sollten ausreichend vorhanden sein. Ich zeige Dir, welche das sind und in welchen Lebensmitteln Du sie findest. Diese solltest Du idealerweise täglich über Deine Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel aufnehmen.

Wichtige Nährstoffe für Deine Schilddrüse


Tyrosin

Tyrosin ist eine nicht-essenzielle Aminosäure und dient als wichtige Vorstufe für die Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3). Fehlt es in der Ernährung an Tyrosin, kann die Schilddrüse möglicherweise nicht ausreichend Hormone bilden. Dies kann die Entstehung oder Verstärkung einer Schilddrüsenunterfunktion begünstigen kann.

Tyrosin ist auch an der Bildung wichtiger Neurotransmitter wie Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin beteiligt sowie am Aufbau des Hautfarbstoffs Melanin.

Gute Tyrosinquellen sind proteinreiche Lebensmittel wie Hühnchen, Lachs und Eier. Diese liefern etwa 0,5 bis 0,8 g Tyrosin pro 100 g. Der tägliche Bedarf liegt bei etwa 2 bis 3 g. Auch Milchprodukte wie Quark, Käse und Joghurt liefern nennenswerte Mengen Tyrosin. Hier solltest Du jedoch testen, ob Du Milch überhaupt verträgst.


Vitamin A

Vitamin A spielt eine zentrale Rolle für die gesunde Funktion der Schilddrüse – insbesondere bei der Ausschüttung von TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon). Dieses Hormon wird in der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) gebildet und regt die Schilddrüse dazu an, Schilddrüsenhormone zu produzieren.

Ein Mangel an Vitamin A kann außerdem die Umwandlung von Thyroxin (T4) in das stoffwechselaktive Trijodthyronin (T3) in der Leber beeinträchtigen. Fehlt dem Körper ausreichend T3, kommt es zu Symptomen einer Schilddrüsenunterfunktion, obwohl genügend T4 vorhanden sein könnte.

Gerade bei Menschen mit Schilddrüsenunterfunktion kommt es häufig zu einer gestörten Umwandlung von Beta-Carotin (Provitamin A) in aktives Vitamin A. In solchen Fällen reicht eine rein pflanzliche Zufuhr von Beta -Carotin – z. B. über Karotten oder Kürbis – oft nicht aus.

Daher ist es besonders wichtig, auf tierische Vitamin-A-Quellen wie Leber, Leberwurst oder Eigelb zurückzugreifen. Alternativ kann auch eine gezielte Supplementierung, etwa in Form von Vitamin-A-Tropfen, helfen, den Bedarf zu decken und die Schilddrüsenfunktion zu unterstützen.

B-Vitamine

Die Vitamine B3, B6, B9 (Folsäure) und B12 sind entscheidend für eine gesunde Schilddrüsenfunktion. Sie tragen unter anderem dazu bei, dass Jod – ein Schlüsselfaktor der Hormonproduktion – richtig gebunden und verwertet werden kann. Gerade bei einer Schilddrüsenunterfunktion zeigt sich häufig ein Mangel an Folsäure und Vitamin B12.

Vitamin B12 spielt dabei eine Schlüsselrolle für die Funktion der Schilddrüse. Es unterstützt den Energiestoffwechsel, die Bildung roter Blutkörperchen und schützt die Myelinscheiden. Die Myelinscheide ist eine schützende Hüllen um unsere Nervenzellen. Ein Mangel kann zu starker Müdigkeit, Konzentrationsproblemen und Stimmungstiefs führen. Eine gute Versorgung kann diese Symptome spürbar lindern.

Folsäure (Vitamin B9) unterstützt die Schilddrüse auf mehreren Wegen:

  1. Unterstützung bei Zellteilung und Geweberegeneration: Die Schilddrüse ist ein hormonproduzierendes Organ mit hohem Zellumsatz. Folsäure trägt zur gesunden Zellteilung bei und unterstützt so die Regeneration des Schilddrüsengewebes.
  2. Einfluss auf den Homocystein-Stoffwechsel: Ein Mangel an Folsäure kann zu erhöhtem Homocystein führen, was die Durchblutung beeinträchtigen kann – auch in der Schilddrüse. Eine gute Durchblutung ist wichtig für die Hormonversorgung und Funktion des Organs.
  3. Wechselwirkung mit Vitamin B12: Folsäure arbeitet eng mit Vitamin B12 zusammen. Ein Mangel an einem der beiden Vitamine kommt bei Schilddrüsenerkrankungen, besonders bei Hashimoto, häufig vor und kann Symptome wie Müdigkeit, depressive Verstimmungen oder Konzentrationsprobleme verstärken.
  4. Beteiligung an Entgiftungs- und Stoffwechselprozessen: Die Schilddrüse ist stark vom allgemeinen Stoffwechsel abhängig. Folsäure hilft bei der Methylierung – einem wichtigen Prozess zur Genregulation und Entgiftung, der auch für die Schilddrüsenfunktion relevant ist.

Gute Vitamin-B-Quellen sind:

  • Innereien wie Leber
  • Rotes Fleisch und Fisch
  • Eier
  • Hülsenfrüchte
  • Sprossen und Keimlinge
  • Pilze

Wichtiger Hinweis zu Biotin (Vitamin B7):
Biotin kann die Laborwerte der Schilddrüsenhormone verfälschen. Die gemessenen Werte können dann fälschlicherweise zu hoch oder zu niedrig ausfallen. Wenn Du Biotin supplementierst, solltest Du Deinen Arzt vor einer Blutentnahme unbedingt informieren oder die Einnahme einige Tage vorher pausieren.

Eisen

Ein Eisenmangel kann die Entstehung oder das Fortschreiten einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) begünstigen. Eisen ist ein zentraler Bestandteil des Enzyms Thyreoperoxidase (TPO), das an der Bildung der Schilddrüsenhormone beteiligt ist. Ist nicht genug Eisen vorhanden, kann TPO nicht richtig arbeiten – Hierdurch wird die Hormonproduktion gehemmt, was zu einer Unterfunktion führen kann.Auch umgekehrt beeinflusst eine Schilddrüsenunterfunktion die Eisenaufnahme. Bei einer verminderten Versorgung mit Schilddrüsenhormonen verlangsamen sich die Stoffwechselprozesse, was auch die Eisenresorption im Magen-Darm-Trakt beeinträchtigt. So kann ein Teufelskreis aus Hormonmangel und Eisenmangel entstehen.

Ein Eisenmangel ist leider immer verbreiteter.

Der Tagesbedarf wird bei 10-20 mg angegeben.

Eisenreiche Lebensmittel sind rotes Fleisch, Innereien, Eier, Hirse, Hafer, Hülsenfrüchte, Zucchini, Shiitake, Austernpilze und grünes Gemüse.


Zink

Zink spielt eine zentrale Rolle bei der Bildung und Regulation von Schilddrüsenhormonen. Ein Zinkmangel kann die Hormonproduktion deutlich einschränken. Bei vielen Schilddrüsenfunktionsstörungen ist daher Zink als kritischer Nährstoff zu betrachten.

Gleichzeitig braucht der Körper Schilddrüsenhormone, um Zink effizient aufnehmen zu können. Eine Unterfunktion kann somit nicht nur durch Zinkmangel begünstigt werden, sondern diesen auch weiter verschärfen. Ein Ungleichgewicht in diesem Zusammenspiel kann zahlreiche Körperfunktionen negativ beeinflussen – von Energiestoffwechsel über Immunsystem bis hin zu Hautgesundheit.

Zinkreiche Lebensmittel sind: rotes Fleisch, Innereien, Meeresfrüchte, Fisch, Hirse.

Der Tagesbedarf wird bei 10-20 mg angegeben.


Selen

Selen gehört zu den Spurenelementen und unterstützt im Körper die Umwandlung des Schilddrüsenhormons T4 in die aktive Form T3, die den Stoffwechsel reguliert und zahlreiche Körperfunktionen steuert. Ein Mangel an sich ist ein Risikofaktor für eine Schilddrüsenunterfunktion. Doch Selen kann noch mehr: Es ist Teil vieler antioxidativer Enzyme, die die Schilddrüse vor Erkrankungen und Entzündungen bewahren.

Die vorbeugende und unterstützende Funktion von Selen auf die Schilddrüse gilt als gesichert. Der Tagesbedarf liegt bei 200-500 mcg.

Selenreiche Lebensmittel sind: Innereien wie Leber, Herz; Paranüsse; Eigelb


Jod

Die häufigste Schilddrüsenerkrankung ist die durch Jodmangel verursachte Schilddrüsenvergrößerung (Struma diffusa). Etwa 35 % der Bevölkerung sind davon betroffen. Steht der Schilddrüse nicht genügend Jod zur Verfügung, versucht sie, einem drohenden Hormonmangel durch Größenzunahme entgegenzuwirken.

Jedoch istdas Spurenelement, was die Schilddrüse angeht, ein zweischneidiges Schwert. Die Schilddrüse benötigt es, um fT4 zu bilden und ist von der Jodversorgung abhängig. Gleichzeitig ist die Schilddrüse jedoch ein echtes Sensibelchen und reagiert empfindlich auf freie Sauerstoffradikale (ROS) und Entzündungen.

Wenn Jod an die Schilddrüse gebunden und fT4 produziert wird, werden kleine Mengen ROS gebildet. Das kann für die Schilddrüse zu viel werden.

Daher sind die anderen Nährstoffe und Antioxidantien so wichtig, damit die Schilddrüse gut mit Jod umgehen kann. Auch bei Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse ist es ab einem bestimmten Punkt wichtig, wieder eine Jodzufuhr einzuschleichen. Dieser Punkt sollte jedoch nur mit einem erfahrenen Therapeuten abgesprochen werden.

Der Tagesbedarf von Jod für einen Erwachsenen wird auf 0,4-1 mg geschätzt. Vorausgesetzt, die Schilddrüse ist nicht gereizt oder entzündet.

Jodreiche Lebensmittel sind im Grunde alle Meereslebewesen: Fische, Meeresfrüchte, Algen und Speisesalz.


Antioxidantien

Antioxidantien benötigt die Schilddrüse, um die Aufnahme und Bindung von Jod abzupuffern. Bestimmte Antioxidantien, wie Curcumin, OPC, Cordyceps- oder Reishi-Extrakt, gelten als besonders entzündungshemmend und sind wissenschaftlich gut untersucht.

Eine Ernährung reich an Antioxidantien ist die wichtigste Voraussetzung. Bei chronischen Entzündungen im Körper oder an der Schilddrüse kann eine Nahrungsergänzung mit Antioxidantien eine sinnvolle Option darstellen.

Tipp: Reishi- und Cordyceps-Extrakt sind stark entzündungslindernd und reduzieren auch die Antikörper-Werte. Zudem ist Cordyceps anregend auf die Schilddrüse, ohne sie dabei zu stressen. Bei einer Unterfunktion ist ein Adaptogen wie Cordyceps eine natürliche und risikoarme Unterstützung, die sich ideal mit den genannten Nährstoffen ergänzt.

Meine EmpfehlungMico Cord (Cordyceps-Extrakt)* und Mico Rei (Reishi-Extrakt)* von Hifas da Terra.


Omega 3-Fettsäuren

Eine ausreichende Zufuhr mit Omega 3-Fettsäuren ist für den Körper wichtig, um Entzündungen zu regulieren und chronischen Entzündungen vorzubeugen. Letzteres mag die Schilddrüse nicht.

Ein Omega 3-Mangel äußert sich in einer erhöhten Entzündungsneigung. Dies gilt es zu verhindern, daher empfehlen wir eine ausreichende Versorgung durch Fisch, Meeresfrüchte, Bio-Eier und Bio-Fleisch.

Wichtig dabei auch: Omega 6-Fettsäuren reduzieren – also nicht mit Sonnenblumenöl oder ähnlichen industriellen Speiseölen kochen, kein Fast Food essen und Produkte aus Massentierhaltung meiden.


Vitamin D

Ein Vitamin D-Mangel steht im Verdacht das Risiko für die Entstehung von Autoimmunerkrankungen, wie Hashimoto und Morbus Basedow zu erhöhen und wird auch mit anderen entzündlichen Krankheiten in Verbindung gebracht. Eine ausreichende Vitamin D-Versorgung erreichst Du durch ausreichend Aufenthalt in der Sonne im Sommer und durch eine Ergänzung mit Supplements (bei Mangel) in den dunklen Monaten.

Bei einem Blutwert von < 30 ng/ml sprechen wir von einem Vitamin D-Mangel. Eine tägliche Ergänzung von 5.000 IE Vitamin D3 reicht bei den meisten Menschen aus, um einen Mangel zu beseitigen, ohne eine Vitamin D-Überdosierung zu riskieren. Wichtig ist, dass Du Vitamin D immer zusammen mit Vitamin K und Magnesium supplementierst.

Tabelle Nährstoffprotokoll bei Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto

Hinweis: Du kannst ganz einfach von zu Hause aus mit den Trockenbluttests von Equology testen, ob Du unter einem Jodmangel leidest oder wie Deine Omega-3 zu Omega-6 Verhältnis ist. Wenn Du auch einen Trockenbluttest ausprobieren möchtest, dann schreib uns gerne eine E-Mail.


Eine gesunde Ernährung für die Schilddrüse

Die Schilddrüse zeigt recht schnell, ob sie zufrieden ist oder nicht. Eine gesunde Ernährung deckt den Bedarf der wichtigsten Nährstoffe für die Schilddrüse.

Die wichtigsten Lebensmittel dafür könnten wir wie folgt zusammenfassen:

  • Rotes Fleisch und Innereien aus artgerechter Haltung
  • Bio-Eier
  • Grünes Gemüse
  • Sprossen und Keimlinge
  • Pilze
  • Fisch, Meeresfrüchte, Algen
  • Hirse, Hafer, glutenfreies Getreide
  • Frisches Obst, Beeren
  • Kräuter, Gewürze
  • Stärkehaltiges Gemüse, wie Karotten, Kürbis, Süßkartoffeln, Kartoffeln

Um die meisten der Nährmittel für die Schilddrüse abzudecken, ist die Ernährung maßgeblich – ein gutes Multivitamin-Präparat ist eine gute Ergänzung, wenn Du sicherstellen möchtest, jeden Tag ein gutes Maß an Nährstoffen zuzuführen.

Rezepte mit Lebensmitteln, die die Schilddrüse unterstützen

Diese drei ausgewählten Rezepte versorgen Deine Schilddrüse mit allem, was sie braucht. Sie liefern die 10 wichtigsten Nährstoffe – von Tyrosin über Jod bis hin zu Omega-3-Fettsäuren. Ob Frühstück, Mittag- oder Abendessen: Jedes Gericht ist nährstoffreich, ausgewogen und schnell zubereitet. Ideal für alle, die ihre Schilddrüse gezielt unterstützen möchten.


Frühstück: Low-Carb Frühstücks-Pfannkuchen mit Banane & Avocado-Nutella

Zutaten:

  • 2 reife Bananen
  • 2 Eier (Bio/Freiland)
  • 3 EL geschrotete Leinsamen
  • Optional: etwas Stevia oder Honig zum Süßen

optionale Zutaten:

  • etwas Stevia oder Honig
  • 1 Avocado
  • 2 Teelöffel Kakao
  • Proteinpulver Schoko

Beilage: Avocado-Nutella:

  • 1 Avocado
  • 2 TeelöffelKakao
  • Stevia oder Honig
  • Optional: Proteinpulver Schoko


Dieses Frühstück liefert die wichtigsten Nährstoffe für eine gesunde Schilddrüsenfunktion: Tyrosin, B‑Vitamine, Eisen, Zink, Selen, Omega‑3 und Antioxidantien. Diesen Nährstoffmix wird Deine Schilddrüse lieben. Das Fehlen von zugesetztem Zucker und Mehl macht dieses Frühstück besonders gesund und hält den Blutzucker stabil.

Hier findest Du das vollständige Rezept: Frühstücks-Pfannkuchen mit Banane und Avocado-Nutella


Mittagessen: Miso‑Suppe mit Glasnudeln

  • 600 g Gemüse nach Wahl (z.B. Knollensellerie, Karotten, Zucchini, Champignons)
  • 1 Esslöffel Kokosöl
  • 3 Teelöffel Miso-Paste
  • 2 Esslöffel Sojasauce
  • 1l Flüssigkeit (Wasser, Gemüse- oder Knochenbrühe)
  • 100g Glasnudeln
  • 0.5 Teelöffel Chiliflocken
  • 1 Teelöffel Salz

Die Miso-Suppe ist ein wahres Kraftpaket für die Schilddrüse. Sie liefert gleich mehrere wichtige Nährstoffe, die für eine gesunde Hormonproduktion und eine ausgeglichene Funktion der Schilddrüse entscheidend sind.

Ein zentraler Vorteil liegt in ihrem Gehalt an Jod. Wie Du bereits weißt, ist Jod einer der wichtigsten Bausteine für die Bildung der Schilddrüsenhormone T3 und T4. Je nach Zubereitung kann die Suppe auch durch Algen oder Meeresgemüse ergänzt werden, was den Jodgehalt zusätzlich erhöht.

Auch das fermentierte Miso selbst bringt viele Vorteile mit sich. Es enthält natürliche Probiotika, die den Darm stärken. Das ist besonders wichtig bei Schilddrüsenproblemen, da eine gesunde Darmflora die Nährstoffaufnahme verbessert. Hierdurch kann der Darm die Nährstoffe Selen, Zink oder Eisen besser aufnehmen, diese findest Du ebenfalls in der Suppe. Gerade bei autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen wie Hashimoto, bei denen häufig ein „Leaky Gut“ vorliegt, kann diese Wirkung sehr unterstützend sein.

Die weiteren Zutaten wie Champignons, Sellerie, Karotten oder Zucchini liefern zusätzlich B-Vitamine, Eisen und eine Vielzahl an Antioxidantien, die entzündungshemmend wirken. Du kannst Deine Suppe auch mit Ingwer und Kurkuma verfeinern, diese Gewürze tragen dazu bei, stille Entzündungen im Körper zu reduzieren.

Wird die Suppe mit Brühe auf Fleisch- oder Fischbasis zubereitet, kommen zusätzlich Tyrosin (eine wichtige Aminosäure für die Hormonbildung) und gegebenenfalls Omega-3-Fettsäuren hinzu. Sowohl Tyrosin als auch Omega 3 sind entscheidend für die Regulation der Schilddrüsenfunktion und hemmen Entzündungen im Körper.

Das leckere Rezept findest Du hier.


Abendessen: Spinatrollen mit Lachs und Frischkäse

Zutaten:

  • 4 Eier
  • 1 Teelöffel Salz
  • 400 g junger Tiefkühl-Spinat (bei frischem Spinat mind. die doppelte Menge)
  • 2 Esslöffel Leinsamen
  • 1 Esslöffel Kokos- oder Olivenöl (für den Teig)
  • 1 Teelöffel Kokos-, Olivenöl, oder Ghee (für das Blech)
  • 200 g (Ziegen-) Frischkäse
  • 100 g geräuchterter Lachs

Die Spinatrollen mit Lachs und Frischkäse liefern eine ausgewogene Kombination aus Jod, Selen, Zink, Vitamin D, Vitamin B12, Folsäure, Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien. Damit sind sie eine rundum nährstoffreiche Mahlzeit, die die Schilddrüse sowohl in ihrer hormonellen Funktion als auch im Immunschutz optimal unterstützt.

Das Rezept findest Du hier auf unserer Website.



Fazit

Erkrankungen der Schilddrüse wie eine Unterfunktion oder Hashimoto betreffen viele Menschen und bleiben oft lange unentdeckt. Symptome wie Erschöpfung, Gewichtszunahme, depressive Verstimmungen oder Konzentrationsprobleme können Hinweise darauf sein.

Für Betroffene ist eine gezielte Ernährung besonders wichtig. Denn viele Nährstoffmängel können die Funktion der Schilddrüse beeinträchtigen oder bestehende Beschwerden verstärken. Umgekehrt kann eine nährstoffreiche Ernährung dazu beitragen, die Hormonbalance zu stabilisieren und das Wohlbefinden deutlich zu verbessern.

Empfohlen wird daher eine vollwertige Ernährung mit hochwertigen Eiweißen, gesunden Fetten, frischem Gemüse, Kräutern, Nüssen und unterstützenden Vitalstoffen – möglichst täglich. Wer seine Schilddrüse langfristig unterstützen möchte, sollte seinen Fokus auf nährstoffdichte Nahrungsmittel fest in den Alltag integrieren.

Ernährung ist dabei eine wirkungsvolle Ergänzung zur klassischen Medizin und Medikamente wie L-Thyroxin und kann Deine Schilddrüse auf natürlichem Weg entlasten und unterstützen.


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