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Gegrillte Paprika – warm oder kalt serviert

von Felix Glaser
Gegrillte bunte Paprika auf weissem Teller auf beigem Hintergrund

Heute schauen wir uns mal einen rein pflanzlichen Genuss vom Grill an: die gegrillte Paprika. Warm vom Grill begeistert sie alle Deine Gäste am Grillabend. Es lohnt sich immer, gleich etwas mehr zu machen, so hast Du leckere Antipasti für den nächsten Tag, womit Du beispielsweise einen Salat aufpeppen kannst!

Weil uns wegen des einfachen Rezepts und der kurzen Zutatenliste noch etwas Zeit bleibt, gibt es heute wieder etwas Warenkunde für alle, die etwas über die Paprika lernen möchten.

 

Die Paprika – ein langjähriger Freund in der Küche, der nicht so alt bekannt ist, wie gedacht

Die Paprika hat in Deutschland – kaum zu glauben – eine eher kurze und steile Erfolgsgeschichte. Sie war bei uns bis nach Ende des Zweiten Weltkriegs noch so gut wie unbekannt und zählt heute zu den beliebtesten Gemüsesorten der Deutschen. Dennoch wird die meiste Paprika importiert und weniger als 5 % der verkauften Ware stammen aus deutscher Produktion. Vor allem die Niederlande haben sich auf den Anbau von Paprika im Gewächshaus spezialisiert und versorgen uns auch heute vielerorts mit den grünen, gelben, roten aber auch schwarzen, orangen und violetten Schoten.

Die wichtigsten weiteren Anbauländer unter freiem Himmel sind aufgrund des passenden Klimas: Italien, Spanien, Südfrankreich, Griechenland, Israel, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, so gut wie alle Länder des ehemaligen Jugoslawien, sowie etliche afrikanische, asiatische, mittel- und südamerikanische Länder.

Die Gemüsepaprika zählt zu der Familie der Nachtschattengewächse. Sie kam erst mit den spanischen Eroberern im 16. Jahrhundert aus den Tropen Süd- und Mittelamerikas nach Europa und von dort nach Asien. Sie ist bis heute noch unter dem Zweitnamen «Spanischer Pfeffer» bekannt. Anfangs wurden die häufig pikanten bis scharfen Schoten nur als Zierpflanze angebaut und erst durch intensive Züchtung entstanden Anfang des letzten Jahrhunderts die begehrten milderen Sorten. Dass die Sorten so mild geworden sind, liegt daran, dass die Fruchtkörper weniger Capsaicin enthalten, das ist auch der Stoff, der Chilis scharf macht und unseren Geschmacksrezeptoren Wärme suggeriert.

Obwohl die Frucht der Paprika als «Paprikaschote» bezeichnet wird, handelt es sich bei dieser einjährigen, 30 bis 100 cm hohen krautigen Pflanze botanisch gesehen um eine Beere, die in Form, Farbe und Größe sehr unterschiedlich sein kann. Nach EU-Qualitätsnorm für Gemüsepaprika werden die Handelstypen in: länglich-spitz, eckig-spitz bzw. kreiselförmig, eckig-abgestumpft bzw. «Blocktyp» und platt (Tomatenpaprika) eingeteilt.

Paprika enthält relativ viel Vitamin C von ca. 100 bis 150 mg bei grünem Paprika bis zu 300 mg bei roten. Außerdem wurde in der Paprika noch das Vitamin P entdeckt, das den Buchstaben P im Namen der Paprika verdankt. Aufgrund von vielen wertvollen Inhaltsstoffen wird der Paprika auch eine gewisse heilende Wirkung zugeschrieben. So soll sie appetitanregend, verdauungsfördernd, harntreibend und desinfizierend für die Schleimhäute wirken.

Eine bunte Sache: Grüne Paprika wurden unreif geerntet und können bei der Lagerung noch rötlich nachfärben. Sie werden aber nie so rot, wie wenn sie am Strauch ausgereift wären. Alle anderen sind das Ergebnis intensiver Zucht.

 

Bunte Paprika in Waschbecken mit Wasser

Paprika ist nicht gleich Paprika – so viel Vielfalt!

 

Einkaufstipps für Paprika

Verschiedene Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Pflanzen, die in Nährlösung wachsen, sich in der Zellstruktur von Pflanzen, die auf Erde gewachsen sind, unterscheiden. Auch wenn Dich das jetzt vielleicht überrascht, so wächst wahrscheinlich schon sehr vieles, das Du täglich isst, nicht mehr in unserer Mutter Erde, sondern auf Nährlösungen ohne Kontakt zu Erde. Ob das einen, und falls ja welchen, Einfluss das hat, ist aus meiner Sicht kaum zu sagen.

Abgesehen davon verdrängt sogenanntes Hybrid-Saatgut (Saatgut, für das ein Patent vergeben wurde) alte Sorten. Die Samen dieses Saatgutes dürfen nicht wieder ausgesät werden, sondern der Landwirt muss das Saatgut immer wieder vom Hersteller kaufen. Oft werden nur noch diese Sorten angebaut, da sie zusammen mit vollmundigen Werbeversprechen an die Landwirte verkauft werden.

Deshalb empfehle ich Dir Deine Paprika direkt beim Erzeuger aus Deiner Region und vom Wochenmarkt zu kaufen, wenn das Gemüse Saison hat. Achte darauf, dass die Schoten schön krumm, schief und unterschiedlich sind und unterstütze so aktiv die Artenvielfalt auf unseren Tellern. Außerdem investierst Du Dein Geld direkt dort, wo es am meisten bringt, beim Erzeuger.

Paprika sollten nach dem Einkaufen kühl, aber nicht unter +7 °C gelagert werden.

 

Gegrillte bunte Paprika auf weissem Teller auf beigem Hintergrund

Gegrillte Paprika – warm oder kalt serviert

Portionen: 4-6 Zubereitungszeit: Kochzeit:
Nährwert ca. 60 kcal bei 100 g Kalorien 20 grams Fett
Bewertung 5.0/5
( 2 bewertet )

ZUTATEN

1000 g Paprika – gewaschen, halbiert und ohne Kerne
Salz
Olivenöl
Knoblauch-Kräuter-Öl

ZUBEREITUNG

  1. Grill anzünden und aufheizen lassen.
  2. Die Paprikahälften längs in 3 – 5 gleichmäßige Stück schneiden, je nach Größe, und direkt leicht salzen.
  3. Die Paprika mit der Hautseite nach unten auf den Grill geben und so lange von der Hautseite grillen, bis die Haut Blasen wirft und bräunt (ca. 4 – 8 Minuten). Anschließend noch kurz von der anderen Seite grillen und in eine Schale herausnehmen.
  4. Die Schale, so gut es geht, abziehen, mit dem Kräuter-Knoblauch-Öl bepinseln und auf einem Teller anrichten.
    Tipp: Ohne Schale sind die Paprika besser verdaulich. Wer empfindlich ist, lässt den Knoblauch weg.
  1. Direkt servieren oder nochmals im Ofen bei ca. 120 °C wärmen.
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Zwei rote und eine gelbe Paprika

Waiting for you!

Wie kannst Du diese Basis leicht variieren?

Du kannst verschiedene Paprika verwenden und das Kräuteröl ganz einfach variieren. Auch Sorten, die heute noch eine leichte Schärfe und eine ausgeprägte Süße haben, können Ihren Reiz haben.

 

Viel Spaß beim Nachkochen wünschen Dir

Felix & Caroline

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1 Kommentar

Pascal M 28. Juli 2022 - 19:11

Den habe ich direkt auf meine To-Cook Liste gesetzt

yammi

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