Gesunde Beziehung – Soziale Kontakte haben Einfluss auf die Gesundheit

von Martin Auerswald, M.Sc.
Gesunde Beziehung Gruppe von Freunden beim Kaffee trinken

Beim Thema Gesundheit denken die meisten Menschen erst einmal an Ärzte, gesunde Ernährung, Nährstoffe und vielleicht noch an mentale Gesundheit. Natürlich sind dies auch wichtige Faktoren. Aber Gesundheit muss auch weitergedacht werden. So beeinflussen soziale Beziehungen (z.B. Freundschaften, romantische Begegnungen, Familien, Kollegen) die eigene Gesundheit.

Wer also wirklich ein erfülltes und gesundes Leben führen möchte, muss genauer hinschauen. Denn soziale Kontakte können ähnlich gut beeinflusst werden wie die Kalorienzufuhr oder die Schlafqualität. Viele Menschen schrecken noch davor zurück, ihr soziales Umfeld aktiv zu gestalten.

In diesem Beitrag soll es darum gehen, wie eine gesunde Beziehung Deine Gesundheit beeinflussen kann.

 

So wirken sich persönliche Beziehungen auf die Gesundheit aus

Viele Sozialkontakte werden ganz nebenbei wahrgenommen. Freunde liebt man, nervige Kollegen eher nicht. Familie bedeutet Rückhalt, der Chef eher Stress. Wer bereits jetzt zufrieden mit dem eigenen Leben ist und sich gesund fühlt, hat vielleicht bereits ein gutes soziales Umfeld, das ihm guttut.

Doch für die meisten Menschen gilt das nicht. Sie wissen nämlich gar nicht, wie wichtig hochwertige soziale Kontakte sind. Der Mensch ist ein soziales Wesen und braucht somit andere, um sich wohlzufühlen.

Körperkontakt ist beispielsweise für viele wichtig, um einen ausgeglichenen Hormonhaushalt zu haben und sich sicher zu fühlen. Stresssituationen sind leichter zu bewältigen, wenn es einen familiären Rückhalt gibt. Und Einsamkeit kann sogar das Immunsystem schwächen.

Achte also darauf, mit wem Du Dich umgibst – auf der Arbeit genauso wie privat. Diese Menschen haben direkt und indirekt einen großen Einfluss auf Deine Gesundheit.

Freunde beim Drücken

Gute Freunde geben uns Nähe, Liebe, Geborgenheit, Rückhalt und bringen uns zum Lachen.

 

Romantische Beziehungen und ihre Bedeutung für körperliche und seelische Gesundheit

Toxische Beziehungen führen zu Unruhe, einem erhöhten Stresslevel und einem geschwächten Immunsystem. Die andere Seite der Medaille sieht so aus: Wertvolle romantische Beziehungen sind eine Quelle der Nähe, des Vertrauens und des Glücks.

Mittlerweile gibt es viele Möglichkeiten, spezifischer nach einer Person zu suchen, die diese Dinge wirklich bieten kann. So helfen Coaches und Heilpraktiker dabei, eine verwandte Seele zu finden. Bei einer solchen Person fühlt man auf Anhieb eine Verbindung – siehe: Dualseelen Zeichen.

Oder aber man lässt sich von Freunden und Verwandten jemanden suchen, der genau richtig ist – “Blind Dating” sozusagen. Dafür gibt es auch immer mehr Apps, die sich steigender Beliebtheit erfreuen.

Die Wahl eines Partners bestimmt Schlafqualität, Stresslevel, Zuversicht und sogar die Ernährungsweise und hängt auch hier sehr stark mit der eigenen Gesundheit zusammen.

 

Das richtige Maß an sozialen Kontakten kennen

Die Schwierigkeit bei der Gestaltung eines gesundheitlich zuträglichen sozialen Umfelds ist, dass es keine klaren Regeln gibt. Man sollte sich bei Menschen wohlfühlen, sich fallen lassen und ganz man selbst sein können – und von ihnen nicht angegriffen oder gar gemobbt werden – das ist klar. Doch viele andere Faktoren sind variabel.

So sind extrovertierte Menschen sehr stark darauf angewiesen, dass ihr soziales Umfeld verfügbar ist. Ihre Zufriedenheit ist daran gebunden, wie viele Sozialkontakte sie haben und aufrechterhalten. Partys, Spieleabende, Dates, Familientreffen und andere Situationen sorgen für ein ideales Umfeld, bei dem sie ausreichend soziale Reize erhalten.

Introvertierte Menschen fühlen sich in den gleichen Umgebungen schnell überfordert. Sie brauchen weniger Sozialkontakte, dafür aber hochwertigere. Ein Treffen zu zweit ist ihnen meist lieber als eine laute Party. Auch hochsensible Menschen leiden schnell an Überreizung. Autismus und ADHS können ebenso Einfluss auf die soziale Erfahrung haben. Daran ist gut zu erkennen: Die Gestaltung des sozialen Umfelds muss individuell geschehen, da jeder andere Dinge braucht, um sich wohlzufühlen.

 

Diese Gesundheitsfaktoren können von Beziehungen beeinflusst werden

Es wurde bereits angedeutet, dass der menschliche Körper nachweislich Reaktionen auf soziale Kontakte zeigt. Einsamkeit kann beispielsweise im Gehirn gemessen werden, genau wie Liebe. Verliebte Menschen spüren oftmals einen veränderten Appetit, brauchen weniger Schlaf oder bringen Höchstleistungen im Sport.

Insgeheim weiß wohl jeder, dass ein Geflecht aus treuen Freunden, geliebten Verwandten und netten Kollegen gesund ist.

Aber es sollte auch darüber gesprochen werden, wie groß der Einfluss des sozialen Umfelds auf jegliche Lebensaspekte sein kann. Daraus lassen sich dann auch konkrete Handlungsempfehlungen ableiten. Toxische Arbeitsumgebungen sollte man unbedingt verlassen.

Romantische Beziehungen müssen auch wirklich Glück bedeuten und nicht etwa aus Prinzip aufrechterhalten werden. Wer sich einsam fühlt, sollte unbedingt aktiv auf die Suche nach Freunden gehen.

 

Was jetzt für Dich wichtig ist

  • Überlege einmal schonungslos ehrlich, mit welchen Personen Du im Alltag am meisten Kontakt hast
  • Wer bringt Dich am meisten zum Lachen?
  • Wer bringt Dir am meisten Stress oder fühlt sich für Dich wie ein schwarzes Energie-Loch an?
  • Mit wem fühlst Du Dich wohl, mit wem fühlst Du Dich unwohl?
  • Überlege, wie Du hier verschieben kannst zugunsten der Menschen, die Dir gut tun.
  • Es kann sein, dass es an Arbeitskollegen, am Chef liegt – am Nachbarn – an “Freunden” oder am eigenen Partner.
  • Mache es Dir bewusst und spüre mal in Dich rein – höre auf Dein Herz – das weiß meistens schon, was zu tun ist.

 

 

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