Startseite Beilagen & Dips Polenta oder Bramata – Geheimtipps für diese leckere Beilage

Polenta oder Bramata – Geheimtipps für diese leckere Beilage

von Felix Glaser
Veröffentlicht: Zuletzt bearbeitet:
Polenta auf weißem Teller mit Tomaten und Basilikum im Hintergrund

Heute gibt es eine schnelle, einfache und glutenfreie Beilage, die durchaus noch variabel ist. Polenta oder Bramata klingt doch viel besser als Maisbrei, oder? Ich persönlich mag Polenta sehr gerne und koche sie häufig, wenn es nicht  Nudeln oder Kartoffeln als Beilage geben soll.

Heute schauen wir zusammen an, worauf es dabei ankommt und so duftet es auch in Deiner Küche bald nach leckerem Mais!

 

Ein paar Worte zu den Zutaten

Wie bei allen simplen Rezepten sind die Zutaten umso wichtiger. Gerade bei Polenta gibt es viele verschiedene Wege, ein schmackhaftes Resultat zu erhalten. Anhand dieser kleinen Übersicht kannst Du Deine persönliche Vorliebe zusammenstellen.

 

Der Mais

Für die Polenta oder Bramata wird getrockneter Mais zu Grieß vermahlen, dieser wird je nach Körnung unterschieden. Grober Maisgrieß steht für Bramata und feiner Maisgrieß für Polenta. Mais zählt nicht wie z. B. Weizen zu den Gräsern (Gramineae), sondern zu den «Pseudo-Cerealien» und enthält kein Gluten. Er eignet sich daher auch gut für Allergiker. Die Maiskörner werden meistens als ganz verarbeitet, so bleiben die wichtigen Nährstoffe aus den Randschichten erhalten.

 

Tipps für den Einkauf von Mais

Genauso wie Hartweizengrieß nimmt auch Maisgrieß besonders viel Mineralölrückstände von Verpackungen aus recycelten Kartons auf. Dies passiert deshalb, weil die Druckerschwärze von Zeitungen auf Mineralölbasis hergestellt wird und so in den Kreislauf gelangt. Kaufe den Maisgrieß deshalb besser in Verpackungen, in welchen mindestens eine dünne Folie den Mais von der Kartonverpackung trennt.
Mittlerweile bekommt man Maisgrieß auch schon in vielen Hofläden und regionalen Mühlen in Bio- oder Demeter-Qualität. Schau doch einfach mal dort vorbei und mach Dir selbst ein Bild, so isst Du garantiert weniger Pflanzenschutzmittel und Fungizide. Eine Alternative wären verpackungsfreie Läden, in welchen man mit den eigenen Behältern einkaufen kann.
Es gibt auch Projekte, wie z. B. «Pro Spezie Rara», welche älteren Maissorten oder allgemein älteren Pflanzensorten wiederbeleben und vor dem Vergessen bewahren. Diese Varietäten können geschmacklich ebenfalls sehr reizvoll sein und sie liefern Dir und Deinen Gästen eine Geschichte für den Small Talk, ein gutes Gewissen und ein neues Geschmackserlebnis.

 

Die Flüssigkeit

Hier scheiden sich die Geister und die Ländersitten. An manchen Orten kommen nur Wasser, Salz, Mais und etwas Käse in die Polenta, an anderen Orten auch noch Milch oder Brühe und ein paar Gewürze. Ursprünglich ist diese Speise ein Arme-Leute-Essen, bei welchem die Zutaten vorhanden oder eben nicht vorhanden waren. Meiner Meinung nach ist erlaubt, was gefällt, schmeckt und Dich Deinen Zielen näherbringt.

Du willst weniger Fett und mehr Eiweiß? Dann nimm anstelle von Wasser fettarme Milch in Kombination mit Brühwürfeln oder Knochenbrühe oder fettarme Mager-Kondens-Milch mit Brühe. So kannst Du Deine Nährstoffaufnahme einfach auf Deine Ziele abstimmen. Im Bedarfsfall kannst Du die Maße noch mit Nahrungsergänzungsmitteln anreichern. Dann muss einfach beachtet werden, dass sich nicht jedes Eiweißpulver zum warm Anreichern oder Aufkochen geeignet ist.

 

Der Käse

Hier brauchst Du einen guten Extra-Hartkäse oder Hartkäse. Parmesan, Padano, Sbrinz, sehr reifer Pecorino, Manchego, Gruyère, Oude Rotterdamer oder Comte wären sicher eine gute Wahl. Der Käse liefert diesem Gericht zusätzlich zu der Brühe oder dem Brühwürfel «Umami» – also Fleischigkeit. Extra Hartkäse ist eines der glutamatreichsten «natürlichen» Lebensmittel und liefert zusätzlich Kalzium, Proteine und Fett.

 

Polenta auf weißem Teller mit Tomaten und Basilikum im Hintergrund

Polenta

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Portionen: 2-4 Zubereitungszeit: Kochzeit:
Nährstoffe 80 Kalorien 20 grams Fett
Bewertung 5.0/5
( 2 bewertet )

ZUTATEN

Zutaten

500 ml Knochenbrühe vom Weiderind, Hühner- oder Gemüsebrühe

500 ml Milch

150 g Maisgrieß fein oder grob, je nach gewünschter Konsistenz

15 - 30 g Butter oder gutes Olivenöl, wer zunehmen möchte, kann hier auch mehr nehmen, wer abnehmen möchte, nimmt weniger oder lässt es weg

20 - 50 g geriebener Gran Padano oder einen anderen Extra-Hartkäse, ähnliches Prinzip wie bei der Butter, nur das der Hartkäse auch viel Eiweiß und Calcium mitbringt, aber eben auch Fett

Lorbeerblätter, Salz, Muskat, Thymian, Zitronenschale, Knoblauch, schwarzer Pfeffer, Brühwürfel

ZUBEREITUNG

 

  1. Die Milch-Brühe-Mischung in einen Topf geben, für den Du einen passenden Deckel hast, und bei voller Hitze zum Kochen aufstellen. Die Mischung mit zwei Lorbeerblättern, Muskat, gehacktem Thymian, frischem Zitronenabrieb, ¼ TL gehacktem Knoblauch, schwarzem Pfeffer, Salz und Brühwürfel würzig abschmecken.
  2. Wenn die Milch zu kochen beginnen will, den Maisgrieß unter Rühren einstreuen und möglichst schnell wieder zum Siedepunkt bringen.
  3. Wenn die Masse zu kochen beginnt, lege den Deckel darauf und schalte die Herdplatte auf die kleinste Stufe zurück. Achtung: Verbrühungsgefahr!
  4. Je nach verwendetem Maisgrieß nun die Polenta ca. 15 Minuten ziehen lassen; die Bramata musst Du evtl. nach 15 Minuten nochmals oder mehrmals aufkochen und total ca. 60 Minuten oder länger garziehen lassen.
  5. Nachdem der Mais weich ist, gibst Du den geriebenen Käse und etwas Butter oder gutes Olivenöl, bei. Unterrühren, fertig abschmecken und auf warmen Tellern servieren.

 

Wie kannst Du das Grundrezept variieren?

Du kannst die Polenta am Schluss noch mit Pestos, Kräuterölen und anderen Sachen verfeinern oder die Masse nach dem Kochen noch anreichern. Du kannst den Maisbrei auch ca. fingerdick auf ein geöltes Blech ausstreichen und ohne Folie im Kühlschrankabkühlen lassen. Kalt kannst Du es dann ausstechen und im Ofen mit Käse überbacken, aber dazu vielleicht bald an anderer Stelle mehr. Die Polenta eignet sich als Beilage für Fisch, Fleisch oder Gemüse und ist eine willkommene Abwechslung zu Pasta oder Kartoffeln.

Viel Spaß beim Nachkochen und vielen Dank für Dein Interesse. Schreib mir, doch wie es Dir gelungen ist.

Liebe Grüße
Dein Felix

 

 

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