Magensäure-Mangel – Wie Du ihn erkennst und was wirklich hilft

von Martin Auerswald, M.Sc.
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Magensäure-Mangel kommt sehr häufig vor und bleibt meist unerkannt – und kann schwere Folgen für die Gesundheit haben. Auch in der Wissenschaft und Medizin ist es weder erforscht noch beschrieben, und so tappen Betroffene lange im Dunkeln, bevor sie wirkliche Besserung erfahren.

In meiner Beratungspraxis der letzten Jahre bin ich immer häufiger auf dieses Phänomen gestoßen und schreibe diesen Beitrag, um das bisher Gelernte niederzuschreiben und um Betroffenen einen Leitfaden und eine Orientierungshilfe zu geben, wie sie mit Magensäure Mangel umgehen sollten – auch wenn ihr Arzt nie davon gehört hat.

 

Was ist Magensäure-Mangel?

Unsere Magensäure wird im Magen durch die Parietalzellen gebildet. Sie gehören neben den Haupt- und Nebenzellen zum dritten Zelltyp der Magenschleimhaut.

Neben der Bildung des Intrinsic Factor – dieses Protein wird zur Aufnahme von Vitamin B12 benötigt – sind sie für die Betätigung einer Protonenpumpe zuständig. Diese pumpt Wasserstoff-Ionen (Protonen oder “Säureteilchen”) aus dem Blut in den Magen, während Kalium-Ionen (zur Aufrechterhaltung der Ladung) aus dem Mageninneren ins Blut wandert (biochemisch korrekt ist es eine H+/K+-ATPase).

Die Magensäure reguliert den pH-Wert des Magens – dieser ist im nüchternen Zustand mit etwa 1 fast so sauer wie Batteriesäure, also sehr stark. Im vollen Zustand liegt er immer noch bei 2-4.

Ist der pH-Wert des Magens zu hoch, liegt ein Magensäure Mangel vor. Ich würde bei einem pH-Wert von 3 (nüchtern) bzw. 3-6 (voll) bereits von einem Magensäuremangel sprechen, wobei ich auch schon Fälle hatte, bei denen so gut wie keine Magensäure vorhanden war.

Magensäuremangel_ph_Wert

Auch beim pH-Wert Deines Magens ist Balance in Form von Stabilität angesagt…

 

Wie häufig ist ein Magensäure-Mangel?

Viele Betroffene mit Darmbeschwerden, chronischer Müdigkeit, Nahrungsunverträglichkeiten, Allergien, Autoimmunerkrankungen und Darmdysbiose in meinen Beratungen haben einen Magensäure-Mangel.

Da bei multiplen Gesundheitsbeschwerden der Magen-Darm-Trakt einer meiner ersten Ansatzpunkte ist (damit der Körper überhaupt Nährstoffe aufnehmen kann), ist die Feststellung eines Magensäure Mangels für mich Standard geworden.

Erstaunlich viele (Großteil) dieser Beschwerdebilder gehen mit einem Magensäure-Mangel einher und bessern sich, wenn wieder mehr Magensäure vorhanden ist.

Hinzu kommen die etwa 30 % der Bevölkerung, die an Sodbrennen leiden – ein Großteil von ihnen bekommt Protonenpumpeninhibitoren (PPI) verschrieben, welche direkt einen Magensäure Mangel verursachen. Hinzu kommen Millionen Menschen mit Magen-Darm-Beschwerden, die PPI oder Antazida (Säureblocker) einnehmen, sowie jene, die PPI verschrieben bekommen, um die Nebenwirkungen von Ibuprofen (das am häufigsten verschriebene Medikament in Deutschland) und ASS auszugleichen.

Ich schätze also, 20-25 Millionen Menschen in Deutschland weisen in Tatsache einen Magensäuremangel auf. In 90 % der Fälle wird dieser nicht erkannt oder mit weiteren Säureblockern verschlimm-bessert.

Man muss sich das mal vorstellen: Jemand geht mit Beschwerden zum Arzt, bekommt „auf gut Glück“ ein Medikament verschrieben, das es noch besser macht. Oder jemand bekommt dauerhaft Schmerzmittel verschrieben, und gegen deren Nebenwirkungen ein weiteres Medikament, das ihre gesamte Verdauung beeinträchtigt. Das ist Tatsache in unserem Medizinsystem.

 

Magensäure Mangel – Welche Symptome sind möglich?

Das größte Problem ist, dass die Magensäure Mangel Symptome denen eines Überschusses oftmals sehr ähneln. Da es nur letzteres in der konventionellen Medizin gibt, wird meist standardmäßig bei den Symptomen ein Antazid oder Protonenpumpeninhibitor (PPI) verschrieben – was die Sache nur noch schlimmer machen kann. Auch eine Abschiebung auf die Psyche ist nicht selten. Doch dazu gleich mehr.

Diese Symptome könnten für einen Magensäure Mangel sprechen:

  • Sodbrennen
  • GERD (Säure-Reflux)
  • Völlegefühl
  • Schluckbeschwerden
  • Blähungen
  • Aufstoßen
  • Müdigkeit nach Essen, besonders nach schwerem Essen
  • Dauerhafte Müdigkeit und Erschöpfung
  • Negativer Natron-Test (gleich mehr dazu)
  • Allergien & Nahrungsunverträglichkeiten
  • Zu basischer pH-Wert des Darminhalts & Proteinrückstände in der Stuhlprobe
  • Darmdysbiose
  • SIBO (Dünndarmfehlbesiedlung)
  • Nährstoffdefizite
  • Histaminintoleranz bzw. Einnahme von Antihistaminika, Antazida oder PPI
  • Verstärkend: Infektion mit dem Magenkeim Helicobacter pylori, der die Magensäure-Produktion reduzieren kann

Einige dieser Symptome könnten auch für einen Überschuss an Magensäure sprechen – mit einem einfachen Test können Betroffene dies herausfinden:

 

Magensäure-Mangel feststellen – Ein einfacher Test

Womöglich werden jetzt  viele verärgerte Mediziner mit dem Kopf schütteln und nur „So etwas wie Magensäure Mangel gibt es nicht“ murmeln.

Ein sehr einfacher Test kann das herausfinden. Eine Magensonde und pH-Messung des Magensafts früh nüchtern ist zwar auch eine Möglichkeit in der Hausarztpraxis, wird aber faktisch nie gemacht.

Also zum Test: Du nimmst früh nüchtern 1 EL Natron-Pulver in 150 ml Wasser gelöst ein.

  • Wenn Du genug Magensäure hast, wirst Du davon aufstoßen müssen, denn Magensäure (HCl, Salzsäure) reagiert mit Natron (NaHCO3) zu Wasser, NaCl (Kochsalz) und CO2 – eine ganz einfache chemische Gleichung. Das CO2 entweicht und Du musst innerhalb von 30 Sekunden aufstoßen.
  • Hast Du zu wenig Magensäure, wirst Du davon nur ganz leicht aufstoßen müssen und das erst nach 1-5 Minuten.
  • Hast Du gar keine Magensäure, wirst Du gar nicht aufstoßen müssen.
  • Jeder Mediziner wird mir hier zustimmen – die chemische Gleichung lautet wie folgt:

HCl + NaHCO3 -> NaCl + H2O + CO2

Natronpulver in kleiner Glasschale auf Geschirrtuch mit roter Schale und weißer Blüte im Hintergrund

Günstiger & einfacher als mit dem Natron-Test geht es kaum!

Tue dies erneut am übernächsten Tag, früh nüchtern (auch ohne schon etwas getrunken zu haben), und Du wirst ein Gefühl dafür bekommen, wie es um Deine Magensäure bestellt ist. Früh sollte der Magen-pH maximal sauer sein.

Tipp: Ich habe ein Buch geschrieben, in dem ich auch auf diese Thematik hinweise – es heißt „Gesund mit Natron“ und ist sehr beliebt.

 

Warum die Magensäure so wichtig ist

Um zu verstehen, warum ein Magensäure Mangel sehr ungünstig für die Gesundheit ist, sollten wir uns über Magensäure an sich unterhalten. Warum ist sie so wichtig, warum haben wir sie überhaupt?

  • Desinfektion: Magensäure desinfiziert unsere Nahrung, was uns vor Infekten schützt.
  • Verdauung: Die Verdauung von Proteinen ist auf Magensäure angewiesen, um die 3D-Struktur von Proteinen aufzubrechen – damit unsere Verdauungsenzyme die 2D-Struktur von Proteinen aufbrechen und sie in ihre Einzelbestandteile, die Aminosäuren, zerlegen können
  • Nährstoffaufnahme: Die Aufnahme einiger Nährstoffe benötigt zwingend einen sauren Magen. So ist die Aufnahme von Calcium, Eisen, Vitamin B9, B12 und des Medikaments Thyroxin von Magensäure abhängig (!)
  • Darmflora: Unsere Darmflora benötigt sozusagen für ihre Balance die Magensäure – denn um die Magensäure im Zwölffingerdarm auszugleichen, gibt der Körper über die Pankreas-Säfte Stoffe ab, welche für die Darmflora essenziell sind.

Das sind vier sehr fundamentale Dinge, für die Magensäure benötigt wird.

Was wird also durch einen Magensäure-Mangels begünstigt?

  • Dysbiose der Darmflora
  • SIBO (Dünndarmfehlbesiedlung)
  • Wiederkehrende Infekte
  • Kopfschmerzen & Migräne
  • Schlafprobleme
  • Entgiftungsprobleme
  • Nährstoffdefizite (v.a. Calcium, Eisen, B9, B12, auch Magnesium)
  • Aufnahme von Medikamenten erschwert (u.a. L-Thyroxin, neben Ibuprofen das am häufigsten verschriebene Medikament in Deutschland)
  • Eingeschränkte Verdauungsfunktion, welche wiederum folgende Probleme nach sich ziehen kann:
  • Nahrungsallergien (durch eingeschränkte Proteinverdauung)
  • Darmentzündungen
  • Reizdarm
  • Leaky Gut Syndrom
  • Autoimmunerkrankungen
  • Chronische Müdigkeit
  • Stoffwechsel- und Mitochondrien-Störungen (durch Nährstoffdefizite)
  • Typ 2 Diabetes
  • … und einige mehr.

Stell Dir vor, Du legst Wert auf gesunde Ernährung und ernährst Dich so gesund Du kannst, und nimmst sogar noch wertvolle Nährstoffe und Extrakt als Nahrungsergänzungsmittel ein … Dein Körper kann sie aufgrund von Magensäure-Mangel nicht effektiv aufnehmen. Da würdest Du Dich doch ärgern, oder?

So geht es täglich Millionen von Menschen.

Zur Entstehung und Verschlimm-Besserung von Magensäure Mangel tragen die PPI bei, auf die ich kurz eingehen möchte:

 

Das Geschäft mit den PPI

Protonenpumpeninhibitoren (PPIs) sind für die Pharmabranche sogenannte „Blockbuster“: Sie machen jährlich einen Umsatz von etwa 30 Mrd. Euro weltweit aus und werden in der Regel jahre- bis jahrzehntelang verschrieben und eingenommen.

Teils werden sie bei Sodbrennen, Magenbeschwerden oder Darmbeschwerden verschrieben – „auf gut Glück“.

Teils werden sie verschrieben, um die Nebenwirkungen von Ibuprofen und ASS – nämlich eine erhöhte Magensäureproduktion und erhöhte Anfälligkeit der Magenschleimhaut – auszugleichen.

Sie werden auch eingesetzt bei:

  • Gastritis
  • Reizmagen
  • Helicobacter pylori-Infektion bzw. -Behandlung
  • Refluxösophagitis
  • Zwölffingerdarmgeschwüre

Meine Einschätzung ist, dass in über 50 % der Fälle, in denen PPI verschrieben werden, diese nicht angezeigt sind und zu einer Verschlimmerung der Symptome führen. Eine vorige Überprüfung der Magensäure würde hier sinnvoller erscheinen.

PPI wirken dadurch, dass sie die Protonenpumpen der Parietalzellen unwiderruflich blockieren. Da diese alle 1-3 Tage erneuert werden, ist die Wirkdauer der PPI etwa so lange.

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PPI tragen eigentlich alle „azol“ im Namen: Omeprazol und Pantoprazol sind die häufigsten.

Antazida wirken durch einen reinen Ausgleich der Magensäure, ähnlich wie es Natron, Heilerde oder Bullrich-Salz tut.

 

Autoimmungastritis

Bei einer Autoimmungastritis (Typ A-Gastritis) greift das Immunsystem die Parietalzellen an und es kommt dadurch zu Magensäure Mangel. In der Praxis ist Autoimmungastritis nur in wenigen Fällen verantwortlich, sollte aber mit einbezogen werden. Etwa 3-5 Millionen Menschen in Deutschland sind betroffen (viele davon undiagnostiziert, da es eine häufige Co-Morbidität bei Zöliakie und Hashimoto ist).

 

Warum Magensäure-Mangel und Überschuss oft die selben Symptome haben

Hier sprechen wir von Magenbeschwerden, Sodbrennen und Säurereflux. Die Symptome können fast identisch sein:

Bei zu viel Magensäure gelangt leicht Säure in den unteren Bereich der Speiseröhre oder kann die Magenwand reizen. Ist bekannt.

Bei zu wenig Magensäure kommt es zur Ausbreitung von Bakterien im Magen, welche dann ebenfalls die Nahrung vergären. Es kommt zur Bildung von Gas – wenn diese Gasbläschen aufsteigen, und an der Oberfläche platzen, benetzen sie die untere Speiseröhre mit Säure – ebenfalls Sodbrennen Symptome.

Außerdem können Stoffe, welche die Bakterien bilden, den Magen reizen. Erinnere Dich: Der Magen sollte eigentlich steril sein, kann aber das „Zuhause“ von über 100 verschiedenen Bakterien sein, die sich natürlich über Magensäure-Mangel freuen.

Ein weiterer Punkt: Wenn der Magen zu wenig Säure hat, bedient er sich einer erhöhten Peristaltik, um den Mageninhalt durchzumengen – er kompensiert dadurch die eingeschränkte Leistung durch Magensäure Mangel. Auch diese Symptome werden mit Sodbrennen & Magensäure-Überschuss verwechselt.

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Im Grunde nimmt Dein Magen die Rolle eines Wächters ein: Was darf passieren und was wird unschädlich gemacht.

 

Folgen des Magensäure-Mangels: Nährstoffdefizite und Aufnahmestörungen

Je länger der Magensäure-Mangel vorliegt, desto schlechter geht es Betroffenen meist. Denn: Der Körper kann v.a. B-Vitamine und Eisen nur schwer aufnehmen.

Die Folgen für den Stoffwechsel: die Nährstoffe fehlen, die mitochondriale Atmungskette funktioniert nur eingeschränkt, entsprechend folgt chronischer Energiemangel und Müdigkeit, Mitochondrien-Störungen, Blutzucker- und Blutfett-Probleme.

Betroffenen wird in der Regel weder vom Umfeld noch von Ärzten geglaubt, eher wird noch ein PPI oder ein Antidepressivum verschrieben mit dem Satz, „sich doch nicht so anzustellen“.

Im Endstadium weisen die Betroffenen starke Stoffwechselentgleisungen auf, sind kaum noch belastbar, kurzatmig, die Psyche leidet, die Verdauung funktioniert kaum, hinzu kommen Fehlbesiedlungen im Dünndarm und Dickdarm. Und das schlimmste: sie fühlen sich allein gelassen.

Dabei kann eine Feststellung und Therapie recht simpel sein, wie wir gleich noch sehen werden.

Zunächst noch ein Exkurs, wie unser Körper Magensäure bildet bzw. welche Faktoren mitwirken:

 

Botenstoffe, die die Magensäure-Bildung erhöhen oder reduzieren

Ein wenig Hintergrundwissen und Biochemie: Diese Botenstoffe können die Magensäure-Bildung unterstützen oder beeinträchtigen.

Das ist sicherlich für viele interessant zu erfahren, woher der Magensäure-Mangel noch kommen kann und welche Ungleichgewichte im Körper dazu führen:

Botenstoffe, welche die Bildung von Magensäure erhöhen:

  • Gastrin
  • Ghrelin („Hungerhormon“)
  • Histamin (🡪 so können Antihistaminika zu Magensäure Mangel führen)
  • Acetylcholin
  • Motilin
  • H2S

Botenstoffe, welche die Bildung von Magensäure reduzieren:

  • GLP-1
  • Somatostatin
  • Secretin
  • Serotonin (so könnten Antidepressiva der SSRI zu Magensäure-Mangel führen)
  • Cholecystokinin

 

Was ist mit Cortisol?

Das Stresshormon Cortisol kann interessanterweise beides: Je nach Individuum und je nachdem, welche Risikofaktoren noch dazukommen, kann chronischer Stress und damit erhöhtes Cortisol zu erhöhter oder reduzierter Magensäure führen.

Es entkoppelt die Protonenpumpe – was bedeuten kann, sie wird über-aktiv oder unter-aktiv.

Beobachtung:

  • Bei vielen Männern mit Übergewicht führt es eher zu Magensäure-Überschuss
  • Bei Frauen führt es eher zu Magensäure-Mangel

Also Stress führt meiner Erfahrung nach nicht per se zu Magensäure-Überschuss. Also ist es auch nicht korrekt, wenn der Arzt bei Stress und Sodbrennen automatisch PPI verschreibt, ohne dass die Magensäure getestet wurde.

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Hinter Sodbrennen & Aufstoßen können verschiedene Ursachen stecken.

 

Eine Variable in der Gleichung fehlt noch

In den letzten 20 Jahren hat sich die Zahl der Sodbrennen-Diagnosen verzehnfacht. Mein Eindruck ist, dass auch die Magensäure-Problematik in den letzten Jahren stark zugenommen hat.

Mein Gefühl sagt mir, dass eine Variable in der Gleichung noch fehlt. Es könnten Giftstoffe bzw. Umweltgifte sein, welche die Protonenpumpen im Magen deaktivieren, ähnlich wie es PPI tun. Ob diese Giftstoffe nun Schwermetalle, Kosmetika, Medikamenten-Rückstände in Leitungswasser, Lacke, Farben, Seifenstoffe oder etwas anderes sind – ein möglichst chemiefreier Alltag und regelmäßige Entgiftung ist in jedem Fall eine gute Idee.

 

Magensäure erhöhen – Was hilft bei Magensäure-Mangel?

Was regt die Produktion von Magensäure an?

Das ist jetzt die entscheidende Frage, die sich viele stellen. Hier habe ich in den letzten Jahren viel getestet (auch selbst, da selbst betroffen) und mich mit anderen Experten im Gebiet ausgetauscht.

Diese Tipps helfen in über 90 % der Fälle nachhaltig:

 

Apfelessig

Etwas Apfelessig in Wasser verdünnt vor dem Essen, regt die Magensäure-Bildung an und führt gleichzeitig Säure zur Verdauung zu.

 

Zitronenwasser

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Ähnlich wie Apfelessig kann auch das Zitronenwasser einer halben Bio-Zitrone in einem kleinen Glas Wasser die Verdauung fördern.

 

Bitterstoffe

Der Königsweg zur Erhöhung der Magensäure – Bitterstoffe aktivieren die Protonenpumpe der Parietalzellen. Viele dieser Bitterstoffe finden als Kräuter, Wildkräuter, Pilze, Gewürze, Tee oder Kaffee Einzug in den Ernährungsalltag und gehören in eine gesunde Ernährung.

Auch als Nahrungsergänzung haben sie sich bewährt, ca. 30 Minuten vor einer großen Mahlzeit. Diese halte ich für besonders wertvoll:

 

Magnesium

Ich habe die Beobachtung gemacht, dass ein Magnesiummangel ebenso einen Magensäure-Mangel nach sich ziehen kann. Bei Einnahme von 400 mg Magnesium täglich beruhigt sich oftmals Verdauung & Energielevel.

 

Vitamin C

Vitamin C vor einer Hauptmahlzeit (1g als reine Vitamin C-Kapsel) wirkt sich auch positiv auf die Verdauung aus und reduziert ganz nebenbei die Ausbreitung von Keimen im Magen, da es leicht antibakteriell wirkt.

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Vitamin C hilft auch bei Magensäuremangel!

 

Betain-HCl – Gepufferte Magensäure

Dahinter verbirgt sich gepufferte Magensäure, die als Kapsel eingenommen werden kann. Betain-HCl ist bei Bodybuildern sehr beliebt, da es den „Pump“ verbessert. Da viele Bodybuilder dann von einer besseren Verdauung berichtet haben, wurde der Fokus auf Magensäure-Mangel gelenkt – mit Erfolg!

Ich habe oft beobachtet, dass nach 3 Monate Einnahme von Betain HCl auch die Magensäure-Produktion wieder besser lief – aber nicht immer.

In fast allen Fällen führt die Einnahme von Betain-HCl vor einer Mahlzeit zu einer besseren Verdauung und deutlich besseren Nährstoffaufnahme und Lebensqualität. Die meisten Präparate enthalten auch noch ein paar Bitterstoffe und Verdauungsenzyme (z.B. Pepsin).

Wie gehst Du vor? Der Bedarf ist individuell. Nimm vor einer Mahlzeit 2 Kapseln Betain-HCl. Erhöhe dann mit jeder Mahlzeit um je eine Kapsel, bis Du ein leichtes Brennen im Magen spürst – reduziere dann um eine Kapsel. Das ist für den Moment Deine Idealdosis. Wenn es wieder brennt, wieder reduzieren – es kann sein, dass der Magen so wieder „lernt“, Magensäure zu bilden.

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Weitere Faktoren, die bei Magensäure-Mangel wichtig sind

Auch diese Punkte werden Dir helfen, wieder ins Gleichgewicht zu finden:

 

Stressreduktion

Yep, meist spielt auch Stress eine Rolle. Du findest zur Stressreduktion bei uns viele wertvolle Beiträge sowie die kostenlose Stress-Masterclass, die Du bekommst, wenn Du Dich in unseren Newsletter einträgst:

 

Progressive Muskelentspannung und Yoga

Führt nicht nur zu einer besseren Magen- und Darmperistaltik, sondern scheint nachhaltig zu helfen. Nicht nur beim Stressabbau.

 

Gut kauen

Gut und lange kauen. Ohne Ablenkung essen. Sehr wichtig und sehr unterschätzt. Konzentriere Dich mit allen fünf Sinnen auf Dein Essen. Iss so langsam wie eine Schildkröte und schlinge nicht.

Die Protonenpumpen reagieren nämlich auf Deine Sinneseindrücke – wenn sie Essen sehen, schmecken und riechen, fangen sie bereits mit der Arbeit an.

Magensäuremangel_Gut kauen

Gut kauen – das geht am besten in Ruhe und guter Gesellschaft 🙂

 

Nicht zu viel trinken

Trinke nicht zu viel während einer Mahlzeit, das verdünnt die ohnehin schon dünne Magensäure. Trinke beim Essen so wenig, wie angenehm ist, und lieber vor einer Mahlzeit ein Glas Wasser.

 

Rotwein

Das ist nur eine Theorie, könnte aber manchmal hilfreich sein: Zu schweren Mahlzeiten ein Schluck Rotwein könnte die Magensäure-Produktion anregen. Das soll jetzt nicht verleiten, aber in manchen Fällen kann es helfen. Denn Rotwein enthält viel Histamin, welches die Protonenpumpen aktiviert.

Aber bitte nicht zu jeder Mahlzeit, nicht jeden Tag – und nur, wenn Du ihn gut verträgst.

 

Medikamente überdenken

Die häufigste Ursache für Magensäure-Mangel sind die Medikamente. Überdenke diese, besprich sie mit Deinem Arzt, berichte von Deinen Beschwerden und überlegt, ob es auch ohne geht, oder zumindest in geringerer Dosierung. Hole Dir dafür ruhig auch eine zweite Meinung ein wenn Du das Gefühl hast, Dein Arzt versteht Dich nicht.

 

Persönliches Fazit und Ausblick

Der heutige Beitrag hat lange in mir geschmort – nicht nur, weil ich selbst betroffen bin, sondern weil ich es erschreckend häufig beobachte.

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Ein einfacher Natron Test hilft Dir herauszufinden, ob Du betroffen bist.

Die Problematik ist sehr verbreitet und kaum jemand weiß davon – ich hoffe, dieser Beitrag hilft Dir beim Erkennen und Behandeln des Problems.

Wie ist Deine Erfahrung zum Thema? Was hat Dir geholfen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

 


 

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58 Kommentare

Jutta Gummersbach 28. Januar 2023 - 15:38

Hallo Martin, habe dein NATRON Buch, da steht der Natron- Test mit anderen Mengenangaben drin. Welchen Test mache ich denn nun ?
Das Buch ist super, meine Schwester bekommt es morgen zum Geburtstag. Das Buch über fermentieren habe ich auch, super …wie ALLES von euch

Antworten
Martin Auerswald, M.Sc. 28. Januar 2023 - 16:48

Hallo Jutta,
Ganz entspannt, es ist beides richtig 🙂
Es geht ja darum, ein Gefühl zu bekommen, wie viel Magensäure vorhanden ist. Das tut es in beiden Fällen.

Liebe Grüße,
Martin

Antworten
JULIA 11. November 2023 - 15:51

Wow, herzlichen Dank für diesen tollen Beitrag. Ich bin vielleicht eine dieser Personen, der Protonenpumpenhemmer verordnet werden, obwohl ich bereits meinte, dass sie keine Besserung bringen. Vielleicht kannst du mir ja sagen, ob du denken würdest, dass ich auch eher an einem Magensäuremangel leiden könnte: Ich habe seid fast drei Wochen von morgens bis abends Refluxsymptome. Ausgangssituation war bei mir, dass ich nach einer Mahlzeit starkes Sodbrennen bekommen habe (mein Partner aber ebenso, und der bekommt sonst vielleicht zweimal im Jahr Sodbrennen). Also lag es wohl an der Mahlzeit. Am gleichen Tag habe ich Bullrichsalz und Rennie ausprobiert, beides hat nicht geholfen und es teilweise verschlimmert. Weil ich am Tag darauf noch leichte Probleme hatte, habe ich Pantoprazol eingenommen (40mg) lagen noch in meinem Schrank, hatte ich zuvor aber noch nie genommen. Ich habe diese Tabletten also fast seit dem Anfang der Beschwerden genommen und sie wurden einfach nicht besser. Die Tabletten habe ich 9 Tage durchgängig genommen (zusätzlich bis zu 3 Gaviscon am Tag und stark basische Ernährung) und die Symptome sind einfach nicht besser geworden, zwar auch nicht so schlimm wie am ersten Tag aber irgendwann hat es sich eingependelt und ist circa 7 Tage komplett unverändert geblieben. Normale Antizida haben nicht geholfen (maximal eine Stunde), Gaviscon nur, wenn ich es direkt nach dem Essen eingenommen habe, aber auch nicht so wirklich, weil ich trotzdem Drücken, Brennen hatte und Aufstoßen musste. Habe die Pantoprazol dann mit einem Schlag abgesetzt und interessanterweise zwar starke Magenkrämpfe bekommen, aber an dem Tag hatte ich kaum Probleme mit dem Sodbrennen. Genau das habe ich alles dem Arzt geschildert und mir wurde nur gesagt “komisch, dass die Symptome dadurch nicht besser werden bzw. mal vollständig abklingen”. Denn ich hatte von morgens bis abends Sodbrennen, nur nachts nicht, was ja eigentlich auch ungewöhnlich ist. Und ich habe wieder Pantoprazol verschrieben bekommen und zwar 80 mg pro Tag!!! Ich habe erst überlegt, ob ich die Tabletten überhaupt nehmen soll und jetzt wieder erst mit 40 mg angefangen, doch die Beschwerden sind nur geringfügig besser geworden und zusätzlich habe ich jetzt nachts stärker Sodbrennen, was ich vorher nicht hatte. Ich merke auch, dass mein Körper eine Schonkostmahlzeit 6 Stunden lang verdaut, weil ich davon dann immer so viel Aufstoßen muss. Des Weiteren treffen ein Großteil der Symptome, welche du beschrieben hast, wenn man an einem Magensäuremangel leidet, auf mich zu. Wenn ich sonst mal irgendwelche Probleme mit meinem Magen hatte, war es eher das Problem, dass mein Körper manche Mahlzeiten 8-9h lang verdaut hat, was dann starke Übelkeit bei mir ausgelöst hat. Sodbrennen, hatte ich sonst nie, und ich habe auch sehr regelmäßig sehr große Portionen gegessen. (Oft nur 1,5 Mahlzeiten am Tag und dann eben die eine sehr große – ich hatte nie Probleme mit Sodbrennen), dann ist es ja eigentlich auch eher untypisch, dass man plötzlich so starke Probleme mit dem Sodbrennen hat? Ich würde ja sehr gerne den Natrontest durchführen, aber vermutlich leide ich ja jetzt so oder so durch das Pantoprazol und Gaviscon an zu wenig Magensäure. Denkst du eine Magenspiegelung wäre dennoch angebracht? Und sollte ich das dem Arzt so schildern? Und vor allem: Denkst du, dass wenn meine Speiseröhre jetzt durch das ganze Sodbrennen gereizt oder entzündet ist, dass es ohne Pantoprazol noch abheilen kann? Was ist da das beste Vorgehen? Schon einmal vielen, herzlichen Dank für die Rückmeldung. Ich bin sehr gespannt und freue mich so sehr, auf diesen Artikel gestoßen zu sein – endlich ein Lichtblick, dass ich vielleicht doch nicht ewig diese Symptome habe.

Antworten
Dorothea 28. Januar 2023 - 17:43

Hallo Martin, vielen Dank für diesen ausgezeichneten Artikel. Bin selbst vor ca. 15 Jahren auf das Thema gestoßen. Schulmedizin hat mir vor über 25 Jahren den Mageneingang aufgedehnt wegen einer Ösophagusachalasie. Nebenwirkung: undichter Magen, daher Reflux. In der Folge Sodbrennen, 10 Jahre PPI mit den von Dir beschriebenen Folge wie Vit. B und Eisenmangel, Allergien und Unverträglichkeiten, Erschöpfung usw. Bis ich durch eine Heilpraktikerin darauf kam, dass es inzwischen längst ein Magensäuremangel war. Ergänzend zu Deinen Empfehlungen kann ich sagen, dass mir morgens 1 Glas warmes Wasser mit 1 TL Sole sehr geholfen hat, die Magenschleimhaut wieder “aufzupäppeln”. Das gehört seit ca. 10 Jahren zu meiner Morgenroutine. Bin 54 Jahre alt und schlank. Was hälst Du davon? Alles Liebe! Dorothea

Antworten
Martin Auerswald, M.Sc. 28. Januar 2023 - 22:16

Hi Dorothea,
Davon halte ich sehr viel, das werde ich noch in den Beitrag integrieren, vielen Dank!
Liebe Grüße,
Martin

Antworten
Oliver 15. Juni 2023 - 6:02

Sehr guter Artikel!

Bei Schilddrüsenunterfunktion ist die Magensäure auch häufig zu wenig. Ich habe dann einen zu niedrigen Gastrin-Wert im Blut. Den bestimmen Labore normalerweise, wenn jemand unter zu starker Magensäureproduktion leidet.

Wenn ich Protonenpumpenhemmer nehme, verschlimmert sich die Problematik. Setze ich die aber nach ein paar Wochen schlagartig ab, was man nicht machen soll, geht es mir wenige Tage gut. Das scheint den Gastrin-Wert kurzfristig zu erhöhen. Leider gibt es kein Medikament, um nur das Gastrin ohne starke Nebenwirkungen zu steigern.

Betain Hcl ist schwierig zu dosieren. Dafür bräuchte man eine PH-Wert Sonde im Magen. Das Risiko ist zu groß, dass man hier regelmäßig überdosiert.

Und Magnesium ist basisch. Deshalb ist es auch in einigen Säureneutralisierern enthalten.

Bleibt bitte dran am Thema, das wird total unterbewertet.

Antworten
Petra 28. Januar 2023 - 21:39

Hallo Martin, ich kann Deine Erfahrungen auch nur bestätigen. Mir ging es lange Zeit auch ziemlich schlecht.
Quälendes Aufstossen, Aufgeblähtsein , körperlicher Abbau … Keine wirkliche Hilfe durch Ärzte oder HP.
Hatte aber Glück auf der Rohvolution, dort habe ich von einem möglichen Magensäuremangel gehört, seitdem nehme ich ein Betain-Präparat und fühle mich wie neugeboren, werde jetzt aber mal das von Euch empfohlene mit zusätzlichem Pepsin und Bitterstoff probieren.
Danke für Eure wichtige Aufklärung, weiter so!!!!
Wie sieht es aus mit dem Rote Bete-Test? Habe gelesen, dass bei ausreichendem Magensäure-Spiegel, der Stuhl/Urin nicht rot verfärbt ist. ich meine, dass es bei mir zutrifft…
Liebe Grüße
Petra

Antworten
Martin Auerswald, M.Sc. 28. Januar 2023 - 22:17

Hi Petra,
Danke für Deine Nachricht! Ich persönlich finde den Rote-Beete-Test zu ungenau und gehe lieber auf den Natron Test ein 🙂
Liebe Grüße,
Martin

Antworten
Tiller Monika 5. August 2023 - 23:19

Zu wenig Magensäure
Danke für den tollen Artikel. Werde alle Tips umsetzen. Esse immer zu jedem Essen Salz, alle warnen mich davor. Jetzt weiß ich, ich brauche es.

Antworten
Nadine 30. Mai 2023 - 17:56

Hallo Petra, darf ich dich dazu etwas fragen? Was hattest Du denn noch für Symptome, Auch permanent Reflux?
Wieviel musst Du von den Betain Kapseln nehmen ? Ich habe etwas Bammel, die Kapseln zu nehmen, da ich auch einen kleinen Zwerchfellbruch und eine chron. C Gastritis habe…
Vielen Dank. LG Nadine

Antworten
Sophia 29. Januar 2023 - 9:44

Guten Morgen Martin,

vielen Dank für den tollen Beitrag! Als Medizinstudentin lese ich euren Blog immer gerne und so tragt ihr mit euren Beiträgen auf jeden Fall wesentlich zu meiner holistischen Gesundheitsbildung bei 😉
Was hältst du von RMS-Tropfen zum Essen?

Lieber Gruß
Sophia

Antworten
Martin Auerswald, M.Sc. 29. Januar 2023 - 12:14

Hi Sophia,
Danke, das freut mich 🙂
Mit RMS-Tropfen zum Essen habe ich noch keine Erfahrung, auch nicht hinsichtlich Magensäure – und in der Wissenschaftsliteratur auch keinen Hinweis gefunden. Kannst Du es empfehlen?
Liebe Grüße,
Martin

Antworten
Sophia 30. Januar 2023 - 9:16

Hi Martin,
ja, wie so oft bei “komplementären” Themen sieht die Literatur diesbezüglich mager aus.
Ich finde es trotzdem gut, auch was die generelle Übersäuerung des Körpers angeht!
Lieber Gruß
Sophia

Antworten
Jenny 17. Februar 2023 - 15:17

Hallo Martin,
hast du Erfahrungswerte, wie viel Betain HCl Kapseln bei einem kompletten Magensäureverlust circa notwendig sind?
Leider bin ich schon bei 15 Stück pro Mahlzeit angelangt und der Mageninhalt ist immer noch nicht sauer genug. Wegen einer HNMT-Mutation sind auch Apfelessig und Zitronenwasser wegen Histamin schwierig für mich. Auf Bitterstoffe spricht meine Magensäureproduktion auch nicht an. Hast du vielleicht noch einen Tipp für so einen Extremfall wie mich? 🙂
Liebe Grüße
Jenny

Antworten
Martin Auerswald, M.Sc. 17. Februar 2023 - 20:15

Hi Jenny,
Leider nein 🙂
Martin

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Stephanie Herrmann 29. Januar 2023 - 10:12

Lieber Martin!
Ich bin erst seit ein paar Tagen auf deine tolle Arbeit gestoßen und an diesem Artikel sofort hängen geblieben. Mindestens die Hälfte aller oben genannten Symptome trifft auf mich zu. Ich ernähre mich vollwertig und zu 90 % gesund. Ich nehme seit Jahren Vitamine und Mineralien zu mir, und entgifte regelmäßig bzw. täglich, aber trotzdem habe ich immer noch das Gefühl einer chronische Erschöpfung und Un-Fitness, SIBO und so weiter. Dein Beitrag hat mir die Augen geöffnet, den Natron Test habe ich sofort umgesetzt. Natürlich ist er so ausgefallen, dass ich erst nach circa 5 Minuten ganz leicht aufstoßen musste.
Alle Präparate zur Magensäurebildung habe ich natürlich auch zu Hause (die natürliche Hausapotheke), daher werde ich umgehend mit der Umsetzung anfangen.
Aber eine Frage hätte ich: ist der Mangel an Magensäure auch umkehrbar? Ich weiß, dass ich einen ganz großen Stressor in meinem Leben habe, den ich in den nächsten Monaten auch abschalten werde!! Besteht die Möglichkeit, dass der Körper sich irgendwann selbst wieder reguliert?
Herzliche Grüße

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Martin Auerswald, M.Sc. 29. Januar 2023 - 12:15

Hi Stephanie,
Das freut mich, vielen Dank!
Aus meiner Erfahrung ist es so, dass der Magen sich in den allermeisten Fällen innerhalb von 3 Monaten wieder selbst regulieren lernt. Auch zeitweise Betain HCl kann die Bildung von Magensäure wieder unterstützen (der Mechanismus ist mir nicht bekannt, aber es funktioniert). Also es ist kein lebenslängliches Problem, sondern meist nur vorübergehend.
Liebe Grüße,
Martin

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Silke 29. Januar 2023 - 11:12

Hallo Martin,
danke für den informativen Artikel. Das könnte die Lösung meiner Beschwerden sein! SIBO, Erschöpfung, HPU, Dysbiose, Blähungen.
Der heutige Natrontest ergab sofort nach dem ersten großen Schluck ein dezentes Rülpserchen, danach kam nichts mehr. Ist das bereits aussagefähig? Ich teste morgen erneut und bin gespannt.
Verdauungsenzyme nehme ich bereits, helfen diese auch die Magensäure zu verbessern? Könnte ein Mangel auch genetisch sein? Mein Vater hat gefühlt schon immer diese Symptome.
Liebe Grüße, Silke

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Martin Auerswald, M.Sc. 29. Januar 2023 - 12:16

Hallo Silke,
Probiere es gerne nochmal und lass einen Tag Pause dazwischen. Ob ein Mangel genetisch ist – ich glaube es nicht, denn Magensäure-Probleme sind eher ein Phänomen der letzten 20 Jahre. Verdauungsenzyme wirken sich nicht auf die Magensäure aus, aber auf die Verdauung an sich.
Liebe Grüße,
Martin

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Giacomo 29. Januar 2023 - 18:38

Hallo Martin,
Super Artikel. Ich lebe seit April 2014 ohne Magen. Was würdest du mir empfehlen um mein Stoffwechsel zu optimieren?
Liebe segensreiche Grüße
Giacomo

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Martin Auerswald, M.Sc. 30. Januar 2023 - 13:21

Hi Giacomo,
Da bin ich grundsätzlich überfragt – aber was ich Dir empfehlen kann: Schonkost, langsam und bewusst essen, gut einspeicheln – die Verdauung beginnt bereits im Mund. Überprüfe auch regelmäßig die relevanten Nährstoffe, ob sie Dein Körper aufnehmen kann, und reflektiere immer mal Deine Darmgesundheit. Das wären aus meiner Sicht die wichtigsten Punkte.
Liebe Grüße,
Martin

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James 30. Januar 2023 - 12:27

Hallo.
Wie viel Apfelessig soll es genau sein? Und wie viele Minuten vorm Essensbeginn einnehmen?
Vielen Dank. VG

Antworten
Martin Auerswald, M.Sc. 30. Januar 2023 - 13:20

Hi James,
1-2 cl Apfelessig in einem Glas Wasser – etwa 5-15 min. vor dem Essen.
Liebe Grüße,
Martin

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Sanne 19. November 2023 - 11:01

Hallo lieber Martin,
wäre es möglich, diese Mengenangabe noch im Artikel zu ergänzen?
Und wie sieht es eigentlich mit dem Birkenporling als unterstützende Maßnahme aus? Könnte das auch helfen oder ist der eher bei Gastritis hilfreich?

Liebe Grüße, Sanne

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Miri 30. Januar 2023 - 16:38

Vielen Dank für eure Beiträge und auch diesen interessanten Beitrag.
Äussert sich ein Magensäuremangel auch in einem geblähten, ballonartig geblasenen Magen ? Ich habe es seit vor und nach der Heliobacter Eradikation (antibiotisch behandelt).
Beste Grüsse

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Martin Auerswald, M.Sc. 30. Januar 2023 - 22:53

Hi Miri,
Ja das kann sein.
Martin

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James 30. Januar 2023 - 20:58

Hallo Martin,
vielen Dank für deine Auskunft.
Eine weitere Frage:
Welche Symptome außer Sodbrennen können deiner Erfahrung nach noch durch Magensäuremangel im Halsraum entstehen?
Ich habe höchstwahrscheinlich einen Magensäuremangel und momentan ständig das Symptom, dass ich kurze Zeit nach dem Essen mich stark räuspern oder Husten muss in Verbindung mit etwas Aufstoßen aber kein (!) Sodbrennen dabei. Dabei ist es so ziemlich egal was ich esse, selbst bei “Schonkost”, daher schließe ich eine allergische Reaktion eher aus. Nach einer Weile, evtl. 1 Stunde ist es wieder verschwunden, bis ich dann wieder etwas beginnr zu essen. Mag dies also ebenfalls auf einen Magensäuremangel hindeuten? Und wie wäre diese Reaktion zu erklären?
Vielen Dank! VG

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Martin Auerswald, M.Sc. 30. Januar 2023 - 22:52

Hallo James,
Gute Frage – ich würde mal die Schilddrüse untersuchen lassen. Klingt nach einer Reizung, die nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel stärker wird (Wenn das Immunsystem durch bestimmte Lebensmittel getriggert wird).
Liebe Grüße,
Martin

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Aijouni Thomas 1. Februar 2023 - 16:27

Lieber Martin, danke für den super tollen Beitrag.
Ich habe den Test mit Natron gemacht und wirklich 3 x kurz aufgestoßen das wars!
Ich habe kaum Magensäure.
Ist auch Natron regelmäßig zu nehmen gut, um Magensäure zu bilden. Und welche Menge am Tag?
Viele Grüße Aijouni

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Martin Auerswald, M.Sc. 2. Februar 2023 - 0:17

Hi Aijouni,

Natron ist basisch, also bildet keine Magensäure, sondern baut sie ab 🙂

Liebe Grüße,
Martin

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Brigitte 14. Februar 2023 - 9:02

Lieber Martin, ein sehr interessanter Artikel. Vieles war mir bereits bekannt aber eine Frage brennt mir unter den Nägeln. Wie erklärst du dir, dass es den Patienten besser geht wenn sie Pantoprazol evt. eingenommen haben? wenn die Beschwerden von einem Mangel kommen, müssten doch die Beschwerden schlimmer werden und kein Patient nimmt etwas wenn es ihm danach schlechter geht. Bitte nicht falsch verstehen, ich bin sicher kein Fan von diesen Medikamenten. ich kann es mir nur nicht erklären. VG
Brigitte

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Martin Auerswald, M.Sc. 16. Februar 2023 - 23:09

Hi Brigitte,
Hier nicht verallgemeinern 🙂 manchen Patienten geht es mit Pantoprazol besser, manchen nicht. Wichtig ist immer zu wissen, was die Ursachen sind und wie es mit der Magensäure aussieht. Würde es jedem mit Pantoprazol besser gehen, hätten wir diese Probleme nicht.
Liebe Grüße,
Martin

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Thomas 28. Februar 2023 - 17:02

Lieber Martin, danke für deinen sehr informativ geschriebenen Artikel. Nach über 10 Jahren Leidenszeit bin ich von starkem Vitamin B12 Mangel und dessen Folgen über Gallensäureverlustsyndrom und SIBO auf die Magensäure gestoßen. Beim mehrmaligen Natron Test ( 2TL in ca. 250 ml Wasser aufgelöst) ist in 5 Minuten so gar nichts passiert. Neben Curcuma und Bittertropfen werde ich jetzt vorsichtig mit Betain HCI ergänzen. Ist es sinnvoll ein Produkt mit Pepsin zu verwenden oder ist das “normale” Betain ausreichend? LG Thomas

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Nadine 26. Mai 2023 - 6:40

Hallo, ich leide seit einigerb Zeit unter permanenten Refluf / Sodbrennen. Von den Ärzten wird mn ziemlich alleine gelassen. Ein kleiner Zwerchfellbruch wurde ebenfalls diagnostiziert.
Der Natrontest ergab, dass ich garnicht aufstoßen musste, mir war nur schlecht danach.
Ich habe auch Hashimoto, was ja wenig Magensäure begünstigen soll.-
Ich habe auch eine chronisch leichte C Gastritis (durch HWS Vorfall leider häfig Ibu genommen).
Macht dann Apfelessig dennoch Sinn oder geht es nicht zu sehr auf den Magen?
Lieben Dank für die Beantwortung meiner Fragen. Viele Grüße Nadine
Und darf Betain trotz Zwerchfellbruch genommen werden?

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Martin Auerswald, M.Sc. 26. Mai 2023 - 10:35

Hi Nadine,
Probiere es aus und schaue, wie es Dir damit geht 🙂
Sollte an sich kein Problem sein. Mit etwas Honig wird der Apfelessig noch bekömmlicher.
Liebe Grüße,
Martin

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Alex 20. Juni 2023 - 12:12

Hallo zusammen,
toller Beitrag, tolle Kommentare. Habe selbst eine autoimmune Gastritis, die mir seit 2-3 Jahren vermehrt Probleme macht. Würde gerne das Betain Hcl ausprobieren. Bin aber verunsichert, weil auch einen kleinen Zwerchfelldurchbruch habe und das hier öfter angesprochen wurde. Wo ist denn da der Zusammenhang? Und warum sollte man dann die Kapseln nicht nehmen?

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Martin Auerswald, M.Sc. 24. Juni 2023 - 13:14

Hallo Alex,
Aus meiner Sicht ist das kein Problem 🙂
Liebe Grüße,
Martin

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Flo 3. Juli 2023 - 12:08

Hallo,
ich habe den Test gemacht und konnte erst nach ca. 20 min ganz leicht aufstoßen. Was aber kam war extremer Durchfall.
Was könnte das bedeutet.

Antworten
Martin Auerswald, M.Sc. 11. Juli 2023 - 10:21

Hi Flo,
Durchfall ist ebenfalls ein deutliches Zeichen für Magensäure-Mangel – die Basen bringen in dem Moment den Dünndarm durcheinander, Durchfall ist dann die Reaktion des Körpers, da irgendwie Ordnung hineinzubringen.
Liebe Grüße,
Martin

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elena78 8. August 2023 - 13:38

Hallöchen Flo,
Ich hatte immer ab der ersten Mahlzeit einen riesen Blähbauch für den Rest des Tages.
Extrem langsame und unvollständige Verdauung, Übergewicht und Schildrüsenunterfunktion.
Wenn ich die “Tabletten Enzynorm f” nehme geht es mir wesentlich besser. Leider hat man die Produktion nach 80 Jahren eingestellt weil das Neuzulassungsverfahren zu teuer war!
Hauptbestandteile sind 250mg Pepsin und 250mg Aminosäuren-Hydrochlorid. Kennst du oder jemand hier ein Produkt mit ähnlicher Zusammensetzung?
liebe Grüsse

Antworten
Martin Auerswald, M.Sc. 9. August 2023 - 9:31

Hi Elena,
Danke für Deine Nachricht! Wahrscheinlich könntest Du es mit Betain-HCl und dem “Flat Belly” von Everydays (hab ich mit entwickelt) auf das gleiche kommen.
Liebe Grüße,
Martin

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Pia 12. August 2023 - 21:17

Wie passt das dazu, dass doch viele Menschen extra “Basenpulver” einnehmen, um die Gesundheit zu fördern und “Übersäuerung” entgegenzuwirken?

Antworten
Martin Auerswald, M.Sc. 14. August 2023 - 13:04

Hi Pia,
Sehe ich kritisch mit den ganzen Basenpülverchen – viele Menschen haben sich da schon die Verdauung kaputt gemacht. Wenn es nüchtern oder zwischen den Mahlzeiten genommen wird, kann es hier und da helfen, aber wenn es vor einer Mahlzeit genommen wird, legt das die Verdauung lahm. Darüber handelt auch mein Buch “Gesund mit Natron”, dass der Hype mit der Basischen Ernährung sehr vorsichtig zu betrachten ist.
Liebe Grüße,
Martin

Antworten
Paula 7. November 2023 - 21:12

Lieber Martin, auch ich habe eine Frage. Der Natron Test brachte bei mir kein Aufstoßen, erst nach gut 4 Minuten kam ein wenig. Ich habe eine Histamin Unverträglichkeit, Laktoseintoleranz und hin und wieder unverdaute Speisereste im Stuhl und häufig Durchfall. Was ich aber noch gar nicht gelesen habe und was mich besonders quält, ist eine häufige Übelkeit, gerne auch mal nachts.
Jetzt zu meiner Frage: Ich hatte nach dem Verzehr von Fisch erst nach ca. 4 Stunden Durchfall und Erbrechen über insgesamt 2 Stunden. Der Fisch kam quasi trocken und wie gerade gegessen immer wieder hoch.
Ist das auch typisch für zu wenig Magensäure?
Sollte ich Fisch lieber komplett weglassen?
Seit nunmehr 3 Tagen nehme ich Hcl mit Pepsin und hatte sofort eine Besserung was meine Übelkeit angeht. Auch das ständige Aufstoßen ist etwas besser und ich hoffe bald noch mehr Besserung zu sehen.
Danke für Deine Antwort 😀

Antworten
Martin Auerswald, M.Sc. 10. November 2023 - 13:17

Hallo Paula,
Ich glaube, das hatte weniger mit dem Fisch zu tun, sondern mehr mit der fehlenden Magensäure. Da war Dein Gefühl schon richtig 🙂
Martin

Antworten
Jasmin 6. Januar 2024 - 20:01

Hallo Martin,

hast Du Erfahrungswerte, ob die Cholecystektomie zu einem Mangel an Magensäure führen kann?

LG Jasmin

Antworten
Martin Auerswald, M.Sc. 8. Januar 2024 - 21:24

Hi Jasmin, aktuell nicht nein – aber vielleicht hilft Dir da eine Google-Suche weiter.
Liebe Grüße,
Martin

Antworten
Petra Oberpauer 26. Januar 2024 - 21:48

Hi Martin,
Ich nehme seit 5 Wochen PPIs. Angefangen hat alles mit nächtlichem Sodbrennen. Seit ich Pantoprazol nehme, habe ich auch tagsüber Beschwerden v. a. im Magenbereich. Ich würde nun gerne testen, ob meine Beschwerden doch von zuwenig Magensäure kommen.
Kann ich den Natrontest auch machen, wenn ich PPIs nehme oder ist das Ergebnis dann verfälscht?
Einen Termin zur Magenspiegelung habe ich erst in 8 Wochen.
Liebe Grüße Petra

Antworten
Martin Auerswald, M.Sc. 27. Januar 2024 - 16:45

Hi Petra,
Das kannst Du ruhig testen – trotz PPI-Einnahme hat Dein Magen ja auch jeden Tag Nahrung zu verdauen 🙂
Liebe Grüße,
Martin

Antworten
Irina 18. Januar 2024 - 23:17

Hallo lieber Martin, ich habe eine chronische Urtikaria, Glutenunverträglichkeit, eine Histaminunverträglichkeit, HPU und vor einem Jahr kam die Diagnose autoimmune Gastritis hinzu. In den 20 Jahren hatte ich insgesamt vier Urtikariaschübe. 2021 bekam ich einen starken Schub und jetzt wieder. Ich werde derzeit mit Xolair behandelt. Da es leider nicht sofort wirkt, muss ich das vierfache an Antihistaminika einnehmen, zusätzlich Prednisolon und Pantoprazol.
Zu den ganzen Medikamenten kommen Nahrungsergänzung dazu, Huminsäure, Quercetin, Suforaphan, Eisen, HPU Präparate, B12+Folsäure, Cholin und Omnibiotic 10 usw.
Frag mich ob es zwischen der autoimmunen Gastritis und der Urtikaria einen Zusammenhang gibt? Momentan mache ich mir Sorgen um meine Magenschleimhaut. Was kann ich tun damit meine Magenschleimhaut nicht komplett zerfleischt wird? Ausserhalb der Schübe ernähre ich mich sehr gut (ausschliesslich nur Bio) und gehe zum Sport. Überfordere (übersäuere) ich meinen Magen mit den ganzen Nahrungsmittel? Käme Betain HCL für mich in Frage oder soll ich Huminsäure weiterhin einnehmen?
Freue mich auf deine Antwort. Dankeschön!

Herzliche Grüße,
Irina

Antworten
Martin Auerswald, M.Sc. 22. Januar 2024 - 16:08

Hallo Irina,
Es wird wahrscheinlich schon zusammenhängen – was Du konkret alles tun kannst, wäre ein Thema für ein Coaching oder eine lokale ganzheitliche Therapie. Ich denke nicht, dass Du Deinen Magen überforderst mit den Nahrungsergänzungen. Löwenmähne Extrakt von Hifas da Terra und Omega 3 würde ich hier noch empfehlen, damit sich der Magen erholen kann.
Liebe Grüße,
Martin

Antworten
Christina 19. Januar 2024 - 21:11

Lieber Martin, toller Bericht – vielen Dank fürs Teilen Deiner Erfahrung.
Ich hatte vor 6 Monaten einen Burnout, habe eine Schilddrüsenunterfunktion, eine chronische Nesselsucht sowie einen kürzlich festgestellten Nährstoffmangel: Vit D, B1, B12, Eisen und Magnesium.
Vor 12 Wochen bekam ich plötzlich ein Kloßgefühl im Hals. Der HNO stellte einen gereizten Kehlkopf fest, verschrieb mir Pantoprazol. Er geht von einen Reflux aus. Ich musste erstmal googlen was das ist – ich hatte keine Ahnung.
Pantoprazol nahm ich nicht znd führte nach einiger Recherche den Natron-Test durch. Kein einziges Aufstoßen. Allerdings fiel mir auf, dass ich seit einigen Monaten immer mal wieder Luft nach dem Essen / Trinken aufstoße. Ohne Magensäure.
Der Kloß blieb, es kamen Halsschmerzen und extreme Heiserkeit dazu.
Nun habe ich begonnen Apfelessig sowie Bittertropfen zu nehmen.
Geduld ist nicht meine Stärke und ich hoffe, dass ich mich bald besser fühle und mein Hals nicht mehr schmerzt.
Hast Du weitere Ideen bzw denkst Du ich bin auf dem richtigen Weg?
HCL würde ich als bächstes ausprobieren scheue mich jedoch etwas davor. So kann es für mich aber auch nicht mehr weitergehen, da ich teilweise fast keine Stimme mehr habe.
Hat vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Viele Grüße, Christi a

Antworten
Martin Auerswald, M.Sc. 22. Januar 2024 - 16:06

HI Christina,
Probiere es noch mit Ingwertee mit Zitronensaft und Honig – wirkt bei mir Wunder. Ein bisschen Apfelessig kann da auch mit rein. Und Jod + Vitamin C für Schilddrüse und Nebenniere.
Liebe Grüße,
Martin

Antworten
Alice 6. Februar 2024 - 16:25

Hallo, hatte mit 14 meine erste Gastritis. Inzwischen wurde sie als chronische Gastritis bezeichnet.
Bei der letzten Spiegelung (nüchtern natürlich) wies der Magen einen PH – Wert von 6.0 auf.
Daraufhin beschäftigte ich mich erstmals intensiv mit meinem Problem. Nahm vor Jahren nur kurz Protonenpumpenhemmer, da ich diese – Gott sei Dank – nicht vertrug.
Die Gastroenterologen machen mir wirklich Angst.
Jedesmal, wenn die chronische Gastritis mal wieder zuschlägt, kommt der Vorschlag, erneut Protonenpumpenhemmer zu testen.
Ist doch alles ein Wahnsinn, wenn man schon einen Mangel an Säure aufweist.
Seit fast 20 Jahren habe ich nun auch MS. Inzwischen glaube ich aber, dass das damals gar nicht so wirklich die richtige Diagnose war, sondern die Läsionen im Hirn eher vom Vitamin B12-Mangel kam, den man feststellte und welches ich seitdem täglich sublimentiere.
Was seit geraumer Zeit immer wieder auf’s Neue quält: NASENNEBENHÖHLENENTZÜNDUNGEN.
Augen dick, das Gesicht schmerzt, extremes Kopfweh,geschwollene Tränensäcke.
Nun vermute auch ich den stillen Reflux – Pepsin greift ja so ziemlich alles an. Mag meinen Gastroenterologen gar nicht darauf ansprechen – er scheint ohnehin nicht wirklich interessiert zu sein.
Hat jemand diesbezüglich Erfahrungen? Kann man das überhaupt feststellen. Kann man was dagegen tun?

Antworten
Angela 4. Februar 2024 - 1:17

hallo, ich bin seit drei Jahren betroffen von klosgefühl und Schleimbildung im Hals.
Google am besten mal stiller Reflux.
das wäre zutreffend bei dir.

Antworten
Johanna 6. Februar 2024 - 22:33

Hallo Christina und Angela,
Mir geht es genau wie euch- Heiserkeit, Halsschmerzen, Klosgefühl, Verschleimung, Räusperzwang, Husten, Brennen im Kehlkopf an jedem Tag seit Monaten!!
Bei mir war der Natrontest ebenfalls auffällig: nach 19 Minuten erst musste ich ganz leicht aufstoßen. An den beiden darauffolgenden Tagen hat es ebenfalls mindestens 15 Minuten gedauert, bis ein Bäuerchen kam.
Überall heißt es, man solle bei Stillem Reflux basisch essen und trinken.
Das tue ich nun schon lange und nun wird mir klar, dass es (bei meinem sehr wahrscheinlichen Magensäuremangel) ja gar gar nicht besser werden kann, weil ich durch zu viel basisches Wasser bzw basische Mittelchen ja dazu beitrage, dass meine Säure im Magen immer weniger wird!
Apfelessig habe ich kurz probiert, aber das tut mir so weh in meinem eh schon so gereizten Hals. Sollte ich das einfach länger durchziehen?
Nehme außerdem seit 2 Wochen Bittertrunk und Verauungsemzyme sowie LaVita Saft. Ingwertee werde ich auch versuchen!
Morgen stelle ich mich im Refluxzentrum in Dortmund vor. Wehe, die schlagen mir auch PPI vor…!
Meine letzte Hoffnung würde ich dann auf Betain HCL legen.
Abwarten was der Termin morgen bringt.
Toller Beitrag auf jeden Fall, Martin!

Weiter so!!!

Antworten
Ulla 20. Februar 2024 - 11:17

Kann ein Magensäuremangel auch Mundgeruch hervorrufen?

Antworten
Martin Auerswald, M.Sc. 23. Februar 2024 - 19:47

Hi Ulla, ja kann es – wenn der Speisebrei länger als nötig im Magen verweilt und dann vergoren wird, ist Mundgeruch eine Folge.
Martin

Antworten

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