Weihnachten ist das Fest der Liebe, der Gemütlichkeit und der Dankbarkeit. Eigentlich. Die Realität sieht für viele aber ganz anders aus. Die Vorweihnachtszeit ist rappelvoll mit Terminen, Weihnachtsfeiern und geprägt von Einkaufsstress, weil Geschenke besorgt werden müssen.
Ist es dann endlich soweit, sind die Erwartungen hoch und die Tage vollgepackt – all das kann dazu führen, dass angespannte Situationen schneller eskalieren oder alte Konflikte wieder aufflammen.
Daher möchte ich Dir in diesem Beitrag 7 Tipps für ein entspanntes Weihnachtsfest geben. Diese werden Dir helfen, zur Ruhe zu kommen und Dich auf das Wesentliche zu konzentrieren – das Beisammensein mit Deinen Lieben.
7 Tipps für ein gemütliches und entspanntes Weihnachtsfest
Die folgenden Tipps sollen Dir helfen, Dir eine kleine Oase der Ruhe zu schaffen und das Jahr ruhig und gemütlich ausklingen zu lassen.
Handy aus
Du musst nicht ständig erreichbar sein. Du musst nicht ständig auf Push-Benachrichtigungen oder unzählige Weihnachtsanrufe reagieren, wenn Du das nicht möchtest.
Für die meisten Menschen ist es einfach nur Stress, ständig erreichbar und am Handy zu sein. Auch Bilder oder Nachrichten in den sozialen Medien bringen uns nur selten wirklich weiter.
Also schalte es aus (oder lege es zumindest weit weg). Wenn möglich, sogar für mehrere Tage. Beobachte dann dabei, wie Du zuerst unruhig wirst – schließlich könnte ja irgendwas passieren – und Dich dann immer mehr entspannst und zu Dir findest.
Fernseher aus, Kerzen an
Wenn Du an den Feiertagen wirklich abschalten möchtest, kann es hilfreich sein, Bildschirme und Nachrichten bewusst zu reduzieren. Viele Meldungen sind belastend oder lösen Emotionen aus, die wir in ruhigen Momenten eigentlich gar nicht aufnehmen wollten. Das Weltgeschehen lässt sich nicht ignorieren, aber Du musst es nicht ausgerechnet an den Tagen verfolgen, an denen Erholung im Vordergrund stehen sollte.
Eine kleine Medienpause – selbst wenn es nur für zwei oder drei Tage ist – schafft spürbar mehr Ruhe. Stattdessen kannst Du die Zeit nutzen, um Kerzen anzuzünden, ein gutes Buch zu lesen oder einfach den Moment zu genießen. Warmes, gedämpftes Licht wirkt entspannend auf das Nervensystem und hilft Deinem Körper, wirklich zur Ruhe zu kommen.
Geben ist seliger als nehmen
Umgib Dich mit Menschen, die Dir Dir Energie geben, statt sie Dir zu rauben. Frage Dich: Was kannst Du ihnen Gutes tun? Schenke ihnen Deine Zeit, Aufmerksamkeit, Liebe oder erfülle ihnen einen (kleinen) Wunsch.
Löse Dich dabei von der Erwartung, auch etwas im Gegenzug zu erhalten. Wenn es die richtigen Menschen sind, kommt etwas zurück (das muss wohlgemerkt nichts Materielles sein).
Zeit miteinander zu verbringen ist das schönste Geschenk
Spazierengehen
Pack Dich nach jeder Mahlzeit warm ein und mache einen Spaziergang. Allein oder zusammen mit Deinen Mitmenschen. Tanke frische Luft und Sonnenlicht, konzentriere Dich auf die Natur um Dich herum, führe gute Gespräche und bewege Dich ein wenig, um den Blutzucker stabil zu halten. Das ist zudem gut für Deinen Stoffwechsel und sorgt dafür, dass die vielen Weihnachtsleckereien nicht auf der Hüfte landen.
Grenzen aufzeigen
Es fällt vielen Menschen schwer, klare Grenzen zu setzen – sowohl im Alltag als auch im Familienumfeld. „Nein“ zu sagen, Wünsche zu äußern oder zu signalisieren, dass etwas zu viel wird, gehört zu den wichtigsten sozialen Fähigkeiten, wird aber erstaunlich selten geübt. Gerade gegenüber nahestehenden Menschen wie Partnern, Eltern, Kindern oder Verwandten wollen wir nicht anecken – und übergehen dabei oft unsere eigenen Bedürfnisse.
Rund um Weihnachten kann sich das deutlicher bemerkbar machen. Nicht nur, weil mehr Menschen als sonst auf engem Raum zusammenkommen, sondern auch, weil der Tag mit Erwartungen aufgeladen ist: Harmonie, Nähe, Verbindlichkeit, ein perfektes Miteinander. Dieser innere Perfektionsanspruch erzeugt Druck – und je stärker der Druck, desto schneller geraten wir aus dem Gleichgewicht.
Hinzu kommt ein weiterer Faktor, den viele unterschätzen: Wenn wir an den Feiertagen endlich etwas zur Ruhe kommen, tauchen oft Themen auf, die wir über das Jahr hinweg weggedrückt haben. Unverarbeitete Gefühle, alte Kränkungen oder Stress, der sich im Hintergrund angesammelt hat. Weihnachten ist dann nicht die Ursache, sondern lediglich der Moment, an dem der Körper signalisiert: „Jetzt ist Raum dafür.“
Umso wichtiger wird es, diese Dynamiken zu erkennen, Grenzen frühzeitig freundlich zu kommunizieren und sich selbst zu erlauben, Dinge zu tun, die sich stimmig anfühlen.
Dankbarkeit zeigen
Wenn wir Deutschen etwas gut können, dann meckern. Ob uns das guttut? Ich glaube, die Antwort liegt auf der Hand.
Also – wie wäre es stattdessen mit etwas Dankbarkeit. Statt Dich über alles Mögliche aufzuregen, gilt es, Dinge zu benennen, für die Du dankbar bist. Das schärft den Blick für alles Gute im Leben.
Das können ganz essenzielle Dinge sein, die wir sonst als selbstverständlich abtun: ein Dach über dem Kopf, ein voller Kühlschrank, genug Geld auf dem Konto, Kleidung, eine Familie, Freunde.
Oder Kleinigkeiten wie ein farbenfroher Sonnenuntergang oder der erste Schneefall.
Machst Du Dir Schönes bewusst, merkst Du, dass es Dir eigentlich gar nicht so schlecht geht.
Auch kleine Gesten wie eine Umarmung verdienen Dankbarkeit
Loslassen
Klammerst Du, oder kannst Du auch mal loslassen und es gut sein lassen?
Hast Du den Anspruch, dass Weihnachten perfekt und harmonisch sein muss, oder kannst Du den Dingen auch einfach ihren Lauf lassen?
Möchtest Du anderen Menschen immer noch Deine Meinung oder Ansichten aufzwängen, oder respektierst Du, dass jeder Mensch eigene Ansichten haben darf?
Klammerst Du Dich an Traditionen, oder bist Du offen für Neues?
Trauerst Du vergangenen Zeiten, Menschen oder Situationen hinterher, oder richtest Du Deinen Fokus auf das Hier und Jetzt?
Meist bekommen wir, was wir wollen, wenn wir loslassen – probiere es aus.
Sagt sich leicht, ich weiß. Aber es funktioniert. Und wir haben automatisch mehr Spaß am Leben und sind neugierig, was als nächstes passiert.
Zusammenfassung
Weihnachten kann wunderschön sein – oder stressig und überfrachtet. Damit die Feiertage wirklich erholsam werden, hilft es, den Druck herauszunehmen: Handy und Medien pausieren, raus an die frische Luft gehen, Grenzen setzen, dankbar sein und Zeit mit den richtigen Menschen verbringen. Wer Erwartungen loslässt und sich auf das Wesentliche konzentriert, schafft Raum für Ruhe, Nähe und ein entspanntes Fest.















