Warum nehme ich nicht ab? Du möchtest nachhaltig und schnell abnehmen, aber irgendetwas bremst Deinen Erfolg? Erfahre hier die häufigsten Gründe, warum das Abnehmen nicht funktioniert und was Du dagegen unternehmen kannst.
Verflixt und zugenäht! Warum nehme ich nicht ab?
Du machst eine Diät, ernährst Dich gesund, zählst fleißig Kalorien oder orientierst Dich an konkreten Plänen, die konzipiert wurden, um Menschen beim Abnehmen zu unterstützen. Trotzdem kann es vorkommen, dass sich auf der Waage einfach nichts tut.
Dabei ist Abnehmen in der Theorie eigentlich recht einfach:
weniger Energie aufnehmen, als Du verbrauchst (negative Energiebilanz)
weniger Kohlenstoff aufnehmen, als Dein Körper wieder abgibt (negative Kohlenstoffbilanz)
Denn letztlich besteht gespeichertes Körperfett chemisch gesehen zu einem großen Teil aus Kohlenstoffverbindungen. Wenn Dein Körper Fett zur Energiegewinnung nutzt, werden diese Verbindungen im Stoffwechsel oxidiert. Der dabei entstehende Kohlenstoff verlässt den Körper überwiegend in Form von Kohlendioxid (CO₂) über die Atmung.
Ganz so simpel ist es in der Praxis jedoch nicht – denn Dein Körper ist ein hochkomplexes biologisches System, in dem Hormone, Stoffwechselregulation, Hunger- und Sättigungssignale sowie zahlreiche weitere Faktoren zusammenspielen.
Das Fett, das Du loswerden möchtest, ist in Deinen Fettzellen (Adipozyten) gespeichert. Diese Energiespeicher erfüllen eine wichtige biologische Funktion: Sie sichern Deinem Körper das Überleben in Zeiten von Nahrungsknappheit.
Deshalb gibt Dein Körper die gespeicherte Energie nicht einfach beliebig frei. Fett wird aus den Fettzellen vor allem dann mobilisiert, wenn die stoffwechselphysiologischen Bedingungen stimmen und Dein Organismus tatsächlich einen energetischen Bedarf erkennt.
Deinem Körper ist es dabei egal, ob Du 60 oder 70 Kilogramm wiegst. Aus evolutionärer Sicht zählt vor allem eines: ausreichende Energiereserven für schlechte Zeiten. Genau diese Schutzmechanismen können das Abnehmen manchmal erschweren.
Mit dem richtigen Wissen lassen sich diese Zusammenhänge jedoch besser verstehen – und gezielt beeinflussen. Heute wissen wir recht gut, welche Faktoren Deinen Körper daran hindern können, Fett effektiv zu mobilisieren, obwohl Du Sport treibst oder konsequent auf ein Kaloriendefizit achtest.
Und genau darum geht es schließlich: Wenn Du abnimmst, möchtest Du möglichst Körperfett verlieren – nicht Muskeln oder anderes wertvolles Gewebe.
Warum nehme ich nicht ab? 19 Gründe, warum es (noch) nicht klappt
#1 Cortisol und Stress
Cortisol ist ein Hormon, das vor allem bei Stress vermehrt ausgeschüttet wird. Evolutionsbiologisch ist diese Stressreaktion eigentlich für kurzzeitige Gefahrensituationen gedacht: Dein Körper nimmt eine Bedrohung wahr, mobilisiert Energiereserven, erhöht die Durchblutung der Muskulatur und bereitet Dich darauf vor, zu kämpfen oder zu fliehen.
In der modernen Welt handelt es sich bei der „Gefahr“ jedoch oft nicht um ein Raubtier, sondern beispielsweise um beruflichen oder sozialen Stress. Wenn Dein Chef Dich unter Druck setzt, reagiert Dein Körper trotzdem mit derselben Stressreaktion – auch wenn keine körperliche Aktivität folgt.
Die Folge: Dein Blut wird mit Glukose und freien Fettsäuren angereichert, um schnell Energie bereitzustellen. Gleichzeitig kann bei länger anhaltendem Stress Muskelgewebe abgebaut werden, da Cortisol auch den Proteinabbau fördert. Dadurch kann langfristig die Muskelmasse sinken und die Insulinsensitivität abnehmen [5].
Zudem steigert Cortisol häufig den Appetit und insbesondere das Verlangen nach energiereichen Lebensmitteln. Wenn Du in diesem Zustand isst, kann die Nährstoffverwertung vorübergehend schlechter sein, unter anderem weil Stressreaktionen mit einer reduzierten Insulinsensitivität einhergehen können.
Im Hinblick auf das Abnehmen kann Stress folglich eine starke Bremse sein.
Wie kannst Du Stress abbauen? Schlafe ausreichend, treibe Sport in Maßen, ernähre Dich gesund, reduziere Stress auf Arbeit, meditiere, höre Musik und verbringe Zeit mit geliebten Menschen.
Für mehr Informationen über Stressreduktion: Stress Symptome.
#2 Mangelnde Entgiftung
Manche Giftstoffe kann Dein Körper nicht so einfach ausscheiden. Das betrifft insbesondere moderne Gifte, die ihm fremd sind, wie z. B. Weichmacher, Xenoöstrogene, Mikroplastik und Schwermetalle. Anstatt sie auszuscheiden, speichert sie Dein Körper im Fettgewebe [2].
Folglich baut Dein Körper kein Fett ab, weil er nicht in der Lage ist, die schädlichen Stoffe zu entgiften. Eine mangelnde Entgiftung manifestiert sich über unreine Haut sowie über eine Neigung zu Allergien und Darmerkrankungen. Frauen, die die Pille nehmen, sind besonders häufig betroffen.
Ist die körpereigene Entgiftung beeinträchtigt, solltest Du sie unterstützen: Ernähre Dich gesund und iss entzündungslindernde Lebensmittel [7], die gut für Leber und Darm sind. So zum Beispiel:
- Probiotika (Apfelessig, Naturjoghurt)
- Präbiotika (Obst, Gemüse, Beeren, Nüssen, Pilzen, Leinsamen)
- Bitterstoffe (Kaffee, Tee, Ingwer, Kurkuma, Kräuter, Löwenzahn, Artischocken, Edelkastanienhonig, Beeren)
Wenn Du Deine Entgiftung schnell und effektiv ankurbeln möchtest, dann beginne den Tag mit 1 bis 2 Tassen Bio-Kaffee, gefolgt von einer Dosis Aktivkohle oder Chlorella und je 2 Kapseln Reishi-Extrakt und Cordyceps-Extrakt (zwei Heilpilze).
Auch Kräuter und Gewürze wie Ingwer, Kurkuma und Oregano können Dich zusätzlich unterstützen.
#3 Nährstoffmangel
Der Stoffwechsel läuft nicht rund, wenn ihm Nährstoffe fehlen. Die wichtigsten, die im Mangel vorliegen können und so das Abnehmen behindern, sind:
- Magnesium (grünes Gemüse)
- Vitamin A (Innereien)
- Vitamin B (Innereien, Fleisch)
- Chrom (Kartoffeln, Hülsenfrüchte)
- Jod (Fisch, Algen)
- Selen (Fisch, Innereien, Eigelb)
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion liegt meist ein Mangel an Jod und Selen vor. Beginne mit geringen Dosierungen. Iss also viel Fisch, Meeresfrüchte und Algen. Leidest Du an Hashimoto oder Morbus Basedow, lass bitte Vorsicht mit Jod walten.
Wichtig: Bitte nimm nicht auf Verdacht diverse Nahrungsergänzungsmittel ein, sondern informiere Dich vorher gründlich und finde heraus, ob ein Mangel vorliegt. Die verlinkten Beiträge helfen Dir diesbezüglich weiter.
Im Zweifelsfall ist der Konsum von nährstoffreichen Nahrungsmitteln immer besser als die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln.
#4 Zu wenig Sport
Ein gut funktionierendes Lymphsystem und eine gesunde mitochondriale Funktion spielen eine wichtige Rolle für einen funktionierenden Stoffwechsel – und damit auch für eine erfolgreiche Gewichtsregulation.
Mitochondrien sind die „Kraftwerke“ Deiner Zellen. In ihnen wird Energie aus Nährstoffen gewonnen, die Dein Körper für Bewegung, Wärmeproduktion und zahlreiche Stoffwechselprozesse nutzt. Durch regelmäßige körperliche Aktivität – insbesondere Ausdauertraining – kann sich die Anzahl und Leistungsfähigkeit der Mitochondrien erhöhen. Dadurch verbessert sich langfristig die Fähigkeit Deines Körpers, Energie umzusetzen.
Natürlich steigt Dein Energieverbrauch auch während der sportlichen Aktivität.
Viele Menschen sagen jedoch: „Sport brauche ich nicht – ich bin im Alltag ständig auf den Beinen.“ Alltagsbewegung ist zwar sehr wertvoll für die Gesundheit, ersetzt jedoch nicht vollständig die gezielten Trainingsreize, die beim Sport entstehen.
Denn Training bewirkt mehr als nur Bewegung: Es führt zu metabolischen Anpassungen wie dem Aufbau oder Erhalt von Muskelmasse, einer verbesserten mitochondrialen Funktion und einer stärkeren Aktivierung des Lymphsystems.
Für viele Menschen ist eine Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining besonders sinnvoll. Als grobe Orientierung gelten etwa vier bis fünf Trainingseinheiten pro Woche.
#5 Zu viel Sport
Übermotivierte und perfektionistisch veranlagte Menschen treiben häufig zu viel Sport. Nicht selten verlieren sie sich in Rechnungen, die vorgeben, wie lange jeden Tag gejoggt werden muss, um eine bestimmte Menge Fett zu verbrennen. Ein Zuviel an Sport sorgt jedoch für Dauerstress und hat nichts mehr mit gesundem Abnehmen gemein [3]. Vier- bis fünfmal pro Woche Sport zu treiben, ist deshalb eine gute Faustregel.
Wenn Du mehr machen möchtest, gönne Deinem Körper Erholungspausen und nutze die Möglichkeit der „aktiven Regeneration“ für Dich, z. B. in Form von Yoga, Nordic Walking oder leichtem Joggen. Auch hierbei handelt es sich um Sporteinheiten. Sie sind jedoch weniger anstrengend als der tägliche Ausflug ins Fitnessstudio.
Übertreibst Du es mit dem Sport, kommt die Regeneration zu kurz und der Hormonhaushalt gerät durcheinander (zu viel Cortisol, zu wenig Schilddrüsenhormone).
So gesund und wichtig Sport auch ist – es gibt ein Zuviel
#6 Zu wenig Kälte
Kälte ist ein bedeutsamer Reiz für Deinen Körper, da sie den Stoffwechsel aktiv hält. Kälte erhöht die Bildung der Schilddrüsenhormone sowie metabolisch aktiver Hormone wie Adiponektin und Noradrenalin. Außerdem sorgt sie für die Vermehrung von Mitochondrien und braunem Fettgewebe.
Braunes Fettgewebe speichert kein Fett, sondern verbrennt es. Interessant, nicht wahr? Setzt Du Dich regelmäßig niedrigen Temperaturen aus, z. B. durch eine kalte Dusche, regst Du die Bildung von braunem Fettgewebe an.
#7 Schlafentzug
Aus Studien wissen wir: Wer weniger als sieben Stunden schläft, nimmt deutlich schlechter ab [1]. Du tust also gut daran, Deinem Körper sieben bis neun Stunden Schlaf zu gönnen. Achte bitte auch auf eine gute Schlafhygiene.
#8 Instabiler Blutzucker
Eine Kalorie ist keine Kalorie. Wenn der Blutzucker nach einer Packung Gummibärchen Achterbahn fährt, ist das nichts anderes als eine Stressreaktion Deines Körpers – mit entsprechenden Folgen [5].
Achte auf eine gesunde Ernährung und reduziere den Konsum verarbeiteter Lebensmittel, die einen zu hohen Gehalt an Kohlenhydraten aufweisen. Auf diese Weise stabilisierst Du Deinen Blutzucker. Sport unterstützt Dich dabei.
#9 Zu viele Snacks
Manche Menschen behaupten noch immer, dass fünf bis sechs kleine Mahlzeiten täglich den Stoffwechsel ankurbeln. Dafür gibt es jedoch keine überzeugenden wissenschaftlichen Belege. Entscheidend für den Energieverbrauch ist vor allem die Gesamtmenge an Energie, die Du über den Tag aufnimmst – nicht die Anzahl der Mahlzeiten.
Viele kleine Mahlzeiten können außerdem dazu führen, dass Blutzucker und Insulin häufiger erhöht sind und man leichter unterschätzt, wie viel man tatsächlich isst.
Für viele Menschen funktioniert daher eine Struktur mit zwei bis drei größeren Mahlzeiten pro Tag gut. Wenn Dir mehrere kleinere Mahlzeiten besser bekommen, ist das aber ebenfalls möglich – wichtig ist vor allem, dass Dein Essrhythmus langfristig zu Deinem Alltag passt.
Snacks können sinnvoll sein, sollten jedoch eher Ausnahmen bleiben, um bei Bedarf den Hunger zu überbrücken.
#10 Zu wenig Variation
Zu wenig Variation ist insbesondere beim Sport problematisch: Werden Trainingseinheiten zur Routine, versucht Dein Körper, Energie zu sparen.
Vielleicht machst Du jahrein, jahraus dieselben Übungen im Fitnessstudio, joggst die immergleiche Runde am Waldrand entlang oder läufst die altbekannte Strecke zur Arbeit. Natürlich ist es vorbildlich, dass Du Sport machst und Dich bewegst, aber wie sagt man doch so schön: „Variety is the spice of life“ (Abwechslung ist die Würze des Lebens).
Das heißt, Variation sorgt dafür, dass Dein Körper flexibel, aber vor allem metabolisch aktiv bleibt. Führe also nicht immer dieselben Übungen, Sätze und Wiederholungen durch. Und variiere auch die Gewichte, wenn Du welche beim Training einsetzt.
#11 Inaktive Schilddrüse
Zwischen einer Schilddrüsenunterfunktion (fT3 > 3 pg/dl) und einer aktiven Schilddrüse (fT4 3,8–4,2 pg/dl) besteht ein Unterschied von etwa 300 kcal.
Die Schilddrüse ist das Gaspedal in Deinem Körper. Sie bestimmt, wie viel Energie verbraucht wird, wie viele Mitochondrien wachsen und wie viel Energie Du subjektiv zur Verfügung hast. Glücks- und Sexualhormone werden ebenfalls über die Schilddrüse beeinflusst.
Das bedeutet, die Schilddrüse muss gut versorgt und „glücklich“ sein, denn erst dann gibt sie ihr GO, erst dann steigen Energieverbrauch und Lebensgefühl.
Die meisten Menschen mit Schilddrüsenproblemen (ausgenommen Hashimoto und Morbus Basedow) weisen einen Mangel an Jod und Selen auf. Hinzu kommen Zink, Vitamin B und Omega-3-Fettsäuren.
Die einfachste Lösung: Iss drei- bis viermal wöchentlich Fisch, Meeresfrüchte und/oder Algen. Kleine Fische eignen sich besser als große Fische (z. B. Thun- und Schwertfische), da letztere oftmals mit Schwermetallen belastet sind.
Ideal sind Lachs, Hering, Makrelen, Sardinen und Kabeljau. Auch Meeresfrüchte und Algen sind zu empfehlen. Ich selbst habe meiner inaktiven Schilddrüse mit getrocknetem Seetang (Wakame, 5 g täglich) auf die Sprünge geholfen. Dir empfehle ich die sanfte Variante, sprich Fisch, Meeresfrüchte und gelegentlich Algen (frisch im Sushi oder getrocknet).
#12 Hormonelle Imbalance
Gerät Dein Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht – etwa durch zu hohe oder zu niedrige Hormonspiegel – kann sich das direkt auf Deinen Stoffwechsel auswirken [6]. Typische Beispiele sind:
- zu viel Cortisol (Stress)
- zu viel Östrogen (Pille, Plastik, Kosmetika)
- nicht genug Testosteron (Männlein und Weiblein)
- zu wenig Progesteron
In Bezug auf Hormone ist es schwierig, Praxistipps auf wenige Punkte herunterzubrechen. Effektive Schritte sind jedoch die folgenden:
- Iss täglich grünes Gemüse und/oder Beeren.
- Konsumiere mehrmals wöchentlich Fisch und Meeresfrüchte.
- Beseitige einen möglichen Vitamin-D-Mangel sowie einen eventuell bestehenden Zink- und Selenmangel.
- Reduziere Stress im Alltag.
- Greif bei Progesteronmangel zu einer Progesteronsalbe oder Yams-Extrakt.
- Iss mehr hochwertiges Protein.
- Reduziere Genussmittel wie Alkohol, Zucker, Nikotin und Kaffee.
- Achte auf ausreichenden und gesunden Schlaf.
- Denke über eine alternative Verhütungsmethode zur „Pille“ nach.
- Versuche, auf Naturkosmetik umzusteigen.
- Nutze Adaptogene wie Rhodiola, Ashwaghanda, Reishi oder Ginseng.
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#13 Toxine und Chemikalien
Du kannst die körpereigene Entgiftung anregen. Gleichzeitig solltest Du jedoch auch die Zufuhr von Giftstoffen minimieren.
Die wichtigsten Quellen im Alltag sind:
- Kosmetikprodukte
- mit Schwermetallen belasteter Fisch (Thun- und Schwertfisch)
- Mikroplastik, Weichmacher, Plastikflaschen
- Flammschutzmittel aus Matratzen und Lack
- Fleisch aus Massentierhaltung
- verarbeitete Nahrungsmittel
#14 Ungesunde Ernährung
Das Zählen von Kalorien kann funktionieren, es kommt jedoch auch darauf an, was Du zu Dir nimmst. Es macht nämlich einen großen Unterschied aus, ob Du Deinen täglichen Bedarf an Kalorien aus verarbeiteten Energieriegeln und belegten Brötchen beziehst oder aus Brokkoli, Hühnchen, Eiern und Beeren.
Eine gesunde Ernährung kann den Stoffwechsel anregen, Nährstoffmängel beseitigen und ein längeres Sättigungsgefühl sowie Zufriedenheit garantieren.
Drei Ernährungsformen, die wir gerne empfehlen, sind die Paleo-Ernährung, Clean Eating und Ayurveda. Wenn Du Deine Ernährung nicht nach einem konkreten Konzept ausgestalten möchtest, achte darauf, naturbelassene und unverarbeitete Nahrungsmittel in Deinen Speiseplan zu integrieren.
#15 Unregelmäßiges Essen
Dieser Punkt spielt eher eine untergeordnete Rolle, aufgreifen möchte ich ihn dennoch: In Studien hat sich gezeigt, dass regelmäßige Essenszeiten von Vorteil sind.
Dies gilt insbesondere für Frauen. Der weibliche Körper reagiert häufig sensibler auf starke Schwankungen in der Nahrungszufuhr. Unregelmäßige Essmuster können daher eher mit hormonellen Veränderungen einhergehen.
Ein Beispiel ist das Intervallfasten: Viele Menschen vertragen tägliche Fastenphasen von etwa 12 bis 16 Stunden gut. Werden die Fastenintervalle jedoch sehr unterschiedlich – etwa an manchen Tagen deutlich länger oder gelegentlich bis zu 20 Stunden –, kann das bei einigen Frauen zu Zyklusstörungen führen. Wenn das Fasten hingegen regelmäßig und planbar erfolgt, wird es meist deutlich besser vertragen.
Deshalb kann es sinnvoll sein, Deine Mahlzeiten möglichst zu festen Zeiten einzunehmen. Statt beispielsweise an einem Tag um 7 Uhr zu frühstücken und am nächsten erst um 10 Uhr, hilft ein konstanter Essrhythmus, den Körper zu stabilisieren.
Du kannst noch einen Schritt weitergehen, indem Du auch bei den Lebensmitteln eine gewisse Routine entwickelst und regelmäßig ähnliche Mahlzeiten einplanst.
Unregelmäßige Mahlzeiten können Deinen Abnehmerfolg mindern
#16 Ungenaues Kalorienzählen
Kalorienzählen kann ein wirksames Werkzeug beim Abnehmen sein. Voraussetzung ist jedoch, dass Du möglichst ehrlich und sorgfältig vorgehst. Viele Menschen unterschätzen die Menge, die sie essen, und überschätzen gleichzeitig ihren Energieverbrauch.
Hinzu kommt: Kalorienangaben auf Verpackungen sind Durchschnittswerte. Aufgrund natürlicher Schwankungen der Zutaten und Messmethoden können sie vom tatsächlichen Energiegehalt etwas abweichen. Deshalb lohnt es sich nicht, jede einzelne Kalorie perfekt kontrollieren zu wollen – wichtiger ist ein realistischer Überblick über Deine Ernährung.
Ein sinnvoller Ausgangspunkt ist es, Deinen täglichen Energiebedarf zu bestimmen. Dazu gehört Dein Grundumsatz – also die Energiemenge, die Dein Körper selbst in völliger Ruhe benötigt. Bei vielen Menschen liegt er grob zwischen 1.200 und 1.800 kcal pro Tag.
Um Körperfett zu verlieren, empfiehlt sich meist ein moderates Kaloriendefizit von etwa 10–20 % unter Deinem täglichen Gesamtenergieverbrauch. Bewegung, Sport und ein aktiver Alltag erhöhen zusätzlich Deinen Energieverbrauch und können das Abnehmen erleichtern.
#17 Du baust Muskeln auf
Im Zuge einer Diät kann es passieren, dass Du Muskeln aufbaust. Muskelaufbau geht zwar mit der Reduktion an Körperfett einher, jedoch nicht automatisch mit Gewichtsverlust, da Muskeln schwerer sind als Fett. Aus diesem Grund solltest Du Deinen Abnehmerfolg nicht nur mit der Waage messen, denn der Schein kann trügen.
Tipp: Miss Deinen Körperfettanteil zusätzlich mit einer speziellen Kaliperzange oder nutze ein Maßband.
#18 Wassereinlagerungen
An manchen Tagen behält Dein Körper ein bis drei kg mehr Wasser ein als im Normalfall. Davon sind insbesondere Frauen häufig betroffen, die sich in der zweiten Zyklushälfte befinden. Im Fall von Wassereinlagerungen zeigt die Waage mehr Gewicht an. Bedenke dabei: Es handelt sich nur um Wasser. Unter den richtigen Umständen wird es schnell wieder ausgeschieden.
#19 Genetik
Manche Körper sind nicht dafür gemacht, weniger als 10 % Körperfett aufzuweisen. Haben Männer einen Körperfettanteil von weniger als 10 %, entspricht das dem Niveau eines Fitnessmodels. Obwohl ich jeden Tag Sport treibe, pendele ich mich immer wieder automatisch zwischen 10 bis 12 % ein. So fühle ich mich am wohlsten, und ich bin energiegeladen und fokussiert. Natürlich habe ich so kein Sixpack, aber dafür eine hohe Lebensqualität.
Einen Anteil von 5 bis 10 % Körperfett zu erreichen, ist zwar möglich, aber längerfristig weder gesund noch leicht aufrechtzuerhalten. Ist mein Körperfettanteil zu niedrig, denke ich ununterbrochen ans Essen und Schlafen. Außerdem steigt mein Cortisolspiegel.
Was bedeutet das für Dich? Es kann sein, dass Du zwar schlank und fit bist, aber die letzten 3 bis 4 kg, an denen Du Dich noch störst, einfach nicht verschwinden wollen. Sofern Du kein Fitnessmodell bist und irgendwelchen Vorgaben gerecht werden musst, ist das vollkommen in Ordnung! Du bist schlank, fit und siehst gut aus, also sch*** auf diese letzten 3 kg und freue Dich über den Körper, den Du hast. Dein Körper scheint bei Deinem aktuellen Gewicht in einer gesunden Homöosthase zu sein und will Dir sagen, dass es reicht. Also ärgere Dich nicht, sondern sei stolz!
Fazit – warum nehme ich nicht ab?
Manchmal klappt das Abnehmen auf Anhieb, manchmal gibt es jedoch Faktoren, die Dich ausbremsen. In diesem Beitrag hast Du 19 mögliche Gründe kennengelernt, die erklären können, warum der Abnehmerfolg ausbleibt oder langsamer einsetzt als erhofft.
Weitere Tipps findest Du im eingangs verlinkten Beitrag sowie hier: Abnehmen ohne Diät.
Wenn Du nach einer einfachen, aber effektiven Kombination suchst, die die Fettverbrennung anregt, dann bis Du hiermit gut beraten: Reishi + Cordyceps Extrakt + hochwertiges Whey Protein Isolat, in Wasser gelöst und zum Kaffee getrunken.
Was sind weitere Gründe, warum es nicht funktioniert? Würdest Du gerne etwas ergänzen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!
- Buxton, O. M., M. Pavlova, E. W. Reid, W. Wang, D. C. Simonson, and G. K. Adler. “Sleep Restriction for 1 Week Reduces Insulin Sensitivity in Healthy Men.” Diabetes 59, no. 9 (Sep 2010): 2126-33. https://dx.doi.org/10.2337/db09-0699.
- Cleary, M. P., and M. E. Grossmann. “Minireview: Obesity and Breast Cancer: The Estrogen Connection.” Endocrinology 150, no. 6 (Jun 2009): 2537-42. https://dx.doi.org/10.1210/en.2009-0070.
- Fry, R. W., J. R. Grove, A. R. Morton, P. M. Zeroni, S. Gaudieri, and D. Keast. “Psychological and Immunological Correlates of Acute Overtraining.” Br J Sports Med 28, no. 4 (Dec 1994): 241-6. https://dx.doi.org/10.1136/bjsm.28.4.241.
- Harvie, M., and A. Howell. “Potential Benefits and Harms of Intermittent Energy Restriction and Intermittent Fasting Amongst Obese, Overweight and Normal Weight Subjects-a Narrative Review of Human and Animal Evidence.” Behav Sci (Basel) 7, no. 1 (Jan 19 2017). https://dx.doi.org/10.3390/bs7010004.
- Kaur, J. “A Comprehensive Review on Metabolic Syndrome.” Cardiol Res Pract 2014 (2014): 943162. https://dx.doi.org/10.1155/2014/943162.
- Lizcano, F., and G. Guzmán. “Estrogen Deficiency and the Origin of Obesity During Menopause.” Biomed Res Int 2014 (2014): 757461. https://dx.doi.org/10.1155/2014/757461.
- Lobo, V., A. Patil, A. Phatak, and N. Chandra. “Free Radicals, Antioxidants and Functional Foods: Impact on Human Health.” Pharmacogn Rev 4, no. 8 (Jul 2010): 118-26. https://dx.doi.org/10.4103/0973-7847.70902.














