7 Erkenntnisse meiner Krankheitsgeschichte – Leserstory

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von Martin Krowicki, M.A.
Veröffentlicht: Zuletzt bearbeitet:
Krankheitsgeschichte

Gesundheitliche Probleme oder die Diagnose einer Erkrankung können für Betroffene nicht nur körperlich, sondern auch mental stark herausfordernd sein.

Allein der Weg von einer spürbaren Symptomatik wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit und co. bis hin zu einer klaren Diagnose kann psychisch zermürbend sein.

Wer es schafft, einen klaren Kopf zu bewahren und bestmöglich optimistisch zu bleiben, der kann seinen Körper bei der Heilung unterstützen.

Doch was leicht gesagt ist, kann in einem solchen Falle schwer fallen. Lass uns also wieder ein eine Leserstory eintauchen.

Leserin Marion hat einen ähnlichen Verlauf durchgemacht und ihre 7 Haupterkenntnisse für uns zusammengefasst. Dies ist ihre Geschichte, die Mut zum Dranbleiben machen soll! DANKE liebe Marion.

Das Auf und Ab der Schulmedizin

Hallo zusammen, 

erst einmal danke für Eure unermüdliche Arbeit, und die tollen Inhalte, von denen ich mir viel angesehen und natürlich auch profitiert habe.

Folgende Erfahrungen und die dazugehörige Geschichte dürft ihr gerne mit der Community teilen.

Meine Geschichte kurz erzählt:

Im Januar 2018 begann es mit starken Bauchschmerzen, die wieder abklangen. Mein Hausarzt konnte nichts feststellen und ich sollte bei nochmaligen Beschwerden wieder kommen. Drei Wochen später passierte dasselbe: oberflächliche Untersuchung und wieder warten bis Beschwerden kommen.

Als sich diese Ratlosigkeit zwei Wochen später fast wiederholte, hatte ich bereits recherchiert und forderte den Hausarzt auf, das Blut zu untersuchen, einen Ultraschall zu machen, und ein CT, was mit einigem Zögern dann angegangen wurde.

Darm Krankheit Motivation

Die Wahl des Arztes und Therapeuten ist eine wichtige Entscheidung.

 

Aus Ratlosigkeit wird Eigeninitiative

Zuvor hatte ich in Eigeninitiative durch einen Urologen ausschließen lassen, dass es sich um Nierenprobleme handelt. In der Zwischenzeit bekam ich schon unzählige Antibiotika, die zwar halfen, aber nach Absetzen ging das Ganze wieder von vorne los. Das CT brachte den Durchbruch.

Plötzlich sah ich mich in der Notaufnahme im Klinikum wieder.

Der Grund war ein nicht erkannter Blinddarmdurchbruch (wie auch, wenn nicht mal ein Bluttest organisiert wird) der einen Abszess von 4 cm Größe gebildet hatte.

Dieser Abszess wurde mithilfe des CT´s drainiert, dann bekam ich über eine Woche starke Antibiotika Dosen, um eine Bauchfellentzündung zu vermeiden + Anschlussantibiose, um auf Nummer sicher zu gehen.

Was mir nicht gesagt wurde, dass ich mich schonen sollte. Also stürzte ich mich wieder in meinen Alltag, mit der Folge, dass die Schmerzen wiederkamen.

Jetzt war ich schon etwas gescheiter und bat den Arzt, gleich die Entzündungswerte zu kontrollieren, die wieder zwischen 20 und 200 pendelten – auch wurden wieder Antibiotika verordnet.

 

Dranbleiben – trotz Rückschlägen

Eine empfohlene Darmspiegelung bracht keinen Nachweis des vermuteten Morbus Crohn, Ultraschall war ergebnislos, aber die Entzündungswerte war wieder hoch. Mit Rücksprache mit dem Gastroenterologen folgte die Entscheidung, die Blinddarm-OP nachzuholen, um die verbliebenen Reste zu entfernen und eventuelles Narbengewebe, das durch den Abszess entstanden war, zu entfernen.

Da aktuell keine Entzündung bestand, war die OP schnell erledigt, natürlich wieder mit starker Antibiose, und es ging mir richtig gut danach. Ich konnte wieder alles essen, hatte keine Schmerzen – einfach perfekt.

Ein halbes Jahr später wieder Bauchschmerzen, erneutes CT in der Notaufnahme, wieder eine Entzündung am Übergang vom Dünndarm zum Dickdarm, wieder der Verdacht eines Morbus Crohns.

Wieder Antibiose, wieder Darmspiegelung – wieder kein Ergebnis.

Es folgte noch eine MRT-Untersuchung für den Dünndarm, auch hier kein Ergebnis, nur eine sichtbare riesige Narbenplatte.

 

Der Wendepunkt – Expertin für den eigenen Körper

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Werde Expert:in Deiner eigenen Gesundheit – anfangs ist es schwierig, es wird leichter!

 

Jetzt verstärkte ich meine Recherchen, wechselte endlich den Hausarzt.

Ich kam hier auch zu euren Interviews, ein Must-have für jeden der wirklich etwas erreichen will.

Ich suchte mir einen Arzt, der sich auf komplementäre Medizin spezialisiert hat, leider kein Kassenarzt, aber durchaus bezahlbar.

Ab da kamen die nötigen Schritte, die mir nachhaltig Linderung brachten:

  1. Aufbau der Darmschleimhaut
  2. Akupunktur
  3. laufende Blutkontrollen über Vitamin- und Mineralstatus (bei mir Mangel von Vitamin D, Folsäure, Zink und Selen)
  4. Besuch einer Osteopathin, die die Verklebungen, die durch den Abszess und die Blinddarm-OP entstanden sind, lösen konnte. So wurden die mechanischen Belastungen der Bauchwand verringert.
  5. Komplette Änderung der Ernährung:
    • kein Zucker
    • keine Fertignahrung,
    • nur warmes Essen, aber nichts Aufgewärmtes
    • kein weißes Mehl
    • kein oder ganz wenig Fleisch
    • keine Wurstwaren
    • nichts Geräuchertes für den Anfang

Nach 4 Wochen begann ich langsam wieder den Essensplan zu erweitern mit Salat, mit verschiedenem Obst, mehr Gemüsesorten, die ich anfangs nicht vertragen habe.

Jetzt haben wir 2022, und momentan gehts mir gut, ich vertrage wieder vieles an Nahrungsmitteln, habe wieder Kraft, bin viel unterwegs und wenn ich mich an eine ausgewogene Ernährung halte, ist alles gut.

Meilensteine bei der Behandlung: Bryonia für die Entzündung, Silicea, dann die Osteopathie, Substitution mit Zink, und eine TCM Tinktur nach der Europäischen Variante speziell für mich zusammengestellt, da gings richtig aufwärts. Grundlage der TCM Mischung waren bittere Kräuter.

 

Meine 7 Learnings aus meiner Krankheitsgeschichte

Was ich während meiner Krankheitsgeschichte gelernt habe, ist Folgendes:

  1. Immer Dranbleiben!
  2. Egal was passiert: Lass Dich nicht entmutigen!
  3. Hab‘ Geduld und beginne selbst zu recherchieren!
  4. Auch eine Ausschluss-Diagnostik ist ein Weg!
  5. Suche Dir einen Therapeuten, mit dem Du zusammenarbeiten kannst, nur zusammen geht es!
  6. Erst testen und untersuchen, dann einen Plan mithilfe eines Therapeuten (Arzt, Homöopath, Heilpraktiker…….) erstellen!
  7. Behalte das “neue” Leben bei und falle nicht mehr in alte Muster zurück.

Schöne Grüße
Marion

 

Fazit – Dranbleiben, Eigeninitiative, Mut haben

Wow, was für ein Auf und Ab, welches Marion erlebt hat. Sicher werden sich viele Leser:innen wieder erkennen. Unser Körper ist sehr komplex und nicht immer sind Symptomatiken eindeutig.

In der Kombination mit einer unzureichenden schulmedizinischen Betreuung kann eine Krankheitsgeschichte unnötig verlängert werden.

Es bleibt ein Prozess des Suchens und Findens, des Ausschließens und Reflektierens. Am Ende zählt eines: das Gefühl für Deinen eigenen Körper und der Aufbau einer eigenen Gesundheitskompetenz!

Marion hat gezeigt, dass es möglich ist. Damit spiegelt sie auch genau das Ziel von SchnellEinfachGesund wider:

Menschen zu helfen, ihre Gesundheit in die eigenen Hände zu nehmen – um ein glückliches und selbstbestimmtes Leben zu führen.

Ich habe Gänsehaut und schließe nochmal mit einem DANKE an alle ab, die uns in ihre Geschichten mitgenommen haben!

 

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