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Reishi Studien 2020 – So vielseitig und wertvoll kann der Vitalpilz sein!

von Martin Auerswald, M.Sc.
Reishi Studien 2020

Zuletzt aktualisiert am 15. September 2020 um 12:48

Der Reishi gilt nicht umsonst als der König der Heilpilze und ist in der traditionellen chinesischen Medizin das wertvollste Naturmittel überhaupt. Er wird wissenschaftlich intensiv erforscht und dabei zutage gefördert, was man schon seit mehreren Jahrtausenden weiß. In diesem Beitrag möchte ich einige neue Reishi Studien 2020 vorstellen und zeigen, wie effektiv und vielseitig der Vitalpilz sein kann.

Der Reishi gilt als starker Immunmodulator was bedeutet, dass er sich sehr positiv auf das Immunsystem auswirkt. Doch er regt auch die Entgiftungstätigkeiten an und beeinflusst die Darmflora.

Unsere heute vorgestellten Reishi Studien 2020 spiegeln das wider:

 

Der Reishi Pilz kurz vorgestellt

Es gibt auf dem Planeten Erde mehrere Millionen Pilzarten. Einige tausend davon sind Großpilze, der Rest sind Mikropilze, die wir mit bloßem Auge als einzelne Zelle nicht sehen können.

Von den bekannten Großpilzen sind einige hundert essbar.

Von diesen wiederum tragen etwa zwei Dutzend das Prädikat Vitalpilz. Vitalpilze sind Pilze mit besonderen gesundheitlichen Eigenschaften, weswegen sie auch als Heilpilze oder medizinische Pilze bezeichnet werden.

Dahinter verbirgt sich keine Quacksalberei, sondern tatsächlich evidenzbasierte Medizin: denn damit ein Pilz als Vitalpilz gilt, muss er schon lange in Anwendung sein – in der traditionellen chinesischen Medizin, der japanischen Medizin, des sibirischen Medizin und zunehmend auch in der Naturheilkunde in Europa sind einige Pilze schon sehr verbreitet. Hinzu kommen zahlreiche wissenschaftliche Studien.

Der Reishi ist mit Abstand die am besten erforschteste Vitalpilz. In der TCM gilt er als wertvollste Natursubstanz überhaupt und wird dort bei verschiedenen Leiden eingesetzt. Er ist ein sogenanntes Panacea, ein „Allheilmittel“. Wobei man mit der Bezeichnung Heilmittel natürlich vorsichtig sein sollte.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass ein gutes Reishi Produkt wirklich die Gesundheit auf vielfältige Weise unterstützen kann.

Und seit etwa 20 Jahren wird er wissenschaftlich immer besser untersucht. Vorher auch, aber heute weltweit und in immer größerem Ausmaß.

Getrockneter Reishi mit Stiel

Wahrhaft königlich: Der Reishi ist nicht nur gesund, sondern auch fotogen.

Dieses Bild zeigt, dass die Zunahme an Reishi Studien exponentiell ist und wir in den nächsten Jahren viele interessante Vorteile des Reishi Pilzes, seiner Anwendungen, Inhaltsstoffe und viele klinische Studien erwarten dürfen:

Allein im Jahre 2020 wurden 400 wissenschaftliche Studien über den Reishi Pilz veröffentlicht. Einige der interessantesten Reishi Studien möchte ich Dir in diesem Beitrag vorstellen und damit zeigen, wie vielseitig und wirkungsvoll der Pilz sein kann.

Reishi Studien 2020

Die Anzahl der Reishi Studien nimmt jedes Jahr stark zu.

 

Reishi Studien 2020 – Ein Überblick

Leider ist die Anzahl der Humanstudien in unserer heutigen Auswahl begrenzt. Es handelt sich überwiegend an Studien an Nagetieren (Mäuse, Ratten, Hasen). Diese sind zwar auch interessant, lassen sich aber nicht immer zu 100 % auf den Menschen übertragen.

Zudem sollte gesagt sein, dass die Aussagen der vorgestellten Studien keine Heilaussagen sind, sondern lediglich Zusammenfassungen der Studien. Die Studien zeigen, wie der Pilz beim Mensch wirken könnte – einwandfrei bestätigen können wir das erst, wenn es dazu gute Humanstudien gibt.

Diese dauern leider noch einige Jahre, da hinter dem Reishi Pilz keine große Lobby steckt, die Milliarden Euro in klinische Studien investieren kann.

Dennoch sind die Aussagen aus den Studien sehr interessant und sollten auf jeden Fall geteilt werden:

 

Studie 1: Reishi Extrakt bringt Darmkrebszellen zum Selbstmord

Bei Krebserkrankungen kommt es zu unkontrollierten Wucherungen im Körper, die wir als Krebsgeschwüre bezeichnen. Diese Geschwüre sind unsterblich, wachsen und teilen sich unkontrolliert, und können weder aus eigener Kraft noch vom Immunsystem angeleitet Selbstmord begehen.

Normalerweise sollen geschädigte Zellen nämlich genau das machen, damit es nicht zu einem Tumor kommt. Bei Krebs ist die Fähigkeit, Selbstmord zu begehen (Apoptose), abgeschaltet.

Eine Studie [1] konnte nun zeigen, dass ein Reishi Extrakt bei Dickdarmkrebs genau das kann: er bringt die Zellen wieder dazu, Selbstmord zu begehen.

Ob der Reishi dabei ein bestimmtes Zellprogramm wieder aktiviert, oder aber direkt an die Moral wirkt (oder beides), ist noch nicht bekannt. Interessant ist auch der Zusammenhang aus Dosis und Antwort – je mehr Reishi gegeben wurde, desto stärker starben die Krebszellen ab.

Eine weitere Studie [8] fand heraus, dass der Vitalpilz nicht nur pro-apoptotisch ist, sondern auch den Zellzyklus-Arrest einleiten kann.

Das heißt: dass Tumorzellen, die schnell wachsen und nicht in den Selbstmord gehen, zumindest aufhören, zu wachsen.

 

Studie 2: Reishi reguliert die Darmflora und den Stoffwechsel bei Ratten mit Typ 2 Diabetes

Bei Typ 2 Diabetes kommt es zu Ungleichgewichten nicht nur im Stoffwechsel, sondern auch in der Darmflora. Es ist bekannt, dass die Krankheit positiv beeinflusst werden kann, wenn die Darmflora wieder ins Gleichgewicht gerückt wird.

Denn die kleinen Helferlein in unserem Darm wirken sich fundamental auf Stoffwechsel und Immunsystem aus. Sie können nicht nur Entzündungen im Körper lindern, sondern durch die Produktion bestimmter Stoffe (zum Beispiel Butyrat) die Insulinsensitivität deutlich verbessern.

Einige Naturmittel können die Darmflora wieder ins Lot bringen und sich so positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken. Reishi ist so ein Mittel.

In einer Studie [2] konnte gezeigt werden, dass bei Ratten mit Typ 2 Diabetes die Gabe von Reishi zuerst im Darm, später im Stoffwechsel fundamentale Verbesserungen zur Folge hatte.

Die Darmflora entsprach später denen von gesunden Ratten, und der Stoffwechsel profitierte von den gelinderten Entzündungen und der besseren Stoffwechselgesundheit. Hinzu kommen die vielen weiteren Vorteile des Reishi auf Stoffwechselparameter, wie Blutzucker, Blutdruck, Cholesterin und Triglyceride.

Daher sollten bei Stoffwechselerkrankungen wie Typ 2 Diabetes auch unterschätzte Naturmittel wie der Reishi im Hinterkopf bewahrt werden.

Reishi Getrocknet und Pulver

 

Studie 3: Reishi schützt vor den negativen Auswirkungen von Strahlung

Zwar wollen es die großen Telekommunikationsdienstleister nicht wahrhaben, doch in der Wissenschaft und in der Naturheilkunde weiß man das schon länger: unnatürliche Strahlung (EMF), zu denen auch Handy, WLAN, Rundfunk und Stromleitungen gehören, wirken sich auf unseren Körper und damit auch auf die Gesundheit aus.

Je größer die Strahlungsbelastung, desto schlechter für unsere Gesundheit.

Der Mensch ist ein durch und durch elektrisches Wesen, unsere Nervenbahnen arbeiten mit Strom, unsere Mitochondrien und jede einzelne Zelle in unserem Körper arbeitet mit Strom. Erfährt unser körpereigenes Stromnetz ein Leck, drohen Erkrankungen wie multiple Sklerose.

Und dann gibt es noch Menschen mit Elektrosensitivität, ein mittlerweile anerkanntes Krankheitsbild.

Dennoch will man es in Politik, Medien und Telekommunikation nicht wahrhaben, dass sich mehr Strahlung potenziell schädlich unsere Gesundheit auswirkt. Besonders 5G wird kein Zuckerschlecken…

In einer Studie [3] konnte nun gezeigt werden, dass der Reishi den Körper vor den negativen Auswirkungen von Strahlenbelastungen schützen kann. In dieser Studie wurden Nagetiere mit Gammastrahlung (hochreaktive und schädliche Strahlung) bestrahlt. Einer Gruppe gab man Reishi, der anderen nicht.

Die negativen Auswirkungen auf den Körper, dazu zählen Entzündungen, Tumore, DNA-Schäden, Hautschäden und mehr, konnten durch den Reishi Pilz deutlich verringert werden.

Kann der Reishi damit auch den Menschen vor Strahlungsbelastung schützen? Wir werden es herausfinden.

 

Studie 4: Reishi aktiviert das braune Fettgewebe

Fett ist nicht nur dazu da, um Energie zu speichern. Es ist das weiße Fettgewebe, das wir mit Fett assoziieren.

Doch unser Körper hat auch ein braunes Fettgewebe, das nicht dazu da ist, Fett zu speichern, sondern, um es zu verbrennen.

Du hast richtig gehört! Wir haben braunes Fettgewebe, das Fett verbrennt und dabei Wärme produziert. Dieses Fettgewebe schützt den Körper vor Unterkühlung und hilft, die lebenswichtige Körpertemperatur von ca. 37 °C zu erhalten – besondres in der kalten Jahreszeit ist das wichtig.

Bei Babys ist dieses Fettgewebe sehr ausgeprägt, da sie noch nicht die Muskeln haben, um sich durch Zittern zu wärmen. Wer sich viel der Kälte aufhält oder regelmäßig kalt duscht, kann noch als Erwachsener sein braunes Fettgewebe trainieren.

Seit zehn Jahren ist bekannt, dass es auch ein Mittelding gibt: das beige Fettgewebe. Das ist weißes Fettgewebe, welches langsam in braunes Fettgewebe umgewandelt wird. Die Farbänderung kommt durch die Zunahme der Mitochondrienzahl (Mitochondrien sind die Kleinkraftwerke in unseren Zellen, die Energie produzieren. Sie sind auch die Kraftwerke, die die Wärme im braunen und beigen Fettgewebe produzieren).

Durch Sport, Kältetraining (zum Beispiel die Wim Hof Methode), Schilddrüsenhormone, Vitamin A und bestimmte Lebensmittel kann das weiße Fettgewebe in Beigefettgewebe umgewandelt werden. Das erhöht unseren Energieverbrauch, schützt den Körper besser vor Kälte und hilft beim Abnehmen.

Und jetzt kommt der Knaller: Reishi gehört zu den Lebensmitteln, die beiges Fettgewebe „machen“ können. In einer Studie [4] konnte nämlich gezeigt werden, dass durch die regelmäßige und hohe Einnahme von Reishi das beige Fettgewebe vermehrt wird.

Das könnte bedeuten, dass der Pilz zur besseren Anpassung vor Kälte, aber auch zum Abnehmen wertvoll werden könnte.

 

Studie 5: Reishi begünstigt die Wundheilung durch Beeinflussung der Hautflora

Wir Menschen haben nicht nur eine Darmflora (die Mikroorganismen in unserem Darm), sondern auch eine Hautflora. Das sind alle Mikroorganismen auf unserer Haut, die nicht nur beeinflussen, wie wir riechen, oder wie sehr wir zu Akne leiden, sondern auch die Wundheilung.

(Ich benutze übrigens seit 1,5 Jahren eine Naturkosmetikseife mit Reishi Extrakt kann die Auswirkung auf die Hautflora und die Linderung von Akne bestätigen).

In einer Studie [5] konnte gezeigt werden, dass Reishi Extrakt (innerlich und äußerlich angewandt) die Hautflora so positiv verändert, dass die Wundheilung unterstützt wird.

Das könnte mehreres bedeuten: als Teil von Wundsalben kann die Regeneration der Haut nach Verletzungen und bei offenen Wunden unterstützt werden. Doch Reishi als Bestandteil von Seifen und Waschlotionen für die Haut kann sich auch positiv bei zyklischen Hauterkrankungen, die mit der Hautflora zusammenhängen (zum Beispiel Akne, Neurodermitis), auswirken.

 

Studie 6: Reishi reduziert das Arterioskleroserisiko durch Reduktion von Blutcholesterin

Vorab: die Studie wurde mit Hasen durchgeführt. Nicht mit Ratten oder Mäusen. Aber mit Blick auf Cholesterin sind Hasen teilweise eine bessere Beobachtungsgruppe. Also bitte nicht wundern.

In dieser Studie [6] wurde bei japanischen Hasen der Blut-Cholesterinwert durch die Ernährung künstlich erhöht (fettreiche Ernährung). Das führt üblicherweise bei Hasen zu Atherosklerose.

Eine Gruppe der Hasen bekam hochkonzentriertes Sporenöl aus Reishi (reich an Triterpenen), die andere Gruppe nichts.

Ergebnis: Die Reishi-Gruppe hatte im Vergleich zur Kontrollgruppe einen knapp halb so hohen Cholesterinwert (!), halb so viele Atherosklerose-Plaques und dramatisch weniger oxidiertes LDL-Cholesterin (direkte Ursache für Atherosklerose).

Reishi Studie 2020 Atherosklerose

Aus der Studie – rechts eingefärbt Fett-Tröpfchen im Blut mit (rot gefärbt) oxidiertem LDL-Cholesterin. Je mehr Reishi (EEG), desto weniger oxidiertes LDL-Cholesterin.

Als molekulare Ursache dafür wurde der Leberrezeptor X Alpha verantwortlich gemacht (LXRα).

Das zeigt sehr eindrücklich, dass der Reishi bei Risikopatienten eingesetzt werden könnte, bei denen der Cholesterinwert und die Entzündungswerte erhöht sind. Wenn nicht nur der Cholesterinspiegel reduziert werden kann, sondern auch das oxidierte LDL-Cholesterin, könnte man vielen Menschen damit helfen.

 

Studie 7: Reishi schützt die Darmbarriere während der Chemotherapie

Paclitaxel ist ein gängiges Chemotherapeutikum bei Brustkrebs. Doch es schädigt auch die Darmbarriere und begünstigt ein Leaky Gut Syndrom, was natürlich den Krankheitsverlauf erschwert.

Daher sucht man aktuell nach Möglichkeiten, trotz Chemotherapie die Darmbarriere intakt zu halten.

In einer neuen Studie [7] konnte Reishi als mögliche natürliche Abhilfe identifiziert werden: Bei Gabe von Paclitaxel kann Reishi fast komplett verhindern, dass die Darmbarriere „löchrig“ wird. Möglich wird dies dadurch, dass Reishi die Bildung von Proteinen, die die Barrierezellen zusammenhalten (Claudine), anregt.

Für die Chemotherapie ist es unheimlich wichtig, Darmflora und Darmwand intakt zu halten. Reishi und andere Vitalpilze konnten schon in vielen Studien zeigen, dass sie dazu beitragen können.

Reishi Gut Barrier

Aus der Studie, interessant sind die Querschnitte durch die Darmbarriere rechts (lila gefärbt): Normal schön dicht und mit kleinen Zwischenräumen, bei PTX (Paclitaxel)-Gabe wird die Darmbarriere löchrig und die Darmzotten klein und “ungesund”. Bei zunehmender Gabe von Reishi-Extrakt (rechte Spalte, nach unten hin immer mehr) können die Nebenwirkungen verhindert werden.

 

Studie 8: Reishi kann die negativen Auswirkungen von Alkoholexzessen reduzieren

Nein, ich möchte niemanden zum maßlosen Genuss von Alkohol ermutigen. Aber Alkohol ist nun einmal Teil unserer Kultur und gelegentlich kommt es zu Vorkommnissen, bei denen mehr getrunken wird … Partys, Hochzeiten, Geburtstage, Weihnachten, … und es dann sinnvoll sein kann, den negativen Effekten vorzubeugen oder sie im „verkaterten“ Zustand möglichst schnell zu minimieren.

Meine bisherigen Favoriten waren dafür Ginseng, B-Vitamine, Magnesium und Meersalz.

Doch Reishi kann das auch (und schmeckt nicht so holzig wie Ginseng): In einer Studie [9] mit Ratten wurde untersucht, inwiefern Reishi Extrakt die Beeinträchtigungen durch einen Alkohol-Exzess lindern kann.

Das Ergebnis hat auch mich überrascht: Die Ratten, die auch Reishi Extrakt einnahmen, hatten deutlich geringere Einschränkungen in ihren motorischen (Bewegungen) und kognitiven (Denken) Fähigkeiten … und deutlich weniger oxidativen Stress, der durch Alkohol entsteht.

Wenn also mal etwas mehr Alkohol im Spiel war, könnte Reishi eine natürliche Linderung der Folgen sein. Die Autoren der Studie sagen gar, dass er zur Linderung der Folgen von Alkoholmissbrauch eingesetzt werden könnte.

 

Studie 9: Reishi plus Chloroquin bekämpft effektiv chronische Plasmodien-Infekte

Man hat also Mäuse mit Plasmodium berghei infiziert – einem kleinen Einzeller, der sich im Blut einnistet und uns wichtige Nährstoffe raubt (und viele weitere Probleme bereitet). Chloroquin ist eine übliche Therapie, wenn jemand mit diesem Parasiten infiziert ist.

In einer sehr einfachen, aber erstaunlichen Studie [10] zeigten Forscher, dass die anti-infektiöse Wirkung von Chloroquin bei Mäusen mit Reishi Extrakt verstärkt werden und dabei noch die Auswirkungen der Infekte (z.B. chronische Entzündungen) lindern kann.

Ich bin gespannt, ob dies auch bei anderen Infekten, wie Borrelien, Amöben und Epstein-Barr-Virus, bestätigt werden kann!

 

Studie 10: Reishi lindert die Alzheimer-Symptome bei Ratten mit erhöhtem Cholesterin

Ein krankhaft erhöhter Cholesterinwert kann zusammen mit anderen Risikofaktoren (Genetik, Insulinresistenz, chronische Entzündungen) die Entstehung von Alzheimer Demenz begünstigen und verschlimmern. Viele der kognitiven Beeinträchtigungen und Lern-Defizite hängen hier mit dem Cholesterin zusammen.

In einer interessanten Studie [11] mit Ratten konnten Forscher den Reishi ins Spiel bringen: Denn der Reishi konnte die kognitiven Beeinträchtigungen und die Lern-Defizite der Demenz signifikant lindern. Der Cholesterinwert sank, die Marker für oxidativen Stress ebenfalls – und den Ratten ging es spürbar besser.

Aus anderen Studien ist bekannt, dass Reishi in Verbindung mit der Löwenmähne viele Alzheimer-Symptome lindern und die Blut-Hirn-Schranke regenerieren kann.

Ob es beim Menschen auch mit Cholesterin zusammenhängt und ob auch hier der Ling Zhi (chinesisch für Reishi) natürliche Abhilfe schaffen kann, bleibt abzuwarten.

Auf jeden Fall ist es erstaunlich, wie vielseitig er wirken und eingesetzt werden kann. Dabei wird immer mehr klar, warum die Chinesen ihn als „Pilz der Unsterblichkeit“ (übertrieben, aber dennoch nett) bezeichnen.

 

Wie auch Du vom Reishi profitieren kannst

Die in diesem Beitrag behandelten Studien beziehen sich auf Mäuse, Ratten und Hasen. Die Aussagekraft beim Menschen ist daher begrenzt und es sollen keine Heilaussagen sein – aber dennoch ist es interessant, wo der Reishi alles Unterstützung bieten könnte.

Zumal es viele gute klinische Studien am Menschen gibt, die die Wirksamkeit des Vitalpilzes unterstreichen.

In Fernost ist der Reishi seit langer Zeit gängig – in der Medizin genauso wie im Hausgebrauch. Da Du den Pilz nicht roh essen kannst (es handelt sich um einen Baumpilz), stellt man seit Jeher einen Sud oder eine Tinktur daraus her. Diese kannst Du Dir zuhause selbst herstellen:

Reishi Extrakt selbst herstellen

Ein Extrakt ist im Grunde ein Auszug aus einem Feststoff:

  1. Du gibst also ein Lösungsmittel (heißes Wasser) auf einen Feststoff (getrockneter Reishi), erhitzt das Ganze (damit die Zellwände aufbrechen) und lässt es sehr lange ziehen. So wie eine gute Knochenbrühe, 2-4 Stunden. Das ist Dein Heißwasserextrakt. Ich empfehle 100-200 g getrockneter Reishi/Pulver auf 1 L Wasser.
  2. Die Überreste des Reishi gibst Du dann in ein großes Einweck-Glas und überschüttest es großzügig mit 70 % Alkohol. Ich nehme dafür den 70 % Schnaps aus dem Supermarkt, der für Eierlikör verwendet wird. 40 % Korn oder Vodka geht auch, ist aber nicht so stark.
  3. Gut verschließen, an einen warmen, aber ungestörten Ort stellen, und regelmäßig schütteln. Nach einigen Wochen hast Du eine Tinktur. Ich lasse meinen Reishi 4-6 Monate „ziehen“.
  4. Nun hast Du im Grunde ein Dual-Extrakt. Sowohl eine wässrige als auch eine alkoholische Extraktion. Damit sind die wichtigsten Wirkstoffe aus dem Pilz gelöst worden und Du kannst von ihnen profitieren.

Wichtig ist, ein Dual-Extrakt zu nehmen. Die meisten Extrakte (besonders die sehr günstigen) sind lediglich Heißwasserextrakte, dabei fehlen jedoch viele wichtige Inhaltsstoffe, wie z.B. Triterpene (Pendant zu ätherischen Ölen in Kräutern). Heißwasserextrakte sind daher nicht so effektiv wie Dual-Extrakte.

Ist Dir das ganze Prozedere zu umständlich und Du möchtest dennoch vom Reishi profitieren, empfehle ich ein gutes Dual-Extrakt von einem qualitativ hochwertigen Anbieter:

 

Reishi Extrakt kaufen? Ich empfehle dieses Produkt

Selbst machen ist deutlich günstiger, ja – aber auch sehr viel aufwändiger. Wer sich nicht die Mühe machen möchte, sollte zu einem Dual-Extrakt in Kapselform greifen.

(Reishi schmeckt auch sehr bitter, nicht jeder mag das).

Ich empfehle dabei das Mico Rei* – ein Reishi-Extrakt vom meiner Meinung nach besten Anbieter in Europa, der spanischen Firma Hifas da Terra. Sie bietet die qualitativ besten, reinsten und hoch dosiertesten Extrakte auf dem Markt an – alles Bio, versteht sich.

Wenn Du daher vom Reishi profitieren möchtest, ohne Dir selbst einen Sud/Tinktur zu machen, dann kann ich das Mico Rei sehr empfehlen.

Mico Rei Reishi Extrakt (2)

 

Fazit

Es gibt jedes Jahr mehr Studien über den Reishi und seine Artgenossen – eine exponentielle Zunahme. Hinter Vitalpilzen werden viele therapeutische Anwendungen vermutet, die aktuell erforscht werden.

In der TCM und anderen Medizin-Richtungen sind Reishi & Co. schon länger etabliert. Und was man schon lange weiß, wird nun wissenschaftlich bestätigt und auch im Westen bekannter. Spannend!

Der Reishi hat viele Vorteile für unseren Körper, wobei die Entgiftung und Entzündungslinderung nur zwei wichtige Komponenten sind. Einige Beispiele haben die Studien aus dem heutigen Beitrag geliefert.

Sie zeigen, wie vielseitig der Reishi eigentlich ist und wie man ihn in Zukunft therapeutisch einsetzen könnte.

Hat Dir der Beitrag gefallen? Würdest Du Dich über mehr solcher Studien freuen? Lasse mir gerne einen Kommentar da! 🙂

 

Quellenverzeichnis
  1. Bai, J. H., J. Xu, J. Zhao, and R. Zhang. “Ganoderma Lucidum Polysaccharide Enzymatic Hydrolysate Suppresses the Growth of Human Colon Cancer Cells Via Inducing Apoptosis.” Cell Transplant 29 (Jan-Dec 2020): 963689720931435. https://dx.doi.org/10.1177/0963689720931435.
  2. Chen, M., D. Xiao, W. Liu, Y. Song, B. Zou, L. Li, P. Li, Y. Cai, D. Liu, Q. Liao, and Z. Xie. “Intake of Ganoderma Lucidum Polysaccharides Reverses the Disturbed Gut Microbiota and Metabolism in Type 2 Diabetic Rats.” Int J Biol Macromol 155 (Jul 15 2020): 890-902. https://dx.doi.org/10.1016/j.ijbiomac.2019.11.047.
  3. Gonzalez, A., V. Atienza, A. Montoro, and J. M. Soriano. “Use of Ganoderma Lucidum (Ganodermataceae, Basidiomycota) as Radioprotector.” Nutrients 12, no. 4 (Apr 19 2020). https://dx.doi.org/10.3390/nu12041143.
  4. Huang, Y., G. Wei, X. Peng, G. Hu, H. Su, J. Liu, X. Chen, and M. Qiu. “Triterpenoids from Functional Mushroom Ganoderma Resinaceum and the Novel Role of Resinacein S in Enhancing the Activity of Brown/Beige Adipocytes.” Food Res Int 136 (Oct 2020): 109303. https://dx.doi.org/10.1016/j.foodres.2020.109303.
  5. Jiao, C., Y. Xie, H. Yun, H. Liang, C. He, A. Jiang, Q. Wu, and B. B. Yang. “The Effect of Ganoderma Lucidum Spore Oil in Early Skin Wound Healing: Interactions of Skin Microbiota and Inflammation.” Aging (Albany NY) 12, no. 14 (Jul 21 2020): 14125-40. https://dx.doi.org/10.18632/aging.103412.
  6. Lai, P., X. Cao, Q. Xu, Y. Liu, R. Li, J. Zhang, and M. Zhang. “Ganoderma Lucidum Spore Ethanol Extract Attenuates Atherosclerosis by Regulating Lipid Metabolism Via Upregulation of Liver X Receptor Alpha.” Pharm Biol 58, no. 1 (Dec 2020): 760-70. https://dx.doi.org/10.1080/13880209.2020.1798471.
  7. Li, D., L. Gao, M. Li, Y. Luo, Y. Xie, T. Luo, L. Su, T. Yong, S. Chen, C. Jiao, J. Su, and S. Huang. “Polysaccharide from Spore of Ganoderma Lucidum Ameliorates Paclitaxel-Induced Intestinal Barrier Injury: Apoptosis Inhibition by Reversing Microtubule Polymerization.” Biomed Pharmacother 130 (Aug 5 2020): 110539. https://dx.doi.org/10.1016/j.biopha.2020.110539.
  8. Liu, X., Y. Xu, Y. Li, Y. Pan, Z. Sun, S. Zhao, and Y. Hou. “Ganoderma Lucidum Fruiting Body Extracts Inhibit Colorectal Cancer by Inducing Apoptosis, Autophagy, and G0/G1 Phase Cell Cycle Arrest in Vitro and in Vivo.” Am J Transl Res 12, no. 6 (2020): 2675-84. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/32655799.
  9. Nascimento, C. P., D. A. Luz, C. C. S. da Silva, C. M. R. Malcher, L. M. P. Fernandes, H. S. Dalla Santa, A. R. Q. Gomes, M. C. Monteiro, Chma Ribeiro, E. A. Fontes-Junior, and C. S. F. Maia. “Ganoderma Lucidum Ameliorates Neurobehavioral Changes and Oxidative Stress Induced by Ethanol Binge Drinking.” Oxid Med Cell Longev 2020 (2020): 2497845. https://dx.doi.org/10.1155/2020/2497845.
  10. Oluba, O. M., O. B. Akpor, F. D. Adebiyi, S. J. Josiah, O. O. Alabi, A. O. Shoyombo, and A. O. Olusola. “Effects of Co-Administration of Ganoderma Terpenoid Extract with Chloroquine on Inflammatory Markers and Antioxidant Status in Plasmodium Berghei-Infected Mice.” J Integr Med (Aug 13 2020). https://dx.doi.org/10.1016/j.joim.2020.08.002.
  11. Rahman, M. A., S. Hossain, N. Abdullah, and N. Aminudin. “Lingzhi or Reishi Medicinal Mushroom, Ganoderma Lucidum (Agaricomycetes) Ameliorates Spatial Learning and Memory Deficits in Rats with Hypercholesterolemia and Alzheimer’s Disease.” Int J Med Mushrooms 22, no. 1 (2020): 93-103. https://dx.doi.org/10.1615/IntJMedMushrooms.2020033383.

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2 Kommentare

Rudi Jackl 11. September 2020 - 14:58

In den ganzen Beiträgen habe ich einmal von Polyneuropathie gehört,obwohl das doch auch eine Autoimmunerkrankung ist.Wie sieht es damit aus?

Antworten
Kirchner 14. September 2020 - 21:07

Hallo Martin, schau mal unter Studie 2 Diabetes Typ 2 im ersten Satz muss es Ungleichgewicht heißen glaube ich. Beste Grüße Christine

Antworten

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