Startseite RezepteFrühstück Porridge, Kascha oder Haferbrei – der alte Hut im neuen Gewand

Porridge, Kascha oder Haferbrei – der alte Hut im neuen Gewand

von Felix Glaser
Veröffentlicht: Zuletzt bearbeitet:
Haferbrei mit Beeren und Bananen auf Holz mit Beeren und Bananen

Porridge – wie die Briten sagen – oder Kascha – wie es in Russland heißt – ist eine schnelle, einfache und gesunde Möglichkeit, unkompliziert zu frühstücken. Gerade erlebt der Haferbrei, auch aufgrund von immer mehr Veganern und Menschen, die keine Milch und kein Gluten mehr essen, eine Renaissance und wird jetzt auch mit verschiedenen Tees gewürzt.

Du kennst Porridge schon in- und auswendig? Dann lass Dich hier von weiteren Kombinationsmöglichkeiten überraschen! 🙂


Der Hafer – vom ehemaligen Pferdefutter zum Superfood

Hafer wurde noch bis vor ca. 60 Jahren bei uns überwiegend als Pferdefutter verwendet. Er ist das Getreide mit dem höchsten Fettgehalt und wird deshalb auch schnell ranzig. In kälteren Regionen, wo noch Hafer oder Roggen wachsen aber kein Weizen oder Dinkel mehr, entstehen daraus schon lange leckere Kekse, Birchermüsli, Kuchen oder eben auch Porridge.

Kleiner Teaser für alle Foodies: Das wohl gehypteste Hafer-Rezept der letzten Jahre war der «Crack Pie» von Christina Tosi aus Ihrer New Yorker Milkbar (https://milkbarstore.com/products/milk-bar-pie).

Hafer enthält das hafereigene Eiweiß Avenin und ist, wenn sortenrein verarbeitet, glutenfrei. Achtung: Die meisten im Handel erhältlichen Produkte enthalten Spuren von Gluten, da sie bei der Verarbeitung verunreinigt werden. Musst Du wegen einer Unverträglichkeit auf Nummer sicher gehen, dann greife immer auf explizit glutenfreie Haferflocken zurück.

Außerdem enthält Hafer Beta-Glucan, ein löslicher Ballaststoff, der z. B. hilft den Blutzucker zu regulieren, der das Sättigungsgefühl verbessert, die Darmgesundheit positiv beeinflusst, das Immunsystem aktiviert und den Cholesterinspiegel im Blut senkt.

Haferbrei mit Zimt bestäubt in Schale neben Zimtstangen

Der Klassiker mit Zimt 😛

 

Kleine Ernährungslehre Hafer

Hafer enthält pro 100 g 368 kcal, bestehend aus 13,5 g Protein und 58,7 g Kohlenhydraten. 7 g Fett, davon nur 1,24 g gesättigte Fettsäuren und 5,34 g ungesättigte Fettsäuren, wovon 2,77 g Ölsäure (Omega 9, einfach ungesättigt) und 2,46 g Linolsäure (Omega 6, zweifach ungesättigt) sind. Von 100 g Hafer sind 10 g Nahrungsfasern und davon sind 4,5 g Beta-Glucan (löslicher Ballaststoff).

Außerdem sind in 100 g Hafer 4,5 mg Mangan, die Vitamine B1, B2, B6, B9, E, H, K, Eisen, Zink, Kupfer, Magnesium, Phosphor, Kalium und Kalzium enthalten.

 

Bist Du eher süß oder salzig?

Da scheiden sich die Geister aber letztlich kann beides gut sein. Viele mögen es süß aber je nach Flüssigkeit schmeckt eine salzige Variante auch sehr gut. So gab es z. B. auch ein Sterne-Restaurant in Berlin, das ein salziges Kascha als Beilage zu einem Fischgericht mit Riesling und glacierten Rapsstängeln servierte.
Ich persönlich mag zum Frühstück die klassische Variante mit Milch, Zimt, Vanille und etwas Zucker oder Süßstoff am liebsten aber das soll uns nicht abhalten, Dir neue Möglichkeiten zu erschließen.

 

Haferbrei mit Beeren und Bananen auf Holz mit Beeren und Bananen

Porridge

Drucken
Portionen: 2 Zubereitungszeit: Kochzeit:
Nährstoffe 55 Kalorien 20 grams Fett
Bewertung 5.0/5
( 2 bewertet )

ZUTATEN

150 g Haferflocken

600 g Flüssigkeit (z. B. Milch, Milch und Wasser, Wasser, Knochenbrühe, Tee)

1 Prise Salz oder nach Geschmack

Zucker oder Süßstoff nach Geschmack

ZUBEREITUNG

  1. Haferflocken und Flüssigkeit unter Rühren mit den Gewürzen aufkochen
  2. Mit dem Deckel bedecken und kurz ziehen lassen. Dreimal wiederholen.
  3. Nach Belieben verfeinern und in einer Schale servieren.

 

Du magst es süß?

Mögliche Flüssigkeiten für die süße Variante:

  • Milch oder laktosefreie Milch
  • veganer Milchersatz (z. B. Kokosmilch)
  • Pfefferminztee
  • Chai-Tee
  • Matcha-Tee (Superfood!)
  • schwarzem Tee
  • Fruchtsaft
  • Espresso

Verfeinern kannst Du das unter anderem mit:

  • Vanille
  • Zimt (Superfood!)
  • Tonkabohnen
  • Stevia
  • Ingwer
  • Beeren (Superfood!)
  • Fruchtstückchen
  • Chiasamen
  • Honig
  • Kakao
  • Rosinen
  • mit einem Schuss Rum
  • Schokolade
  • Nüssen (Superfood!)

 

Du magst es salzig?

Mögliche Flüssigkeiten für die salzige Variante:

  • Brühe (Knochenbrühe, Hühnerbrühe, Fisch- oder Krustentierbrühe)
  • Pilzsud oder Pesto/Paste von getrockneten, eingeweichten Pilzen z. B. Steinpilz oder Shiitake
  • Gemüsesäfte

Verfeinern kannst Du das unter anderem mit:

  • Parmesan, Hartkäse und etwas frischer Butter
  • geschnittenes Gemüse

 

Hast Du ein bestimmtes Ernährungsziel?

Nach dem Kochen kannst Du Dein Porridge auch weiter mit z. B. Hüttenkäse, Quark, hydrolysiertem Kollagen, Algenöl oder hitzebeständigem Wheyprotein anreichern, um es noch besser an Dein Ernährungsziel anzupassen.

Selbstverständlich schmeckt nicht jedem alles, aber pick Dir doch einfach das heraus, was für Dich passt. Wieso nicht einmal etwas Neues ausprobieren und das Porridge mit Rum-Rosinen, schmelzenden dunklen Schokoladenstücken und Walnüssen ergänzen? 😊

Viel Spaß beim Nachkochen und schreib mir, doch was Dir schmeckt oder Dich überrascht hat.

Liebe Grüße

Felix

 

 

Weitere Rezepte, die Dich interessieren könnten:

Ähnliche Beiträge

Hinterlasse einen Kommentar ¹

¹ Durch Benutzung dieser Kommentarfunktion stimmst Du unseren Kommentar-Bedingungen zu.
² Durch Benutzung dieser Kommentarfunktion stimmst Du der Speicherung einiger Deiner Daten zu. Wir behandeln sie selbstverständlich vertraulich.