Borreliose ist eine infektiöse Krankheit, die durch den bakteriellen Erreger Borrelia burgdorferi ausgelöst wird – und sie ist innerhalb der Bevölkerung verbreiteter, als so mancher annehmen würde.
Anhand einer großangelegten Untersuchung, die zwischen 2008 und 2011 mit 6.945 Erwachsenen durchgeführt wurde, die zwischen 18 und 79 Jahre alt waren, ergaben sich folgende Prozentzahlen [1]:
- Prävalenz bei Frauen: 5,8 %
- Prävalenz bei Männern: 13 %
- Gesamt: 9,4 %
Das bedeutet, etwa 8 Millionen Menschen in Deutschland sind von einer chronischen Borreliose betroffen.
Menschen höheren Alters waren deutlich öfters betroffen; und tatsächlich deuten die Ergebnisse der höchsten Altersgruppe darauf hin, dass sich mindestens ein Fünftel der deutschen Bevölkerung im Laufe des Lebens mit Borrelien infiziert.
Dabei spielt es keine Rolle, ob Du bereits (wissentlich) erkrankt bist oder nicht; im Hinblick auf die Verbreitung innerhalb der deutschen Bevölkerung ist es definitiv von Vorteil, über Borreliose im Bilde zu sein und sich das nötige Wissen anzueignen, um sich vor einer potenziellen Infektion zu schützen.
Darum wird es im Folgenden gehen: Wie erfolgt eine Infektion? Wie äußert sich Borreliose? Wie wird die Erkrankung diagnostiziert und behandelt? Was kannst Du tun, um Dich vor den Erregern zu schützen?
Was ist Borreliose?
Genaugenommen ist Borreliose ein Überbegriff für eine ganze Gruppe von bakteriellen Infektionskrankheiten. Hierzu zählen unter anderem Lyme-Borreliose (verbreitet in den gemäßigten Klimazonen) und das Zeckenrückfallfieber (verbreitet in den Tropen und Subtropen).
Verursacht werden die Erkrankungen durch Borrelien. Hierbei handelt es sich um aktiv-bewegliche, schraubenförmige Bakterien, die zur Gruppe der Spirochäten zählen.
Borrelien werden in verschiedene Arten unterteilt und je nach Art verursachen sie andere Erkrankungen, die Menschen und/oder Tiere ereilen können. Hier ein Überblick über drei wichtige Arten:
- Borrelia burgdorferi: Ebenfalls ein Überbegriff für eine Reihe nah verwandter Borrelien, die 1982 durch den Schweizer Forscher Willy Burgdorfer identifiziert wurden und Lyme-Borreliose verursachen. Erstmals beschrieben wurde die Erkrankung übrigens 1975 in der amerikanischen Stadt Lyme. Dies sollte jedoch nicht zu der Annahme verleiten, es handele sich um eine neuartige Erkrankung. Tatsächlich gibt es Hinweise darauf, dass bereits Ötzi, die in Südtirol aufgefundene Gletschermumie, mit Borrelien infiziert war [2].
- Borrelia recurrentis: Diese Borrelienart wird durch Läuse übertragen und verursacht Läuserückfallfieber, das unter anderem in Südamerika und Teilen Afrikas verbreitet ist.
- Borrelia duttoni: Hier findet die Übertragung wiederum durch Zecken statt. Die Art verursacht das Zeckenrückfallfieber.
In Europa ist Lyme-Borreliose die am häufigsten durch Zecken übertragene Erkrankung. Doch wie genau erfolgt die Übertragung?
So wird Borreliose übertragen
In der Regel erfolgt die Übertragung der Borrelien durch den Stich einer infizierten Zecke – einem kleinen Spinnentier, das in bewaldeten und grasbewachsenen Gebieten lebt. In Deutschland ist vor allem der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) relevant. Andere blutsaugende Insekten wie Mücken oder Bremsen werden zwar gelegentlich als mögliche Überträger diskutiert, bislang gibt es dafür jedoch keine überzeugenden Belege.
Eine Übertragung von Mensch zu Mensch, etwa durch sexuellen Kontakt, gilt nach aktuellem wissenschaftlichem Stand als nicht nachgewiesen.
Zecken tragen die Erreger außerdem nicht grundsätzlich in sich: Je nach Region sind etwa 5 bis 35 % der Zecken mit Borrelien infiziert. Lokal – insbesondere in Teilen Süddeutschlands – können die Werte auch höher liegen.
Um Borrelien zu übertragen, muss sich die Zecke zuvor selbst infizieren. In der Regel nimmt sie die Erreger auf, indem sie das Blut infizierter Tiere, zumeist Rehe oder Mäuse, saugt.
Gut für die Zecke, schlecht für den Menschen: Selbst wenn Zecken Erreger in sich bergen, erkranken sie nicht. Sie übertragen sie lediglich und stellen somit eine Art Medium dar, über das Borrelien auch den Menschen befallen können. Borrelien sind damit klassische Parasiten, die sich an “Endverbraucher” richten, wie größere Säugetiere und Menschen.
Ein Zeckenstich muss außerdem nicht automatisch bedeuten, dass Borrelien übertragen wurden – nicht jede Zecke trägt diese in sich, nicht immer werden sie übertragen, und nicht immer kommt es zum Krankheitsausbruch. Weitere Faktoren, die hier reinspielen, sind das Entwicklungsstadium der Zecke sowie die Zeit, die sie letztlich mit Blutsaugen verbringt.
Borrelien können ihre Gestalt verändern
Borrelien gibt es in der klassischen Spirochäten-Form (wie ein Korkenzieher) – bei Nährstoffmangel und unter Antibiotika-Gabe können sie ihre Form verändern und die sogenannte L-Form abnehmen. Diese L-Form kann intrazellulär (z. B. in Immunzellen) überleben und sich vor dem Immunsystem “verstecken” (s. hier).
Die L-Form ist kleiner und komprimierter als die Spirochäten-Form – es gibt sie mit und ohne Zellkern (cell-wall-deficient) – in dieser Form kann das Bakterium eine Antibiotika-Therapie leicht überleben und sich dennoch fortpflanzen und im Körper persistieren.
Aus diesem Grund ist es so wichtig, neben der Antibiotika-Therapie auf eine komplementärmedizinische Behandlung zu setzen, damit die Borreliose nicht chronisch wird.
Da 8 Millionen Menschen eine chronische Borreliose haben, zeigt sich, dass eine Antibiotika-Therapie nicht ausreichend ist und ohne ein gesundes und kompetentes Immunsystem diese Infektion ein Leben lang bestehen kann.
Der Zyklus von Zecken
Nachdem Zecken geschlüpft sind, entwickeln sie sich zunächst zu Larven, dann zu Nymphen und schließlich zu adulten Tieren. In jedem Stadium stechen Zecken nur einmal. Das heißt, mit jedem Stich steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie eine infizierte Quelle erwischen und dabei Erreger in sich aufnehmen. Adulte Zecken sind deshalb prozentual häufiger Träger von Borrelien.
Nichtsdestotrotz ist es für Menschen wahrscheinlicher, sich über den Stich einer Nymphe zu infizieren, da sie weitaus kleiner und schlechter zu entdecken sind als ausgewachsene Zecken.
Womit wir auch schon beim nächsten wichtigen Punkt wären: dem Zeitfaktor. Zecken müssen eine gewisse Zeit mit Blutsaugen verbringen, damit es zur Übertragung der Bakterien kommt. Je länger sie sich am Blut ihres Wirtes gütlich tun – in der Regel müssen mindestens 24 Stunden vergehen –, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Borrelien übertragen werden.

Je eher Du Zecken entfernst, desto schlechter stehen die Chancen für die Erreger und desto besser für Dich
Warum nimmt der Prozess der Übertragung so viel Zeit in Anspruch? Borrelien befinden sich im Darm der Zecke. Beginnt sie damit, Blut zu saugen, verändert sich das Oberflächeneiweiß der Bakterien, so dass sie in der Lage sind, die Darmwand zu passieren. Daraufhin wandern sie in den Speichel der Zecke und gelangen so in den Wirt.
Aus diesem Grund ist es von immenser Bedeutung, Zecken stets zeitnah zu entfernen (mehr dazu erfährst Du weiter unten im Beitrag).
Wichtig zu wissen: Über Borrelien hinaus können Zecken noch andere Erreger übertragen. Hierzu zählen z. B. Klebsiellen, Rickettsien, Anaplasmen und Bartonellen.
Symptome einer Borreliose
Borreliose wird oft in drei Stadien eingeteilt und kann sehr unterschiedliche Beschwerden auslösen. Im Verlauf können sich die Borrelien im Körper ausbreiten, wodurch sich die Symptome verändern und – unbehandelt – auch deutlich schwerer werden können.
Stadium 1 (früh lokalisiert)
Tage bis Wochen nach der Infektion …
Innerhalb eines Monats kann um die Einstichstelle herum die sogenannte Wanderröte (Erythema migrans) entstehen. Hierbei handelt es sich um eine ringförmige Rötung der Haut, die zur Mitte hin blasser ist als am Rand. Sie bemisst in der Regel mind. 5 cm, juckt nicht, schmerzt nicht und verblasst allmählich wieder.
Die Wanderröte kann dabei auch an anderen Körperregionen auftreten oder untypisch aussehen (= atypisches Erythema migrans).
Weiterhin können grippeähnliche Symptome auftreten:
- Müdigkeit
- Kopfschmerzen
- Fieber
- Muskelschmerzen
- Schüttelfrost
- geschwollene Lymphknoten
Die grippeähnlichen Symptome sind oft zyklisch und nehmen alle paar Wochen ab und wieder zu [3].
Die besagte Wanderröte ist das typischste Borreliose Symptom – tritt sie auf, erfolgt die Diagnose schnell und die Behandlung kann umgehend starten, was bei Borreliose von Vorteil ist.

Das Auftreten einer „Sommergrippe“ kann ein typisches Anzeichen für eine Borreliose im Frühstadium sein.
Die Krux: Nicht bei jeder Borreliose kommt es zur typischen Wanderröte oder zu grippeähnlichen Beschwerden. Fehlen diese frühen Warnzeichen, kann die Infektion zunächst unbemerkt bleiben – und sich im Verlauf im Körper ausbreiten.
Stadium 2 (früh disseminiert)
Wochen bis Monate nach der Infektion ...
In diesem Stadium können sich die Borrelien im Körper ausbreiten. Dadurch treten bei manchen Betroffenen Zeichen einer systemischen Beteiligung auf.
- Lyme-Karditis: Eine Entzündung des Herzens kann zu Reizleitungsstörungen und Herzrhythmusstörungen führen. Möglich sind z. B. Brustschmerzen, Schwindel/Benommenheit, Kurzatmigkeit oder Herzklopfen.
- Frühe Neuroborreliose: Typisch sind starke, oft brennende oder einschießende Nerven-/Wurzelschmerzen (radikuläre Schmerzen), teils zusammen mit Kopfschmerzen/Nackensteifigkeit oder einer Fazialisparese (z. B. Bannwarth-Syndrom). Je nach betroffenen Nerven können auch Taubheitsgefühle oder Schwindel auftreten.
- Augenbeteiligung: Seltener können auch die Augen betroffen sein, was u. a. zu Sehstörungen führen kann.
- Gelenke: Gelenkbeschwerden sind möglich; ausgeprägte Gelenkentzündungen mit deutlicher Schwellung treten häufiger im späteren Verlauf auf.
Stadium 3 (spät disseminiert)
Monate bis Jahre nach der Infektion …
- Lyme-Arthritis: Bei einem Teil der Betroffenen äußert sich Borreliose im späteren Verlauf durch eine Entzündung eines oder mehrerer Gelenke. Häufig betroffen ist das Knie, grundsätzlich können jedoch auch andere Gelenke entzündet sein. Typisch sind Schwellungen, Schmerzen, Steifigkeit und eine eingeschränkte Beweglichkeit [4].
- Späte Neuroborreliose: Seltener kann es zu einer späten Beteiligung des Nervensystems kommen. Diese kann sich unter anderem durch anhaltende Nervenschmerzen, Sensibilitätsstörungen (Kribbeln, Taubheit), Gangunsicherheit oder Lähmungserscheinungen äußern. In schweren Fällen kann auch das zentrale Nervensystem betroffen sein [4].
- Haut: Ebenfalls selten, aber möglich, ist eine chronische Hautveränderung namens Acrodermatitis chronica atrophicans. Sie betrifft vor allem Arme und Beine und beginnt häufig mit einer rötlich-bläulichen Verfärbung und Schwellung. Später wird die Haut zunehmend dünn und atrophisch [4].
- Immunschwäche: Borrelien besitzen Mechanismen, mit denen sie der Immunabwehr teilweise entgehen können. Dadurch kann die Infektion im Körper länger bestehen bleiben und sich unterschiedlich stark ausprägen.
- Autoimmunerkrankungen: In der Forschung wird diskutiert, ob Borreliose bei manchen Menschen immunologische Fehlreaktionen begünstigen kann. Daher könnte es bei Borreliose-Betroffenen häufiger zu bestimmten Erkrankungen wie Hashimoto und Rheumatoide Arthritis kommen.
Da die Symptome teilweise auch mit anderen Erkrankungen in Verbindung stehen, erweist sich die Diagnose oft als schwierig [4].
Die Krankheit verläuft außerdem nicht immer in exakt diesen Stadien [5]. Die Symptome können sich auch überschneiden, also sowohl früher als auch später, einzeln oder in Kombination auftreten. Manche Patienten entwickeln gar keine Symptome, bei anderen machen sich Beschwerden erst im Spätstadium bemerkbar.
Wie wird Borreliose diagnostiziert?
Um eine chronische Borreliose zu diagnostizieren, dauert es durchschnittlich 3 bis 5 Jahre – so lange laufen Betroffene von Arzt zu Arzt, berichten von den Symptomen, nur um zu hören, dass “Sie völlig gesund sind”. Daher sollten wir uns jetzt etwas genauer über die Diagnose von Borreliose unterhalten.
Um eine Infektion mit Borrelien zu diagnostizieren, wird Patienten bei klinischem Verdacht Blut abgenommen, das auf Borrelien-spezifische Antikörper untersucht wird (IgG, IgA und IgM-Antikörper, um zu untersuchen, ob es eine akute oder chronische Borreliose ist).
Aufgrund der Tatsache, dass Borrelia burgdorferi verschiedene Genotypen besitzt und der Labordiagnostik noch in anderer Hinsicht Probleme bereitet, existiert jedoch kein Einzeltest. Aus diesem Grund erfolgt die Diagnostik in Stufen.
Im Zuge der Stufe I kommen das ELISA Verfahren (Enzyme-linked Immunosorbent Assay) oder ähnliche Verfahren zum Einsatz. Finden diese Tests Antikörper gegen Borreliose auf – sind sie also positiv oder ist das Ergebnis grenzwertig –, erfolgt Stufe II zur Sicherung der Ergebnisse: Immunoblot (dient zur exakteren Bestimmung der Antikörper).
Besteht Verdacht auf eine Neuroborreliose, müssen Antikörper gegen Borrelien im Nervenwasser nachgewiesen werden ebenso wie entzündliche Veränderungen des Nervenwassers.

Um eine Borreliose zu diagnostizieren, werden serologische Tests durchgeführt
Im Kontext der Bewertung der Blutuntersuchung muss berücksichtigt werden, dass ein Antigentest positiv ausfallen kann, obwohl die Infektion bereits erfolgreich überwunden wurde.
Ergo: Aufgrund eines positiven Tests kann nicht automatisch auf eine bestehende Erkrankung zum Zeitpunkt der Blutentnahme geschlossen werden, da IgG- sowie IgM-Antikörper selbst Jahre nach einer früheren (ggf. symptomlosen) Infektion fortbestehen.
Wurde die Infektion erst kürzlich erworben, fällt die Blutuntersuchung häufig negativ aus. Im Frühstadium muss ein negativer Test also nicht bedeuten, dass keine Borreliose vorliegt. Im Vergleich sind im späteren Stadium nahezu alle Tests positiv.
Ein weiterer Faktor der Beachtung finden muss: Ein falsch-positives Ergebnis kann durch das Vorliegen anderer Erkrankungen zustanden kommen, z. B. mancher Autoimmunerkrankungen, bakterieller Erkrankungen (Syphilis) oder viraler Erkrankungen (Epstein-Barr-Infektion).
Andere Methoden sind den Blutuntersuchungen häufig nachgeschaltet, um das Vorhandensein der Erreger direkt nachzuweisen:
- Anzucht = Können Erreger aus einem Probematerial eines Patienten angezüchtet werden, gilt der Befall mit Borrelien als gesichert.
- PCR-Test = Mithilfe der Polymerase-Kettenreaktion wird das Erbgut des Erregers vervielfältigt und somit nachgewiesen.
Da die Erkrankung teilweise symptomlos verläuft bzw. mit diffusen Symptomen einhergeht, kann die Zeit, die zwischen Infektion und Diagnose verstreicht, bis zu 8 Jahre betragen (im Schnitt 3 bis 5 Jahre).
Eine richtige Diagnose ist daher von großer Bedeutung. Ein besonders wichtiges Diagnostiklabor bildet arminlabs.de. In der Einrichtung, geführt von Dr. Armin Schwarzbach, werden Untersuchungen auf akute sowie chronische Infektionen durchgeführt, die durch Zecken übertragen werden können.
Koinfektionen
Zecken übertragen häufig nicht nur Borrelien, sondern auch weitere Erreger, sogenannte Koinfektionen. Bei einer positiven Borreliose-Diagnose sollte daher auch auf Rickettsien, Anaplasmen und Bartonellen geprüft werden, um die Therapie entsprechend anzupassen.
Wie wird Borreliose behandelt?
Wird Borreliose nicht rechtzeitig behandelt, kann die Infektion fortbestehen und sich im Körper weiter ausbreiten. Das wirft die Frage auf: Warum gelingt es dem Immunsystem nicht immer, die Erreger vollständig zu beseitigen?
Ein Grund ist, dass Borrelia burgdorferi verschiedene Strategien nutzt, um der Immunabwehr zu entgehen. Die Erreger können sich in Geweben ansiedeln, die für das Immunsystem schwerer zugänglich sind, und dort länger überdauern.
Zusätzlich besitzen Borrelien Mechanismen der „Tarnung“: Sie können bestimmte Oberflächenproteine im Verlauf verändern, sodass bereits gebildete Antikörper sie schlechter erkennen.
Deshalb gilt: Je früher die Behandlung beginnt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, schwere Krankheitsverläufe und Spätmanifestationen zu verhindern. Besonders im Frühstadium ist Borreliose meist gut behandelbar – und Betroffene erholen sich häufig schnell und vollständig.
Antibiotika Therapie
Üblicherweise kommen Antibiotika zum Einsatz, die oral verabreicht werden (meist eine Mischung der folgenden):
- Doxycyclin
- Amoxicillin
- Ceruroximaxetil
- Azithromycin
Teilweise erfolgt die Gabe von Antibiotika intravenös, um einen möglichst hohen Wirkstoffspiegel im Blut zu gewährleisten.
Die Dauer der Behandlung schwankt dabei zwischen 10 und 30 Tagen. Faktoren, die hier berücksichtigt werden, sind die Art des Antibiotikums sowie Dauer und Schwere der Symptome.
Bitte beachte außerdem, dass eine Nachuntersuchung vonnöten ist, um zu überprüfen, ob die Infektion noch vorliegt oder vorüber ist.
Komplementärmedizinische Therapie
Eine Antibiotika-Therapie alleine reicht nur in den wenigsten Fällen, um eine Infektion komplett zu besiegen. Wenn nicht im gleichen Zuge Darmflora und Immunsystem gestärkt werden, ist die Wahrscheinlichkeit einer chronischen Borreliose wahrscheinlich.
Probiotika
Parallel zu einer Antibiotikatherapie kann es sinnvoll sein, den Darm gezielt zu unterstützen – zum Beispiel mit ausgewählten Probiotika. Denn Antibiotika bekämpfen nicht nur krankmachende Erreger, sondern beeinflussen auch nützliche Darmbakterien. Dadurch kann das Darmmikrobiom aus dem Gleichgewicht geraten, was sich etwa durch Durchfall oder Verstopfung bemerkbar macht. In manchen Fällen kann dies auch das Risiko erhöhen, dass sich unerwünschte Keime wie Clostridioides difficile im Darm ausbreiten.
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Antibiotika sind im Zuge der Borreliose-Behandlung zweifelsohne von großer Bedeutung, aber sicherlich fragst Du Dich jetzt, was Du noch tun kannst, um die Infektion in den Griff zu bekommen und Deinen Körper zu unterstützen. Im Folgenden findest Du einige Praxistipps, die sich bewährt haben.
#1 Ketogene Ernährung
Die ketogene Ernährung ist ein Ernährungskonzept, bei dem die Kohlenhydratzufuhr stark reduziert wird, sodass der Körper vermehrt Fett als Energiequelle nutzt und Ketonkörper bildet – statt primär Glukose zu verbrennen.
Ursprünglich wurde die ketogene Ernährung aus therapeutischen Gründen entwickelt und wird bis heute unter anderem bei therapieresistenter Epilepsie eingesetzt, insbesondere bei Kindern [6–7].
Im Zusammenhang mit Borreliose wird eine kohlenhydratarme oder ketogene Ernährung gelegentlich als unterstützende Maßnahme diskutiert – vor allem, weil sie Blutzuckerschwankungen reduzieren und entzündungsfördernde Ernährungsfaktoren verringern kann.
#2 Artemisia Annua Tinktur
Artemis Annua (einjähriger Beifuß) ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Korbblütler zählt und im Rahmen der traditionellen chinesischen Medizin gegen Malaria zum Einsatz kommt.
Eine neue Studie (in vitro) legt nahe, dass Artemis Annua auch im Kontext von Borreliose zur Anwendung kommen könnte. In der Studie wurden verschiedene pflanzliche Arzneimittel auf ihre antimikrobielle Wirkung hin untersucht und mit Antibiotika verglichen. Es sind weitere Studien erforderlich, doch die Ergebnisse geben Grund zur Hoffnung, dass sich eine Anwendung von Artemis Annua Tinktur bei Borreliose auszahlen könnte [8].
#3 Nährstoffe
Nährstoffe, die im Kontext einer Borreliose Unterstützung bieten können, sind Vitamin C und D, Cystein und Zink.
- Vitamin C: Im Fall einer Infektion ist unser Immunsystem gefragt. Damit es effektiv gegen Erreger vorgeht, muss die Nährstoffversorgung stimmen – unter anderem mit ausreichend Vitamin C.
- Vitamin D: Es ist allgemein ratsam, mit ausreichend Vitamin D versorgt zu sein, denn neben zahlreichen anderen Funktionen, die es erfüllt, wird es außerdem für die Entwicklung von Immunzellen benötigt. Zudem ist ein Mangel mit schädlichen Auswirkungen bei bakteriellen Infektionen verknüpft [5;9]
- Cystein: Die Aminosäure Cystein ist an der Bildung des Master-Antioxidans Glutathion beteiligt, dient auf aufgrund seiner Fähigkeit, Schwermetalle zu binden, der Entgiftung und unterstützt das Immunsystem. Jene Eigenschaften machen es für den Kampf gegen Infektionskrankheiten geeignet [10].
- Zink: Eine Studie deutet daraufhin, dass das essenzielle Spurenelement Zink einen Einfluss auf die Virulenz von Borrelia burgdorferi nimmt [11]. Darüber hinaus ist Zink überaus bedeutsam für das Funktionieren unseres Immunsystems [12].
#4 Schwarzkümmelöl
Eine in vitro Studie aus dem Jahr 2019 deutet darauf hin, dass bestimmte organische Öle eine Ergänzung zu traditionellen Behandlungen darstellen könnten, da sie eine antimikrobielle Wirkung besitzen [13]. Ob sich diese Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen, ist jedoch bislang nicht ausreichend untersucht
Schwarzkümmelöl (Nigella sativa) ist eines dieser Öle. Es wird aus den Samen des Schwarzkümmels gewonnen und wird traditionell zur Unterstützung bei entzündlichen Haut- und Atemwegsbeschwerden eingesetzt. Verantwortlich dafür sind unter anderem bioaktive Inhaltsstoffe wie Thymochinon, denen entzündungsmodulierende Eigenschaften zugeschrieben werden.
Du möchtest mehr über Schwarzkümmelöl erfahren? Insbesondere über seine Wirkungen und möglichen Anwendungen? Dann lies gerne unseren Beitrag über Schwarzkümmelöl, den ich Dir hier mit verlinke.
#5 Vitalpilze
Der Reishi und der Cordyceps sind zwei äußert wertvolle Heilpilze, die je mit zahlreichen gesundheitlichen Wirkungen überzeugen. Zurückzuführen sind sie auf ihre Inhaltsstoffe.
Beide Heilpilze wirken immunstärkend, entzündungshemmend und bieten darüber hinaus Unterstützung bei viralen und bakteriellen Infekten. Auch im Fall von Borreliose können sie von daher Unterstützung bieten. Während der Reishi das Immunsystem fördert, vermag der Cordyceps sogar direkt gegen die Borrelien anzugehen.
Neugierig geworden? In unseren Artikeln erfährst Du mehr über die Heilpilze Cordyceps und Reishi.
#6 Stevia Extrakt
Stevia enthält sogenannte Steviolglykoside und wird vor allem als kalorienfreier Süßstoff eingesetzt. In einer Laborstudie wurde jedoch auch untersucht, ob bestimmte Stevia-Blattextrakte antimikrobielle Effekte gegen Borrelia burgdorferi besitzen. Dabei zeigte sich im Reagenzglas eine hemmende Wirkung auf verschiedene Borrelien-Formen, einschließlich persisterähnlicher Varianten und Biofilmstrukturen [17].
Wichtig ist allerdings: Diese Ergebnisse stammen aus In-vitro-Experimenten und lassen sich nicht automatisch auf den menschlichen Körper übertragen. Ob Stevia bei Borreliose tatsächlich einen klinisch relevanten Nutzen hat, ist bislang nicht ausreichend untersucht.
#7 Gesunde, nährstoffreiche Ernährung
Natürlich – alles, was das Immunsystem stärkt und Deinen Körper mit Nährstoffen versorgt, hilft Dir dabei, die Borrelien anzugehen. Dabei findest Du bei uns noch viele weitere hilfreiche Beiträge und E-Books im Mitgliederbereich (trage Dich dazu in den Newsletter ein).
#8 Katzenkralle
Es mehren sich Hinweise darauf, dass Katzenkralle-Extrakte und -Tinkturen auch stark immunstärkend und antibakteriell gegen Borrelien wirken könnten. Einige erste Studien scheinen dies zu bestätigen, aber hier bleibt noch abzuwarten, ob sich das in der Praxis bewährt.
Post-Lyme-Syndrom
Wurde die Antibiotikatherapie abgeschlossen und treten dennoch weiterhin Beschwerden auf, spricht man vom sogenannten Post-Treatment-Lyme-Disease-Syndrom (PTLDS), auch als Post-Lyme-Syndrom bezeichnet. Der Begriff „chronische Borreliose“ wird in diesem Zusammenhang teilweise verwendet, ist jedoch uneinheitlich definiert und wissenschaftlich umstritten.
Schätzungen zufolge entwickeln etwa 10 bis 20 % der behandelten Patienten anhaltende Symptome, die über sechs Monate oder länger bestehen können. Viele Betroffene erholen sich im Verlauf wieder.
Typische Beschwerden sind:
Müdigkeit und Erschöpfung
Schlafstörungen
Muskel- und Gelenkschmerzen (teilweise auch Schwellungen)
Konzentrationsprobleme („Brain Fog“)
Gedächtnisstörungen
gelegentlich Wortfindungs- oder Sprachprobleme
Die Ursachen des Syndroms sind bislang nicht eindeutig geklärt. Diskutiert werden unter anderem anhaltende Entzündungsprozesse, immunologische Fehlregulationen oder Folgeeffekte der ursprünglichen Infektion. Eine fortbestehende aktive Borrelieninfektion trotz korrekter Antibiotikatherapie gilt hingegen als nicht ausreichend belegt [14].
Wichtig: Beschwerden wie Müdigkeit, Schmerzen oder Konzentrationsprobleme können auch bei anderen Erkrankungen auftreten (z. B. Schilddrüsenfunktionsstörungen, Autoimmunprozesse oder chronische Schmerzsyndrome). Daher ist eine gründliche Differenzialdiagnostik entscheidend.
Da die Ursachen nicht abschließend geklärt sind, gibt es auch keine einheitliche Therapie. Langzeit-Antibiotikatherapien werden zwar vereinzelt eingesetzt, gelten jedoch als umstritten. In placebokontrollierten Studien zeigte sich kein konsistenter Nutzen, während gleichzeitig das Risiko für Nebenwirkungen deutlich steigt [14].
Eine langfristige Antibiotikagabe kann unter anderem Durchfälle, Clostridioides difficile-Infektionen, allergische Reaktionen sowie Leber- und Nierenschäden begünstigen und trägt zur Resistenzentwicklung bei [14]. Häufig liegt der Fokus daher auf einer symptomorientierten Behandlung und dem Ausschluss anderer möglicher Ursachen.
Ist Borreliose ansteckend?
Nach aktuellem wissenschaftlichem Stand gibt es keine überzeugenden Hinweise darauf, dass Borreliose direkt von Mensch zu Mensch übertragen wird – weder über Speichel noch über alltäglichen Kontakt. Auch wenn in Einzelfällen Bestandteile der Erreger in Körperflüssigkeiten nachgewiesen wurden, gilt dies nicht als Beleg für eine tatsächliche Ansteckung. Stillende Mütter müssen daher in der Regel keine besondere Sorge vor einer Übertragung über die Muttermilch haben [15].
Eine sexuelle Übertragung der Borreliose wird zwar gelegentlich diskutiert, gilt jedoch bislang nicht als gesichert. Borreliose wird deshalb nicht zu den klassischen sexuell übertragbaren Infektionen gezählt [15].
Tritt Borreliose während der Schwangerschaft auf, wird in der Regel frühzeitig antibiotisch behandelt. Eine Übertragung auf das ungeborene Kind scheint selten zu sein, dennoch kann eine unbehandelte Infektion mit einem ungünstigen Schwangerschaftsverlauf in Verbindung stehen [16].
Auch Haustiere stellen keine direkte Ansteckungsquelle für den Menschen dar. Das Risiko entsteht vielmehr indirekt: Zecken können vom Tier auf den Menschen übergehen und so die Infektion übertragen.
Wie kann man Borreliose vorbeugen?
Das Wichtigste vorab: Solltest Du schon einmal an Borreliose erkrankt gewesen sein, bedeutet das leider nicht, dass Du immun bist. Aktiv Prävention zu betreiben, ist also weiterhin von großer Bedeutung. Im Folgenden erhältst Du einige Tipps.
- Vermeide Zeckenstiche, indem Du beim Aufenthalt im Freien lange Kleidung und festes Schuhwerk trägst. Ideal sind helle Kleider, denn so lassen sich die schwarzen Tierchen leichter erkennen.
- Meide den Weg durch hohes Gras oder Gebüsch und nutze stattdessen befestigte (Wander-)Wege.
- Nutze einen wirksamen Insektenschutz. Beachte jedoch, dass derartige Mittel nur wenige Stunden wirken und überdies keinen vollständigen Schutz bieten (im Zweifelsfall wandert die Zecke so lange auf der Haut umher, bis sie eine unbehandelte Stelle findet).
- Auch Schwarzkümmelöl und ätherische Öle halten Zecken größtenteils ab.
- Nach einem Aufenthalt in der Natur (Waldgebiete, Unterholz, hohes Gras) solltest Du Dich selbst, Deine Kinder und ggf. mitgeführte (Haus-)Tiere auf Zecken untersuchen. Beachte dabei, dass sich die kleinen Blutsauger häufig in Körperbereichen befinden, die schwer einzusehen sind (Kopfhaut, Achselhöhlen, Leistengegend). Prinzipiell können sie sich aber auch an jeder anderen Region festsetzen.

Untersuche Dich nach einem Ausflug sorgfältig auf Zecken
Besonders aufpassen solltest Du im Frühjahr und Sommer, denn in den warmen Monaten sind Zecken besonders aktiv.
Durch die globale Erwärmung und zunehmend milde Winter verlängert sich jedoch die Zeckensaison. Entscheidend sind vor allem die Temperaturen: Bereits ab etwa 7 °C können Zecken aktiv werden und potenziell Erreger übertragen.
Warte im Ernstfall nicht ab: Wenn sich eine Zecke festgesaugt hat, solltest Du sie möglichst schnell entfernen, um das Risiko einer Erregerübertragung zu reduzieren.
So entfernst Du eine Zecke richtig: Verwende eine Zeckenzange, Zeckenkarte oder eine feine Pinzette. Greife die Zecke möglichst hautnah und ziehe sie langsam, gleichmäßig und gerade heraus – ohne sie zu quetschen. Anschließend solltest Du die Einstichstelle reinigen und desinfizieren.
Falls beim Entfernen kleine Teile der Mundwerkzeuge in der Haut zurückbleiben, ist das in der Regel kein Grund zur Panik: Das Risiko für Borreliose steigt dadurch nicht. Allerdings kann sich die Stelle lokal entzünden. Meist stößt der Körper die Reste von selbst ab.
Es besteht außerdem die Möglichkeit, die entfernte Zecke im Labor testen zu lassen. Ein positives Ergebnis bedeutet jedoch nicht automatisch, dass eine Infektion stattgefunden hat – und ein negatives Ergebnis kann umgekehrt eine falsche Sicherheit vermitteln. Entscheidend bleibt daher vor allem die Beobachtung möglicher Symptome.
Das Wichtigste aus diesem Artikel für Dich zusammengefasst
Das war ein ziemlich langer Artikel, nicht wahr? Deshalb habe ich Dir die wichtigsten Punkte hier noch einmal zusammengefasst:
- (Lyme-)Borreliose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch Borrelien (v. a. Borrelia burgdorferi sensu lato) ausgelöst wird.
- Hauptüberträger in Deutschland sind Zecken (v. a. der Gemeine Holzbock).
- Nicht jede Zecke ist infiziert – die Durchseuchung schwankt je nach Region.
- Je länger eine Zecke Blut saugt, desto höher ist das Risiko einer Erregerübertragung.
- Entferne Zecken daher möglichst frühzeitig und korrekt: mit Zeckenzange oder feiner Pinzette hautnah greifen und langsam, gleichmäßig herausziehen – ohne die Zecke zu quetschen.
- Borreliose kann sehr unterschiedliche Beschwerden verursachen. Häufig tritt im Frühstadium eine Wanderröte auf, teils begleitet von grippeähnlichen Symptomen. Später können unter anderem Gelenke, Nervensystem, Herz oder Haut betroffen sein.
- Wichtig: Eine Wanderröte tritt nicht bei allen Betroffenen auf. Fehlen frühe Warnzeichen, kann die Erkrankung zunächst unbemerkt bleiben.
- Die Diagnose erfolgt anhand von Symptomen, Krankengeschichte und ggf. Labortests. Antikörpertests sind hilfreich, können aber auch nach überstandener Infektion noch lange positiv bleiben.
- Es gibt keine gesicherten Hinweise darauf, dass Borreliose im Alltag direkt von Mensch zu Mensch übertragen wird.
- Die Behandlung erfolgt in der Regel mit Antibiotika.
- Probiotika können während einer Antibiotikatherapie sinnvoll sein, um die Darmflora zu unterstützen.
- In einem Teil der Fälle können nach abgeschlossener Therapie Beschwerden länger anhalten (Post-Treatment-Lyme-Disease-Syndrom / Post-Lyme-Syndrom).
- Eine durchgemachte Borreliose führt nicht zuverlässig zu Immunität – eine erneute Infektion ist möglich.
- Prävention bleibt daher entscheidend: lange Kleidung, Zeckencheck nach Aufenthalten im Grünen und schnelles Entfernen festgesaugter Zecken.
Wir hoffen wie immer, dass Dir der Artikel gefallen hat. Hast Du noch Fragen? Hinterlasse gerne einen Kommentar!
- Wilking H, Fingerle V, Klier C, et al. (2015). Antibodies against Borrelia burgdorferi sensu lato among Adults, Germany, 2008–2011. Emerging Infectious Diseases, 21(1), 107–110. doi:10.3201/eid2101.140009. https://wwwnc.cdc.gov/eid/article/21/1/14-0009_article
- https://www.nature.com/articles/ncomms1701.pdf
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- Donta ST. (2012). Issues in the diagnosis and treatment of lyme disease. Open Neurol J, 6, 140–145. doi:10.2174/1874205X01206010140. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3520031/
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