Etwa 1 Million Deutsche leiden an rheumatoider Arthritis – einer Autoimmunerkrankung der Gelenke, bei der das Immunsystem den Gelenkknorpel (die Gelenkinnenhaut) fälschlicherweise als gefährlichen Eindringling identifiziert und beginnt, ihn zu zerstören. [1]
Die Folge: unerträgliche Gelenkschmerzen, meist beginnend in den Händen. Rheumatoide Arthritis (umgangssprachlich „Rheuma“) gilt als unheilbar, weshalb der Behandlungsschwerpunkt auf der Linderung der Symptome und der Verlangsamung der Erkrankung liegt. [2]
In diesem Artikel erfährst Du die Vor- und Nachteile verschiedener Behandlungsmöglichkeiten und wie Du möglicherweise doch beschwerdefrei werden kannst. Vorausgesetzt: ein rechtzeitiger Beginn, Konsistenz und ein starker Wille, Dein Leben umzukrempeln.
Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Krystian Menthey entstanden. Vielen Dank an Krystian an dieser Stelle.
Rheumatoide Arthritis – Symptome und Krankheitsverlauf
Rheumatoide Arthritis ist die häufigste rheumatische Erkrankung und eine von mittlerweile Hunderten verschiedenen Autoimmunerkrankungen, die alle eines gemeinsam haben: Das Immunsystem richtet sich gegen körpereigene Zellen. Im Fall von rheumatoider Arthritis richtet es sich gegen die Knorpelzellen der Gelenke, die nach und nach zerstört werden. [3]
Weitere bekannte und häufige Autoimmunerkrankungen sind Hashimoto, multiple Sklerose, Lupus erythematodes, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Schuppenflechte.
Das Immunsystem greift bei rheumatoider Arthritis die Innenhaut der Gelenke an, die sogenannte Synovialmembran. Auf der einen Seite kommt es hier zu Entzündungen und Abnutzungen, auf der anderen Seite zu einer Wucherung der Gelenkinnenhaut. Daher kann es im späten Krankheitsverlauf zu Deformationen der Gelenke kommen.
Am Ende der Erkrankung reiben Knochen auf Knochen und machen Bewegungen nahezu unmöglich. Bei diesem Angriff unserer Immunzellen – die eigentlich schädliche Mikroorganismen beseitigen sollen – schüttet unser Körper gleichzeitig Botenstoffe aus, die die Blutgefäße im betroffenen Gebiet erweitern, damit die Immunzellen schneller arbeiten können.
Diese Mechanismen sorgen für die typische Entzündung und Schwellung bei Heilungsprozessen (wie bei Wunden oder Verstauchungen). Da der Körper bei Autoimmunerkrankungen denselben Prozess durchläuft, ist auch die rheumatoide Arthritis von diesen Symptomen charakterisiert.
Ist nur ein Gelenk entzündet, handelt es sich um Monoarthritis, sind mehrere betroffen, spricht man von einer Polyarthritis. Erste Anzeichen und Symptome bei rheumatoider Arthritis:
- Morgensteifigkeit und Gelenkschmerzen in Ruhe
- asymmetrischer Befall (nur rechts oder links, oder unterschiedlich stark)
- Schwellungen, Überwärmung, Rötung der betroffenen Gelenke und teilweise sogar Fieber durch die Entzündung (rheumatisches Fieber)
- eine zunehmend eingeschränkte Beweglichkeit
- Deformation der Gelenke
- Allgemeinsymptome wie Krankheitsgefühl, Müdigkeit, Gewichtsabnahme, Abgeschlagenheit
Neben diesen sichtbaren Symptomen kann der Arzt beispielsweise durch Ultraschall den Zustand der Gelenkinnenhaut ermitteln oder durch eine Blutanalyse auf Rheumafaktoren und Antikörper (antinukleäre Antikörper) testen.
Autoimmunerkrankungen sind aggressiv und richten schnell immensen Schaden an. Wichtig ist deshalb, rasch zu handeln. Ärzte sprechen dabei von einem sogenannten „window of opportunity“ von sechs Monaten nach Symptombeginn, also einem Zeitfenster, in dem eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, die Erkrankung im Verlauf zu mildern oder gar zu stoppen und Langzeitfolgen zu minimieren. [4][5]
Um dieses Zeitfenster nutzen zu können, muss man die unterschiedlichen Phasen der rheumatoiden Arthritis kennen und die Erkrankung möglichst frühzeitig diagnostizieren:
- Stadium 1: Morgensteifigkeit, Gelenkschmerzen und schubweise Schwellungen der Gelenke
- Stadium 2: Muskel- und Knochenabbau, reduzierte Gelenkbeweglichkeit
- Stadium 3: Zerstörung betroffener Gelenkknorpel und umliegenden Gewebes, zunehmende Gelenkinstabilität und -schmerzen, zunehmende Schwellungen, Rheumaknoten, Sehnenscheidenentzündungen
- Stadium 4: fortgeschrittene Knorpelzerstörung, versteifte und verformte Gelenke, starke Schmerzen und Unbeweglichkeit
Ziel muss sein, die Arthritis in Stadium 1 oder 2 – in der sogenannten Initialphase/Frühphase – zu erkennen und zu behandeln, um ein Fortschreiten in die Arthritisphase zu verlangsamen beziehungsweise zu stoppen.
Seltenere Formen der rheumatoiden Arthritis mit teils anderen Symptomen:
- Felty-Syndrom: meist die Folge von jahrelanger Polyarthritis, weitere Symptome sind Lymphknotenschwellung, hohe Infektanfälligkeit und Mangel an weißen Blutkörperchen
- Systemische rheumatoide Arthritis (Morbus Still): Ausweitung der Erkrankung auf weitere Organe – insbesondere Leber und Milz, geprägt von Hautausschlag und häufigen Fieberschüben
- Caplan-Syndrom: Polyarthritis mit zusätzlicher Quarzstaublunge, oft betroffen sind Bergarbeiter
- Altersrheumatoide Arthritis: Arthritis beginnend im Alter (60+), meist ausschließlich große Gelenke betroffen (bspw. Knie)
- Juvenile rheumatoide Arthritis: Rheuma beginnend in der Jugend (< 20), genetische Veranlagung und schwach ausgebildetes Immunsystem sind starke Risikofaktoren
Rheumatoide Arthritis – Diagnose und Prognose
Für die Diagnose einer rheumatoiden Arthritis eignen sich der Hausarzt, ein Internist, ein Umweltmediziner oder ein Rheumatologe. Diese nutzen dafür die Kriterien des American College of Rheumatology (ACR) von 2010. [6] Folgende Untersuchungen können stattfinden:
Manuelle Untersuchung
Hierbei werden oben genannte Symptome durch optische Untersuchungen und Funktionstests geprüft.
Bildgebende Verfahren
- Röntgen: Fortschritt der Knorpeldegeneration (in der Frühphase ungeeignet)
- Gelenksonografie (Ultraschall): Ausmaß der Entzündungen, betroffene Strukturen
- MRT: Knochenmarksödem
- Skelettszintigrafie (bspw. zum Ausschluss von Krebs)
Blutbild und Antikörper
- Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) ist erhöht
- C-reaktives Protein (erhöht)
- Rheumafaktor (Autoantikörper bei rheumatoider Arthritis)
- ANA 1:>80 (antinukleare Antikörper)
- Anämie (Eisenmangel)
- Leukozytose (Ungleichgewicht der weißen Blutkörperchen)
- Ferritin (erniedrigt)
- Synoviaanalyse (Gelenkflüssigkeit)
- Thrombozytose (Dysbalance der Blutplättchen)
- Erhöhte α2- und γ-Globulin-Bande in der Elektrophorese
Anders als bei anderen Autoimmunerkrankungen wie beispielsweise Hashimoto ist die eindeutige (seropositive) Diagnose von rheumatoider Arthritis nicht so einfach.
Beispielsweise konnte bei einem Drittel der Rheumatiker kein Rheumafaktor festgestellt werden (seronegativ). [7] Auch die anderen Untersuchungsmethoden sind niemals eindeutig. Daher müssen mehrere Kriterien nach dem oben genannten ACR vorliegen, um Rheuma diagnostizieren zu können.
Das heißt aber auch, dass das Risiko besteht, dass fälschlicherweise häufig rheumatoide Arthritis festgestellt wird. Bei Neuroborreliose und Fibromyalgie ist dies oft der Fall.
Im Zweifel solltest Du immer eine Zweitmeinung einholen, die Dir gesetzlich zusteht. Aber auch mit richtiger Diagnose musst Du den Kopf nicht hängen lassen.
Ist Rheuma unheilbar?
Nein. Es ist nicht unheilbar. Wir sprechen allerdings ungern von Heilung – unser Ziel sind Remission (Beschwerdefreiheit) und möglichst Regeneration.
Beschwerdefreiheit und das Aufhalten der Krankheit sind möglich und sogar erklärte Ziele des Gesundheitssystems unter dem Fachausdruck „Remission“. [8] Dennoch wird jede Autoimmunerkrankung – und somit auch Arthritis – als unheilbar deklariert und nimmt Betroffenen so von vornherein jegliche Hoffnung.
Schlimmer noch: Der Nocebo-Effekt wird möglicherweise befeuert und verschlechtert den Krankheitszustand. [9]
Es ist richtig, dass die exakten Ursachen – und das haben wiederum alle Autoimmunkrankheiten gemein – bisher nicht vollständig wissenschaftlich erforscht sind und aufgrund der Komplexität wohl auch niemals vollständig erforscht sein werden.
Einig ist man sich aber darüber, dass rheumatoide Arthritis multifaktoriell ist (das heißt, es gibt viele verschiedene Ursachen, die sich gegenseitig verstärken) und eindeutige Risikofaktoren existieren (zum Beispiel Rauchen).
Genauso gibt es Einzelfälle, die trotz Autoimmunerkrankung und ganz ohne Medikamente wieder beschwerdefrei geworden sind. [10]
Leider werden solche Einzelfälle nur unzureichend untersucht und als Spontanheilung oder vorherige Fehldiagnose abgetan. Dabei sind es genau solche Fälle, die einem Patienten Hoffnung machen, ihm Kraft schenken und somit seine Selbstheilungskräfte stärken können – selbst wenn er wie fast alle Betroffenen lebenslang Medikamente einnehmen muss. Denn Optimismus und eine positive Einstellung wirken wie ein Placebo. [11]
Wir können deshalb festhalten: Die Ursachenforschung von Einzelfällen wäre ein hochspannendes Feld. Denn es gibt nicht den einen bekannten Auslöser für Rheuma. Aber es gibt zahlreiche Faktoren, die die Krankheit begünstigen, verschlimmern oder gar maßgeblich an der Entstehung beteiligt sind, z. B. endokrine Disruptoren. Oder auf Deutsch: Umweltgifte, die eine hormonähnliche Wirkung haben. [12]
Diesen beeinflussbaren Faktoren wird jedoch leider zu wenig Beachtung geschenkt. Die folgenden Kapitel sollen Dir dabei helfen, diese Risikofaktoren zu erkennen und zu meiden, um rheumatoider Arthritis vorzubeugen beziehungsweise die Symptome zu lindern oder selbst einer dieser Einzelfälle zu werden.
Eine kompetente ärztliche Fachperson (z. B. ein Rheumatologe oder ein Umweltmediziner) kann Dich hierzu umfassend beraten und Dich auf dem Weg – egal, ob mit oder ohne Medikamente – begleiten.
Rheumatoide Arthritis: Immunsystem verstehen, Ursachen finden
Laut dem Versorgungsatlas – einem Angebot des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik – ist der prozentuale Anteil der Rheuma-Neuerkrankungen zwischen 2009 und 2015 in nahezu allen Altersgruppen gestiegen. [13]
Haben also immer mehr Menschen genetisch einfach Pech gehabt? Wohl kaum.
Denn in so kurzer Zeit ändert sich nicht das Genom einer ganzen Bevölkerung. Was sich aber seit der Industrialisierung immer schneller ändert, sind Umweltfaktoren – Bewegungsgewohnheiten, Nahrungsmittel, Nährstoffe, Luftzusammensetzung, Schadstoffe im Alltag, Schlafbedingungen, Stress etc.
Einen Einfluss dieser Faktoren auf das Entstehungsrisiko sowie den Verlauf von rheumatischen Erkrankungen bestätigen ebenso epigenetische Untersuchungen und die Weltgesundheitsorganisation. [14][15]
Epigenetik beschreibt ein Forschungsgebiet der Medizin, in dem lange Zeit übersehene molekulare Mechanismen untersucht werden, die die Genaktivität regulieren. So weiß man heute, dass man durch seinen Lebensstil Gene „an- und ausschalten“ kann, abhängig davon, was man isst, denkt, wie viel man sich bewegt, welche Luftqualität man einatmet etc. [16][17]
Häufige Ursachen auf einen Blick
Für eine erfolgreiche Therapie ist es wichtig, die Ursachen anzugehen und zu beseitigen:
- Stress
- Schlafmangel und Schlafprobleme
- chronische Infektionen (z. B. Borreliose)
- Nährstoffmangel (Vitamin D, Vitamin A, Glycin, Schwefel, Omega-3-Fettsäuren)
- ungesunde Ernährung
- Reizstoffe in der Ernährung (Transfette, Nahrungszusatzstoffe)
- fehlende Erdung
- Bewegungsmangel
- erschöpfte Nebennieren bis hin zu Burnout
- Belastung mit Schwermetallen und Umweltgiften
- Leaky-Gut-Syndrom
Rheumatoide Arthritis – Behandlungen
Die Behandlung von Autoimmunerkrankungen nach offizieller Leitlinie basiert auf einem Drei-Stufen-Modell der medikamentösen – wohlgemerkt rein symptomatischen – Therapie.
Diese Therapie ist wirksam und hat ihre Berechtigung. Ohne weitere Maßnahmen Deinerseits muss die Medikamentendosis jedoch unnötig hoch ausfallen und würde das Risiko für die ohnehin sehr wahrscheinlichen Nebenwirkungen dramatisch erhöhen. Deshalb und weil nachgewiesenermaßen die Lebensführung sowie Umwelttoxine des Alltags maßgeblich an Rheuma beteiligt sind, empfehlen Wissenschaftler zusätzlich eine Ernährungsumstellung, Stressmanagement und Entspannungsmethoden sowie eine Überprüfung des Arbeits- und Wohnbereichs auf Umweltgifte.
Außerdem hilfreich sind aktive Bewegungsgewohnheiten und Physiotherapie. Denn Gelenkknorpel gehört zum sogenannten bradytrophen Gewebe, dessen Stoffwechsel und Heilung ausschließlich durch Bewegung funktionieren.
Mache Dir bewusst, dass Rheuma eine hochkomplexe Erkrankung ist, die bisher noch nicht vollumfänglich verstanden wird. Wenn Du also an den Methoden Deines Arztes zweifelst oder generell unzufrieden mit der Kommunikation bist, steht es Dir frei, zu wechseln. Ich empfehle Dir, einen Arzt zu suchen, der schulmedizinische und komplementäre Methoden verknüpft. Eine Klinik, die nach diesem Prinzip arbeitet, ist beispielsweise die Naturheilklinik Essen.
Zunächst einmal gilt bei der Therapie von rheumatoider Arthritis jedoch, früh und hart durchzugreifen, um den Krankheitsverlauf möglichst schnell aufzuhalten: [18]
Stufe 1 – Basistherapie: Innerhalb von 4 bis 16 Wochen wird mittels klassischer Schmerzmittel und Glukokortikoiden (Kortison und Derivaten) versucht, die Entzündungen zu lindern und wieder einen einigermaßen schmerzfreien Alltag zu ermöglichen.
Stufe 2 – Biopharmazeutika und DMARDs: Sie sind weniger systemisch und greifen in spezifischere Immunreaktionen ein. Daraus resultieren eine bessere Wirksamkeit und geringere Nebenwirkungen. Es ist jedoch nicht leicht, das richtige Medikament zu finden, und es benötigt Zeit, bis es sich einstellt, weshalb immer mit Stufe 1 begonnen wird. Üblich ist Methotrexat, ein Folsäureantagonist.
Stufe 3 – Invasive Methoden: Schlagen die Medikamente nicht an oder ist die rheumatoide Arthritis zu weit fortgeschritten, kann mit Versteifung, Gelenkflächenkorrektur, Gelenkresektion (Abtragung der Gelenkinnenhaut) oder Gelenkprothesen operativ eingegriffen werden. Es nicht so weit kommen zu lassen, ist das Ziel der Therapie.
Wie bei jeder medikamentösen Behandlung gilt: „Keine Wirkung ohne Nebenwirkung.“ Und die Nebenwirkungen von Immunsuppressiva (in die Immunabwehr eingreifende Medikamente) sind reichlich und teils extrem. [19–24]
Darunter fallen Osteoporose, erhöhte Infektanfälligkeit, Organschäden, Allergien, Blutungen, Magen-Darm-Probleme etc.
„Ein Arzneimittel, von dem behauptet wird, daß es keine Nebenwirkungen habe, steht im dringenden Verdacht, auch keine Hauptwirkung zu besitzen.“ – Gustav Kuschinsky, Pharmakologe
Daher muss nach Einpendeln der Medikation das oberste Ziel sein, durch gesunde Lebensführung und ergänzende Behandlungen die Medikamentendosis so weit wie möglich zu reduzieren – und damit auch die Nebenwirkungen. Denn klar ist: Das Bündel aus zahlreichen Risikofaktoren ist es letztlich, das zum Entstehen von rheumatoider Arthritis geführt hat.
Je mehr dieser Risikofaktoren man meidet, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich Dein Immunsystem beruhigt – zumindest etwas.
Rheumatoide Arthritis: Empfehlungen, was Du selbst tun kannst
Bei jeder Erkrankung, insbesondere aber bei Autoimmunerkrankungen wie Rheuma, ist Eigeninitiative äußerst wichtig für den Behandlungserfolg.
Daher eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die ich empfehle:
- Suche Dir eine Klinik oder einen Therapeuten (Naturheilkunde, Orthomolekularmedizin, funktionelle Medizin), der die Behandlungsmöglichkeiten der konventionellen Medizin mit komplementären Methoden der Ursachenfindung, Ernährungs-, Verhaltens- und Bewegungstherapie für eine gesunde Lebensführung kombiniert. Die Suche kann mühselig und anstrengend sein, kann sich aber um ein Vielfaches bezahlt machen.
- Nimm die verschriebenen Medikamente sorgsam ein.
- Erkundige Dich bei Deinem Arzt nach Nebenwirkungen und danach, was Du dagegen tun kannst.
- Hinterfrage alles, was Du nicht verstehst. Ein guter Arzt versucht, Dir alles plausibel und geduldig zu erklären. Bist Du unzufrieden mit der Behandlung, wechsle den Therapeuten.
- Langfristiges Ziel muss – aufgrund der teils gravierenden Langzeitnebenwirkungen – eine Reduzierung der Medikamentendosis sein.
- Bleibe selbstkritisch und hinterfrage alltägliche Gewohnheiten, die möglicherweise mitverantwortlich sind oder verstärkend wirken.
- Beschäftige Dich daher mit einer gesunden Lebensführung, damit, welche Ernährung geeignet ist und wie Du Deinen Körper sonst unterstützen kannst. Die Ratschläge aus diesem Artikel und von Deinen Ärzten können Dir dabei helfen.
- Nahrungsmittelunverträglichkeitstests und eine Nährstoffanalyse können bei der Ernährungsumstellung helfen.
- Ein Schwermetallbelastungstest bei einem geschulten Therapeuten kann helfen, die Giftstoffbelastung zu analysieren. Eine Entgiftung unter therapeutischer Anleitung kann sinnvoll sein.
- Führe Tagebuch über Dein Befinden und Deine Lebensführung. Möglicherweise ergeben sich so Rückschlüsse auf schädliche Faktoren, die Dir helfen, Dich und Deine Erkrankung besser kennenzulernen.
- Lass Dich regelmäßig von einem Arzt untersuchen, um die Medikamentendosis an die Erfolge der Behandlung und der Lebensumstellung anzupassen.
Die richtige Ernährung bei rheumatoider Arthritis und weitere wertvolle Tipps
Es herrscht große Uneinigkeit bezüglich der „optimalen“ Ernährung bei rheumatoider Arthritis. Wichtig ist hier, dass Du ausprobierst, reflektierst und herausfindest, was Du gut verträgst und was für Dich passt.
Will man alle Ratgeber gleichzeitig befolgen, bleiben einem letztlich wohl nur noch Wasser und selbst gezogene Biomöhren mit Leinöl. Im Rahmen einer initialen Reset-Woche (z. B. Heilfasten, Leberkur) könnte eine solch einschränkende Diät allerdings tatsächlich helfen, das Immunsystem zu beruhigen, wenn man einigen Erfahrungsberichten glaubt.
Auf lange Sicht ist diese Ernährungsform jedoch wenig attraktiv und zielführend. Wie genau im Einzelfall die optimale Ernährung aussieht, kann Dir keiner sagen. Zu verschieden sind die Vorgeschichten, Auslöser und Körperreaktionen.
Glutamatsoße und Aspartam-Schokoriegel dürften jedoch nicht dazugehören. Zu meiden sind außerdem alle Industrie- und Fertignahrungsmittel.
Zudem solltest Du alle nachweislich entzündungsfördernden Stoffe – wie beispielsweise Arachidonsäure – auf ein Minimum reduzieren oder ebenfalls streichen. Dazu gehören insbesondere Zucker, Weißmehl, Transfette (Frittierfett, Margarine), Alkohol und Fleisch (vor allem aus der Massentierhaltung). [26]
Tierische Produkte mit geringem Arachidonsäuregehalt (mg/100 g Lebensmittel): Milch, Joghurt, Quark, Käse, Eier, Seelachs, Muskelfleisch von Lamm und Rind.
Die DGE rät daher zu einer sogenannten laktovegetabilen Kost (vegetarische Ernährung mit Milchprodukten) und nicht mehr als zwei Fleischportionen pro Woche. Wer auf Nummer sicher gehen will, ernährt sich vorübergehend komplett vegetarisch oder vegan und tastet sich langsam an Milchprodukte heran, wie auch die Arthritis Foundation es empfiehlt. [27]
Diese Ernährung wird auch als Rheuma-Diät bezeichnet. In meinen Augen ist sie jedoch nichts anderes als eine gesunde Ernährung, die man unabhängig von Rheuma und Arthritis befolgen sollte, um langfristig gesund zu bleiben. Eine wichtige Ergänzung: Bio-Nahrung, insbesondere Bio-Fleisch, ist weniger mit Umweltgiften wie Pestiziden und Antibiotika belastet und daher prinzipiell empfehlenswerter als konventionelle Lebensmittel. [28]
Neben vegetarischer Bio-Mischkost kann auch das Fasten – sowohl klassisches Fasten nach Buchinger als auch intermittierendes Fasten – gegen Entzündungen und Arthritisschmerzen helfen, wie mehrere Studien darlegen. [29–31]
Falls Du jetzt denkst: „Auf all das soll ich verzichten?!“, dann versuche doch einmal, der Verzichtsliste Rheuma hinzuzufügen. Zwar ist gesunde Ernährung kein Allheilmittel, aber die Grundlage für Gesundheit.
Vorteilhafte Lebensmittel bei Rheumatoider Arthritis
Das Ziel ist eine naturbelassene, nährstoffreiche, vielseitige Ernährung mit Fokus auf reizarmen, pflanzlichen Lebensmitteln und vielen Omega-3-Fettsäuren:
- Fisch und Meeresfrüchte
- Algen
- Kokosöl und Kokosprodukte
- Olivenöl und Oliven
- Gewürze und Kräuter
- Sauerteigprodukte
- stärkehaltige Knollen
- frisches, saisonales Obst
- frisches Gemüse
- Grüntee
- Kräutertee
- probiotische Lebensmittel wie Kombucha, Kefir, Apfelessig, Joghurt
- Butter
- Pilze und Vitalpilze (v. a. Reishi, Cordyceps, Chaga, Mandelpilz, Austernpilz)
- Knochenbrühe

Immer wichtig – eine gesunde, naturbelassene Ernährung
Wenig vorteilhaft bei rheumatoider Arthritis
Im Anschluss einige Lebensmittel, die mit einer Verschlechterung der Symptome einhergehen können und die Du testen und überdenken solltest:
- Weizenprodukte
- Milchprodukte, die nicht probiotisch sind
- Hülsenfrüchte
- Kaffee
- Thunfisch
- verarbeitete Lebensmittel
- Fast Food
- industrielle Speiseöle
Hilfreiche Nahrungsergänzungsmittel
Im Anschluss einige Nahrungsergänzungsmittel, die sich bewährt haben und bei Rheuma erfolgreich eingesetzt werden können:
- Algenöl
- Reishi-Extrakt,
- Cordyceps-Extrakt
- Weihrauch-Extrakt
- Curcuma-Extrakt
- Papain
- MSM
- Vitamin D
- CBD-Öl
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Mit Bewegung effektiv gegen Arthritis-Schmerzen
Viele Studien zeigen, dass Bewegungsmangel der Hauptgrund für die meisten Wohlstandskrankheiten ist. Denn regelmäßige Bewegung ist essenziell, damit unser Körper funktioniert. Der moderne Durchschnittsmensch sitzt jedoch häufig bis zu 12 Stunden täglich und bewegt sich selten mehr als zwei Kilometer am Tag. [32]
Die Folgen sind gravierend: Die körpereigenen Kreisläufe, die für die Zellversorgung und -erneuerung sowie für den Abtransport von Abfallprodukten verantwortlich sind, schlafen förmlich ein. Denn die meisten Körperprozesse werden durch die Bewegung unserer Muskeln befeuert und in Gang gehalten.
Daraus resultieren muskuläre Dysbalancen, Verspannungen, Stoffwechsel- und Durchblutungsstörungen, Rückenschmerzen und viele weitere Zivilisationskrankheiten. Regelmäßige Bewegung hingegen hält Deinen Körper gesund, macht Dein Bindegewebe geschmeidig und reduziert Verspannungen.
Du musst dabei nicht jeden Tag Sport machen. Jeder Spaziergang, jedes Treppensteigen und jedes Aufstehen ist Bewegung. Je häufiger Du solche kleine Bewegungsgewohnheiten in Deinen Alltag integrierst, desto mehr profitierst Du von der gesundheitlichen Wirkung.
Ergonomischer Arbeitsplatz zur Linderung und Vorbeugung von Arthritis Schmerzen
Einer der Hauptgründe für die steigende Bewegungsarmut in Deutschland ist die steigende Anzahl an Büroarbeitsplätzen. So sind Bildschirmarbeiter regelrecht gezwungen, den ganzen Tag zu sitzen. Das ständige Sitzen führt allerdings zu einer ungesunden Körperhaltung, die Verspannungen und Schmerzen begünstigt.
Ein ergonomisch eingerichteter Arbeitsplatz, der Dynamik und Bewegung ermöglicht, sollte daher höchste Priorität haben, um langfristig fit und gesund zu bleiben.
Ergonomie-Experten raten, bei der Optimierung des Arbeitsplatzes nach der „STA“-Reihenfolge vorzugehen. STA steht hierbei für Stuhl, Tisch und Arbeitsmittel. Aber auch mit einem ergonomischen Bürostuhl entkommst Du der Sitzfalle noch nicht. Besser ist der regelmäßige Wechsel zwischen sitzender und stehender Tätigkeit.
Daher empfehlen Forscher die Arbeit an einem höhenverstellbaren Schreibtisch. Das i-Tüpfelchen für Deine Arbeitsgesundheit bieten eine ergonomische Tastatur, eine Vertikalmaus, ein Bildschirmhalter und zusätzliches Zubehör.
Ergotopia bietet gute ergonomische Produkte für den Arbeitsalltag an.
Gesund und erholsam schlafen
Beim Schlafen regeneriert sich Dein Körper. Schlafmangel hingegen begünstigt und verstärkt Entzündungsprozesse und kann somit auch ein Brandbeschleuniger für Arthritis sein.
Schlafstörungen und Müdigkeit treten jedoch vermehrt bei rheumatoider Arthritis auf. Meist aufgrund der Schmerzen. Ein Teufelskreislauf, der Rheuma immer weiter verstärkt.
Stress reduzieren
Stress ist eine maßgebliche Ursache. In unserem Magazin findest Du viele wertvolle Beiträge über gesunden Schlaf, Schlafhygiene und was Du zur Besserung tun kannst.
Fasten
Rheumasymptome werden üblicherweise besser, wenn Du regelmäßig oder länger am Stück fastest. Eine Heilfastenkur oder Intervallfasten im Alltag bieten sich hier an. Dabei bekommt Dein Körper Gelegenheit zur Entgiftung und zum Abbau von Altlasten. Außerdem wirkt das Fasten selbst entzündungslindernd und das Immunsystem beruhigt sich.
Akupressur als natürlicher Schmerzkiller
Akupressur ist ein bewährtes Mittel aus der traditionellen chinesischen Medizin. Es aktiviert einerseits Deinen Stoffwechsel und Deine Durchblutung und fördert zudem die Produktion von Endorphinen, die wie ein natürliches Schmerzmittel wirken. [35–39]
Wärme und Kälte gegen Rheuma Schmerzen
Verspannungen und Muskelverhärtungen können ebenso die Folge eines gestörten Blutkreislaufs sein. Wärme und Kälte können daher auf die verspannten Muskeln um die von Arthritis betroffenen Gelenke schmerzlindernd und entspannend wirken. Denn Hitze erweitert die Blutgefäße und verbessert den Blutfluss zu den Schmerzarealen.
Die Muskeln und Zellen werden somit besser mit Nährstoffen versorgt und entspannen zusätzlich durch die Wärme. Kälte hingegen kann die bei Arthritis häufig auftretenden Schwellungen beseitigen und Entzündungsprozesse hemmen.
Nutze daher Wärmekissen, Sauna, ein heißes Bad, wechselwarme Duschen oder Kühlakkus, um Deine Arthritisschmerzen zu lindern. Sprich vorher mit Deinem Arzt ab, welche Behandlung für Dich geeignet ist.
Zusammenfassung – Rheumatoide Arthritis
Rheumatoide Arthritis ist eine Autoimmunerkrankung, die immer häufiger diagnostiziert wird. Die meisten Ursachen liegen in unserer Lebensführung – was heißt, dass Du Vieles zur Besserung und Linderung selbst in der Hand hast.
Ein Überdenken alltäglicher Gewohnheiten und ungünstiger Einflüsse ist sehr wichtig. Besonders die Ernährung trägt maßgeblich zur Besserung oder Verschlimmerung bei. Fokus sollte auf einer reizstoffarmen Ernährung liegen, überwiegend Bio, und mit vielen Omega-3-Fettsäuren.
Habe ich etwas wichtiges vergessen? Möchtest Du gerne etwas ergänzen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!
- [1] Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.: “Rheumatoide Arthritis”, 2017, URL: https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Mediencenter/Publikationen/Merkblaetter/1.2_Rheumatoide_Arthritis.pdf
- [2] Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF): “Leitlinie: Therapie der rheumatoiden Arthritis mit krankheitsmodifizierenden Medikamenten”, 2018, URL: https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/060-004.html
- [3] https://de.wikipedia.org/wiki/Autoimmunerkrankung#Klassifikation
- [4] Cush JJ (2007) Early rheumatoid arthritis – is there a window of opportunity? J Rheumatol (Suppl) 80: 1–7
- [5] Neumaier, J., Trotz Rheuma beschwerdefrei. In: MMW-Fortschritte der Medizin; 2012, (154) 4, S. 18
- [6] American College of Rheumatology: “2010 Rheumatoid Arthritis Classification Criteria”, 2010
- [7] Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF): “Leitlinie: Management der frühen rheumatoiden Arthritis “, 2011
- [8] Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF): “Leitlinie: Therapie der rheumatoiden Arthritis mit krankheitsmodifizierenden Medikamenten”, 2018, URL: https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/060-004.html
- [9] Häuser, Winfried et al. “Nocebo phenomena in medicine: their relevance in everyday clinical practice.” Deutsches Arzteblatt international vol. 109,26 (2012): 459-65. doi:10.3238/arztebl.2012.0459
- [10] Sven Böttcher: “Diagnose: unheilbar. Therapie: selbstbestimmt – Vom souveränen Umgang mit der Schulmedizin. Ein Erfahrungsbericht”, Ludwig Verlag, 2015
- [11] Jörb Blech auf SPIEGEL ONLINE: “Gesund durch Zuversicht”, 2014, URL: https://www.spiegel.de/spiegelwissen/selbstheilungskraefte-gesund-durch-zuversicht-a-942818.html
- [12] Chang-Hung Kuo et. al.: “Immunomodulatory effects of environmental endocrine disrupting chemicals“, 2012, In: The Kaohsiung Journal of Medical Sciences
- [13] Annika Steffen, Jakob Holstiege, Benjamin Goffrier, Jörg Bätzing auf versorgungsatlas.de im Auftrag des Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland: “Epidemiologie der rheumatoiden Arthritis in Deutschland – eine Analyse anhand bundesweiter vertragsärztlicher Abrechnungsdaten”, S.8, 2017
- [14] Klein, Kerstin et al. “Epigenetic contributions in the development of rheumatoid arthritis.” Arthritis research & therapy vol. 14,6 227. 9 Nov. 2012, doi:10.1186/ar4074
- [15] World Health Organization: “State of the Science of Endocrine Disrupting Chemicals”, 2012
- [16] Spengler, D. (Max-Planck-Institut für Psychiatrie): “Gene lernen aus Stress“, Forschungsbericht 2010
- [17] https://de.wikipedia.org/wiki/Epigenetik#Epigenetische_Ver%C3%A4nderungen_als_Erkl%C3%A4rung_von_Krankheiten [18] Robert Koch Institut im Auftrag des statistischen Bundesamtes: “Entzündlich-rheumatische Erkrankungen”, Heft 49, 2010
- [19] Guler-Yuksel, Melek; Hoes, Jos N.; Bultink, Irene E. M.; Lems, Willem F. (2018): Glucocorticoids, Inflammation and Bone. In: Calcified tissue international. DOI: 1007/s00223-017-0335-7.
- [20] Grzegorek, K., Rheuma-Patienten auf den Kopf stellen! In: CME; 2013, 9, S. 26
- [21] Ott, C., Rheuma kommt selten allein … In: CME; 2015, 7/8, S. 47
- [22] Kathmann, W., Rheuma und Infektionen. In: Orthopädie & Rheuma; 2016, (19) 2, S. 15–18
- [23] Unger, M., Winkler, S., Infektionen und Rheuma. In: rheuma plus; 2014, (13) 1, S. 13–16
- [24] arznei-telegramm – Die Information für Ärzte und Apotheker Neutral, unabhängig und anzeigenfrei: “MEDIKAMENTÖSE THERAPIE DER RHEUMATOIDEN ARTHRITIS IM UMBRUCH”, 1997
- [25] Arthritis Foundation: “Arthritis Self Management: What You Need to Know”, URL: http://www.arthritis.org/about-arthritis/understanding-arthritis/arthritis-self-management.php
- [26] Kiecolt-Glaser, Janice K. “Stress, food, and inflammation: psychoneuroimmunology and nutrition at the cutting edge.” Psychosomatic medicine vol. 72,4 (2010): 365-9. doi:10.1097/PSY.0b013e3181dbf489
- [27] Arthritis Foundation: “Dairy: Arthritis Friend or Foe?”, URL: https://www.arthritis.org/living-with-arthritis/arthritis-diet/healthy-eating/dairy-and-inflammation.php
- [28] Barański, Marcin et al. “Higher antioxidant and lower cadmium concentrations and lower incidence of pesticide residues in organically grown crops: a systematic literature review and meta-analyses.” The British journal of nutrition vol. 112,5 (2014): 794-811. doi:10.1017/S0007114514001366
- [29] Sköldstam L, Larsson L, Lindström FD: Effect of fasting and lactovegetarian diet on rheumatoid arthritis. Scand J Rheumatol 1979; 8(4):249-55
- [30] Patterson RE, Sears DD: Metabolic Effects of Intermittent Fasting. Annu Rev Nutr 2017; 37:371-93
- [31] Muller H et. al.: “Database of Abstracts of Reviews of Effects (DARE): Quality-assessed Reviews: Fasting followed by vegetarian diet in patients with rheumatoid arthritis: a systematic review”, 2001
- [32] Krankenkasse, Techniker. “Beweg Dich, Deutschland.” TK-Studie zum Bewegungsverhalten der Menschen in Deutschland (2013)
- [33] Tawakol, A. et al. (2017). Relation between resting amygdalar activity and cardiovascular events: a longitudinal and cohort study. In: The Lancet
- [34] Stojanovich, Ljudmila; Marisavljevich, Dragomir (2008): Stress as a trigger of autoimmune disease. In: Autoimmunity reviews 7 (3), S. 209–213. DOI: 10.1016/j.autrev.2007.11.007.
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