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Erfahrungsbericht: Magnesiummangel beseitigt

von Martin Auerswald, M.Sc.
Veröffentlicht: Zuletzt bearbeitet:
Erfahrungsbericht Magnesiummangel - Junger Mann mit Tablet und Kaffee

Magnesium ist eines der wichtigsten Mineralstoffe für unseren Körper und neben Vitamin D, Vitamin K2, Kreatin und Vitamin B eines der wenigen Nahrungsergänzungsmittel, die ich täglich einnehme. Mit Magnesiummangel und dessen Beseitigung habe ich meine ganz eigene Geschichte, die ich kurz in Form eines Erfahrungsberichts mit Dir teilen möchte.

 

Es begann im Jahre 2003 …

Ich hatte als Kind sehr schlimmes Restless Legs Syndrome. Niemand weiß so recht, was es ist und wie es entsteht. Man weiß aber, dass es genetisch veranlagt ist, und etwa 7 Millionen Deutsche davon betroffen sind. Auch ich gehöre dazu.

Als Kind waren die Symptome sehr schlimm. Das Leitsymptom ist das Gefühl, als wären in Deinen Beinen Ameisen, die umherkrabbeln und Du den Drang verspürst, die Beine zu bewegen. Nicht im Sinne von laufen, sondern eher … die Beine auch im Sitzen hin und her zu schwenken, zu wippen.

Meine Mutter hat es, mein Opa hatte es. Eines Tages sagte er aus heiterem Himmel: „Magnesium!“ O. k. warum nicht, dachte sich der kleine Martin, nahm täglich einmal Magnesium ein. In der Form einer qualitativ tollen Brausetablette für 20 Cent aus dem Aldi, mit Magnesiumoxid. Die denkbar schlechteste Form, Magnesium aufzunehmen, aber zumindest wurden die Symptome etwas besser. Meine erste positive Erfahrung mit Magnesium.

Am Rande: Das Restless Legs Syndrome wurde übrigens im Laufe der Jahre besser, da ich mit mich immer gesünder ernährte, besser schlief, und viel mehr Sport trieb. Heute habe ich es eigentlich nur noch abends auf dem Sofa, wenn ich müde bin und dringend ins Bett muss.

Bleiben wir bei Magnesium:

 

Erfahrungsbericht: Magnesiummangel

2017 – Das Jahr der Entscheidung

Das ist es ein wirklich großer Zeitsprung, ich weiß. Seit 2012 treibe ich sehr viel Sport, ernähre mich wirklich gesund (s. Paleo Ernährung), und habe in dieser Zeit fast durchgehend Magnesium eingenommen. Jedoch, wie ich herausfinden musste, zu wenig:

Wer fast täglich Sport treibt, auf der Arbeit viel Hirnschmalz braucht, viel trinkt, und die genetische Veranlagung für einen Magnesiummangel hat, der braucht mehr.

Im Laufe der Jahre habe ich also immer Magnesium eingenommen, aber zu wenig. Deutlich zu wenig, ungefähr nur die Hälfte. Und das, obwohl ich eigentlich jeden Tag grünes Gemüse esse. Doch der Magnesiumgehalt unserer Lebensmittel heute entspricht nicht mehr dem von vor 1000 Jahren. So kann es vorkommen, dass es heute immer noch zu Magnesiummangel kommt, selbst wenn Du täglich grünes Gemüse isst und eine aktive Lebensführung hast.

Ich weiß nicht mehr genau, was mich da genau veranlasst hat. Ich glaube, es war ein Beitrag auf Edubily.de. Da sprach Chris Michalk davon, wenigstens einmal im Jahr den Körper mit Magnesium richtig aufzutanken, damit er maximal abgesättigt ist. Damit man weiß, wie es sich anfühlt, genug Magnesium im Körper ist.

Habe ich im Sommer 2017 gemacht, und jede Stunde eine Kapsel Magnesium mit 100 mg eingenommen. Ich dachte mir wenn schon, dann richtig. Der Clou an der Sache ist: Sobald der Körper abgesättigt ist und nichts mehr aufnimmt, landet es im Dickdarm. Man spürt an der Verdauung und am Stuhlgang, dass das Magnesium nicht aufgenommen wird, dass das die maximale Sättigung erreicht.

Obwohl ich jede Stunde 100 mg Magnesium einnahm, und zwar von 8 Uhr morgens bis 22 Uhr abends, dauerte es vier Tage, bis mein Körper abgesättigt war. Das waren jeden Tag über 1,5 g Magnesium (z. B. von Edubily*), und es dauerte vier Tage, bis mein Körper genug hatte. Also mehrere Gramm Magnesium extra. (Ich empfehle bei einem Auffüllen nur alle 2-4 Stunden eine Kapsel Magnesium, nicht wie ich jede Stunde. Das war etwas viel.)

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Plötzlich merkte ich, wie es sich wirklich anfühlt, wenn der Körper ausreichend Magnesium hat. „Symptome“ oder gelegentliche Müdigkeitssyndrome (besonders nach dem Sport) verschwanden von einem Tag auf den anderen. Konzentration und Denkfähigkeit explodierten förmlich. Meine metabolische Flexibilität war viel besser. Ich war entspannter und fühlte mich wirklich, wirklich gut.

Das war das erste Mal in meinem Leben, dass ich keinen Magnesiummangel hatte. 25 Jahre hat es gedauert, bis ich diesen Punkt erreicht hatte.

Im Nachhinein muss ich mir selbst eine klatschen, dass ich jahrelang Magnesium eingenommen habe, aber immer zu wenig. Ich wusste es einfach nicht – ich dachte, 200-400 mg wären ausreichend, weil das der „empfohlenen Tagesdosis“ entspricht. Dass es für mich persönlich, für mein Gewicht, meine Lebensführung und meine genetische Veranlagung zu wenig ist und ich somit trotz regelmäßiger Einnahme einen Mangel hatte, kann mir nicht in den Sinn.

 

Symptome des Magnesiummangels, die bei mir verschwanden

  • Gelegentlicher Heißhunger
  • Das Nachmittagstief nach dem Mittagessen
  • Erhöhter Kaffeebedarf
  • Konzentrations-Probleme am Nachmittag
  • Müdigkeit auf Knopfdruck ab 21:00 Uhr abends
  • Früh nach dem Aufstehen immer noch so gerädert sein…
  • Früh nach dem Aufstehen erst nach zwei Tassen Kaffee in die Gänge kommen…
  • Nach einer guten Sporteinheit erst mal ein Nickerchen auf dem Sofa machen…

In den Jahren davor war ich auch schon leistungsfähig, belastbar und hatte eine gute Konzentration. Aber dieses Upgrade, das mir Magnesium da verschafft hatte, mit dem hatte ich nicht gerechnet.

 

Bei mir war diese Stellschraube Magnesium – Und bei Dir?

Ich hatte einen Magnesiummangel. Den habe ich jetzt nicht mehr, wobei ich diese Auffüllungskur alle sechs Monate wiederhole, und meine Tagesdosis auf 600 mg erhöht habe.

Durch die Hunderten E-Mails, die mich in den letzten Monaten erreicht haben, und die vielen Kommentare unter den Beiträgen, die ich in den letzten Jahren geschrieben habe, habe ich es bemerkt:

Es gibt bestimmte Nährstoffe, die bei den meisten Menschen nicht ausreichend vorliegen. Jeder Mensch hat seine individuellen genetischen Veranlagungen, Ernährung, Sportpensum, Stress im Alltag, Mindset… Doch ein paar Nährstoffe kommen immer wieder vor:

Deswegen schreibe ich hier auch über solche Nährstoffe. Nicht, weil ich damit Geld verdienen möchte oder irgendwas schreiben möchte; sondern weil ich denke, dass es vielen Menschen helfen kann. Die meiste Motivation hat man bei Themengebieten, bei denen man selber mal betroffen war. Bei mir war es das Magnesium.

 

Welches Magnesium kann ich empfehlen?

Es gibt verschiedene Formen von Magnesium, alle haben Vor- und Nachteile. Von Magnesiumoxid würde ich grundsätzlich abraten, da die Bioverfügbarkeit schlecht ist. Es war das günstigste Präparat, aber hat die häufigsten Nebenwirkungen (Stichwort Verdauung), und es landet nicht so viel im Körper, wie es sollte.

Magnesiumcitrat und Magnesiumbisglycinat sind gute Formen. Magnesiumthreonat gibt es auch noch, aber da muss man riesige Kapseln schlucken, es ist teuer, und weniger in den Muskeln aktiv, mehr im Gehirn.

Magnesiumcitrat und Magnesiumbisglycinat findest Du in einem guten Verhältnis in folgendem Produkt: das Edubily Magnesium*.

 

 

Mit welchen Nährstoffen oder Vitaminen hast Du gute Erfahrungen gesammelt? Was war so eine Deiner Stellschrauben? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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2 Kommentare

Elena 24. März 2020 - 13:27

Ich hab auch einen Mangel an magnesium.
Ich denke sogar einen starken.
Ich nehme alle 2 Stunden eine kapsel 100mg. Sind am Tag ca 800 mg – 1000 mg.
Aber ich habe etwas Angst mehr zu nehmen. Möchte aber auf der anderen Seite meinen Körper richtig auftanken. Wie lange dauert es wohl bis der Mangel komplett behoben ist?

Martin Auerswald, M.Sc. 24. März 2020 - 21:05

Hallo Elena,
Das dauert in der Regel 3-4 Tage, bis der Mangel vollständig beseitigt wurde. Gefährlich wird es im Bereich um 1 g pro Tag nicht, keine Sorge. Aber ein paar Tage Geduld erfordert es. Du merkst dann am Stuhl, wenn Dein Körper erstmal abgesättigt ist.
Viel Erfolg und viele Grüße,
Martin

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