Meditation – Alle Vorteile auf einen Blick

Meditation - Frau beim Meditiren

MEDITATION. Stell Dich mal an einem normalen Samstagnachmittag in eine gut besuchte Fußgängerzone: An den Wochenenden quellen die Fußgängerzonen Deutschlands über vor Menschen. Stress pur. Dabei kann es auch ganz anders gehen…  Wie wäre es, von all dem hektischen Treiben um Dich herum nicht beeinflusst zu werden? Wenn es Dir im Grunde egal ist, dass alle um Dich herum es eilig haben, Du Dir jedoch zufrieden lächelnd Deinen Weg bahnst? Und was wäre, wenn dazu nur ein klein wenig Übung nötig ist, 10 Minuten täglich. Würdest Du dann Meditation eine Chance geben?

Meditation?

Kaum eine Technik wird so stark unterschätzt wie Meditation. Kaum eine Technik hat so vielfältige und positive Wirkungen auf Geist und Körper, kaum eine Technik kann das Leben so verändern.

Und gegen kaum eine Technik gibt es so viele Vorurteile wie gegen Meditation.

Zugegeben, auch ich hatte bis vor etwa 3 Jahren meine Vorurteile.

Bis ich es mal ausprobiert habe und verblüfft war, wie viel besser ich mich fühlte durch ein paar ganz simple Übungen.

 

Meditation – Was ist das eigentlich?

Unter Meditation versteht man Achtsamkeits– und Konzentrationsübungen, durch die sich der Geist beruhigen und sammeln soll. Sie kann aber auch zur Bewusstseinserweiterung verwendet werden. Die angestrebten Bewusstseinszustände werden, je nach Tradition, unterschiedlich und oft mit Begriffen wie Stille, Leere, Einssein aus Körper und Geist, im Hier und Jetzt sein oder frei von Gedanken sein beschrieben.

 

Meditation – Wer hat’s erfunden?

Die Frage, wer mit der Meditation zuerst begonnen hat, wird nicht gestellt, da meditative Praxis seit jeher Teil der menschlichen Kultur war. In jeder Kultur weltweit, in jeder Geschichtsepoche, haben die Menschen bestimmte meditative Praktiken angewandt:

  • Religiöse Menschen beten und gehen dabei in sich, oft verbunden mit repetitiven Gebeten wie dem Vaterunser. Eine meditative Praxis.
  • Manche Menschen gehen gerne in den Wald spazieren/joggen, um auf die Natur zu lauschen oder frei den Gedanken nachhängen zu können. Eine meditative Praxis.
  • Die junge Bäckerin, die liebevoll 20 Minuten lang den Sauerteig knetet, um ihn fluffig zu machen
  • Die japanische Teezeremonie ist im Grunde eine Meditation.
  • Die Kampfkunst Taijiquan ist im Grunde eine Meditation.
  • Der Pianist, der jeden Morgen nach dem Aufstehen Bach’s „Wohltemperiertes Klavier“ spielt, meditiert.
  • Der buddhistische Mönch … den muss ich nicht erklären 🙂
  • Viele Menschen üben meditative Praktiken aus, ohne groß darüber nachzudenken. Der Unterschied ist, ob man es bewusst tut oder nicht.

Du siehst, Meditation ist Teil der menschlichen Kultur. Sie hat nichts mit spirituellem Woowoo oder Esoterik zu tun.

Als Teil der Morgenroutine, um Dich auf den kommenden Tag einzustimmen, eignet sich eine Meditation perfekt – viele Menschen machen das schon unterbewusst richtig.

Anmerkung: Bitte unterscheide zwischen Meditation zur Entspannung und Trance/Ektase, welche einem Ritus entspricht.

 

Was wird Meditation bei Dir bewirken?

Keine Angst, Du als Mensch, als Persönlichkeit, bleibst derselbe. Aber Deine Stresswahrnehmung und Deine alltägliche Einstellung, Dein Gemütszustand, Lebensfreude, wird sich sehr zum Positiven verändern.

Dazu ein kleines Schaubild:

Du sitzt an einer Autobahn, auf der viele Autos vorbeifahren. Es gibt kleine, schnelle Autos. Es gibt große, laute LKWs, die alles blockieren. Es gibt aber auch bunte, lustige Hippie-Camper, aus der Scott McKenzie’s San Francisco schallt.

Diese Autos sind Deine Gedanken. Sie alle fahren an Dir vorbei und buhlen um Deine Aufmerksamkeit. Und normalerweise rennst Du ihnen nach, lässt Dich von ihnen ablenken, und kommst nicht zur Ruhe, bist gestresst.

Durch Meditation verändert sich das Ganze:

Die Autos fahren vorbei und hupen und sind laut und bunt, aber Du sitzt nur da und beobachtest sie. Und lächelst. Du lässt Dich nicht groß von ihnen ablenken oder beeinflussen, und auf keinen Fall rennst Du ihnen nach. Wie entspannend, oder?

Das macht dann auch den großen Unterschied am Samstagnachmittag. Während alles um Dich herum hetzt und laut ist, bekommst Du das zwar mit, aber lässt Dich davon weder beeindrucken noch beeinflussen. Der Stress prallt von Dir ab wie ein Medizinball von einer Betonwand.

PS: Wie Du meditieren lernen kannst, erfährst Du hier (meditieren lernen).

 

Weitere Vorteile von Meditation

In einem Satz: Um ein gesünderes, glücklicheres und entspannteres Leben zu führen 🙂

Denn zwei wichtige Wirkungen des Meditierens sind: Es schüttet massiv Glückshormone aus und senkt gleichzeitig massiv Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin8-11. Und das sowohl mit sofortiger als auch mit nachhaltiger Wirkung. Deine ganze Stimmung/Lebenseinstellung wird sich ändern, wird entspannter sein. Nicht entspannter im Sinne von „1969 Hippie-Style mit Campingvan und Blumen im Haar“, sondern wirklich stressresistenter und … reifer.

Gesundheitlich hält Meditation ein paar entscheidende Vorteile bereit:

  • Es erhöht die Masse der weißen Substanz, Dein Gehirn wächst6 also 🙂
  • Der Blutdruck sinkt4,12
  • Der Cholesterinspiegel sinkt11
  • Gesteigerte Achtsamkeit – auch beim Essen – erleichtert Figurkontrolle, Gewichtsverlust und schnell abnehmen
  • Du kannst damit Deine Konzentration steigern
  • Gesunder Schlaf wird leichter umsetzbar

 

Was wird sich außerdem in Deinem Leben verändern ? Vgl. dazu8-11

  • Der Stresspegel sinkt nachhaltig7,13
  • Die Wahrnehmung mit allen fünf Sinnen nimmt zu
  • Beziehungen zu geliebten Menschen werden erfüllender9
  • Das Gedächtnis wird besser1-2
  • Du wirst zufriedener im Leben
  • Du wirst optimistischer
  • Du wirst empathischer, mitfühlender
  • Du wirst selbstbewusster
  • Du wirst dankbarer
  • Du wirst emotional kontrollierter

Alles Dinge, Fähigkeiten, Charaktereigenschaften, die Du gerne hättest, oder?

 

Was sich gleichzeitig verbessern wird:

  • Geistige Abwesenheit und Tagträumen (s. Zeit sparen)
  • Sozialangst (Angst vor Menschen oder Menschenansammlungen)
  • Depressionen5

Um alle Vor- und Nachteile kurz zusammenzufassen: Du wirst glücklicher und ausgeglichener. Umgänglicher.

Ist es nicht wert, dafür etwas zu opfern? Was, wenn ich Dir sage, dass Du mit nur 10 Minuten täglich genau diese Ziele erreichst? Klingt zu gut, um wahr zu sein, oder?

 

Eine kleine Aufgabe: Achtsamkeit

Nach diesen beeindruckenden Punkten bleibt nur noch eins: Action!

Bevor ich Dich also mit einigen einfachen, aber effektiven Meditationstechniken vertraut mache, habe ich eine kleine Aufgabe für Dich: Achtsamkeit. 10 Minuten täglich. Für die nächsten 7 Tage. Mehr nicht.

Bis dahin hast Du die Grundlagen in Sachen Meditation schon kennengelernt, etwas ausprobiert, und kannst Dich auf ein paar super spannende Techniken freuen, die ich Dir dann vorstellen werde.

Wie geht Achtsamkeit?

Du nimmst Dir 10 Minuten am Tag Zeit. Du gehst an einen Ort Deiner Wahl (Sofa, Parkbank, U-Bahn), und sitzt oder stehst dort still. 10 Minuten lang. Und dann konzentrierst Du Dich mit allen 5 Sinnen auf alle Eindrücke, die in diesem Moment auf Dich eindringen:

  • Was riechst Du um Dich herum? Sind da verschiedene Gerüche?
  • Was hörst Du? Wen hörst Du? Menschen, Tiere, den Wind?
  • Was fühlst Du? Spüre Deinen Atem, spüre Deine Füße auf dem Boden, die Kleidung auf Deiner Haut.
  • Was schmeckst Du? Ist Dein Mund trocken, feucht?
  • Was siehst Du? Was passiert um Dich herum? Achte auf jedes Detail.
  • Zusatz: Beobachte Deine Gedanken. Verdränge nervige, unnötige Gedanken, und konzentriere Dich auf das Hier und Jetzt.

Nimm Dir die Zeit und beobachte, was passiert. Wie sich Dein Gemütszustand dabei verändert, wie Stress und Müdigkeit abfallen. Versuche es wenigstens dreimal während der nächsten Woche.

Meditation geht einfach so – zwischendurch – eignet sich aber auch sehr gut als Teil einer Morgenroutine.

Wenn Du nach diesen drei Übungen, die Du wirklich konzentriert und unvoreingenommen absolviert hast, nichts Positives an Dir beobachten kannst, darfst Du Meditation als esoterischen Kram abtun.

Wenn Du aber merkst, was es bewirkt, wie sich Dein Gemütszustand wirklich verändert und Du Dich besser fühlst, dann genieße diese 10 Minuten, mache sie zu einem täglichen Ritual.

PS: Wie Du richtig meditieren lernen kannst, erfährst Du hier (meditieren lernen).

 

Fazit – Meditation verändert das Leben zum Guten

Meditation ist ein Begriff, der Achtsamkeits- und Bewusstseinsübungen zusammenfasst. Es ist seit jeher Teil der menschlichen Kultur – in allen Kulturen auf der Erde.

Meditation wird meist als Esoterik abgetan, kann aber in Wahrheit Dein Leben fundamental verbessern: Du wirst entspannter, ausgeglichener, reifer, stressresistenter, und in vielerlei Hinsicht auch gesünder.

Versuche diese Achtsamkeitsübungen und beobachte, wie sich das auf Dich auswirkt. Gib der Meditation eine Chance! Du wirst es nicht bereuen! Alles, was dazu nötig ist, sind 10 Minuten.

Wenn Dir das gefällt, erfährst Du hier (meditieren lernen), welch verschieden Arten von Meditation es gibt und wie Du sie ausprobieren kannst.

 

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Quellenverzeichnis
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