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Cholesterin senken – 18 natürliche Wege!

von Martin Auerswald, M.Sc.
Gemüse- und Obstherz auf Holztisch mit Stethoskop

Zuletzt aktualisiert am 18. Mai 2020 um 19:58

Millionen Deutsche nehmen täglich Cholesterinsenker (Statine) ein – dabei kannst Du auch mit völlig natürlichen und wissenschaftlich erwiesenen Methoden Dein Cholesterin senken. Ohne Nebenwirkungen, Langzeitrisiken und deutlich günstiger.

Nur bei 10-15 % aller Betroffenen ist der erhöhte Cholesterinspiegel genetisch bedingt, bei den meisten ist die Lebensführung der entscheidende Faktor. Das heißt, Du kannst mittels gesunder Lebensführung Dein Cholesterin senken.

Wenn über „Cholesterin“ geredet wird, ist die Summe des gesamten Cholesterins im Blut gemeint. Cholesterin liegt im Normalfall nicht frei im Blut vor, weil es nicht wasserlöslich ist und immer an die Transportproteine LDL, VLDL und HDL gebunden ist. „Cholesterin senken“ bezieht sich demnach auf den Gesamtcholesteringehalt und auf ein gesundes HDL/LDL-Gleichgewicht.

 

Cholesterin senken – Was ist Cholesterin?

Cholesterin ist ein fettlöslicher Stoff, der in seinem Grundaufbau einem Steroid entspricht. Tatsächlich ist Cholesterin der Ausgangsstoff für eine ganze Reihe von Steroidhormonen im Körper, über Vitamin D, Testosteron, Östrogen, Aldosteron bis hin zu Cortisol, einem Stresshormon. In gewissen Mengen ist Cholesterin ein lebenswichtiger Stoff und wird zum Aufbau von Hormonen sowie als Bausubstanz für jede Zelle im Körper benötigt.

Die Leber kann aus dem Baustein Acetyl-CoA Cholesterin selbst herstellen; Nahrungscholesterin ist dazu nicht zwingend notwendig. Nahrungscholesterin ist außerdem nicht so bedeutsam für den Gesamtcholesteringehalt des Körpers, wie bislang angenommen wurde: Der Körper entscheidet selbst, wie viel er aus der Nahrung aufnimmt.

Wichtig ist nicht, wie viele Eier Du isst, sondern, wie gesund Deine Ernährung und Deine Lebensführung sind – und inwiefern ein erhöhter Spiegel dadurch begünstigt wird oder nicht [6,11].

 

Als Baustein kommt Cholesterin in nahezu jeder Zelle des menschlichen Körpers vor. Es trägt dort zur sogenannten Membran-Fluidität bei. Das ist ein Maß dafür, wie fest oder beweglich die Zellmembran ist. Ein ideales Verhältnis aus Cholesterin, gesättigten und ungesättigten Fettsäuren ist entscheidend [10] und damit verbunden ein bestimmter Gehalt an Cholesterin. Nicht zu viel, nicht zu wenig.

Der Cholesteringehalt ist im zentralen Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) am höchsten. Das ist essenziell, weil Cholesterin und gesättigte Fette sehr stabil in der Zellmembran sind und sie durch ihre Sättigung vor freien Radikalen (ROS, oxidativer Stress) „schützen“. So wird eine lückenlose Weiterleitung elektrischer Impulse in den Nervenbahnen gewährleistet.

Studien legen sogar nahe, dass Menschen mit einem Cholesterinspiegel > 200 mg/dl eine höhere Intelligenz aufweisen als Menschen mit einem niedrigen Cholesterinspiegel < 160 mg/dl. Dies könnte ein Grund dafür sein.

 

Wie steigt Cholesterin?

Der entscheidende Schritt bei der Produktion von Cholesterin ist das Enzym HMG-CoA-Reduktase. Dieses Enzym wird durch Statine (Cholesterinsenker) blockiert.

Es gibt auch Faktoren, die die Aktivität dieses Enzyms positiv beeinflussen. So ist dieses Enzym nachts zwischen 0 und 3 Uhr am aktivsten und wird zudem durch Insulin stimuliert. Es könnte also sein, dass eine sehr kohlenhydratreiche Ernährungsform und Kohlenhydrate am Abend zu einem erhöhten Cholesterinspiegel beitragen.

Nahrungscholesterin ist zwar ebenso am Gesamtspiegel beteiligt, spielt jedoch eher eine untergeordnete Rolle. Ab einer täglichen Verzehrmenge von 4 Eiern scheint der Cholesterinspiegel signifikant zu steigen – diese Menge an Eiern wird allerdings nur von wenigen Menschen täglich konsumiert.

Weitere wichtige Quellen für Nahrungscholesterin sind Butter und Käse, hier ist zudem der Gehalt gesättigter Fettsäuren deutlich höher als in Eiern.

 

Gesättigte Fette und Cholesterin

Einige Studien legen einen Zusammenhang zwischen gesättigten Fetten und dem LDL-Cholesterin nahe. Bei Milchprodukten, Eiern [6] und rotem Fleisch wird das besonders häufig beobachtet. An dieser Stelle muss jedoch gesagt werden, dass es sich im Regelfall um Produkte aus Massentierhaltung handelt, die ein ungünstiges Verhältnis an Fettsäuren aufweisen (viele lange gesättigte Fette) sowie suboptimale Nebenprodukte wie Wachstumshormone, Antibiotika und Omega-6-Fettsäuren.

Die gesättigten Fette zu verteufeln, ist rein wissenschaftlich betrachtet nicht tragbar. Vielmehr ist es die Qualität der Ernährung und Lebensführung insgesamt sowie der Gehalt an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren [10,11], die ausschlaggebend sind, nicht nur die gesättigten Fette.

Burger mit Pommes neben Colagläsern auf Holztisch

Fastfood – Transfette, Zucker, wenig Nährstoffe. Hierdurch steigt das LDL-Cholesterin und die Neigung zu Entzündungen.

 

Entzündungen und Arteriosklerose

Ein erhöhter LDL-Cholesterinspiegel scheint der Risikofaktor für Arteriosklerose zu sein: Makrophagen (Fresszellen des Immunsystems) erkennen dabei oxidiertes Cholesterin, das sich von den LDL-Partikeln frei macht, starten eine Entzündungsreaktion und werden zu Schaumzellen. Diese setzen sich an den Gefäßwänden ab und führen zur Verengung der Gefäße [2,7].

Tatsächlich ist es nicht nur der LDL-Cholesteringehalt, der die Arteriosklerose begünstigt, sondern allgemein die Neigung zu Entzündungen im Körper. Also das Auftreten von reaktiven Sauerstoffspezies (ROS), die das Cholesterin oxidieren, wodurch es erst zur Bildung von Schaumzellen kommt. Ohne die Oxidation des Cholesterins werden die Makrophagen (genauer gesagt das NLRP3-Inflammasom) nicht aktiviert.

Es ist demnach empfehlenswert, sowohl eine Senkung des Cholesterinspiegels unter ein krankhaftes Niveau von 240 mg/dl anzupeilen, als auch Entzündungen zu bekämpfen.

 

LDL- und HDL-Cholesterin

Die folgenden Ratschläge zum Cholesterin senken zielen auf eine Reduktion des LDL-Cholesterins ab. Es gilt gemeinhin als Risikofaktor. Warum? Cholesterin aus LDL-Partikeln scheint um ein Vielfaches häufiger zu oxidieren als das HDL-Cholesterin.

Ein höherer HDL-Spiegel ist indes mit einer Reduktion des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden [4]. LDL-Cholesterin senken und gleichzeitig HDL-Cholesterin erhöhen – das ist das Ziel.

Blockblatt mit Erklärung des Unterschieds zwischen HDL und LDL

Einfache Faustregel: HDL ist das “gute” Cholesterin, LDL das “böse”.

 

Was bewirken Cholesterinsenker (Statine)?

Mithilfe dieser Klasse von Medikamenten wird jedes Jahr ein Umsatz von vielen Milliarden Euro weltweit erzielt. Levostatin, Atorvastatin und Co. sind Kassenschlager. Statine hemmen das Enzym HMG-CoA-Reduktase, ein Flaschenhals bei der körpereigenen Cholesterinproduktion.

Eine Meta-Analyse in “The Lancet” aus dem Jahr 2010 ergab, dass Statine das Risiko für Typ 2 Diabetes um 9 % erhöhen. Es empfiehlt sich also, auf natürliche Alternativen zurückzugreifen, statt auf die Chemiekeule. Denn auch natürliche Wege sind wissenschaftlich fundiert und bieten Dir darüber hinaus viele weitere gesundheitliche Vorteile.

 

Auf 18 wissenschaftlich erwiesenen Wegen das Cholesterin senken

Kommen wir nun zur Praxis. Die im Folgenden aufgelisteten Methoden lassen sich allesamt in den Alltag und in den Rahmen einer gesunden Lebensführung integrieren. Das Hauptziel: die Senkung des LDL-Cholesterins sowie die Bekämpfung von Entzündungen (automatisch):

 

1. Gewichtsverlust

Gewichtsverlust ist in den meisten Fällen mit einer Senkung des Cholesterinspiegels verbunden. Grund dafür ist eine mit dem Gewichtsverlust (s. schnell abnehmen) einhergehende Senkung der Blut-Triglyzeride und der LDL-Partikel.

2. Abends keine Kohlenhydrate

Wer abends keine Kohlenhydrate isst, bzw. weitaus weniger davon, könnte damit nachts die Aktivität der HMG-CoA-Reduktase ein wenig reduzieren. Damit könnte die Cholesterinproduktion des Körpers sinken.

3. Sport

Besonders Ausdauersport ist dafür bekannt, die Expression des Enzyms Lipoproteinlipase auf Muskelzellen zu erhöhen. Dank dieses Enzyms wird Cholesterin aus den LDL-Partikeln freigesetzt und von den Muskelzellen aufgenommen. Ausdauersport (Joggen, Schwimmen, Wandern) sowie regelmäßiger Kraft- und Ballsport (Tabata Training, Crossfit, Fitnessstudio, …) eignen sich dafür ideal.

4. Leber entfetten

Es wird häufig beobachtet, dass eine Leberverfettung zum Anstieg des Cholesterinspiegels führt. Der Leber fehlen sozusagen bestimmte Nährstoffe, um den Fettstoffwechsel (zu dem auch Cholesterin gehört) ordentlich zu regulieren. Cholin (3-4 g täglich) und Soja-Lezithin [19] kann dem entgegenwirken, ebenso wie Ausdauersport und …

5. Mehr Eiweiß

Eine Erhöhung des Eiweißkonsums aus gesunden Proteinquellen (Fleisch aus Bio-Haltung, Fisch, Nüsse, abgekochte Hülsenfrüchte) führt häufig zu einer aktiven Leber-Entlastung durch eine bessere Regulierung des Lipidstoffwechsels. Für Sportler und Nicht-Sportler sind 1,5 Gramm Protein pro Kilogramm eine gute Faustregel, im Fall einer Fettleber bis zu 2 g.

6. Bitterstoffe

Bitterstoffe begünstigen eine Erhöhung von Gallensäuren, die hauptsächlich aus Cholesterin bestehen [15]. In Kurkuma, Ingwer, Oliven und Olivenöl, Artischocken, grünem Gemüse, Beeren, Kräutern, Grüntee und Kaffee sind viele Bitterstoffe enthalten. Diese Nahrungsmittel können als Teil einer gesunden und nährstoffreichen Ernährung (s. Paleo Ernährung, Ayurveda, Clean Eating) vermehrt in den Alltag eingebaut werden.

7. Pilze und Heilpilze nutzen

Pilze enthalten viele α- und ß-Glucane, die eine Erhöhung der Gallenproduktion zur Folge haben. Außerdem sind in Pilzen natürliche Statine in geringer Dosierung enthalten, die ebenso beim Cholesterin senken helfen. Besonders die asiatischen Heilpilze Maitake und Shiitake sind diesbezüglich sehr effektiv [13,17].

8. Mehr Ballaststoffe

Lösliche Ballaststoffe aus Obst, Gemüse, Beeren, Haferflocken, Nüssen und Hülsenfrüchten erhöhen die Bildung von Gallensäuren und verhindern gleichzeitig deren Rückaufnahme in den Körper [3,5,14]. Und wieder führen alle Wege … zu einer gesunden Ernährung [11].

Dies gilt vor allem für lösliche Ballaststoffe, weniger für unlösliche aus Getreide und Samen.

9. Durchblutung steigern

Mithilfe einer verbesserten Durchblutung und eines geringeren Blutdrucks kann ebenfalls Cholesterin gesenkt werden. Wichtig dafür ist die Bildung des Enzyms eNOS sowie einige Nährstoffe, die für die Aktivität des Enzyms nötig sind: Nitrat (aus Spinat oder Roter Bete), Zink, B-Vitamine und Arginin/Citrullin (3-4 g täglich) sind besonders hervorzuheben.

10. Transfette meiden

Transfette aus der Nahrung hängen unmittelbar mit dem Cholesterinspiegel zusammen. Sowohl der Verzicht auf Fast Food, Fertignahrungsmittel, Chips als auch die Verwendung stabiler gesunder Fette zum Kochen und Braten (statt Rapsöl und Sonnenblumenöl) sind dafür das A und O.

11. Weniger Eier und gesättigte Fette

Es gibt Menschen, die astronomische Mengen Eier (täglich 6 Eier und mehr) essen. Wer dann einen erhöhten Cholesterinspiegel hat, braucht sich nicht zu wundern. Gleiches gilt für gesättigte Fette aus Milchprodukten und Fleisch aus Massentierhaltung. Was das betrifft wird empfohlen, auf Produkte aus artgerechter Haltung zurückzugreifen sowie den Konsum, sollte der zu hoch sein, insgesamt zu reduzieren.

Beachte bitte, dass 10-15 % der Bevölkerung eine Genetik aufweisen (ApoE4) [1], die dazu führt, dass auf gesättigte Fettsäuren im Übermaß mit einem krankhaften Anstieg des Blutcholesterins reagiert wird. Eine mediterrane Ernährung mit mehr weißem Fleisch, viel Fisch und Meeresfrüchten sowie ungesättigten Fetten aus Oliven und Olivenöl sollte Abhilfe schaffen.

12. Omega 3 Fettsäuren aus Fisch und Meeresfrüchten

Omega-3-Fettsäuren können den LDL-Cholesterinspiegel senken. In einer Dosierung von 3-4 Gramm täglich ähnlich stark wie so manches Statin [8]. Dazu benötigst Du täglich 100 g fettigen Fisch wie Lachs (s. Omega 3 Fettsäuren Lebensmittel) oder 200 g Meeresfrüchte.

Pflanzliche Omega-3-Fette aus Leinsamen und Chiasamen können ebenso Cholesterin senken [9], aber weniger effektiv als tierische. Solltest Du Schwierigkeiten haben, genug Omega 3 über Deine Ernährung aufzunehmen, kann eine hochwertige Nahrungsergänzung Sinn machen:

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13. Kalt duschen

Einige Untersuchungen legen nahe, dass kalte Duschen hormonelle Änderungen im Körper bewirken, die das Cholesterin senken können. Dahinter wird ein gesteigerter Energieverbrauch (s. Abnehmen ohne Diät), eine Erhöhung der Hormone fT3 und Testosteron sowie ein verringerter Triglyzeridspiegel im Blut vermutet.

14. Aktive Schilddrüse

Die Produktion von Gallensalzen und die Reduktion von Blutcholesterin ist auch von der Höhe des aktiven Schilddrüsenhormons fT3 abhängig. Ein Wert von > 3 pg/dl, besser > 3,5 pg/dl, sollte dabei angestrebt werden. Eine gut arbeitende Schilddrüse benötigt (falls keine Autoimmunerkrankung wie Hashimoto oder Morbus Basedow vorliegt) viele Nährstoffe (Jod, Selen, Vitamin A, B und D, Kupfer, Eisen, Mangan, Tyrosin) für die Herstellung von Schilddrüsenhormonen. Hinzu kommt eine geringe Entzündungsneigung (s. Entzündungshemmende Lebensmittel).

15. Filterkaffee

Kaffee ist an sich ein gesundes Getränk, sofern er in guter Qualität vorliegt. Eine bestimmte Zubereitungsart kann allerdings Cholesterin erhöhen, statt es zu senken: Im Falle ungefilterten Kaffees sind im Getränk pflanzliche Sterole enthalten, die die körpereigene Cholesterinproduktion ankurbeln können.

Mein Rat: Genieße Kaffee nur gefiltert. Die Bitterstoffe bleiben erhalten, sodass Kaffee Cholesterin senken kann.

16. Olivenöl

Kaum ein Öl scheint Cholesterin so effektiv zu senken wie Olivenöl. Als Öl zum Kochen und Braten sowie für kalte Speisen (gesunde Salate, Dressings, Marinaden) kann ich es Dir nur ans Herz legen. Leinöl eignet sich ebenso für die kalte Küche und die Senkung von Cholesterin.

17. Nüsse

Eine Handvoll Nüsse am Tag wirkt sich in vielerlei Hinsicht positiv auf Deine Gesundheit aus – besonders aber auf das Cholesterin. Durch die enthaltenen Ballaststoffe und ungesättigten Fettsäuren konnte schon häufig beobachtet werden, dass Nüsse Teil einer gesunden Ernährung sind [18].

18. Hülsenfrüchte

Zum Abschluss sollten auch Hülsenfrüchte erwähnt werden. Über Nacht eingeweicht und gut abgekocht bieten diese kleinen Power-Früchte nicht nur viele Nährstoffe, sondern auch Eiweiß und Ballaststoffe. In einer derart hohen Konzentration, dass sie zur Senkung des Cholesterins beitragen. Wichtig ist, die Hülsenfrüchte bekömmlich zu machen, weil sonst die Verdauung beeinträchtigt wird.

Meine Empfehlung: Hülsenfrüchte, stärkehaltiges Gemüse und Obst sollten die wichtigsten Kohlenhydrat-Quellen in Deiner Ernährung sein, weit vor Getreide und Zucker.

 

Das waren im Grunde die wichtigsten Punkte zum Cholesterin senken. Alles Dinge, die Teil einer gesunden Lebensführung sein können. Im Anschluss findest Du noch ein kleines „Protokoll“, kurz und bündig.

 

Was würde ich tun, wenn ich mein Cholesterin senken müsste?

So würde ich vorgehen, wenn ich einen krankhaft erhöhten Cholesterinspiegel > 240 mg/dl sowie erhöhte Entzündungswerte (hs-CRP, IL-1ß, IL-6, AP, Homocystein) hätte:

  1. Gewichtsverlust
  2. Reduktion von Kohlenhydraten am Abend
  3. Keine Mahlzeiten mehr nach 20 Uhr
  4. Intermittierendes Fasten
  5. Regelmäßiger Ausdauersport
  6. 3 g Cholin und 4 g Soja-Lezithin täglich zur Leberentfettung
  7. Erhöhung meines Proteinkonsums aus gesunden Proteinquellen auf 200 g täglich
  8. Erhöhung meines Konsums an löslichen Ballaststoffen
  9. Mehr Bitterstoffe über bestimmte Gewürze (Ingwer, Kurkuma), Grüntee, Filterkaffee, grünes Gemüse (Brokkoli), Beeren
  10. Täglich mit Ingwer und Knoblauch kochen
  11. Olivenöl als primäres Öl zum Kochen verwenden, Olivenöl und Leinöl für die kalte Küche
  12. Artischocken-Extrakt (sicher ist sicher)
  13. B-Vitamine und Zink durch Verzehr von Rinderleber und anderer Innereien
  14. Pflanzliche Nitrate über Spinat und Rote Beete
  15. Mehr Pilze essen, besonders Shiitake und Maitake, zur Not als Extrakt
  16. Vermeidung von Transfetten
  17. Kochen und Braten mit stabilen Fetten (Olivenöl, Kokosöl)
  18. Reduktion des Konsums gesättigter Fette, Orientierung an mediterraner Ernährung
  19. 3-mal wöchentlich Fisch und Meeresfrüchte
  20. Salate mit Leinsamen oder Chiasamen aufpeppen
  21. Tägliche kalte Dusche am Morgen
  22. Süßen mit Honig und Stevia, statt Zucker und Agavensiurp
Paleo Ernährung - Teller mit Gemüse

Eine natürliche, nährstoffreiche und gesunde Ernährung ist der Goldstandard für einen gesunden Cholesterinspiegel und zur Senkung von Cholesterin.

 

Hilfreiche Ergänzungen zum Cholesterin senken

Die meisten der oben genannten Punkte zum Cholesterin senken erreichst Du über eine gesunde und nährstoffreiche Ernährung sowie über eine gesunde Lebensführung. Sofern Du daran interessiert bist, möchte ich Dir hier noch drei Produktempfehlungen für Nahrungsergänzungen ans Herz legen.

 

Besonders die in Heilpilzen enthaltenen Stoffe (wie Statine und wertvolle Glucane) können Dich bei der Senkung Deines Cholesterinspiegels unterstützen. Womöglich fällt es Dir aber schwer, diese in Deinen Speiseplan zu integrieren. Daher möchte ich Dir folgendes hochdosierte Extrakt empfehlen:

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Um Deine Verdauung bestmöglich zu unterstützen, brauchst Du genug Ballaststoffe und eine gesunde Darmflora. Ergänzend zu einer ausgewogenen Ernährung, unterstützt Dich folgender Darmflora-Komplex in beiden Belangen:

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Wie bereits unter erläutert, trägt ein höherer Proteinkonsum zur aktiven Entlastung der Leber bei. Wer dies nicht oder nur schwer über seine Ernährung gewährleisten kann, sollte über die Nahrungsergänzung mit einem hochwertigen Proteinpulver nachdenken. Wir setzen auf das Whey-Protein-Isolat unseres Partners edubily:

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Fazit – Cholesterin natürlich senken

Heute hast Du viele nützliche Informationen erhalten, wie Du Dein Cholesterin senken kannst. Ich gebe hier keine ärztlichen Anweisungen und rate auch nicht dazu, eigenständig Medikamente abzusetzen. Aber ich möchte aufklären, was mit einer gesunden und natürlichen Lebensführung möglich ist und wie viel Du selbst in die Hand nehmen kannst.

Mit diesen natürlichen und wissenschaftlich gesicherten Methoden kannst Du Dein Cholesterin senken — auf ein gesundes Niveau. Gleichzeitig reduzierst Du die Entzündungsneigung im Körper. Beide Faktoren sind wichtig, wenn es darum geht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.

Welche Erfahrungen hast Du mit diesem Thema gesammelt? Würdest Du gerne etwas anmerken oder ergänzen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

Quellenverzeichnis
  1. de Chaves, E. P., & Narayanaswami, V. (2008). Apolipoprotein E and cholesterol in aging and disease in the brain. Future lipidology3(5), 505–530.
  2. Aviram, M., and K. Eias. “Dietary Olive Oil Reduces Low-Density Lipoprotein Uptake by Macrophages and Decreases the Susceptibility of the Lipoprotein to Undergo Lipid Peroxidation.” Ann Nutr Metab 37, no. 2 (1993): 75-84. https://dx.doi.org/10.1159/000177753.
  3. Brown, L., B. Rosner, W. W. Willett, and F. M. Sacks. “Cholesterol-Lowering Effects of Dietary Fiber: A Meta-Analysis.” Am J Clin Nutr 69, no. 1 (Jan 1999): 30-42. https://dx.doi.org/10.1093/ajcn/69.1.30.
  4. Cardoso, D. A., A. S. Moreira, G. M. de Oliveira, R. Raggio Luiz, and G. Rosa. “A Coconut Extra Virgin Oil-Rich Diet Increases Hdl Cholesterol and Decreases Waist Circumference and Body Mass in Coronary Artery Disease Patients.” Nutr Hosp 32, no. 5 (Nov 1 2015): 2144-52. https://dx.doi.org/10.3305/nh.2015.32.5.9642.
  5. Davy, Brenda M, Kevin P Davy, Richard C Ho, Stacy D Beske, Linda R Davrath, and Christopher L Melby. “High-Fiber Oat Cereal Compared with Wheat Cereal Consumption Favorably Alters Ldl-Cholesterol Subclass and Particle Numbers in Middle-Aged and Older Men.” Am J Clin Nutr 76, no. 2 (2002): 351-58. Accessed 5/16/2019. https://dx.doi.org/10.1093/ajcn/76.2.351.
  6. Fernandez, Maria Luz. “Dietary Cholesterol Provided by Eggs and Plasma Lipoproteins in Healthy Populations.” Current Opinion in Clinical Nutrition & Metabolic Care 9, no. 1 (2006): 8-12. https://dx.doi.org/10.1097/01.mco.0000171152.51034.bf.
  7. Gnanaguru, G., A. R. Choi, D. Amarnani, and P. A. D’Amore. “Oxidized Lipoprotein Uptake through the Cd36 Receptor Activates the Nlrp3 Inflammasome in Human Retinal Pigment Epithelial Cells.” Invest Ophthalmol Vis Sci 57, no. 11 (Sep 1 2016): 4704-12. https://dx.doi.org/10.1167/iovs.15-18663.
  8. Jacobson, T. A., S. B. Glickstein, J. D. Rowe, and P. N. Soni. “Effects of Eicosapentaenoic Acid and Docosahexaenoic Acid on Low-Density Lipoprotein Cholesterol and Other Lipids: A Review.” J Clin Lipidol 6, no. 1 (Jan-Feb 2012): 5-18. https://dx.doi.org/10.1016/j.jacl.2011.10.018.
  9. Kristensen, Mette, Morten G. Jensen, Julie Aarestrup, Kristina EN Petersen, Lise Søndergaard, Mette S. Mikkelsen, and Arne Astrup. “Flaxseed Dietary Fibers Lower Cholesterol and Increase Fecal Fat Excretion, but Magnitude of Effect Depend on Food Type.” journal article, Nutrition & Metabolism 9, no. 1 (February 03 2012): 8. https://dx.doi.org/10.1186/1743-7075-9-8.
  10. Müller, Hanne, Anja S. Lindman, Anne Lise Brantsæter, and Jan I. Pedersen. “The Serum Ldl/Hdl Cholesterol Ratio Is Influenced More Favorably by Exchanging Saturated with Unsaturated Fat Than by Reducing Saturated Fat in the Diet of Women.” J Nutr 133, no. 1 (2003): 78-83. Accessed 5/16/2019. https://dx.doi.org/10.1093/jn/133.1.78.
  11. Pastore, R. L., J. T. Brooks, and J. W. Carbone. “Paleolithic Nutrition Improves Plasma Lipid Concentrations of Hypercholesterolemic Adults to a Greater Extent Than Traditional Heart-Healthy Dietary Recommendations.” Nutr Res 35, no. 6 (Jun 2015): 474-9. https://dx.doi.org/10.1016/j.nutres.2015.05.002.
  12. Rosinger, Asher, Margaret D. Carroll, David Lacher, and Cynthia Ogden. “Trends in Total Cholesterol, Triglycerides, and Low-Density Lipoprotein in Us Adults, 1999-2014cholesteral, Triglycerides, and Low-Density Lipoproteinletters.” JAMA Cardiology 2, no. 3 (2017): 339-41. Accessed 5/16/2019. https://dx.doi.org/10.1001/jamacardio.2016.4396.
  13. Sugiyama, K., T. Akachi, and A. Yamakawa. “Hypocholesterolemic Action of Eritadenine Is Mediated by a Modification of Hepatic Phospholipid Metabolism in Rats.” J Nutr 125, no. 8 (Aug 1995): 2134-44. https://dx.doi.org/10.1093/jn/125.8.2134.
  14. van Bennekum, A. M., D. V. Nguyen, G. Schulthess, H. Hauser, and M. C. Phillips. “Mechanisms of Cholesterol-Lowering Effects of Dietary Insoluble Fibres: Relationships with Intestinal and Hepatic Cholesterol Parameters.” Br J Nutr 94, no. 3 (Sep 2005): 331-7.
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  16. Yaghoobi, N., N. Al-Waili, M. Ghayour-Mobarhan, S. M. Parizadeh, Z. Abasalti, Z. Yaghoobi, F. Yaghoobi, H. Esmaeili, S. M. Kazemi-Bajestani, R. Aghasizadeh, K. Y. Saloom, and G. A. Ferns. “Natural Honey and Cardiovascular Risk Factors; Effects on Blood Glucose, Cholesterol, Triacylglycerole, Crp, and Body Weight Compared with Sucrose.” ScientificWorldJournal 8 (Apr 20 2008): 463-9. https://dx.doi.org/10.1100/tsw.2008.64.
  17. Yang, H., I. Hwang, S. Kim, E. J. Hong, and E. B. Jeung. “Lentinus Edodes Promotes Fat Removal in Hypercholesterolemic Mice.” Exp Ther Med 6, no. 6 (Dec 2013): 1409-13. https://dx.doi.org/10.3892/etm.2013.1333.
  18. Yucesan, F. B., A. Orem, B. V. Kural, C. Orem, and I. Turan. “Hazelnut Consumption Decreases the Susceptibility of Ldl to Oxidation, Plasma Oxidized Ldl Level and Increases the Ratio of Large/Small Ldl in Normolipidemic Healthy Subjects.” Anadolu Kardiyol Derg 10, no. 1 (Feb 2010): 28-35.
  19. Brook, J.Gerald; Linn, Shai; Aviram, Michael (1986): „Dietary soya lecithin decreases plasma triglyceride levels and inhibits collagen- and ADP-induced platelet aggregation“. In: Biochemical Medicine and Metabolic Biology. 35 (1), S. 31-39, DOI: 10.1016/0885-4505(86)90055-1.

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2 Kommentare

Thilo 1. Mai 2020 - 5:06

Hallo Martin, ein wie immer interessanter und fundierter Artikel. Da auch ich mich mal mit dem Thema beschäftigen mußte , mein Arzt riet zur Einnahme- bin ich auf einen weiteren Teilaspekt gestoßen.
Wenn der Cholesterin Wert im Labor bestimmt wird, wird das so böse LDL gar nicht separat, wissenschaftlich gemessen, sondern der Gehalt wird anhand der sogenannten Friedewaldformel bestimmt in den einige andere Blutwerte einbezogen werden. (z.B. https://www.limbachgruppe.com/laborrechner/labor-rechner/friedewald-formel/). Die Formel ist erprobt und kann richtige Ergebnisse bringen, muß es aber nicht. Viel Ausdauersport, ein Körperfett armer Körperbau u.a. nehmen durchaus Einfluß auf den VLDL und Tryglidcerin Gehalt.
Desweiteren fand ich den Hinweis sehr wichtig, daß der Messwert alleine nicht viel aussagt über die gesundheitliche Gefahr eines erhöhten Spiegels, sondern daß nur im Zusammenspiel mit weiteren Risiken ( Rauchen, Drogenkonsum, Bewegungs-mangel, schlechter Schlaf, chronischer Stress u.a.) sich eine latente Gefahr ergibt.

Antworten
Martin Auerswald, M.Sc. 1. Mai 2020 - 10:27

Hallo Thilo,
Sehr gute Ergänzung, danke!

Antworten

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