Brauchen wir Nahrungsergänzungsmittel?

von Martin Auerswald, M.Sc.
Brauchen wir Nahrungsergänzungsmittel - Gabel mit Kapseln

Wenig scheint in der Gesundheitswelt so kontrovers zu sein, wie Nahrungsergänzungen. Doch brauchen wir Nahrungsergänzungsmittel? Lohnen sie sich oder nicht?

Ich schreibe gerade ein Buch über das Thema, welches im Herbst 2023 erscheinen wird. Wenn Dich das Thema interessiert, kannst Du Dich darauf freuen.

Im Querschnitt möchte ich in diesem Beitrag einen Einblick und eine Stellungnahme zum Thema geben.

 

Was sind Nahrungsergänzungsmittel?

Ein Nahrungsergänzungsmittel ist alles, was die Ernährung ergänzt und nicht die typische Form eines Nahrungsmittels hat. Wir sprechen also von Nähr- und Vitalstoffen, Konzentraten oder anderweitigen Mitteln, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken können, als Pulver, Kapseln, Tabletten, Dragees oder Flüssigkeiten.

 

Brauchen wir Nahrungsergänzungsmittel oder nicht?

Diese Frage klingt so simpel, aber hier steckt der Teufel im Detail, denn es ist immer auch eine politische und ökonomische Frage. Gleich dazu mehr.

Brauchen wir Nahrungsergänzungsmittel? Nein. Zum Überleben brauchen wir sie nicht.

Können wir von ihnen profitieren? Ja! Wir können mit ihnen Gesundheit und Lebensqualität sehr stark positiv beeinflussen.

Das wäre die Kurzfassung. Es geht darum, dem Körper etwas zu geben, von dem er profitieren kann.

Wirklich „brauchen“ im Sinne von „ohne können wir nicht leben“? Nein.

Doch das bedeutet nicht, dass Du nicht von Nahrungsergänzungen profitieren kannst.

 

Pauschale Aussagen helfen niemandem

Sowohl in der konventionellen Medizin als auch in „Ernährungsinstituten“ wie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liest man immer wieder pauschale Aussagen zu Nahrungsergänzungen, die mir die Haare zu Berge stehen lassen.

Dort finden sich Aussagen wie „ein wissenschaftlicher Nachweis für die Wirkung von Nahrungsergänzungen fehlt bislang“ oder „Nahrungsergänzungen sind mit Nebenwirkungen behaftet, können überdosiert und damit potentiell gefährlich werden“.

Nahrungsergänzungen – das kann alles Mögliche sein. Es ist ein komplexes Feld, das mit so einer pauschalen Aussage nicht gegriffen werden kann und somit schlichtweg falsch ist.

Das ist wie zu sagen:

  • Das Leben ist gefährlich, weil man mit einer 100 % Wahrscheinlichkeit stirbt
  • Autos sind gefährlich, denn auf Deutschlands‘ Straßen sterben jährlich 3000 Menschen
  • Eine gesunde Ernährung ist gefährlich, weil man kann sich auch mit gesunden Lebensmitteln über-essen
  • Medikamente sind gefährlich, denn wenn man zu viele davon ist, schadet man der Gesundheit

Du siehst, hier wird jeweils eine große Gruppe stark verallgemeinert und darauf eine falsche Aussage aufgebaut.

Zurück zu den Nahrungsergänzungen: Wir finden zu den wichtigsten Nährstoffen, Vitalstoffen und auch Extrakten zahlreiche wissenschaftliche Studien, die über mögliche Vorteile und Auswirkungen auf die Gesundheit aufklären.

Doch zu sagen, dass sie per se nichts bringen und es keine wissenschaftlichen Beweise gibt, ist falsch. Es gibt tausende wissenschaftliche Studien zu bestimmten Nahrungsergänzungen und ihren Einsatzgebieten.

Die wissenschaftliche Evidenz bei Nährstoffen & Co. ist erdrückend.

 

Nahrungsergänzungen sind Werkzeuge – Wir brauchen echte Aufklärung!

Ein Werkzeug kann in den richtigen Händen, die damit umzugehen wissen, wunderbare Dinge vollbringen. In den falschen Händen kann es Schaden anrichten.

So ist es mit Nahrungsergänzungen: Es bedarf besserer Aufklärung, sowohl in Gesundheitsberufen als auch in der Bevölkerung.

Denn: Nahrungsergänzungen sollten gezielt, mit Vorwissen, in der richtigen Qualität, der richtigen Menge und mit einem konkreten Ziel eingenommen werden. Dann sind sie wertvolle Werkzeuge.

Dazu sollten Gesundheitsberufe, aber auch die breite Bevölkerung besser aufgeklärt werden. Genau wie Sport oder gesunde Ernährung sind Nahrungsergänzungen etwas, das nicht nur der Arzt, sondern jeder selbst umsetzen können sollte, um damit seine Gesundheit positiv zu beeinflussen.

Wichtig
Wenn ich nicht weiß, was ein Hammer ist, wie ich ihn halte, wie ich mit ihm umgehe und was einen guten Hammer von einem Plastikhammer unterscheidet, dann werde ich mit diesem Hammer auch nicht umgehen können. Ich werde mir nur selbst wehtun.

So verhält es sich auch mit Nahrungsergänzungen. Anstatt aufzuklären, wird vielerorts nur gewarnt – auch wenn wir von ihnen profitieren könnten.

 

Glauben vs. Wissen

Für viele scheint Nahrungsergänzung mehr Glauben als Wissen zu sein. „Ich glaube nicht an Nahrungsergänzungen“, heißt es dann.

Natürlich können wir auf gut Glück verschiedene Produkte nehmen und hoffen, dass das irgendetwas bringt.

Doch wie im vorherigen Kapitel erklärt, sind sie Werkzeuge, die wir zielgerichtet einsetzen können, wenn wir wissen, wie.

Eine Tasse Kaffee am Morgen? Für die meisten Menschen ein tägliches Ritual. Wir wissen, was Kaffee ist, was er macht, worauf bei gutem Kaffee zu achten ist (hoffentlich) und, dass wir nicht zu viel davon trinken sollten. Und, dass er abends unseren Schlaf beeinträchtigen kann.

Brauchen wir Nahrungsergänzungsmittel

Messen – wissen – handeln!

Glauben ist gut, Messen ist besser

Die wichtigsten Nahrungsergänzungen sind Nährstoffe. Diese können im Blut bestimmt und eine Unterversorgung erkannt werden. Schaffen wir es nicht, diese Unterversorgung über die Ernährung zu beseitigen, kann eine Nahrungsergänzung Sinn machen.

Das ist echtes Wissen und hat nichts mit Glauben zu tun.

Fehlt in meinem Auto Motoröl, dann kann ich das messen. Ist zu wenig oder kein Motoröl vorhanden, fülle ich das Öl auf. Versichert mir mein Mechaniker, dass er nicht an „Motoröl-Mangel“ glaubt und dass das alles nichts bringt – dann würde ich ganz schnell den Mechaniker wechseln.

Denn ich kann ja selbst den Stand überprüfen. Ich warte nicht, bis kein Öl mehr enthalten ist (klinischer Mangel), weil dann ist der Motor bereits kaputt – ich fülle das Öl bereits auf, wenn es eng wird (subklinischer Mangel).

 

Ähnlich ist es mit Nährstoffen: Ich kann selbstständig beim Arzt, in einem Labor oder einem Heimtest die Untersuchung wichtiger Nährstoffe veranlassen, einen Mangel überprüfen und ihn allein oder in Absprache mit einem Therapeuten, beseitigen.

Superfoods auf einem Teller

Gesunde Lebensmittel (und sogenannte Superfoods) können als Pulver oder Extrakte eingenommen werden.

 

Was ist ein echter Mangel?

Häufig zu lesen: Deutschland ist kein Vitaminmangel-Land. Das ist ebenfalls kritisch zu sehen:

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In der konventionellen Medizin wird zwischen einer ausreichenden Versorgung, einer Unterversorgung, einem subklinischen Mangel und einem Mangel unterschieden:

  • Ausreichende Versorgung: Ein Nährstoff wird in einer ausreichenden Menge über die Ernährung aufgenommen. Zugrunde liegen dem die Referenzwerte. Das ist ein theoretisches Konstrukt, das nicht die tatsächliche Nährstoffversorgung im Körper widerspiegelt (dazu gleich mehr).
  • Unterversorgung: Ein Nährstoff wird unzureichend über die Ernährung aufgenommen. Hier kann eine Nahrungsergänzung Sinn machen.

Ausreichende und Unterversorgung sind theoretische Werte, die sich aus der täglichen Aufnahme berechnen lassen. Sie spiegeln nicht die tatsächliche Versorgung des Körpers wieder, diese kann nur bei einer Blutanalyse bestimmt werden.

Liegt der Blutwert nicht im Referenzbereich oder ist grenzwertig, unterscheiden wir noch einmal:

  • Subklinischer Mangel: Ein Nährstoff wird nicht ausreichend aufgenommen, es kommt aber nicht zu einer Mangelerkrankung wie z.B. Skorbut (Vitamin C) oder einem Kropf (Jod). Es kann aber zu unspezifischen Symptomen, wie z.B. Immunschwäche (Vitamin C) oder einer Schilddrüsenunterfunktion (Jod) kommen.
  • Klinischer (echter) Mangel: Ein Nährstoff wird nicht ausreichend aufgenommen und es kommt zu einer Mangelerkrankung. Diese kann schwerwiegende bis tödliche Folgen haben.

Das Problem: es wird in der konventionellen Medizin oder in Presseberichten der DGE nur von klinischem Mangel gesprochen. Dieser kommt sehr selten vor – subklinische Mängel mit entsprechenden Symptomen und Krankheitsbildern kommen hingegen sehr häufig vor, werden aber nicht einbezogen und nicht ernst genommen. Ein subklinischer Mangel ist bereits eine Unterversorgung und muss therapiert werden.

Wird hingegen behauptet, dass echte Mängel selten bis nie vorkommen, ist das schlichtweg falsch, da hier die subklinischen Mängel ignoriert werden, die jedoch den Großteil der Bevölkerung betreffen.

Liegt kein klinischer Mangel vor, wird automatisch von einer ausreichenden Versorgung ausgegangen. Das ist falsch und kann gefährlich sein – ein subklinischer Mangel ist bereits ein Mangelzustand.

Plus: Solange dies nicht im Blut überprüft und nur von einer Unterversorgung oder ausreichenden Versorgung ausgegangen wird, ist es nur Theorie.

Kommen wir nun zu den Referenzwerten für die tägliche Aufnahme von Nährstoffen – auch diese beinhalten Probleme:

Brauchen wir Nahrungsergänzungsmittel - junge Frau mit gesundem Gemüse und Packung Nahrungsergänzung

 

Das Problem mit den Referenzwerten

Für Nährstoffe gibt es Referenzwerte, an denen man sich bei Einnahmeempfehlungen (Ernährung und Nahrungsergänzungen) orientiert.

Bei den Referenzwerten handelt es sich um Mindestaufnahmemengen, die ein gesunder (!) Mensch täglich mindestens aufnehmen muss, um keine Mangelerkrankung zu entwickeln. Plus ein Puffer von 10-20 %, um „auf Nummer sicher zu gehen“.

Auch das beinhaltet Probleme:

  1. Es werden gesunde Menschen zugrunde gelegt. Die meisten Menschen (v.a. ab einem Alter von 50 Jahren) weisen aber chronische Erkrankungen auf und können nicht mehr als gesund bezeichnet werden.
  2. Auch Übergewicht, Stress, Medikamenten-Einnahme, Rauchen, Sport und andere Faktoren beeinflussen unseren Nährstoffbedarf. Ein Referenzwert für alle erscheint hier nicht logisch, er ist individuell.
  3. Die Mindestmenge, um keine Mangelerkrankung zu entwickeln, ist nicht dasselbe wie das Optimum (der optimale Bedarf unseres Körpers). Orientiert man sich an den Referenzwerten, sind die meisten Menschen nicht in einem klinischen Mangel, sondern in einem subklinischen Mangel – hier kann es zu unspezifischen Symptomen und Krankheitsbildern kommen, mit denen die meisten Menschen aber zu kämpfen haben.
  4. Ein Puffer von 10-20 % ist lächerlich vor dem Hintergrund, dass ein klinischer Vitamin C-Mangel tödlich sein kann (Skorbut). Eine optimale Versorgung ist weit davon entfernt.
  5. Sehen wir uns heute noch lebende Naturvölker an, fällt auf, dass die ein Vielfaches an Nährstoffen aufnehmen, als ein westlich lebender Mensch. Kommt es hier zu Überdosierungen und Nebenwirkungen? Nein, Zivilisationserkrankungen sind sogar gänzlich unbekannt bei Naturvölkern.
  6. Es wird davon ausgegangen, dass alles, was über den Referenzwert hinausgeht, bereits das Risiko einer Überdosierung birgt. Eine echte Überdosierung oder Überversorgung ist jedoch weit davon entfernt und sehr, sehr selten (s. Vitamin D-Überdosierung).

 

Warum eine gesunde Ernährung nicht ausreicht

Eine gesunde Ernährung ist nicht ausreichend, um den Körper mit allen Nährstoffen zu versorgen, die er benötigt. Unser Ziel ist, eine ausreichende Versorgung für alle Nährstoffe zu erreichen und keinen Mangel aufzuweisen.

Es wird gerne behauptet, „eine gesunde Ernährung reiche völlig aus“ – abgesehen davon, dass nur die wenigsten Menschen sich wirklich gesund ernähren, stimmt das nicht.

Jeder Mensch hat, egal wie gesund er/sie sich ernährt, Defizite. Diese Defizite zu erkennen und zu beseitigen, ist wichtig für wirkliche Gesundheit.

Die häufigsten Nährstoffdefizite, die wir in der Praxis beobachten:

Was mach nicht misst, kann nicht im Mangel vorliegen. Das wird von Ärzten gerne gemacht – das ist wie ein Kind, das sich die Augen zuhält und sich dann vorstellt, das Problem ist weg.

Solange nichts gemessen wird, kann kein Nährstoffdefizit vorliegen.

Messen wir nach, liegen erschreckend häufig (nahezu immer) Defizite vor.

Nahrungsergänzungsmittel auf einem Tisch

Eine gesunde Ernährung reicht nicht aus, ist aber dennoch wichtig.

 

5 Gründe, warum eine gesunde Ernährung nicht ausreicht

  1. Wir ernähren uns heute nicht mehr so natürlich wie unsere Vorfahren. Unsere Ernährung ist immer industrieller geprägt.
  2. Wir essen heute (als überwiegend sitzende Gesellschaft) nicht mehr so viel wie unsere Vorfahren (eine arbeitende Gesellschaft) und nehmen dadurch automatisch weniger Nährstoffe auf.
  3. Unsere Böden sind durch industrielle Landwirtschaft und sauren Regen immer mehr ausgelaugt und die Pflanzen, die darauf wachsen, weniger nährstoffreich.
  4. Unser Obst und Gemüse heute enthält bis zu 95 % weniger Nährstoffe (wie Eisen, Magnesium und Spurenelemente) als noch vor 100 Jahren.
  5. Durch Stress, Übergewicht, Medikamente, Umweltgifte und andere Faktoren kann unser Nährstoffbedarf deutlich höher sein, als die Referenzwerte greifen können.

 

Die DGE sagt, eine gesunde Ernährung reicht aus …

… außer bei diesen Fällen:

  • • Im Alter
  • In der Jugend
  •  In der Schwangerschaft
  • Bei Kinderwunsch
  • Bei Sport
  • Bei hohen beruflichen Belastungen
  • Bei häufigen Flügen
  • Bei Rauchern
  • Beim regelmäßigem Alkoholkonsum
  • Bei Krankheit
  • Bei Infektanfälligkeit
  • Bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme
  • Bei Antibiotikaeinnahme
  • Bei Chemo oder Strahlentherapie
  • Wenn weniger als 5 Portionen Gemüse am Tag gegessen werden

Auf der einen Seite pauschalisiert die DGE und sagt, sie bringen nichts – auf der anderen Seite geben sie zu, dass sie eigentlich bei jedem Menschen Sinn machen (seien wir ehrlich, auf fast jeden Menschen trifft mindestens einer dieser Punkte zu).

Aussagen und Empfehlungen der DGE über Nahrungsergänzungen sind also nicht immer ernst zu nehmen.

 

Das Ziel: Optimale Versorgung

Mit Vitalstoffen und Extrakten (z.B. das entzündungslindernde Curcumin oder Heilpilze), Probiotika und Ballaststoffen für Darm und Immunsystem oder einfach Proteinen und Kreatin für Sportler, können wir unseren Körper je nach Bedarf, gezielt unterstützen.

Das nötige Wissen kann sich jeder selbst aneignen, oder mit einem guten Therapeuten zusammenarbeiten. So können Nahrungsergänzungen vorteilhaft eingesetzt werden.

Das Ziel ist nicht nur, keinen klinischen oder subklinischen Mangel zu haben, sondern eine optimale Versorgung unseres Körpers mit Nährstoffen.

Eine optimale Versorgung sollte das Ziel sein. Auch dazu gibt es zahlreiche Studien. Ein Einblick:

  • Das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg hat errechnet, dass mit einer simplen Supplementierung von 1.000 IE Vitamin D täglich für alle Menschen ab 50, jährlich etwa 30.000 Krebstote (!) vermieden werden könnten.
  • Bei einem Omega 3-Index von > 7,2 % im Blut (im Vergleich zu einem Omega 3 Index von 4,0 %) sinkt das Risiko für plötzlichen Herztod (Schlaganfall, Herzinfarkt, …) um 90 % ! [Studie]
  • In der bekannten Framingham Heart Study kam heraus, dass Teilnehmer mit der höchsten Vitamin K2-Aufnahme ein um 57 % geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufweisen [Studie].
  • Bei einem Vitamin D-Wert von 50 ng/ml sinkt im Vergleich zu einem Blutwert von 30 ng/ml (nach konventionellem Maßstab „ausreichend“) das Brustkrebsrisiko um 50-65 %.

Das sind nur einzelne Beispiele. Wir sprechen hier nicht von Lappalien, sondern von großen Unterschieden zwischen einer schlechten und einer optimalen Versorgung.

Und genau da können Nahrungsergänzungen eine wichtige Rolle spielen.

 

Woran Du gute Nahrungsergänzungen erkennst

Abschließend noch einige Hinweise, woran Du gute Nahrungsergänzungen erkennst. Ich berate bereits seit einigen Jahren Hersteller im Nahrungsergänzungsbereich und weiß ganz gut, worauf zu achten ist und wie qualitativ schlechtere Hersteller erkannt werden können:

  1. Herstellung in Deutschland (oder zumindest Europa): Wichtig, da in Deutschland & EU die strengsten Gesetze zwecks Hygiene und Sicherheit gelten.
  2. Transparenz: Wer steht hinter den Produkten, eine namenlose Firma oder echte Menschen?
  3. Angemessener Preis: Nicht zu hoch, nicht zu niedrig. Angemessen.
  4. Angemessene Dosierung: Nicht zu hoch, nicht zu niedrig. Angemessen.
  5. Chemische Analysen: Was ist drin, wie viele Wirkstoffe?
  6. Schadstoffanalyse: Sind Schwermetalle, Mikroplastik oder andere ungünstige Inhaltsstoffe garantiert nicht drin?
  7. Frei von unnötigen Inhaltsstoffen: Keine Farbstoffe, Konservierungsstoffe, künstliche Aromen o.ä. (das schließt viele Apotheken-Produkte aus, da diese oftmals zahlreiche Zusatzstoffe enthalten)
  8. Hohe Bioverfügbarkeit: Liegen die Extrakte und Nährstoffe in einer guten Bioverfügbarkeit vor, die der Körper aufnehmen kann?
  9. Kundenservice: Kann ich dort bei Fragen oder Unsicherheit anrufen?
  10. Dunkle (Glas-)Verpackung: Sind die Inhalte vor Photo-Oxidation geschützt?

 

Fazit – Brauchen wir Nahrungsergänzungsmittel?

Nahrungsergänzungsmittel sind nicht lebensnotwendig, können aber Gesundheit und Lebensqualität entscheidend beeinflussen. Nährstoffdefizite können gezielt beseitigt werden.

Mit qualitativ guten und sinnvoll dosierten Nahrungsergänzungen kann jeder Einfluss auf die Gesundheit nehmen – ob allein oder zusammen mit einem Therapeuten.

Wichtig sind neben guter Qualität und Dosierung, gute Aufklärung – aktuell werden Nahrungsergänzungen zu Unrecht schlechter dargestellt als sie verdienen.

Das hat wahrscheinlich auch politische und wirtschaftliche Gründe, weil Nahrungsergänzungen im aktuellen Medizinsystem keine Rolle spielen und die meisten Mediziner im Studium nichts oder nur wenig über Nährstoffe lernen. Den Nährstoffen und Nahrungsergänzungen steht eine große Industrie gegenüber, welche aktuell das Medizinsystem dominiert.

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Eine gesunde Ernährung ist nicht ausreichend, um den Körper mit allem zu versorgen, was er benötigt.

Wer sich nicht gesund ernährt (und das auch nicht möchte), profitiert besonders von Nahrungsergänzungen, da diese Person höchstwahrscheinlich unter Nährstoffdefiziten leidet und wahrscheinlich auch von mehr Antioxidantien profitieren würde.

Was für Dich wichtig ist:

  • Informiere Dich selbst zu gesunder Ernährung und Nahrungsergänzung. Es ist Deine Gesundheit und Deine Verantwortung.
  • Wenn Du zu Nahrungsergänzungen greifst, achte auf Qualität und Dosierung. Die Inhalte und Empfehlungen hier bei SchnellEinfachGesund (oder in den Büchern von Dr. Simone Koch, Dr. Volker Schmiedel, Dr. Anne Fleck und Uwe gröber) helfen Dir dabei weiter.
  • Sprich Dich bei Unklarheiten mit einem guten Therapeuten ab, der Dir zur Seite steht.
  • Lass Dich nicht verunsichern, wenn mal wieder jemand gegen Nahrungsergänzungen hetzt oder Unsicherheit streut.
  • Erkenne und meide Produkte, die qualitativ schlecht oder einfach unsinnig sind und nur leere Werbeversprechen enthalten. (Tipp: Wir empfehlen hier nur Produkte, die Dir helfen).
  • Wenn Dein Arzt keine Ahnung von Nährstoffen und Nahrungsergänzungen hat, suche den Rat eines Ernährungs- oder Orthomolekularmediziners oder Nährstofftherapeuten auf.
  • Führe eine jährliche Blutanalyse durch und fülle die Nährstoffe, die im Defizit vorliegen, gezielt auf.

Wie hat Dir der heutige Beitrag gefallen? Möchtest Du gerne etwas ergänzen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

 

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4 Kommentare

Morpheus 22. September 2022 - 17:46

Danke Martin, wirklich ein sehr guter und meiner Meinung nach sehr ehrlicher Beitrag.

Antworten
Angeline 23. September 2022 - 12:36

Danke Martin, super Artikel und gute Argumente, wenn mir mal wieder jemand sagt, er ißt gesund! 🙂

Antworten
Jennifer 23. September 2022 - 14:36

Toller Artikel! Meine Hausärztin hat sich zwar mal in der Richtung eine Zeit lang damit beschäftigt, gab aber zu keine Ahnung zu haben.
Selbstverantwortung ist hier das Stichwort.
Liebe Grüße

Antworten
Maren 23. September 2022 - 16:38

Vielen Dank, Martin! Das ist genau die Zusammenfassung, nach der ich seit Jahren suche. Diese Differenzierung ist so wesentlich! Du hast es wieder mal auf den Punkt gebracht und darum ist euer Portal seit Jahren eine meiner wichtigsten Informationsquellen! Danke für eure Arbeit! liebe Grüße Maren

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