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Ernährung für eine gesunde Prostata

von Martin Auerswald, M.Sc.
Veröffentlicht: Zuletzt bearbeitet:
Aufgeschnittenes Rindersteak mit jungem Gemüse auf Schieferplatte

Jeder kennt die Prostata als typisches Männerproblem ab 40 – sie muss regelmäßig untersucht werden, um Prostatakrebs rechtzeitig zu erkennen. Ansonsten spielt sie im Alltag keine Rolle. Doch wusstest Du, dass die Ernährung Auswirkungen auf die Prostata hat? Richtig!

In jüngeren Jahren ist die Vorsteherdrüse kaum ein Thema. Bei falscher Ernährung kann sich das für die Prostata irgendwann rächen, wie Untersuchungen zeigten. So wird eine Prostatavergrößerung in den USA beispielsweise deutlich öfter diagnostiziert als im asiatischen Raum [1]. Was macht eine prostatagesunde Ernährung also aus und worauf musst Du achten? Das erfährst Du in diesem kurzen Beitrag.

 

Gibt es eine Ernährung für eine gesunde Prostata?

Die Ernährung hat einen signifikanten Einfluss – auch auf die Gesundheit der Prostata. Der Unterschied zwischen den USA und Asien könnte beispielsweise in der Ernährungsweise nicht größer sein.

Für Amerika typisch:

  • Viel Fleisch (besonders verarbeitet)
  • Verarbeitete Lebensmittel
  • Viel Weißmehl, wenig Reis und Hülsenfrüchte
  • Tierische Fette
  • Wenig Fisch und Meeresfrüchte
  • Wenig grünes und buntes Gemüse

In Asien auf den Tisch kommen dagegen:

  • Viel Gemüse und Früchte
  • Viele Pilze
  • Kaum oder nicht verarbeitete Lebensmittel
  • Weniger Fleisch, eher Fisch
  • Pflanzliche Fette

Auch in Europa lässt sich das Phänomen gut beobachten. Eine besonders prostatagesunde Ernährung ist hier die Mittelmeerküche mit viel Obst, Gemüse, Olivenöl und Fisch. Du merkst – es ist keine spezielle Prostata-Diät, sondern schlichtweg eine gesunde Ernährung, wie wir sie auf SchnellEinfachGesund beschreiben. Eine gesunde Ernährung wirkt sich auf nahezu alle Lebens- und Gesundheitsbereiche aus, auch auf die Prostata. Deshalb gehört diese Diät auch oft zu den Tipps zur Ernährung im Akutfall . Das ist zum Beispiel der Fall, wenn die Prostata entzündet ist.

Drei sehr gesunde Ernährungsformen, über die wir hier geschrieben haben und die sich sehr positiv auf die Prostata auswirken, sind die Paleo Ernährung, Clean Eating und Ayurveda. Doch auch bestimmte Lebensmittel können wir in den Fokus rücken, wenn es um die Prostata geht:

 

Fette im Fokus bei der Ernährung für die Prostata

Wenn Du Deinen Speiseplan unter die Lupe nimmst, sind bei der Ernährung in Hinblick auf die Prostata besonders gesunde Fette interessant. Negativ sind vor allem ein insgesamt zu hoher Konsum an Fetten aus Massentierhaltung – Eier, Milchprodukte, Fleisch. Es sind die gesättigten Fette, die hier in zu großer Zahl vorkommen und immer an Stresshormone, Antibiotika, Wachstumshormone und ungünstigen Omega-6-Fettsäuren gekoppelt sind. Dies ist ein sehr ungesunder Cocktail, der in einer gesunden Ernährung gemieden werden sollte. Das wirkt sich neben dem Hormonspiegel auch auf die Prostata aus. Ist der Anteil dieser Fette sehr hoch, steigt zudem das Risiko für Prostatakrebs.

Was Du stattdessen essen könntest? Viele gesunde Fette wie etwa:

Es ist also gar nicht schwer, die Ernährung auch für die Prostata umzustellen. Das bietet sich besonders an, wenn sich die Fälle für Prostatakrebs in der Familie mehren und Du vorbeugen möchtest. Eine gesunde Ernährung unterstützt Dich dabei.

 

Ballaststoffe für eine prostatagesunde Ernährung

Ballaststoffe wandern doch einfach nur durch den Darm und regen ihn an, oder? So einfach ist es nicht. Der Ballaststoffkonsum wirkt sich auch auf den Spiegel der männlichen Geschlechtshormone im Körper aus – und die haben einen ganz wesentlichen Anteil an der Gesundheit der Vorsteherdrüse. Eine ballaststoffreiche Ernährung ist also ein Plus für die Prostata [2]. Integriere folgende Lebensmittel in den Speiseplan:

  • Hülsenfrüchte (gekeimt und abgekocht)
  • Grünes Gemüse, wie Brokkoli und Spinat
  • Buntes Gemüse aus heimischem Anbau, wie Zwiebeln, Knoblauch, rote Beete
  • Nüsse und Samen aus heimischem Anbau
  • Frisches, saisonales Obst und Beeren täglich

Wenn Du also die Fraktion „Fleisch ist mein Gemüse“ bist, könntest Du diese Ernährung zum Wohle Deiner Prostata noch einmal überdenken.

 

Phytoöstrogene – Pflanzenhormone für die Prostata

Phytoöstrogene? Waren das nicht weibliche Geschlechtshormone? Genau! Die helfen vor allem dann, wenn sich der körpereigene Hormonhaushalt durch eine verminderte Testosteronproduktion zugunsten des Östrogens im männlichen Organismus verschiebt. Wer dann mit der Ernährung für seine Prostata pflanzliche Östrogene zu sich nimmt, hemmt damit die Aktivität des körpereigenen Östrogens. Interessant für jeden Mann. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Prostata klinisch relevant vergrößert, sinkt mit diesen Stoffen [3]. Das ist wichtig, wenn Deine Prostata bereits vergrößert ist.

Phytoöstrogene finden sich unter anderem in:

  • Sojabohnen und -produkten
  • Kichererbsen
  • Leinsamen
  • Keime und Sprossen
  • Vollkorngetreide
  • Grüner Tee

Übrigens: Auch wer sein Bierchen ab und zu gegen einen guten Wein ersetzt, tut etwas für eine prostatagesunde Ernährung.

 

Fazit: Gesunde Ernährung für die Prostata

Eine gesunde Ernährung muss nicht schwer sein und schmeckt! Schau Dich doch mal in der Mittelmeerküche um oder – wenn Du diese bevorzugst – in der asiatischen Kochkunst. Beide setzen auf die zentralen Punkte in der Ernährung, die auch der Prostata gut tun: wenig, aber dafür hochwertiges Fett, mit vielen ungesättigten Fettsäuren, reichlich Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte für die passende Ballaststoffration, Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien.

Probleme bei der Umsetzung einer gesunden Ernährung? Hier findest Du Lösungen für die größten Hürden bei der Paleo Ernährung.

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