Rosenwurz (Rhodiola rosea) ist ein Kraut, das als starkes Adaptogen bekannt ist. Es wird auch als „goldene Wurzel“ bezeichnet und für seine konzentrationsfördernden, ausgleichenden und stoffwechselfördernden Eigenschaften geschätzt.
Adaptogene sind Pflanzen und Heilpilze, die dem Körper helfen, besser mit Stress und den Belastungen des Alltags umzugehen. Rosenwurz gehört dabei zu den wirksamsten Vertretern – vor allem aufgrund seiner Inhaltsstoffe Rosavin und Salidrosid, die unter anderem mit einer Senkung des Stresshormons Cortisol in Verbindung gebracht werden.
In diesem Beitrag erfährst Du alles Wichtige, was Du über Rhodiola wissen musst.
Was ist Rosenwurz (rhodiola rosea)?
Rosenwurz, lateinisch Rhodiola rosea, ist ein stresssenkendes Adaptogen, das auch als Arktische Wurzel oder Königskrone bezeichnet wird.
Es wird seit Jahrhunderten in verschiedenen Kulturen genutzt, besonders in Nordeuropa, Asien und Russland. Auch in der traditionellen chinesischen Medizin findet es Anwendung [1]. Historisch wurde es unter anderem eingesetzt, um körperliche und mentale Leistungsfähigkeit zu steigern und Belastungen – etwa durch Kälte, Höhe oder Stress – besser zu bewältigen.
Als Adaptogen gilt Rhodiola in üblichen Dosierungen als gut verträglich, nebenwirkungsarm und wissenschaftlich vergleichsweise gut untersucht. Es unterstützt den Körper auf mehreren Ebenen:
- Es fördert die körperliche und geistige Energie
- Es hilft, die negativen Auswirkungen von Stress zu reduzieren
- Es unterstützt die Hormonachsen (z. B. Gehirn, Nebenniere, Schilddrüse)
- Es trägt dazu bei, die Stressresistenz des Körpers zu erhöhen
Die enthaltenen Wirkstoffe scheinen laut Studien unter anderem auf körpereigene Botenstoffe wie beta-Endorphine und Opioid-Neuropeptide zu wirken. Dadurch kann die innere Balance gestärkt und die Stresswahrnehmung verbessert werden. Unter den vielen beschriebenen Vorteilen stechen besonders vier hervor [2]:
- Senkung des Stresshormons Cortisol
- Unterstützung von Konzentration, Gehirnfunktion und Stimmung
- Förderung der Fettverbrennung und Unterstützung beim Gewichtsverlust
- Steigerung der mentalen und körperlichen Energie bei gleichzeitiger Reduktion von Müdigkeit
Von den über 40 bekannten Inhaltsstoffen sind vor allem Rosavin und Salidrosid gut untersucht. Rosavin ist dabei nahezu ausschließlich in Rhodiola rosea zu finden, während Salidrosid auch in verwandten Arten vorkommt.
Für die adaptogene Wirkung scheint entscheidend zu sein, dass beide Stoffe gemeinsam vorliegen – idealerweise in einem Verhältnis von etwa 3:1 [3].

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Fünf einzigartige Vorteile von Rosenwurz
Im Folgenden stelle ich Dir fünf Vorteile von Rosenwurz vor, was Du konkret davon erwarten kannst und welche wissenschaftlichen Erkenntnisse es dazu gibt.
Die wichtigsten Punkte haben wir Dir außerdem in diesem 5-minütigen Kurzvideo zusammengefasst – abonniere gerne unseren YouTube-Kanal für mehr solcher Inhalte.
Senkt den Cortisolspiegel
Chronischer Stress ist eine der maßgeblichen Ursachen für Müdigkeit und viele chronische Erkrankungen. Stress sollte idealerweise nur kurzfristig auftreten – nicht dauerhaft. Heute erleben wir jedoch häufig chronischen Stress, der unseren Körper langfristig aus dem Gleichgewicht bringt. Auch Übergewicht, psychische Erkrankungen und ein geschwächtes Immunsystem können die Folge sein.
Ein erhöhter Cortisolspiegel kann daher mit zahlreichen Problemen einhergehen. Umso wichtiger ist es, einen dauerhaft erhöhten Spiegel wieder auf ein gesundes Maß zu regulieren.
Adaptogene wie Ashwagandha und Rosenwurz können dabei helfen, einen erhöhten Cortisolspiegel zu senken und die negativen Auswirkungen von Stress zu reduzieren. Das wurde in Studien mehrfach gezeigt – entsprechend zählt die Unterstützung im Umgang mit Stress zu den wichtigsten Anwendungsbereichen.
Wichtig ist dabei zu verstehen: Auch unsere Anpassungsfähigkeit an Stress kann sich verbessern. Stress ist nicht per se schlecht – zunächst ist er ein Reiz, den unser Körper als potenzielle Gefahr bewertet. Es spielt also auch unsere Wahrnehmung eine Rolle.
Rosenwurz kann dabei unterstützen, diese Bewertung zu verändern und so die Stressresistenz zu stärken.
Fördert Konzentration und Fokus und lindert Depressionen
Eine tolle Eigenschaft von Rhodiola ist, dass es unsere kognitiven Funktionen stärkt. Es verbessert Konzentration und Fokus auf der einen Seite und kann gleichzeitig depressive Symptome lindern.
Es scheint die Sensitivität unserer Nervenzellen (Neuronen) für die Neurotransmitter Serotonin und Dopamin zu erhöhen [4]. Das kann zu besserer Stimmung, innerer Zufriedenheit, mehr Optimismus und gesteigertem Antrieb führen.
Wer Antidepressiva einnimmt, kann mithilfe von Adaptogenen unter Umständen sogar die Dosierung reduzieren (bitte nur in Absprache mit dem Arzt).
Außerdem kann Rhodiola oxidativen Stress und Entzündungen im Gehirn lindern und dadurch den Stoffwechsel in unserem Denkorgan verbessern. In Tierstudien [4] konnte gezeigt werden, dass Rhodiola geschädigte Neuronen im Hippocampus – einer Gehirnregion, die eng mit Emotionen und Gedächtnis verknüpft ist – positiv beeinflussen kann.
In einer klinischen Studie [5] mit 150 Menschen mit Depressionen zeigte sich ein deutlicher Effekt: Die Teilnehmer nahmen einen Monat lang Rhodiola ein. Am Ende berichteten rund zwei Drittel über ein vollständiges Abklingen der Symptome, auch Müdigkeit war deutlich reduziert.
Auch bei Angstzuständen kann Rhodiola unterstützen: In einer Studie [6] erhielten Teilnehmer über 14 Tage täglich 400 mg Rhodiola. Anschließend zeigten sich signifikante Verbesserungen der Stimmung sowie eine Reduktion von Stress, Angst, Wut, Verwirrtheit und depressiven Symptomen.
Rosenwurz ist damit ein natürliches Mittel zur Unterstützung unseres Nervensystems, das zunehmend in den Fokus rückt. In Kombination mit Ashwagandha scheint es besonders wirksam zu sein.
Die gleichen Mechanismen, die bei Beschwerden helfen, können auch bei gesunden Menschen die kognitive Leistungsfähigkeit unterstützen: Rosenwurz kann die Konzentration fördern und dabei helfen, auch anstrengende Tage mit viel Stress leistungsfähig zu bewältigen.

Unterstützt Gewichtsverlust und Fettverbrennung
Von den vielen Vorteilen von Rhodiola ist der Einfluss auf Stoffwechsel und Fettverbrennung besonders interessant. Es kann den Körper dabei unterstützen, gespeichertes Fett besser als Energiequelle zu nutzen.
Das ist vor allem für Menschen relevant, die abnehmen möchten, aber eine eingeschränkte metabolische Flexibilität haben. In diesem Fall fällt es dem Körper schwer, zwischen Kohlenhydrat- und Fettverbrennung zu wechseln.
Rosenwurz kann diese Flexibilität unterstützen und dazu beitragen, dass gespeichertes Fett – insbesondere im Bauchbereich – leichter mobilisiert wird. Genauer gesagt: Es kann die Verbrennung von abdominalem und viszeralem Fett fördern.
Der Wirkstoff Rosavin scheint dabei eine wichtige Rolle zu spielen, unter anderem über die Beeinflussung der hormon-sensitiven Lipase, die an der Fettfreisetzung beteiligt ist. Zusätzlich kann ein gesenkter Cortisolspiegel dazu beitragen, Heißhunger zu reduzieren.
Studien deuten darauf hin, dass Rosenwurz-Extrakt in Kombination mit moderater Bewegung eine sinnvolle Unterstützung beim Abnehmen sein kann [7].
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Erhöht die mentale und körperliche Energie
Mehr Energie – das wünschen wir uns doch eigentlich alle, oder? Energie ist das, was uns lebendig und aktiv fühlen lässt. Was uns morgens aus dem Bett springen und den Tag motiviert beginnen lässt.
Rosenwurz scheint genau das zu unterstützen und kann auf verschiedene Weise unsere Energie fördern.
Es kann die Bildung roter Blutkörperchen fördern und damit den Sauerstoff- und Nährstofftransport im Körper verbessern [7]. Diese Wirkung wird unter anderem über die Stimulierung des Botenstoffs EPO vermittelt, der in den Nieren gebildet wird.
Außerdem kann Rosenwurz oxidativen Stress im Körper lindern, indem es freie Sauerstoffradikale neutralisiert. Das schützt unsere Zellen vor Schäden und vorzeitiger Alterung und kann chronische Entzündungen reduzieren.
Auf diese Weise wirkt Rhodiola unterstützend und vorbeugend bei vielen chronischen und entzündlichen Prozessen – und steigert gleichzeitig die Energie. Denn oxidativer Stress und Entzündungen zählen zu den wichtigsten zellulären Faktoren, die unsere Energieproduktion beeinträchtigen.
Das zeigen auch Studien [8], in denen Leistungssportler zusätzlich zu intensiven Trainingseinheiten Rosenwurz-Extrakt einnahmen. Dabei wurden Verbesserungen in Trainingsleistung, Ausdauer und Regeneration beobachtet.
In Tierstudien konnte sogar gezeigt werden, dass Versuchstiere bis zur Erschöpfung bis zu 25 % länger schwimmen konnten [9]. Als möglicher Mechanismus wird unter anderem eine gesteigerte Bildung von ATP – also zellulärer Energie – diskutiert.
Wahrscheinlich unterstützt das Adaptogen auch die Funktion unserer zellulären „Kraftwerke“, der Mitochondrien.
Lindert körperliche und mentale Müdigkeit
Müdigkeit ist eine der größten Einschränkungen für Gesundheit und Lebensqualität.
Die Ursachen für Müdigkeit – wie chronische Entzündungen, Nährstoffdefizite, Bewegungsmangel, Stress, Schlafprobleme und Übergewicht – werden immer häufiger. Entsprechend sind auch immer mehr Menschen von chronischer Müdigkeit betroffen.
Rosenwurz kann hier unterstützen, indem es sowohl körperliche als auch mentale Müdigkeit lindert. Es fördert nicht nur die Bildung von zellulärer Energie (ATP), sondern wirkt auch auf zentrale Ursachen chronischer Müdigkeit:
Rhodiola wirkt ausgleichend und kann die Entspannung fördern, was sich positiv auf den Schlaf auswirken kann. Gleichzeitig hilft es, Stress zu reduzieren.
Zudem unterstützt es die Hormonachsen und damit die Bildung von Hormonen aus Nebenniere, Schilddrüse und Geschlechtsorganen (z. B. Testosteron). Diese Hormone tragen wesentlich zu unserem Antrieb und Energielevel bei.
Studien zeigen außerdem [1], dass die Auswirkungen von Schlafmangel oder Schlafproblemen durch Rhodiola rosea gemildert werden können.
Rosenwurz – Dosierung und Einnahme
Was musst Du über die Dosierung und Einnahme von Rosenwurz wissen? Wie solltest Du es einnehmen – und wann?
Hier einige unserer Empfehlungen:
Rosenwurz-Extrakt wird als Nahrungsergänzungsmittel meist in Kapselform eingenommen. Ein gutes Produkt enthält beide Wirkstoffe, Rosavin und Salidrosid, in sinnvollen Dosierungen.
Eine gängige Dosierung liegt bei 250–750 mg täglich, aufgeteilt in 1–2 Dosen. In Studien zu Depressionen, Angstzuständen und Müdigkeit wurden auch Dosierungen bis zu 1500 mg täglich eingesetzt. Bereits bei 50–300 mg täglich können jedoch erste Effekte spürbar sein.
Bitte sprich mit Deinem Arzt, bevor Du Dosierungen von mehr als 750 mg täglich einnimmst.
Zur Unterstützung von Gewichtsverlust und Abnehmen werden häufig Bitterstoffe empfohlen, z. B. Bittertropfen, Cordyceps oder Bitterorangen-Extrakt. Auch die Kombination aus Ashwagandha und Rosenwurz hat sich in diesem Zusammenhang bewährt (hierzu haben wir auch eine Produktempfehlung).
Die Einnahme empfiehlt sich etwa 15 Minuten vor einer Mahlzeit. So können die Wirkstoffe besonders gut vom Körper aufgenommen werden.
In der traditionellen chinesischen Medizin und im Ayurveda wird Rosenwurz häufig mit wärmenden Kräutern und Gewürzen kombiniert, z. B. Ingwer, Kurkuma oder Pfeffer, sowie mit gesunden Fetten zur besseren Aufnahme. Auch Heilpilze wie Reishi und Cordyceps sind sinnvolle Ergänzungen.

Die Wurzel – aus ihrem Pulver wird der Extrakt hergestellt.
Rosenwurz – mögliche Nebenwirkungen
Nebenwirkungen und ungewünschte Effekte sind bei Rhodiola Rosea selten. In Studien treten diese am häufigsten auf, und zwar wenn zu hoch dosiert wurde. Die Einnahme mit anderen Adaptogenen in einer normalen Dosierung führt sehr selten zu Nebenwirkungen.
Diese können einen trockenen Mund und vorübergehenden Schwindel umfassen. Falls Du betroffen bist, senke bitte Deine Dosis oder pausierte die Einnahme.
Rosenwurz und Ashwagandha – ein Dreamteam!
Sie haben ähnliche Wirkungen, ergänzen sich jedoch sehr gut und können sich sogar leicht gegenseitig verstärken.
Wer seinen Stoffwechsel fördern oder vielleicht sogar abnehmen möchte, kann mit dieser Kombination die Effektivität steigern und damit auch den Erfolg verbessern.
Erfahrungsgemäß wirkt Ashwagandha bei Männern oft etwas stärker, während Rosenwurz bei Frauen besser anspricht. Allerdings spielen auch Ernährung, Lebensstil und das individuelle Stressempfinden eine wichtige Rolle.
Durch die Kombination beider Adaptogene lässt sich häufig eine stärkere Wirkung und eine ausgeprägtere innere Balance erreichen, als mit den einzelnen Substanzen allein.
Daher umfasst unsere Produktempfehlung ein Präparat, das beide Kräuter kombiniert.
Qualität ist entscheidend
Die Qualität von Extrakten ist entscheidend – schließlich möchtest Du Deinem Körper etwas Gutes tun, möglichst viele Vorteile nutzen und gleichzeitig unerwünschte Nebenwirkungen oder Schadstoffe vermeiden.
Bei vielen Billiganbietern oder nicht geprüften Produkten kann es zu teils erhöhten Mengen an Schwermetallen und anderen unerwünschten Stoffen kommen.
Wir empfehlen daher, auf einen namhaften Anbieter mit hochwertigen, geprüften Produkten zu setzen.
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Fazit
Rosenwurz ist eines der stärksten Adaptogene und fördert – ähnlich wie Ashwagandha – die innere Ausgeglichenheit. Es kann helfen, Stress zu lindern, zu entspannen, den Schlaf zu unterstützen sowie Stoffwechsel und Fettverbrennung zu fördern und den Cortisolspiegel zu senken. Auch das Immunsystem kann davon profitieren.
Sowohl die mentale als auch die körperliche Energie und Leistungsfähigkeit können durch Rhodiola rosea unterstützt werden. Du siehst also, warum dieses Adaptogen zunehmend an Aufmerksamkeit gewinnt – und warum wir es empfehlen.
Das Kraut gilt als gut verträglich, Nebenwirkungen sind selten. Übliche Dosierungen liegen bei 250–750 mg täglich, idealerweise mit einem standardisierten Gehalt an Rosavin und Salidrosid.
Wie ist Deine Meinung oder Deine Erfahrung mit Rosenwurz? Möchtest Du etwas ergänzen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!
- https://www.nccih.nih.gov/health/rhodiola
- Ishaque S, Shamseer L, Bukutu C, Vohra S. Rhodiola rosea for physical and mental fatigue: a systematic review. BMC Complement Altern Med. 2012;12:70. Published 2012 May 29. doi:10.1186/1472-6882-12-70
- Perfumi M, Mattioli L. Adaptogenic and central nervous system effects of single doses of 3% rosavin and 1% salidroside Rhodiola rosea L. extract in mice. Phytother Res. 2007 Jan;21(1):37-43. doi: 10.1002/ptr.2013. PMID: 17072830.
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