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Schnelle Tipps für den Umgang mit chronischen Schmerzen im Alltag

von Martin Auerswald, M.Sc.
Veröffentlicht: Zuletzt bearbeitet:
Mann hält sich das bandagierte Kniegelenk

Schmerzen haben eigentlich eine wichtige Überlebensfunktion. Sie signalisieren, dass es am oder im Körper eine Verletzung oder Erkrankung gibt. Sie halten uns dazu an, so schnell wie möglich Gegenmaßnahmen zu ergreifen, also beispielsweise zum Arzt zu gehen und eine Behandlung zu beginnen. Aber was tun, wenn sich das Problem nicht so leicht beheben lässt und die Schmerzen im Alltag zur Belastung werden? Hier zeige ich Dir einige schnelle Methoden, mit denen Du Dir dennoch die Lebensfreude erhalten kannst.

 

Ein Schmerztagebuch hilft bei der Ursachensuche

Das Schmerztagebuch wird sehr unterschätzt.

Häufig kennen wir die Ursachen für unsere Schmerzen selbst, wenn es sich zum Beispiel um Verletzungen nach einem Sturz handelt oder um Nackenverspannungen nach einem stressigen Tag im Büro. Aber nicht immer lässt sich der Auslöser so leicht bestimmen.

Kopfschmerzen, die zu den häufigsten Schmerzen im Alltag gehören, können beispielsweise die Folge einer verschleppten Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis) sein, aber auch auf Mangelerscheinungen hindeuten oder psychosomatisch bedingt sein. Um festzustellen, welche Hilfe bei Schmerzen am Kopf  tatsächlich Aussichten auf eine Verbesserung hat, bietet sich die Führung eines Schmerztagebuchs an. Darin wird möglichst detailliert erfasst, wann und nach welchen Aktivitäten Schmerzen auftreten, wie stark diese sind und wie die allgemeine Gemütsverfassung ist. Manchmal lassen sich hier unvermutete Zusammenhänge aufdecken, ein erster Schritt, um das Problem bei der Wurzel zu packen. Das gilt natürlich auch für Schmerzen in anderen Körperregionen.

 

Meditation hilft bei der Stressbewältigung

Meditation, autogenes Training, Qi Gong, Musik und andere Maßnahmen zur aktiven Stressreduktion helfen, mit dem Schmerz umzugehen. Sie zielen auf die psychische Komponente ab – den Schmerz als Signalgeber wahrzunehmen, aber nicht mehr. Diese Methoden programmieren das Unterbewusstsein so um, dass Schmerz nicht mehr die Chance hat, sich zu entfalten. Doch sie wirken längerfristig, nicht sofort wie eine Aspirin-Tablette. Du musst ihnen ein wenig Zeit geben, Dein Unterbewusstsein zu verändern. Fange noch heute an und probiere es für einen Monat – einen Einstieg erfährst Du hier: meditieren lernen.

 

Schmerzen im Alltag lassen sich nicht totschweigen

Viele Menschen tun sich schwer damit, über Schmerzen offen zu sprechen. Wird es doch in unserer Gesellschaft häufig als Schwäche ausgelegt. Frei zugängliche Schmerzmittel bieten eine schnelle und unkomplizierte Möglichkeit, die Symptome zu lindern. Aber Vorsicht! Für eine dauerhafte Einnahme bei häufig wiederkehrenden Schmerzen sind die meisten Arzneien nicht geeignet, auch nicht Aspirin, Ibuprofen und Paracetamol.

Schon gar nicht ohne vorherige ärztliche Abklärung, denn viele Medikamente haben unerfreuliche Nebenwirkungen, die sich bei übermäßiger Verwendung gesundheitsschädigend auswirken können. Sprich also offen mit Deinem Arzt über Deine Schmerzen und wie sich Dich im Alltag beeinträchtigen. Nur so kann er Dir eine geeignete Schmerztherapie empfehlen.

Auch Deinem Partner oder Deiner Partnerin und engen Freunden solltest Du sagen, wenn Du bestimmte Aktivitäten aufgrund von Schmerzen nicht mehr unternehmen kannst. Viele Schmerzpatienten ziehen sich einfach zurück. Sie verzichten auf Dinge, die ihnen einst Spaß gemacht haben, und verlieren nach und nach immer mehr soziale Kontakte. Die Schmerzen werden zum bestimmenden Faktor im Alltag und verdrängen die Lebensfreude. Wer das Problem hingegen offen anspricht, findet vielleicht andere gemeinsame Interessen, die nicht durch die Schmerzen beeinträchtigt werden.

 

Habe Mut, Dinge auszuprobieren

Wenn die Schmerzen nicht besser werden und Du nicht dauerhaft Medikamente einnehmen möchtest, liegt es besonders an Dir, auszuprobieren. Nicht nur, wo die Wurzel der Schmerzen sitzt sondern auch, was dagegen hilft. Es gibt gute und bewährte Hausmittel gegen jede Art von Schmerzen, allerdings wirken sie bei jedem ein wenig anders und müssen getestet werden. Hilft es, den Ischias-Nerv mittels liposomalem Curcumin und Weihrauchextrakt zu beruhigen, oder ein paar Dehnübungen? 

Meinen persönlichen Erfahrungsbericht mit Knieschmerzen erfährst Du hier: Halbmarathon mit Arthrose im Knie

 

Lebensfreude trotz Schmerzen im Alltag

Wie stark Schmerzen wahrgenommen werden, hängt auch von der seelischen Verfassung ab. Schmerzen sind biochemische Signale, die von den Sinneszellen über das Rückenmark ins Gehirn weitergeleitet werden. Der Körper ist in der Lage, Stoffe herzustellen, sogenannte Endorphine, die das Schmerzempfinden reduzieren. Diese Botenstoffe werden in Extremsituationen, zum Beispiel nach einem schweren Unfall oder bei einem Wettkampf ausgeschüttet, aber auch im Zustand der Entspannung. Neben der Schmerzempfindung reguliert der Stoff unseren Hunger, die Produktion von Sexualhormonen und unsere Stimmung. Nicht umsonst zählt Endorphine umgangssprachlich zu den Glückshormonen.

Bei andauerndem Stress, Ängsten und Depressionen hingegen erhöht sich das Schmerzempfinden. Dabei sind ständige Schmerzen im Alltag bereits ein Stressfaktor für sich, der häufig psychische Probleme mit sich bringt. Ein Teufelskreis, aus dem Du jedoch ausbrechen kannst.

Wirke Deinen Schmerzen mit positiven Aktivitäten entgegen:

  1. Probiere sanfte Schmerztherapien wie Massagen, Akupunktur, warme Bäder oder Umschläge.
  2. Auch eine kalte Dusche kann bei Schmerzen der Gelenke, Knochen und Muskeln Wunder bewirken.
  3. Schlafe mal wieder richtig aus. Das sagt jeder, aber zusammen mit den anderen Tipps hilft es wirklich.
  4. Mache einen Spaziergang in der Natur.
  5. Bleibe aktiv. Bewegung hält Muskeln und Gelenke geschmeidig und fördert die Durchblutung. Die Sportart sollte natürlich Deinem Gesundheitszustand angemessen sein.
  6. Ziehe Dich nicht zurück. Unternimm regelmäßig etwas mit Familie und Freunden oder lade sie zu Dir nach Hause ein. Das lenkt ab.
  7. Reduziere beruflichen und privaten Stress. Setze die Prioritäten auf solche Dinge, die Dir wichtig sind und Dir gut tun.
  8. Hausmittel helfen ebenfalls, die Schmerzen längerfristig zu lindern, indem sie die Entzündungen im Körper bekämpfen, die für chronische Schmerzen verantwortlich sind: Ingwer [1], Kurkuma, Olivenöl (Olivenblattextrakt) [2], rote Beete Saft, Pfefferminztee, Bio-Honig.

Die Schmerzen werden zwar nicht verschwinden, aber sie werden erträglicher und unbedeutender, wenn sie im Alltag nicht mehr so dominant sind. Das Feedback hilft Dir dann, Schritt für Schritt den chronischen Schmerzen im Alltag entgegen zu wirken. Dieser Beitrag war dazu nur der Einstieg.

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