10 Detox Lebensmittel für Entgiftung im Alltag

Detox Lebensmittel (c) Depotisphotos @ marilyna

Detox ist irgendwie so ein Dauerbrenner. Jeder möchte sich ständig entgiften, am besten sogar mehrmals jährlich. Wichtig ist nur, dass es die richtigen Detox Lebensmittel sind. Und die richtigen Methoden. Mit guten biochemischen Grundlagen ist Detox dann auch in Ordnung. Aber weniger als Kur, sondern im Alltag. Mit den richtigen Detox Lebensmitteln kannst Du nämlich Darm, Leber und Körper jeden Tag etwas Gutes tun. Wie, erfährst Du heute:

Was ist Detox überhaupt?

Natürlich herrscht kein Konsens darüber, was Detox eigentlich ist und was es bewirken soll. Zudem es wirklich viele Quacksalber und stümperhafte Experten gibt, die alle irgendeine Detox Kur verkaufen wollen.

Ich möchte Dir heute gar nichts verkaufen, sondern nur aufklären und informieren. Um Dich gesünder und glücklicher zu machen. Denn das ist der Sinn hinter SchnellEinfachGesund: Ich verdiene mit dieser Seite kein Geld, ich möchte nur Informationen weitergeben, die Dich weiterbringen. Mehr nicht 🙂

Detox ist ein umgangssprachliches oder Modewort für entgiften (engl. detoxify). Dabei passieren in Darm, Leber, Haut und Niere Prozesse, die ich kurz erklären möchte:

Der Darm wird aufgeräumt

Tote Bakterien, schadhafte Bakterien und Ablagerungen werden herausgespült. Das ist wichtig, denn ein gesunder Darm ist die absolute Grundlage für den Körper und neben der Leber unser zentrales Stoffwechsel- und Entgiftungsorgan. Ansonsten drohen Probleme wie SIBO, Leaky Gut Syndrom und Reizdarmsyndrom bis hin zu Autoimmunerkrankungen.

Die Leber muss ordentlich arbeiten

Was durch den Darm in den Körper gelangt, wird zuerst von der Leber kontrolliert. Die Leber ist eine Art Türsteher und lässt nicht alles in den Körper. Sie ist damit unser zweites wichtiges Stoffwechsel- und Entgiftungsorgan.

Besonders wichtig ist der Abbau von toxischen, wasserunlöslichen Substanzen. Die Leber hat dazu Mechanismen entwickelt, um diese Produkte wasserlöslich zu machen und dann auszuscheiden. Darüber habe ich übrigens hier schon einmal geschrieben: Leber entgiften.

Die Haut muss ausbaden

Wenn es für Darm und Leber zu viel wird, dann muss auch über die Haut entgiftet werden. Das hat jeder schon mal mitbekommen, der nach einer richtig schäbigen, ungesunden Mahlzeit/Partynacht plötzlich Pickel bekommen hat.

Niere muss stabil sein

Die Detox Lebensmittel müssen dann natürlich auch dabei helfen, wasserlösliche Giftstoffe auszuscheiden. Aber meist reicht es, den Fokus auf Darm und Leber zu lenken. Denn hier liegt das größte Potenzial und der größte Bedarf an den heutigen Lebensmitteln – samt ihrer tollen Wirkungen.

Mit den heutigen Detox Lebensmitteln stärkst Du auch Deine Niere – sofern Du jeden Tag genug trinkst 😊

In Kürze wird noch ein weiterer Beitrag folgen über mehr Dinge, die Du im Alltag tun kannst, um Leber, Darm und Stoffwechsel zu unterstützen. Dinge, mit denen Du nicht sofort rechnen würdest. Heute geht es zunächst um Detox Lebensmittel, die Leber und Darm dabei unterstützen, Giftstoffe auszuleiten.

 

10 Detox Lebensmittel für jeden Tag

Es folgt eine Auflistung von 10 Detox Lebensmitteln, die Du jeden Tag (mit Ausnahme von Rinderleber) essen kannst, um Leber und Darm zu unterstützen. Sie sind allesamt sehr gesund, reich an Mineralstoffen und Vitaminen, günstig zu bekommen, und werden Deiner Gesundheit ein großes Upgrade verschaffen:

Guter Kaffee

Guter Kaffee wirkt nicht nur leicht abführend und schwemmt tote und schadhafte Bakterien aus dem kompletten Magen-Darm-Trakt; Kaffee unterstützt auch die Leber bei der Entgiftung. Und das sehr wirkungsvoll. Kaffee ist gesund, sehr sogar. Er schützt nachweislich vor Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Alzheimer, Leberkrebs und Prostatakrebs.

Leinsamen

Ich bin ein großer Fan von Leinsamen und Verfechter der Faustregel, jeden Tag Leinsamen zu essen. Leinsamen haben die tolle Angewohnheit, in Wasser aufzuquellen, zudem enthalten sie viele Omega-3-Fettsäuren und Ballaststoffe.

Durch den Schleim wirken sie leicht abführend und schwemmen Ablagerungen aus dem Darm mit, und liefern zeitgleich viele gute Ballaststoffe für die Darmbakterien. Optimal! Im Beitrag über Leinsamen findest Du weitere tolle Informationen und Rezepte mit Leinsamen.

Knochenbrühe

Ich habe das Gefühl, Knochenbrühe ist ein vergessenes Superfood aus dem Mittelalter. Eine gute Kraftbrühe aus Knochen kann Wunder wirken, müde Geister wecken und auch im Darm ordentlich aufräumen. Die Inhaltsstoffe wirken wie Kleister für Löcher im Darm und können an vielen Stellen der Gesundheit zuträglich sein. Mehr Informationen zu Knochenbrühe findest Du im hinterlegten Beitrag.

Kombucha

Kombucha ist fermentierter Tee. Aus gezuckertem Tee und Mikroorganismen entsteht ein erfrischendes, gesundes, zuckerarmes, probiotisches Getränk. Ebenso wie Knochenbrühe ist Kombucha ein Superfood aus vergangener Zeit, und heute wieder stark im Kommen.

Ebenfalls mit leicht abführender Wirkung, nährstoffreich und probiotisch. Das wirkt sich sehr positiv auf Darm und Leber aus. Übrigens hilft Kombucha auch der Leber dabei, Schwermetalle auszuscheiden.

Grünzeug

Grünes Gemüse und ab und zu Superfood Smoothie Pulver liefern Ballaststoffe und Nährstoffe, die ebenfalls im Darm aufräumen und Darmbakterien als Nahrungsgrundlage dienen. Außerdem liefern sie der Leber Unterstützung, indem sie Enzyme der P450-Familie aktivieren. Diese Enzymfamilie ist zentral bei der Entgiftung von wasserunlöslichen Giftstoffen.

Zwiebeln

Zwiebeln wirken leicht antibakteriell und räumen im Darm also gut auf. Zeitgleich enthalten sie wertvollen Schwefel (Allicin), den die Leber braucht, um Giftstoffe auszuscheiden. Eines der effizientesten Detox Lebensmittel überhaupt. Dabei ist es egal, ob Zwiebeln, Frühlingszwiebeln, Knoblauch oder andere Zwiebelgewächse konsumiert werden. Hauptsache oft!

Rinderleber

Überrascht es Dich, wenn Rinderleber oder andere Innereien der Leber helfen? Und dem Darm? Rinderleber ist entgegen der landläufigen Meinung kein Speicher von Schwermetallen und Giftstoffen, sondern ein Organ, das damit beschäftigt ist, diese Stoffe auszuscheiden.

Rinderleber ist so eine Art Multivitamintablette von Mutter Natur und enthält viele, viele Vitamine, die die Leber braucht. Vornehmlich Vitamin A, B und E. Das sind übrigens auch alles Stoffe, die der Darm braucht, um Löcher zu flicken und fit zu bleiben.

Dazu kommen in der Leber enthaltene Mikronährstoffe: Eisen, Kupfer, Zink und Selen sind reichlich enthalten. Ich empfehle, einmal wöchentlich ein schöne Portion Leber zu essen.

Spirulina

Diese kleine Mikroalge ist groß im Kommen! Denn sie hält enthält zahlreiche Antioxidantien, Schwefelstoffe, Farbstoffe und aktives Glutathion (körpereigenes Antixodianz), was Darm und Leber natürlich freut. Ich empfehle Spirulina nur in Tablettenform, da das Pulver nicht gerade fein schmeckt. Tabletten schlucken aber ist ok 😊

Beeren

Die Ballaststoffe und Antioxidantien in Beeren, besonders in dunklen Beeren, sind einige der stärksten Antioxidantien in der Natur. Sie lindern Entzündungen im Körper, unterstützen die Leber, fangen freie Elektronen ein, wo sie können. Tiefkühlbeeren gibt es das ganze Jahr über – Beeren gehören zu den wenigen Nahrungsmittel, die ich jeden Tag, das ganze Jahr über, empfehle.

Apfelessig

Ich finde, Apfelessig sollte mehr gefeiert werden. Apfelessig ist nicht nur probiotisch, es ist auch leicht abführend, unterstützt den Stoffwechsel, und räumt den Darm ähnlich effektiv auf wie Leinsamen und Knochenbrühe. Zudem die organischen Säuren die Leber bei der Entgiftung unterstützen. Prost!

Ergänzung: Nahrungsergänzungen für die Leber

Zwei Supplements, die sich gut ergänzen und die ich bei Leberproblemen absolut empfehlen möchte: Artischocken-Extrakt und Curcumin. Mehr zu Curcumin erfährst Du hier: Entzündungen im Körper.

Die idealen Ernährungsformen für den Detox

Es wird immer wieder nach Ernährungsformen gefragt, um den Körper mit möglichst vielen Detox Lebensmittel zu unterstützen. Ich finde, die Ernährungsform ist primär egal, wenn‘s die richtigen Nahrungsmittel sind. Ob man dem Kind dann einen Namen geben muss, ist eigentlich egal.

Aber gut: Vegan essen ist nicht das Beste für Darm und Leber, da so auf Dauer gewisse Nährstoffe fehlen, die beide Organe einfach brauchen. Zum Beispiel Vitamin A, Vitamin B, Kupfer, Zink, Omega-3-Fettsäuren, Taurin und mehr.

Wenn es die eine Ernährungsform gibt, die ich empfehlen möchte, dann ist das die Paleo Ernährung. Im hinterlegten Beitrag findest Du mehr Informationen über diese Ernährungsform.

Was ist mit Heilfasten oder Saftkuren?

Ein- bis zweimal jährlich eine gute Saftkur oder Heilfasten machen, kann in Ordnung sein, muss aber nicht zwingend sein. Ich bin größerer Fan von Entgiftung im Alltag durch die richtigen Detox Lebensmittel.

Um aber eine Umstellung herbeizuführen, dem Körper einen Reset zu geben, oder um sich von einer überstandenen Krankheit oder Gesundheitsproblemen zu erholen, kann eine Saftkur oder Heilfasten wirklich gut sein.

Dazu habe ich in diesem Beitrag (Leber entgiften) eine Heilkur für Darm und Leber konzipiert. Und das ebenfalls völlig kostenlos, weil es mir um Deine Gesundheit geht.

Wie gesagt: Du benötigst Heilfasten oder Saftkuren nicht zwingend, kannst aber. Dann musst Du aber die richtigen Detox Lebensmittel zur Hand und generell die richtige Einstellung haben. Im heutigen sowie im hinterlegten Beitrag über Leber entgiften stehen dazu die optimalen Informationen für Deine Gesundheit.

Und das war es eigentlich schon 🙂 kurz und knackig.

Zusammenfassung: 10 Detox Lebensmittel für jeden Tag

Detox_Lebensmittel

Fazit – Jeden Tag ein bisschen

Es braucht nicht zwingend eine Saftkur, es kann auch jeden Tag im Alltag Detox oder Entgiftung integriert werden. Da freut sich die Leber mehr, als wenn man 11 Monate nur Junk Food isst und dann ein 2 Wochen panisch Saftkur macht. Lieber konstant auf gutem Niveau.

Die Paleo Ernährung ist hier wahrscheinlich die beste Grundlage, dazu die heute genannten Detox Lebensmittel.

Diesee Beiträge könnte Dich ebenfalls interessieren:

Quellenverzeichnis
  1. Pulido, R.; Hernandez-Garcia, M.; Saura-Calixto, F. (2003): Contribution of beverages to the intake of lipophilic and hydrophilic antioxidants in the Spanish diet. In: European journal of clinical nutrition 57 (10), S. 1275–1282. DOI: 10.1038/sj.ejcn.1601685.
  2. Corrao, Giovanni; Zambon, Antonella; Bagnardi, Vincenzo; D’Amicis, Amleto; Klatsky, Arthur (2001): Coffee, Caffeine, and the Risk of Liver Cirrhosis. In: Annals of Epidemiology 11 (7), S. 458–465. DOI: 10.1016/S1047-2797(01)00223-X.
  3. Zhang, Y.; Lee, E. T.; Cowan, L. D.; Fabsitz, R. R.; Howard, B. V. (2011): Coffee consumption and the incidence of type 2 diabetes in men and women with normal glucose tolerance: The Strong Heart Study. In: Nutrition, Metabolism and Cardiovascular Diseases 21 (6), S. 418–423. DOI: 10.1016/j.numecd.2009.10.020.
  4. Arreola, Rodrigo; Quintero-Fabian, Saray; Lopez-Roa, Rocio Ivette; Flores-Gutierrez, Enrique Octavio; Reyes-Grajeda, Juan Pablo; Carrera-Quintanar, Lucrecia; Ortuno-Sahagun, Daniel (2015): Immunomodulation and anti-inflammatory effects of garlic compounds. In: Journal of immunology research 2015, S. 401630. DOI: 10.1155/2015/401630.
  5. Chakravorty, Somnath; Bhattacharya, Semantee; Chatzinotas, Antonis; Chakraborty, Writachit; Bhattacharya, Debanjana; Gachhui, Ratan (2016): Kombucha tea fermentation: Microbial and biochemical dynamics. In: International journal of food microbiology 220, S. 63–72. DOI: 10.1016/j.ijfoodmicro.2015.12.015.
  6. Dipti, P.; Yogesh, B.; Kain, A. K.; Pauline, T.; Anju, B.; Sairam, M. et al. (2003): Lead induced oxidative stress: beneficial effects of Kombucha tea. In: Biomedical and environmental sciences : BES 16 (3), S. 276–282.
  7. Josling, P. (2001): Preventing the common cold with a garlic supplement: a double-blind, placebo-controlled survey. In: Advances in therapy 18 (4), S. 189–193.
  8. Murugesan, G. S.; Sathishkumar, M.; Jayabalan, R.; Binupriya, A. R.; Swaminathan, K.; Yun, S. E. (2009): Hepatoprotective and curative properties of Kombucha tea against carbon tetrachloride-induced toxicity. In: Journal of microbiology and biotechnology 19 (4), S. 397–402.
  9. Ismail, Md; Hossain, Md Faruk; Tanu, Arifur Rahman; Shekhar, Hossain Uddin (2015): Effect of Spirulina Intervention on Oxidative Stress, Antioxidant Status, and Lipid Profile in Chronic Obstructive Pulmonary Disease Patients. In: BioMed Research International 2015. DOI: 10.1155/2015/486120.
  10. Kalafati, Maria; Jamurtas, Athanasios Z.; Nikolaidis, Michalis G.; Paschalis, Vassilis; Theodorou, Anastasios A.; Sakellariou, Giorgos K. et al. (2010): Ergogenic and antioxidant effects of spirulina supplementation in humans. In: Medicine and science in sports and exercise 42 (1), S. 142–151. DOI: 10.1249/MSS.0b013e3181ac7a45.
  11. Ismail, Mohamed F.; Ali, Doaa A.; Fernando, Augusta; Abdraboh, Mohamed E.; Gaur, Rajiv L.; Ibrahim, Wael M. et al. (2009): Chemoprevention of rat liver toxicity and carcinogenesis by Spirulina. In: International Journal of Biological Sciences 5 (4), S. 377–387.
  12. Mazokopakis, Elias E.; Starakis, Ioannis K.; Papadomanolaki, Maria G.; Mavroeidi, Niki G.; Ganotakis, Emmanuel S. (2014): The hypolipidaemic effects of Spirulina (Arthrospira platensis) supplementation in a Cretan population: a prospective study. In: Journal of the science of food and agriculture 94 (3), S. 432–437. DOI: 10.1002/jsfa.6261.
  13. Nile, Shivraj Hariram; Park, Se Won (2014): Edible berries: bioactive components and their effect on human health. In: Nutrition (Burbank, Los Angeles County, Calif.) 30 (2), S. 134–144. DOI: 10.1016/j.nut.2013.04.007.
  14. Naziroglu, Mustafa; Guler, Mustafa; Ozgul, Cemil; Saydam, Gunduzalp; Kucukayaz, Mustafa; Sozbir, Ercan (2014): Apple cider vinegar modulates serum lipid profile, erythrocyte, kidney, and liver membrane oxidative stress in ovariectomized mice fed high cholesterol. In: The Journal of membrane biology 247 (8), S. 667–673. DOI: 10.1007/s00232-014-9685-5.

Eine Idee zu “10 Detox Lebensmittel für Entgiftung im Alltag

  1. Alexandra sagt:

    Danke Dir für die Arbeit und die vielen Informationen. Konnte da noch einiges für mich mitnehmen! Ich bin auch ein großer Fan von Curcumin. Auch sehr gut für die Leber ist Mariendistel. Die hilft bei der Entgiftung, weshalb ich sie auch gern in meine Ernährung integriere. Und ja: ich finde auch eine stetige, alltägliche gesunde Ernährung sehr viel besser als zwei Mal im Jahr eine Saftkur zu machen. 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.